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  • EU in Zeiten autoritärer Tendenzen

    #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Ausgabe kommt aus der Redaktion des Freien Radio Salzkammergut.

    Interview mit dem Diplomaten und Außenpolitikexperten, Wolfgang Petritsch über die politischen Herausforderungen der EU in einer Zeit zunehmend autoritärer Tendenzen.

    Das Interview wurde Ende Dezember 2023 aufgezeichnet. Petritsch war auf Einladung des Europaabgeordneten Hannes Heide bei einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in Bad Ischl zu Gast.

    Der ehemalige Pressesprecher von Bruno Kreisky war als österreichischer Diplomat bei den Vereinten Nationen sowie bei der OECD tätig und bekleidete auch das das Amt des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina. Derzeit ist der Autor von zahlreichen Publikationen Präsident der „Austrian Marshall Plan Foundation“ und des österreichischen Institutes für Internationale Politik in Wien.
    Die Fragen waren u.a.:
    – Was tun mit den ständig zunehmenden autoritären Tendenzen innerhalb und außerhalb der EU?
    – Welche Zukunft hat die EU und wie soll sie, dh. wie sollen die EU Staaten auf die geänderte Weltlage reagieren?
    – Bräuchte es stärkere Regeln und Gesetze, um europäische demokratische Rechtsstaaten vor dem Abrutschen in autoritäre Systeme zu schützen?

    30 min
  • Sprachliche Vielfalt stärken | Demokratie verteidigen

    #Stimmlagen, das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios Österreich wurden dieses Mal von der FROzine-Redaktion von Radio FRO in Linz gestaltet.


    Mehrsprachigkeit sichtbar machen
    Am 21. Februar fand der Internationale Tag der Muttersprachen statt. Damit soll Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt gefördert werden. Das Projekt „Sprache stärkt“ von der pädagogischen Hochschule Oberösterreich und der Bildungsdirektion Oberösterreich möchte Mehrsprachigkeit in Volksschulen sichtbarer machen. Wie das gelingt und wie Spracherwerb funktioniert, darüber hat Aylin Yilmaz mit Monika Woischitzschläger gesprochen. Sie ist vom Institut für Fortbildung und Schulentwicklung I der PH Oberösterreich und hat das Projekt mitentwickelt.

     

    Demokratie verteidigen

    Österreichweit finden am Wochenende Kundgebungen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus und Rassismus statt. In Linz wird am Sonntag, den 25. Februar um 17 Uhr ein Lichtermeer am Hauptplatz veranstaltet. Felix Harrer hat mit Beatrice Kepplinger von Yes We Care und Jan Aigner von Fridays for Future gesprochen. Getragen wird die Kundgebung von einer Vielzahl weiterer Organisationen.

    Mehr Informationen zu den Kundgebungen unter: demokratie-verteidigen.at

     

    Sendungsmoderation: Marina Wetzlmaier

    Informationen zu den #Stimmlagen, dem gemeinsamen Infomagazin der Freien Radios Österreich: stimmlagen.at

    30 min
  • #Stimmlagen: Wir Fahren Gemeinsam: Klimaaktivist:innen kämpfen für Busfahrer:innen | Standing Together Vienna

    „Wir denken die Verkehrswende und Arbeitskampf zusammen“ – Wir Fahren Gemeinsam

    Eine ungewöhnliche Allianz: Vertreter der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft VIDA arbeiten seit einigen Wochen mit den Klimagerechtigkeitsorganisationen Fridays For Future und System Change Not Climate Change zusammen. Ihre Forderung: Bessere Arbeitsbedingungen, Ruhezeiten und Entlohnungen für Busfahrer:innen! Denn ohne bessere Arbeitsbedingungen für Busfahrer:innen wird es auch keine Verkehrswende und den notwendigen Ausbau der Infrastruktur geben.
    Anfang März finden die ersten Vorgespräche zu weiteren Verhandlungen statt. Wir haben mit Jasmin (VIDA), Ferdinand (VIDA) und Naomi (FFF) über ihre Zusammenarbeit und die anstehenden Verhandlungen zum Kollektivvertrag gesprochen.

