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  • Armutskonferenz 2024

    In den #Stimmlagen, dem gemeinsamen Infomagazin der Freien Radios in Österreich: Eindrücke von der Armutskonferenz 2024 und vom Klimastreik in Linz. Gestaltung: FROzine-Redaktion von Radio FRO in Linz.

    „Jetzt übernehmen wir“ – Armutskonferenz 2024

    Die diesjährige Armutskonferenz fand von 16. bis 17 April im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg statt. Eröffnet wurde sie mit einer Theaterperformance von Mitgliedern der Plattform Sichtbar Werden. Sie führen in das Motto ein: „Jetzt übernehmen wir“ – gemeint sind zivilgesellschaftliche Organisationen, Armutsbetroffene, Selbstvetreter*innen, Wissenschaftler*innen und Interessierte, die im Rahmen der Konferenz Punkte für ein alternatives Regierungsprogramm herausgearbeitet haben. Generell ging es darum Ideen zu sammeln, um Armut in Österreich zu überwinden. Im Beitrag sind einige Ideen und Vorschläge zu hören.

    Junge Armutsforscher*innen präsentierten etwa wissenschaftliche Arbeiten, deren Fokus auf dem Thema Teilhabe und Mitsprache liegt. „Alle haben etwas zu sagen“, lautet eine der Erkenntnisse, aber ungleiche Machtverhältnisse, eine fehlende Kultur der Wertschätzung und fehlende Möglichkeiten, hindern die Menschen oft daran sich zu äußern. Ein Projekt beschäftigt sich mit der Gruppe der „Care Leavers“ – junge Erwachse, die als Kinder und Jugendliche in der stationären Kinder- und Jugendhilfe waren, jedoch mit der Volljährigkeit ausziehen müssen. „Aus der internationalen Forschung weiß man, dass diese Menschen im jungen Erwachsenenleben strukturell benachteiligt sind“, berichtet Doris Moravec vom Verein [um]bruch:stelle, eine Lobby zur Verbesserung des Lebenslagen junger Erwachsener.

    Im Rahmen von Zukunftswerkstätten haben die Teilnehmenden der Armutskonferenz Visionen und Maßnahmen in Bereichen wie Arbeit, Bildung, Wohnen, Gesundheit, Teilhabe und Klima diskutiert. Die ausgearbeiteten Vorschläge sollen in ein Zukunftsprogramm fließen, das Mitglieder der Armutskonferenz zusammenstellen werden. Dieses beinhaltet konkrete Forderungen an die Politik. Rund um die Nationalratswahl werden sie der Öffentlichkeit und den politischen Parteien präsentiert.

    Mehr Infos unter: www.armutskonferenz.at

    Im Gespräch mit Klimaguide

    Seit mittlerweile 5 Jahren organisiert FridaysForFuture Österreich im ganzen Land Klimastreiks und Demonstrationen. Auch am 19. April fand wieder ein Weltklimastreik statt, bei dem bundesweit an Veranstaltungen und Demonstrationen teilgenommen wurde. Fritz Eibensteiner, ein Mitinitiator der Organisation Klimaguide, war bei der Kundgebung am Linzer Hauptplatz vor Ort und hat im Interview mit Magdalena Schlucker seinen Verein und dessen Arbeit vorgestellt sowie über seine politischen Forderungen gesprochen.

    Weitere Informationen zur Organisation gibt es auf der Website klimaguide.at.