    „Unsere ersten beiden Ziele sind ein Waffenstillstand und, dass die Geiseln nach Hause kommen“ – Standing Together Vienna

    Am Freitag dem 19. Jänner fand im Bildungsverein der KPÖ Steiermark eine Diskussionsveranstaltung zum Nahostkonflikt statt. Es wurde die Initiative Standing Together Vienna eingeladen um über die derzeitige Polarisierung im deutschsprachigen Diskurs und Perspektiven für Frieden zu sprechen.
    Wir haben am Rande der Diskussionsveranstaltung mit Atheer Elobadi und William Elgan von Standing Together Vienna gesprochen.

    30 min
  • Gegen die Vernetzung rechter Gruppen

     

    #STIMMLAGEN 08.02.2024

    #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem alternativen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien.

     

    Breaking the Silence Report 2023 | Informationen für staatenlose Menschen | Trauer- und Protestaktion für Opfer von Femiziden | Gegen die Vernetzung rechter Gruppen – Demonstration vor der Landsmannschaft | Ausstellung: Mariahilf in der NS-Zeit | Holocaust-Gedenken am 27. Jänner

     

    Koordination: Margit Wolfsberger; Foto von Stefan Resch

     

    Breaking the Silence Report 2023

    Die Hilfsorganisation CARE veröffentlichte diese Woche zum achten Mal ihren jährlichen Bericht über vergessene humanitäre Krisen. Die Studie analysiert über fünf Millionen Online-Artikel und soll die diejenigen Krisen, die keine oder wenige Schlagzeilen machen, ins Rampenlicht rücken. Im vergangenen Jahr 2023 waren es 10 lang anhaltende Krisen auf dem afrikanischen Kontinent, die von der Weltöffentlichkeit Großteils ignoriert wurden. Der gesamte Bericht kann auf https://care.at/breaking-the-silence-2023/ heruntergeladen werden.
    Beitragsgestaltung: Stefan Resch

     

    Informationen für staatenlose Menschen

    Circa 4,3 bis 15 Millionen Menschen sind weltweit staatenlos. Auch in Österreich gibt es staatenlose Menschen, deren Status ihnen vielfältige Probleme bereitet. Die Ursachen von Staatenlosigkeit sind vielfältig. Um den 12.000 in Österreich lebenden Staatenlosen zu helfen, stellt die Stadt Wien auf ihrer Website Informationen zur Verfügung. Unter anderem wird dort darüber informiert, dass staatenlose Kinder leichter die Staatsbürgerschaft beantragen können. Von NGOs wird allerdings kritisiert, dass dieser Prozess mit einer zu kurz bemessenen Frist erschwert wird.
    Beitragsgestaltung: Daniel

     

    Trauer- und Protestaktion für Opfer von Femiziden

    Die Initiative StOP-Stadtteile ohne Partnergewalt rief am 18. Jänner zur Mahnwache vor dem Parlament auf. Dabei wurde der Opfer der 27 Femizide in Österreich im vergangenen Jahr 2023 gedacht und mehr Präventionsarbeit gefordert. Rund 100 Menschen legten Blumen und Kerzen nieder, an die getöteten Frauen erinnerten Traueranzeigen und 27 symbolische Paare Schuhe.
    Beitragsgestaltung: Stefan Resch

     

    Gegen die Vernetzung rechter Gruppen – Demonstration vor der Landsmannschaft

    Am Donnerstag-Abend, 25.1.2024 versammelten sich Linke Demonstrant\**innen vor der österreichischen Landsmannschaft. Ziel des Protestes war das Blockieren eines rechten Vernetzungstreffens. Zu den angesagten Gästen gehörten unter anderem zwei Deutsche: Maximilian Krah, Afd Spitzenkandidat für die Europawahl und Götz Kubitschek, ein bekannter Rechtsextremist und Verleger. Wie eng die österreichischen und deutschen Rechten zusammenarbeiten, zeigte sich zuletzt auf einem publik gewordenen Geheimtreffen zwischen Afd Politiker\**innen, Mitgliedern der Werteunion und bekannten Rechtsextremen wie zum Beispiel dem Österreicher Martin Sellner. Der Zorn der Demonstrant\**innen richtete sich auch gegen die FPÖ, die vor einigen Monaten Götz Kubitschek in das österreichische Parlament eingeladen hatte, gegen den Staat und die Polizei, die den Redner*innen zu Folge für den Aufstieg der neuen Rechten mitverantwortlich seien.
    Beitragsgestaltung: Tony Siekerkotte mit Audiomaterial von Stefan Resch

     

    Ausstellung: Mariahilf in der NS-Zeit

    In der Ausstellung „Als homosexuell verfolgt – Mariahilf in der NS-Zeit“ im Bezirksmuseum Mariahilf werden zwölf Porträts von Mariahilfer:innen präsentiert, die während der NS-Zeit aufgrund ihrer Homosexualität bzw. Transsexualität von den Nationalsozialist:innen verfolgt wurden. Kuratiert von Andreas Brunner, beleuchtet die Ausstellung Methoden der Verfolgung, Orte und individuelle Schicksale im 6. Bezirk. Die Porträts sind auf zwölf zwei Meter hohen Tafeln zu sehen, die bis zum 30. Juni 2024 im Bezirksmuseum ausgestellt werden.
    Beitragsgestaltung: Konstantinos Laskaridis

     

    Holocaust-Gedenken am 27. Jänner

    Wie jedes Jahr rief das Bündnis „Jetzt Zeichen setzen“ zur Gedenkkundgebung anlässlich des International Holocaust Rememberance Day am Heldenplatz auf. Rund 400 bis 500 Menschen hörten die Beiträge der Redner*innen aus Politik und Zivilgesellschaft, die über Antisemitismus heute und vergessene Opfergruppen sprachen. Musikalisch begleitet wurde die Kundgebung durch den Chor der Slowenischen Studierenden in Wien.
    Aufnahme: Gerhard Kettler
    Beitragsgestaltung: Stefan Resch

     

    30 min
  • Szenenwechsel Innsbruck

    Im Februar wird es bunt beim Szenenwechsel aus Innsbruck! Simon, Mona und Matthias geben Moderatorin Lisa einen Einblick in ihre musikalische Welt. So vielfältig ist Innsbruck

     

     

    Simon Chkheidze: Musiker/Schriftsteller; Buch: Als die Sonne versank – Kurzgeschichten; Musik: Simoniko (Spotify/Soundcloud)

    Mona Harder: Sängerin/ Tänzerin; MUK Wien

    Matthias Windischer: Musiker/ Tontechniker; Popcorn Multimedia

    58 min
  • #stimmlagen: Kunstkollektiv EXTASIER I Interview KZ-Verband Salzburg I Gehen – ein literarischer Spaziergang

    Für #Stimmlagen, das bundesweite Infomagazin der Freien Radios in Österreich, berichtet David Mehlhart aus der unerhört!-Redaktion in Salzburg:

    • Das Kunstkollektive EXTASIER verschönerte unlängst das Salzburger Stadtbild durch eine Plakataktion. Veronika Sattlecker hat sich mit drei Künstlerinnen des Kollektivs unterhalten
    • Antifaschismus ist drigender geboten denn je. Der Obmann des Salzburger KZ-Verbandes, Siegfried Trenker, war zu Gast im Studio der Radiofabrik
    • Gehen ohne Ziel – also Flanieren – ist eine Kulturtechnik, die wieder vermehr praktiziert werden sollte. Renate Hausenblas zeigt, wie das funktionieren könnte
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      Drei Künstlerinnen vom EXTASIER Kollektiv: v.l.n.r. Martha, Elisabeth, Michèle (© Veronika Sattlecker)

      Kunstkollektiv EXTASIER

      “Wir lieben Print!” Das sagen die Künstler*innen vom Salzburger EXTASIER Kollektiv – und zeigen es in ihrer letzten Kulturplakataktion, bei der sie Plakatflächen in der ganzen Stadt nutzten, um unterschiedlichen Stimmen eine Plattform zu bieten. Im Interview haben sie von ihrer Kooperation mit Vereinen und Organisationen aus dem Sozial- und Kulturbereich erzählt und was es in einer individualistischen Gesellschaft heißt, als Gruppe unterwegs zu sein.

       

       

       

      KZ-Verband Obmann Siegfried Trenker im Intervie

      Obmann des KZ-Verbandes Salzburg Siegfried Trenker (© privat)

      Antisemitismus und Rechtsextremismus sind nach dem Ende der Naziherrschaft nie gänzlich verschwunden. Ganz im Gegenteil: die beiden Phänomene haben aktuell wieder Hochkonjunktur. Der Obmann des Salzburger K Z-Verbandes/Bundesverband österreichischer Antifaschist*innen, Widerstandskämpfer*innen und Opfer des Holocausts war bei unerhört! zu Gast und betonte die Wichtigkeit von antifaschistischem Engagement.