     

    Sendungsgestaltung: Marina Wetzlmaier

    #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Informationen dazu gibt es unter: stimmlagen.at

    30 min
  • #Stimmlagen: Resilientes Saatgut und die Zödelei | „Wir dokumentieren Polizeigewalt – selbstorganisiert“ Antirepressionsbüro

    #Stimmlagen ist das Infomagazin der Freien Radios in Österreich, diese Woche mit einer Ausgabe der VON UNTEN-Redaktion bei Radio Helsinki in Graz

    Josef Obermoser zu resilientem Saatgut und der Zödelei

    Er ist ein passionierter Gärtner und hat schon über 1000 verschiedene Tomatensorten gezüchtet. In der Zödelei, einem Gemeinschaftsgarten vor den Toren der Stadt züchtet er mit anderen motivierten Hobbygärtner*innen alle möglichen Gemüsesorten wie Paprika, Melanzani und Tomaten. Laut ihm soll es für alle interessierten Hobbygärtner*innen einfacher werden, selbst Gemüse anzubauen. Die Zödelei ist ein solidarischer Experimentiergarten, wobei jeden Freitag gemeinsame Gartentage für die Mitglieder stattfinden. Dort können Menschen auch lernen, worauf es beim Anbau von Gemüse ankommt.

    „Wir dokumentieren Polizeigewalt-unabhängig und selbstorganisiert“- Antirepressionsbüro

    Ende März wurde die Kriminalstatistik für das Jahr 2023 veröffentlicht. Darin war zu lesen, dass die Gesamtkriminalität auch vergangenes Jahr wieder gestiegen ist.
    Doch wie verhalten sich die Polizistinnen und Polizisten selbst? Darauf schaut neben der erst kürzlich eingeführten offiziellen Beschwerdestelle auch das Antirepressionsbüro in Wien. Dort können sich Opfer von Polizeigewalt schon seit 2021 melden, um über unangemessenes Verhalten oder Gewalt seitens der Polizei zu informieren. Tamara aus der VON UNTEN Redaktion hat mit zwei Personen von dem Antirepressionsbüro gesprochen. Wie sehen die beiden die Arbeit der von der Regierung eingerichteten Meldestelle? Außerdem sprechen sie über das Urteil zu einem Vorfall in Wien, als ein Polizist einen Unschuldigen mehrmals mit dem Kopf zum Boden geschlagen hat.

    30 min
  • ZARA Rassismusreport 2023

    #STIMMLAGEN 11.4.2024

    #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem alternativen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien.

     

    Themen: ZARA Rassismusreport 2023 | Fachtagung Rassismuskritische Perspektiven | AI Act im EU-Parlament beschlossen: Neue Regeln für künstliche Intelligenz | Asylstatistik: Über 95 % der geflüchteten Kinder in Österreich verschwunden | Protest ohne Gaskonferenz

     

    Koordination: Margit Wolfsberger

     

     

    ZARA Rassismusreport 2023

    Am Mittwoch, den 20. März 2024, präsentierte ZARA – der Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit in Österreich – seinen jährlichen Rassismusreport im Presseclub Concordia in Wien. Laut dem Report wurden im Jahr 2023 1.302 Vorfälle von Rassismus gemeldet, die Dunkelziffer müsste weitaus größer sein. Bei der Präsentation wurde über die Statistiken, das System hinter den Vorfällen, die Einrichtung einer unabhängigen Beratungsstelle sowie die Problematik von Deutsch-Förderklassen gesprochen.
    Der Beitrag wurde von Hannah Krause gestaltet.

     

    Fachtagung Rassismuskritische Perspektiven

    Am 21. März 2024 lud die Stadt Wien anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus verschiedene Vereine zu einer Fachtagung zum Thema „Sprache und Mehrsprachigkeit: Rassismuskritische Perspektiven“ ein. Teil der Veranstaltung war eine Podiumsdiskussion, die sich mit der Bekämpfung von sprachlichem Rassismus im österreichischen Bildungssystem auseinandersetzte. Die Teilnehmer:innen der Diskussion waren Elfie Fleck, Rita Isiba, Ali Dönmez, Munira Mohamud und Magdalena Osawaru. Neben vielen Fallbeispielen wurden von ihnen auch Forderungen zur Bekämpfung der Missstände an die Politik und Schulen, aber auch an die Lehrer:innen formuliert.
    Beitragsgestaltung: Tony Siekerkotte mit Aufnahmen von Simon Inou.