      Der Obmann des Salzburger KZ-Verbandes, Sigfried Trenker, ist zu Gast im Studio der Radiofabrik und spricht über die Wichtigkeit von antifaschistischem Engagement und welche Folgen der terroritische Überfall der islamstischen Hamas auf Israel, am 7. Okotber 2023, auf das Erstarken des Antisemtismus in Österreich und global hatte. Das Interview führte Renate Hausenblas.

      Gehen – ein literarischer Versuch

      Ein wahrer Genuss: Spaziergänger*innen an einer Promenade (© Pixabay)

      Gehen einmal anders betrachtet. Eigentlich wollten die Beitragsmacherin Renate Hausenblas zuerst Texte von Peter Handke einarbeiten. Aber dann blieb nicht viel davon übrig. Was blieb: Ein kleiner geschichtlicher Abriss zum Gehen — nein Flanieren. Gesprochen wurde der Beitrag von Sarah Kretschmer.

      Die beiden anderen Beiträge von Renate Hausenblas‘ Gehen-Reihe können HIER oder HIER nachgehört werden.

       

       

       

       

       

      Redakteur*innen: Veronika Sattleckert, Renate Hausenblas, David Mehlhart (Moderation)

      Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at

      30 min
    • Protest Bündnis Linz gegen Rechts | Online-Streetwork | Diskriminierung am Arbeitsplatz

      #Stimmlagen, das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios Österreich wurde dieses Mal von der FROzine-Redaktion von Radio FRO gestaltet.

      Themen: eine Protestaktion des Bündnisses Linz gegen Rechts, Online-Streetwork soll Jugendliche erreichen und Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz.

      Protest gegen rechtsextremen Burschenbundball

      Das Bündnis Linz gegen Rechts ruft auch dieses Jahr zum Protest gegen den rechtsextremen Burschenbundball auf, der am 3. Februar in Linz stattfindet. Nicht nur Rechtsextreme und Identitäre tummeln sich dort, auch Politiker*innen und Vertreter*innen aus der Wirtschaft sind wie jedes Jahr vor Ort. Landeshauptmann Thomas Stelzer von der ÖVP übernimmt sogar den Ehrenschutz. Das antifaschistische Bündnis Linz gegen Rechts fordert Stelzer dazu auf den Ehrenschutz nicht zu übernehmen und sich vom Rechten Rand zu distanzieren. Vergangene Woche haben sie deshalb eine Protestaktion vor der OÖVP-Zentrale in Linz durchgeführt. Sprecherin Eva Reiter im Gespräch über die fehlende Abgrenzung zwischen Landespolitik und Rechtsextremismus in OÖ.

      Demonstration: Rechtsextreme raus aus der Landesregierung – Nein zum rechtsextremen Burschenbundball

      Samstag, 3. Februar 2024, 17:30 Uhr
      AEC-Platz Linz (Ars-Electronica-Straße 1, 4040 Linz)

      Online-Streetwork soll Jugendliche erreichen

      Mit dem Projekt „Onjuvi“, das vom Streetwork Verein I.S.I umgesetzt wird, sollen Jugendliche dort aufgesucht werden, wo sie sich immer mehr in ihrem Alltag aufhalten: online. Das Projekt startete am 1. Jänner 2024. Davor wurde in einem 2-jährigen Forschungsprojekt untersucht, wie Jugendliche im Internet erreicht werden können. Streetworker*innen schreiben Jugendliche auf sozialen Medien oder Community Gruppen auf Discord an und stellen ihre Arbeit vor. Sie bieten vertrauliche Chats oder auch Videocalls an. Die Zielgruppe sind junge Menschen zwischen 12 und 24 Jahren. Jacqueline Pühringer, Mitarbeiterin des Projekts bei I.S.I berichtet davon, dass die Streetworker*innen sehr positiv aufgenommen werden. Es komme nicht vor, dass Jugendliche negativ darauf reagieren, wenn auf einmal Erwachsene in ihre Räume „eindringen“. Die Themen, die Jugendliche beschäftigen, sind recht vielfältig laut Pühringer. Beziehungsprobleme, Arbeit, keinen strukturierten Tagesablauf, Depressionen, psychische Erkrankungen, Todesfälle. Das Ziel sei auch, diesen Personen dann Anlaufstellen im echten Leben zu empfehlen. Das Projekt steht noch am Anfang, jetzt soll eine Onlinepräsenz aufgebaut werden, inklusive eigenem Social Media Auftritt. Pühringer ist es auch wichtig, sich immer weiterzubilden, da das Internet sehr schnelllebig sei und immer wieder neue Plattformen auftauchen würden.