     

    AI Act im EU-Parlament beschlossen: Neue Regeln für künstliche Intelligenz

    Das Gesetz über künstliche Intelligenz ist im EU-Parlament mit großer Mehrheit angenommen worden. Nur noch der EU-Ministerrat muss zustimmen, das Gesetz könnte noch vor den Wahlen im Juni fixiert werden. Der AI Act ordnet KI-Modelle nach ihrem Risikolevel ein und schreibt für hochriskante Systeme transparente Entwicklung und menschliche Überwachung vor. Das Gesetz verbietet den Einsatz von KI für Gesichtserkennung in Echtzeit, für Emotionserkennung wie etwa bei Lügendetektoren und für Social Scoring Modelle, sieht aber auch Ausnahmen vor: Im Bereich Sicherheit und Migration. Gerade der Einsatz von KI an den Außengrenzen würde damit nicht verhindert, sondern sogar explizit ermöglicht. Kritiker:innen sehen darin eine Gefahr für die Grundrechte ohnehin vulnerabler Gruppen wie Geflüchteter.
    Beitragsgestaltung: Stefan Resch

     

    Asylstatistik: Über 95 % der geflüchteten Kinder in Österreich verschwunden

    Die Ende März veröffentlichte Asylstatistik von 2023 zeigt, dass über 95% der Kinder, die im letzten Jahr Asyl beantragten, verschwunden sind. Dies verdeutlicht das Versäumnis der österreichischen Behörden, geflüchtete Minderjährige angemessen zu schützen. Die Organisationen Amnesty International und asylkoordination österreich sowie zahlreiche andere Organisationen betonen seit Jahren die Notwendigkeit, die Kinderrechte dieser vulnerablen Gruppe zu stärken.
    Dieser Beitrag wurde von Konstantinos Laskaridis gestaltet.

     

    Protest ohne Gaskonferenz

    Mehr als 500 Menschen demonstrierten am 27. März 2024 in Wien unter dem Motto „Stoppt die Gaslobby“. Zum Abschluss des People’s Summit am vorherigen Wochenende organisierte die Gruppe internationaler Klimaaktivist:innen wie schon im Vorjahr eine Kundgebung gegen die Europäische Gaskonferenz. Ihren ersten Erfolg konnten die Aktivist:innen schon feiern, bevor die Demonstration überhaupt begonnen hatte: Das Branchentreffen der Gasindustrie Europas konnte nicht stattfinden – aus Angst vor möglichen Protesten.
    Beitragsgestaltung: Stefan Resch; Tonmaterial von Gerhard Kettler und Tony Siekerkotte

     

    Zusätzliches Schuljahr für Schüler:innen mit Behinderungen

    Der Verfassungsgerichtshof urteilte im März über eine Beschwerde eines 18jährigen Niederösterreichers mit kognitiver Beeinträchtigung. Die Ablehnung seines Antrages für ein freiwilliges 12. Schuljahr, wurde von der Schule mit Verweis auf Platzmängel gerechtfertigt. Vor Gericht wurde das als “verfassungswidrig” eingestuft.
    Beitragsgestaltung: Paul Linzbauer

    30 min
  • #stimmlagen: Amateurfunk Salzburg I VIEW gegen Lebensmittelverschwendung I Naturbestattungen

    Für #Stimmlagen, das bundesweite Infomagazin der Freien Radios in Österreich, berichtet David Mehlhart aus der unerhört!-Redaktion in Salzburg:

    • Manuela Schnegg war bei den Salzburger Amateurfunker*innen zu Besuch und hat Erfahren, dass sogar Nobelpreisträger unter den Hobbyfunkern zu finden sind.
    • Der Verein VIEW nimmt sich in Salzburger dem Thema Lebensmittelverschwendung an. Othmar Behr hat sich mit der Leiterin des Vereins – Doris Kiefel – unterhalten.
    • Wie umweltschonend kann eine Bestattung sein? Dieser Frage geht Hannah Augustin in ihrem Beitrag nach.
    • Amateurfunk Salzburg

      Vereinsmitglied Hannes Neulinger vor der Funkstation (© Manuela Schnegg)

      Freitag, 23. Februar 2024, 18 Uhr: unerhört!-Redakteurin Manuela Schnegg besucht das Klubheim des Amateurfunkverbands Salzburg in Wals-Siezenheim. Die Koordinaten hat sie von Hannes Neulinger, Rufzeichen OE2JHN, erhalten. Zuerst hört sie einige internationale Funksprüche mit. Danach berichtet ihr Peter Rubenzer von seinen coolsten Funkerlebnissen: Er hat schon mit einem amerikanischen Nobelpreisträger, einer deutschen Polarstation und einem russischen Astronauten gefunkt!

      Die Funkanlage des Amateurfunkverbands Salzburg im Klubheim in Wals-Siezenheim siehtt man auf dem Foto links. In das davor liegende Funktagebuch tragen die Funkenden ein, mit wem sie gefunkt haben. Wenn sie zum ersten Mal mit einem neuen Funkenden Kontakt hatten, schicken sie ihm an sein Rufzeichen eine Karte mit ihrem eigenen Rufzeichen.

      Weitere Informationen zum Amateurfunk Salzburg und zur Amateurfunkprüfung erhält man auf www.oe2.oevsv.at.

      VIEW gegen Lebensmittelverschwendung

      Doris Kiefel, Initiatorin und Vereinsobfrau von VIEW (© Franz Neumayr)

      Laut Informationen des Bundesministeriums für Klimaschutz und Umwelt landen in Österreich jährlich 157.000 Tonnen Lebensmittel aus Privathaushalten im Müll. Pro Kopf sind das ca. 19 Kilo, die so weggeworfen werden. Aber nicht nur die Endverbraucher*innen, sondern auch im Handel wandern Lebensmittel im Umfang von 16.000 Tonnen – so die Zahlen im letzten Quartal 2023 – ungenützt in den Müll. Dass man das weiß, ist einer Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes zu verdanken, welche im Mai 2023 in Kraft trat.

      In Salzburg wird aber schon länger gegen diesen Missstand angekämpft. Im Jahr 2006 gründeten Doris Kiefel und Karl-Armin Wieser den Verein Initiative Ethisch Wirtschaften (VIEW). Die Mitglieder von VIEW haben es sich zur Aufgab

      e gemacht, in Kooperation mit Handelsunternehmen Lebensmittel zu retten und sie an gemeinnützige Einrichtungen weiter zu vermitteln. Zwischen 2007 und Ende 2021 konnte der Verein so über 680.000 kg Lebensmittel vor der Mülltonne retten.

      Othmar Behr von der unerhört!-Redaktion hat sich mit Doris Kiefel getroffen, um mehr über die Tätigkeit von VIEW zu erfahren.

      Naturbestattungen

      Der verschneite Naturfriedhof „Kastanienwiesen“ in Salzburg (© Hannah Augustin)

      Das Thema Umweltbewusstsein hat in mittlerweile allen Lebensbereichen Einzug gehalten. Selbst Bestattungen werben mittlerweile damit, „grün“ oder „nachhaltig“ zu sein. Doch wie umweltfreundlich sind Naturbestattungen wirklich? Hannah Augustin aus der unerhört!-Redaktion hat sich auf die Suche nach Antworten gemacht und zeigt in diesem folgenden welche Belastungen eine Bestattung für die Umwelt darstellen kann. Im Interview mit Maximilian Mayr-Melnhof erfährt sie, wie sich eine Naturbestattung eigentlich von einer normalen Bestattung unterscheidet.