      Umfrage zeigt Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz

      Anfang Jänner hat die Arbeiterkammer OÖ eine Studie vorgestellt, in der festgehalten wurde, wie die Situation von Frauen in der Arbeitswelt ist. Es ist unter anderem abgefragt worden, ob Frauen diskriminiert oder sexuell belästigt werden. 3.576 Frauen haben an der Befragung teilgenommen. 64 Prozent von ihnen ist der Meinung, dass Männer und Frauen nicht die gleichen Chancen am Arbeitsmarkt haben. Bei der Befragung konnten eigene Erfahrungen geteilt werden, über 900 Frauen schrieben ihre nieder. Eine Frau berichtet, dass sie beim Einstellungsgespräch darüber befragt wurde, wie ihre Familienplanung aussehen würde. Denn sie würde sowieso bald schwanger werden und würde deshalb für bestimmte Positionen nicht in Frage kommen. Auch beim Lohn sehen sich die Befragten benachteiligt, obwohl sie gut qualifiziert sind, bekämen sie weniger als männliche Kollegen. Diese Dinge wären rechtliche gesehen alle nicht zulässig, kommen in der Realität aber oft vor. Präsident der Arbeiterkammer Andreas Stangl und Vizepräsidentin Christine Heitzinger sprechen sich dafür aus, dass sich Frauen Hilfe holen, wenn sie diskriminiert werden. Die Arbeiterkammer oder die Gleichbehandlungsanwaltschaft können Unterstützung bieten.

       

      Sendungsgestaltung: Marina Wetzlmaier, Aylin Yilmaz

      Mehr Informationen zu den #Stimmlagen unter: stimmlagen.at

      30 min
    • Wie funktioniert wirksamer Aktivismus? | Türkei bombardiert zivile Infrastruktur in Nord-Ost-Syrien

      „Die Währung einer sozialen Bewegung ist die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit“ – Aktivist*innen über Arbeitsweisen, Visionen und Realität

      Sie kleben sich an Straßen, marschieren mit Schildern, sammeln Unterschriften und besetzen Schlachthäuser. Sie wollen Menschen für ihre Bewegungen mobilisieren, aber in erster Linie wollen sie Veränderung. Die Visionen: Klimagerechtigkeit, Tierschutz, Tierrechte. Eine Sendung über die Gratwanderung zwischen zu gemäßigt und zu radikal, wie man Rückhalt in der Bevölkerung gewinnt und mit Widerstand aus der Bevölkerung umgeht. Außerdem: Ist eine klimagerechte Welt innerhalb des Kapitalismus möglich? Und kann sich eine Veränderung mit demokratischen Mehrheiten überhaupt noch rechtzeitig ausgehen?
      Wir senden Ausschnitte aus einer Podiumsdiskussion der Wirtschaftspolitischen Akademie Steiermark moderiert von Karl Reimer. Zu Gast sind Aktivist*innen von Fridays For Future, der Letzten Generation, von der Initiative Plant-Based Universities und dem Verein gegen Tierfabriken.

      Den gesamten Beitrag VON UNTEN im Gespräch könnt ihr hier nachhören.

      Türkei bombardiert zivile Infrastruktur in Nord-Ost-Syrien

      Der türkische Angriffskrieg gegen die Selbstverwaltung rund um Rojava in den autonomen kurdischen Gebieten intensiviert sich seit 2021. Seit Herbst 2023 hat die Türkei nun auch begonnen zivile Infrastruktur zu bombardieren: Krankenhäuser, Ölfelder, Wasseranlagen und Stromnetze werden in den letzten Monaten zum Hauptziel der türkischen Armee. Millionen Menschen sind ohne Strom und Wasser.
      Aber wieso bekommen diese Kriegsverbrechen keine mediale Aufmerksamkeit? Was hat der Krieg in der Ukraine und der Nahostkonflikt damit zu tun?

      Darüber sprechen wir heute mit Ari, er ist der Co-Vertreter der Selbstverwaltung in Österreich.

      Bild: Eelco Böthlingk

      30 min

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    Produktionen, die im Rahmen von meist projektbezogenen Zusammenschlüssen von Personen und Redaktionen verschiedener Radiostationen entstanden.