       

      Redakteur*innen: Manuela Schnegg, Othmar Behr, Hannah Augustin, David Mehlhart (Moderation)

      Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at

      30 min
    • Rechtsberatung für Frauen | In-Game-Käufe von Jugendlichen

      #Stimmlagen, das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios Österreich wurden dieses Mal von der FROzine-Redaktion von Radio FRO in Linz gestaltet.

      Rechtsberatung des autonomen Frauenzentrums

      Frauen machen sich oft zu spät Gedanken darüber, wie sie im Alter, oder bei einer Trennung abgesichert sind. Es gäbe verschiedene Möglichkeiten, in einer Beziehung für mehr finanzielle Gleichberechtigung zu sorgen. Das autonome Frauenzentrum in Linz gibt dazu Auskunft. Aylin Yilmaz war bei der Pressekonferenz zum Thema und stellt im nächsten Beitrag die sogenannte präventive Rechtsberatung vor. Falls Sie von diesem kostenlosen Angebot Gebrauch machen möchten, finden Sie die Informationen dazu auf der Website des Frauenzentrums unter frauenzentrum.at

      Zum Beitrag

      In Game Käufe von Jugendlichen 

      Die Umsätze der Gaming-Industrie steigen in den letzten Jahren weltweit stetig und sollen sich laut Prognosen in den nächsten Jahren auch noch weiter erhöhen. 2022 sind ungefähr die Hälfte dieser Umsätze aus sogenannten Mobile-Games gekommen. Sie werden am Handy oder Tablet gespielt. Viele dieser Mobile-Games sind kostenfrei zu erwerben, haben aber dann optionale Kaufmöglichkeiten innerhalb des Spiels – sogenannte In-App- oder In-Game-Käufe. In diesem Beitrag von Magdalena Schlucker hören Sie Eindrücke aus einer Pressekonferenz zu diesem Thema. Markus Meschik von der Universität Graz und Jugendschutz-Landesrat Michael Linder sprechen dort über die Gefahren von bestimmten Finanzierungsmodellen digitaler Spiele. Die von Markus Meschik geleitete Studie kommt zu dem Schluss, dass es in einigen Bereichen strengere Regulation seitens der Politik braucht. Auch wenn nur wenige Jugendliche sehr hohe Geldbeträge in Videospielen ausgeben, gibt es bei Betroffenheit die Möglichkeit sich bei Beratungsstellen wie zum Beispiel der Suchthilfe Oberösterreich zu melden.

      Zum Beitrag 

       

      Informationen zu den #Stimmlagen, dem gemeinsamen Infomagazin der Freien Radios Österreich: stimmlagen.at

       

      Sendungsmoderation: Veronika Ritter

      Soundeffect: Xcreenplay

      30 min
    • #Stimmlagen: The Moria Six – Gerichtsprozess rund um den Brand in Moria | Gender Pay Gap

      The Moria Six – Gerichtsprozess rund um den Brand in Moria


      ##English below##
      Bei den Moria 6 handelt es sich um die sechs Personen, die verhaftet wurden, weil sie beschuldigt wurden im September 2020 das Feuer gelegt zu haben, das das berüchtigte Lager Moria niederbrannte. Alle sechs gaben von Anfang an an, bei ihrer Festnahme minderjährig gewesen zu sein. Das wurde jedoch nur bei zwei von ihnen anerkannt, sie wurden vom Jugendgericht Mytilini zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Die anderen vier wurden 2021 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Nach zwei Jahren Verzögerungen fand Anfang dieses Monats das Berufungsverfahren gegen die verbleibenden vier statt.

      Ihr hört heute eine Kontextualisierung des Prozesses und eine Einordnung zur sich immer weiter zuspitzenden Kriminalisierung von Menschen auf der Flucht.

      Der Beitrag ist auf Englisch.

      ##English##

      The Moria 6 are the six individuals who were arrested for starting the fire that burnt down the infamous Moria camp in September of 2020, here on Lesbos. All six of them declared from the beginning to be in fact underage from their arrest. Initially, only two of them were recognized as such and were convicted by the Mytilini juvinile court to 5 years in prison. The other four were convicted in 2021 to ten years of prison time. After two years long delays, earlier this month the appeal trial of the remaining four took place.

      On the second day, three of the remaining defendants were finally recognized as having been underage at the time of arrest, and were released on parole pending a new courtcase in the juvenile court, leaving one. The trail of this defendant took three days, and once again ending in a conviction.

      With the help of Lorraine Leete of Legal Center Lesbos, we hope to give you an update of the trail and the context surrounding it.

      Gender Pay Gap

      Frauen verdienen im Schnitt pro Monat 18,4 Prozent weniger als Männer. Woran liegt das? Kann das überhaupt pauschal bemessen werden? Diesen und noch mehr Fragen geht Lilli von der VON UNTEN Redaktion mit ihrer Interviewpartnerin Katharina Mader (Senior Economist am Momentum Institut) nach. Dabei vergleichen sie die Situation in Österreich mit anderen EU-Staaten. Außerdem sprechen sie im Interview über klassische Rollenbilder und wie diese dazu beitragen, dass der Gender Pay Gap in Österreich so groß ist wie in fast keinem anderen EU-Land. Könnte sich etwas ändern, wenn mehr Frauen in technischen Berufen arbeiten würden? Das alles hört ihr heute im zweiten Beitrag.

      30 min
    • Szenenwechsel FRS

      Diesmal aus dem Freien Radio Salzkammergut.

      Ein Interview mit Herbert Grabner über den von ihm Gegründeten Bad Ischler Kulturverein Joanz.

       

      1 hr
    • Gründung einer Menschenrechtsallianz

      #STIMMLAGEN 08.03.2024

      #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem alternativen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien.

       

      Themen: Gründung einer Menschenrechtsallianz | Gedenken an den Anschlag von Hanau 2020 | Mahnmal für Feminizide am Karlsplatz | Forderungen der Betriebsrät:innen für Freizeitpädagog:innen

       

      Koordination: Margit Wolfsberger

       

      Gründung einer Menschenrechtsallianz

      Am 16. Februar 2024 fand in Wien die Gründungskonferenz der Menschenrechtsallianz statt. Unterschiedliche NGOs nehmen daran teil. Gemeinsam werden Strategien zur Durchsetzung und Stärkung der Menschenrechte gesucht. Die Organisationsform ist noch offen.
      Beitragsgestaltung: Stefan Resch

       

      Gedenken an den Anschlag von Hanau 2020

      Vier Jahre nach dem rassistischen Mordanschlag in Hanau trafen sich auch in Wien mehr als 250 Menschen, um der neun Opfer zu gedenken. Von der Startkundgebung zog die Demonstration die Favoritenstraße hinunter in den zehnten Bezirk und forderte, sich nicht nur an die Ermordeten zu erinnern, sondern auch aktiv gegen rassistische Strukturen und Gewalt aufzustehen.

      Beitragsgestaltung: Stefan Resch; Aufnahmen: Gerhard Kettler

       

      Mahnmal für Feminizide am Karlsplatz

      Am Karlsplatz wurde eine Skulptur als Mahnmal für die Feminizide enthüllt. Mahsa Ghafari, die gemeinsam mit Alireza Daryanavard die künstlerische Gesamtleitung inne hat, stellt die Forderungen zum Stopp von Femiziden auch anhand internationaler Beispiele dar. Beitragsgestaltung: Flora Fleisch

       

      Forderungen der Betriebsrät:innen für Freizeitpädagog:innen

      Interview mit der Betriebsratsvorsitzenden Selma Schacht von BiM – Bildung im Mittelpunkt, die die Interessen der Freizeitpädagog:innen vertritt und Forderungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen dieses vor allem von Frauen ausgeübten Berufes erhebt.

      Beitragsgestaltung: Karina Otrosh und Konstantinos Laskaridis

      30 min
    • #stimmlagen: Themensendung zum 8. März I Femizide I MINT-Berufe für junge Frauen I Irma von Troll-Borostyáni-Preis I Veranstaltungstips

      Für #Stimmlagen, das bundesweite Infomagazin der Freien Radios in Österreich, berichtet Veronika Sattlecker aus der unerhört!-Redaktion in Salzburg. Dieses Mal mit einer Schwerpunktsendung zum 8. März, dem internationelen feminstischen Kampftag. Der internationale Frauentag hat schon vor dem ersten Weltkrieg

      stattgefunden, 1921 ist er dann auf den 8. März gelegt worden. An diesem Tag geht es um den Kampf für die Gleichberechtigung und gegen die Diskriminierung von Frauen. Dazu drei Beiträge aus dem unerhört!-Archiv:

      • Femizide und Gewalt gegen Fragen
      • junge Frauen in MINT-Berufen
      • Verleihung des Irma von Troll-​Borostyáni-​Preis 2021
      • Femizide und Gewalt gegen Fragen

        Einrichtungen wie “Männerwelten Salzburg” setzen sich präventiv für eine Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen ein. (c) Jana Djordejevic

        In unserer modernen Gesellschaft ist es schwer vorstellbar, dass Frauen noch immer aufgrund ihres Geschlechts umgebracht werden. Doch leider ist das Phänomen der Femizide, also der Morde an Frauen aufgrund ihres Geschlechts, immer noch eine trauriger Realität. Dabei handelt es sich um eine besonders brutale Form der Gewalt gegen Frauen, bei der die Opfer oft in ihrem engsten Umfeld von männlichen Tätern ermordet werden. Die ersten Anzeichen für Femizide sind oft eine streitsüchtige oder handgreifliche Einstellung. Hier setzen Beratungsstellen wie Männerwelten unter der Organisation Jugend am Werk an. Sie versuchen Personen zu unterstützen, die Anzeichen von gewalttätigem Verhalten zeigen. Martin Rachlinger, Leiter der Beratungsstelle für Gewaltprävention Salzburg, und Uwe Höfferer, Geschäftsführer von Jugend am Werk Salzburg, setzen sich täglich dafür ein, Männer dazu zu bringen, sich ihrer Gewalttätigkeit bewusst zu werden und diese zu verändern. Jana Djordjevic hat für unerhört! diese Organisationen besucht und Einblicke aus deren Präventionsarbeit mitgebracht.

        Hilfe für Betroffene: Von Gewalt betroffene Personen können sich unter der Hotline des Frauenhauses für Schutzunterkünfte 0800 44 99 21 wenden.

        junge Frauen in MINT-Berufen

        Mag.a Ruth Mayr berät Mädchen und junge Frauen zur Berufs-auswahl. (c) Kompass Beratungsstelle

        MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Wer in diesen Fachbereichen eine Ausbildung absolviert, hat in der Regel gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Doch noch immer sind es vor allem Männer, die in diesen Bereichen landen. Die Bezahlung ist meist gut und es gibt selten Schichtdienst aber oft Gleitzeit, das heißt Arbeitszeiten können oft nach persönlichen Bedürfnissen gewählt werden und man kann in Teilzeit mehr verdienen als andere Berufsgruppen in Vollzeit. Eines ist jedoch sehr auffällig. In MINT-Berufen gibt es viel weniger Frauen als Männer. Aber das muss nicht so sein. Es gibt Bildungsberatungsstellen, die dies ändern wollen. Eine davon ist Kompass. Die Einrichtung begleitet Mädchen und junge Frauen auf ihrem Weg zu einer selbstbestimmten Berufs- und Zukunftsplanung. Renate Hausenblas spricht mit Ruth Mayr von der Kompass Bildungsberatung über Mädchen, MINT und Möglichkeiten.

        Verleihung des Irma von Troll-​Borostyáni-​Preis 2021

        Alexandra Schmidt, die Frauenbeauftragte der Stadt Salzburg im Interview. (c) Monika Daoudi

        “Frauen haben die Gesellschaft durch die Krise getragen und wir wollten jene Frauen vor den Vorhang holen, die diesen Frauen eine Stimme gegeben haben”. Alexandra Schmidt, die Frauenbeauftragte der Stadt Salzburg erzählt im Interview mit den unerhört!-Redakteurinnen Susi Huber und Monika Daoudi-Rosenhammer vom Auswahlprozess, der im Vorfeld der diesjährigen Preisverleihung des Irma von Troll-Borostyáni-Preises stattgefunden hat. Am Internationalen Frauentag verleihen Stadt und Land Salzburg alle 3 Jahre diesen Preis und auch dieses Jahr fand am 8. März die feierliche Preisverleihung mit Stadträtin Anja Hagenauer und Landesrätin Andrea Klambauer im Schloss Mirabell statt – coronabedingt ohne Publikum.

        Mehr zu Irma von Troll-Borostyáni, die in Salzburg eine lebende Vorkämpferin für Frauenrechte war und Namengeberin des Preises ist, kann man in der letzten Ausgabe von unerhört nachhören. Im Beitrag dieser Sendung spricht SN Redakteurin Katharina Maier, die gemeinsam mit ihren zwei Kolleginnen Sabrina Glas und Simona Pinwinkler ausgezeichnet wurde, über ihren journalistischen Zugang zum Thema der diesjährigen Ausschreibung. Außerdem erfahren wir von der Bloggerin Anja Bachl, die den Preis vom Frauenbüro Salzburg entgegennehmen durfte, mehr über ihren persönlichen Zugang zu den Themen, die sie in ihren Texten aufgreift.

        Veranstaltungstips für den 8. März

        > Am Samstag, 9. März wird es in der Postgarage Graz queer, feministisch und crazy. Ab 22. Uhr laden die RosaLila Pantherinnen zum Clubbing mit Hots aus den 70ern und 80ern.

        > In Graz findet am 8. März das Event Gemma Kicken – Frauen im Mittelfeld statt. Von 14 bis 16 Uhr laden breaking grounds und streetfootball im Volksgarten Graz alle Frauen und Mädchen zum gemeinsamen Kicken ein.

        > Am 9. März läuft außerdem im Radio Helsinki das Spezialprogramm zum internationalen Frauen*kampftag. Um 17 Uhr wird Folge 6 von Anti-Körper gesendet. Schaltet ein bei: Die Periode: Zwischen Tabu und Fortschritt.

        > Auch Radio FRO widmet sein Programm dem Weltfrauentag. Um 20.00 Uhr lassen die Autorinnen der Lesebühne „Frauenstimmen“ von sich hören. Sie haben zum 8.März ein Hörspielkollektiv gegründet und senden Hörspiele, Hörstücke und Texte im Linzer Radio FRO.

        > Um 16.00 Uhr startet am Freitag die Demo zum feministischen Kampftag im Linzer Volksgarten statt. Die Route führt über das Musiktheater und die Landstraße zum Hauptplatz. Veranstaltet wird die Demo von der Nähküche Linz.

        > In Salzburg findet im Zug der Initiative StOP. Stadtteile ohne Partnergewalt eine Lesung in der Buchhandlung Stierle statt. Ab 19 Uhr 30 liest Ava Morgan Kurzgeschichten.

         

        Redakteurinnen: Monika Daoudi, Renate Hausenblas, Susi Huber, Jana Djordjevic, Veronika Sattlecker (Moderation), David Mehlhart (Technik)

        30 min

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      Produktionen, die im Rahmen von meist projektbezogenen Zusammenschlüssen von Personen und Redaktionen verschiedener Radiostationen entstanden.