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Kid Arcade nennt sich der Mühlviertler Musiker der in der Märzausgabe von Szenenwechsel zu hören ist.
Diesmal aus dem FRS Studio Bad Ischl
„Es ist ärgerlich wenn Autismus oder ADHS als psychische Erkrankung bezeichnet werden, das stimmt einfach nicht“ – Rina von ACT AUT
Wir haben mit Gründer:in Rina über das Projekt gesprochen, wie sich die öffentliche Wahrnehmung über Autismus und ADHS verändert und welche besonderen Herausforderungen FLINTAs in der Gesellschaft begegnen.
Rina (sie/they/keine) ist queer, nicht-binär, spät diagnostizierte Autist:in und hat nach deren Diagnose mit 33 Jahren die Anlaufstelle ACT AUT – Autismus Ausleben gegründet, um Angebote für andere Betroffene (mit Schwerpunkt auf Queers und FLINTAs) und eine Community zu schaffen. They hat Kulturanthropologie und Gender Studies in Graz studiert, ist seit vielen Jahren queer-aktivistisch engagiert und macht sich aktuell selbstständig.
„Ich denke, dass sich bald eine neue Regierung in Österreich bilden wird.“ – Daniela Ingruber
Angesichts der aktuellen Blockade bei der Regierungsbildung stellt sich die Frage, ob Neuwahlen unvermeidlich sind oder noch realistische Chancen auf eine Regierungsbildung bestehen. Besonders interessant ist die Einschätzung von Ingruber zur Frage, ob Andreas Babler den Regierungsbildungsauftrag übernehmen könnte und wie sich die politische Landschaft durch ihn verändern könnte.
Daniela Ingruber arbeitet als Demokratie- und Kriegsforscherin am Institut für Strategieanalysen in Wien. Zuvor war sie an der Donau-Universität Krems tätig. Von 2012 bis 2016 leitete sie die Abteilung Media & Conflict an der UN-mandatierten University for Peace in Costa Rica. Zudem ist sie Moderatorin, Dramaturgin und Beraterin für Filmfestivals sowie Filmproduktionen. Forschungsschwerpunkte sind Demokratiezufriedenheit, Dystopien, Konflikttransformation, Fake News & Verschwörungslegenden, ethischer Journalismus sowie Politische Bildung.
Themen: Zehntausende demonstrierten in Wien gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ | Solidarität mit den Antikorruptionsprotesten in Serbien | Welche Aussichten hat die österreichische Kulturszene unter einer FPÖ-geführten Regierung? Yvonne Gimpel von der IG Kultur im Interview | Zur Beschäftigungssituation des akademischen Mittelbaus an den österreichischen Universitäten
#Stimmlagen 13.2.2025
#Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem anderen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien.
Koordination: Stefan Resch
Zehntausende demonstrieren in Wien gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ
Nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS bekam der FPÖ-Chef Kickl den Auftrag, eine Regierung zu bilden. Schon am sechsten Jänner, während Kickls Termin mit Bundespräsident Van der Bellen demonstrierten rund 500 Menschen am Ballhausplatz gegen eine Regierungsbeteiligung der Rechtsextremen, drei Tage später kamen bis zu 50.000 Antifaschist*innen zusammen. Zur Kundgebung am neunten Jänner aufgerufen hatten SOS Mitmensch, Greenpeace und Volkshilfe mit dem Österreichischen Netz Zivilgesellschaft. ANDI hat vor Ort nachgefragt, weshalb die Demonstrierenden die FPÖ nicht in der Regierung sehen wollen.
Beitragsgestaltung: Camilla Geiger; Aufnahmen: Stefan Resch
Solidarität mit den Antikorruptionsprotesten in Serbien
Seit am 1. November 2024 das Vordach des frisch sanierten Bahnhofs Novi Sad zusammenbrach und dabei 15 Menschen getötet wurden, wird in Serbien gegen systemische Korruption protestiert. Seit Ende Dezember gibt es auch in Wien Solidaritätskundgebungen vor der serbischen Botschaft, die Samstags ab 11:52 Uhr 15 Schweigeminuten abhalten und eine Aufklärung des Unfalls fordern.
Beitragsgestaltung: Stefan Resch
Welche Aussichten hat die österreichische Kulturszene unter einer FPÖ-geführten Regierung? Yvonne Gimpel von der IG Kultur im Interview
Durch den bevorstehenden Regierungsantritt von Blau-Schwarz befürchten Kulturschaffende massive Kürzungen und ein zunehmend feindliches Klima. Yvonne Gimpel, Geschäftsführerin der IG Kultur Österreich gibt dazu einen Einschätzung.
Beitragsgestaltung: Camilla Geiger
Zur Beschäftigungssituation des akademischen Mittelbaus an den österreichischen Universitäten
Befristete Dienstverträge und eine Höchstarbeitsfrist von 8 Jahren an derselben Universität sind für einen Großteil des akademischen Mittelbaus österreichischer Universitäten seit der Reform des §109 des Universitätsgesetzes Teil der Anstellung. Eine neue Studie untersucht die Beschäftigungssituation, ihre Auswirkungen und gibt Handlungsempfehlungen. Letztautorin Dr. Julia Partheymüller, Senior Scientist am Institut für Staatswissenschaft an der Universität Wien, im Interview.
Beitragsgestaltung: Christine Schwab
#Stimmlagen: Judith Goetz über die Medienpolitik der FPÖ
Die Chancen stehen gut, dass Herbert Kickl der erste FPÖ-Bundeskanzler Österreichs wird. Während die Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP noch laufen, deuten viele Schnittmengen zwischen den Parteien auf eine Einigung hin – auch wenn umstrittene Forderungen, wie eine Bankenabgabe, auf Widerstand stoßen.
Besonders brisant sind die Pläne der FPÖ in der Medienpolitik. Schon lange steht der ORF in seiner derzeitigen Form in der Kritik der Partei. Diskutiert werden unter anderem eine drastische Reduzierung des Angebots – inklusive der möglichen Streichung von FM4 und ORF III – sowie eine Finanzierung des ORF direkt über das Bundesbudget.
Gleichzeitig pflegt die FPÖ enge Verbindungen zu Medien, die mit der Verbreitung von Verschwörungstheorien, Rassismus und Antisemitismus in Verbindung gebracht werden. Berichten zufolge wird in den Verhandlungen ausgelotet, wie sich diese Medien künftig als förderungswürdig einstufen lassen.
Diese Entwicklungen sind ein Anlass, sich intensiver mit dem Verhältnis der FPÖ zur Medienlandschaft und anderen rechtsextremen Akteuren auseinanderzusetzen. Welche Konsequenzen hätte eine von der FPÖ dominierte Regierung für die Pressefreiheit und kritischen Journalismus in Österreich?
Judith Goetz, Rechtsextremismusforscherin an der Uni Innsbruck, hat im Gespräch mit David Mehlhart ausgeführt, wie sich die Medienlandschaft in Österreich unter einer Blau-Schwarzen Koalition entwickeln könnte.
Redakteur*innen: David Mehlhart (Moderation & Technik)
Seit 2015 lebt Raghda Al Kabalan nach ihrer Flucht aus Syrien in Bad Ischl. Sie arbeitet neben ihrer regulären Arbeit ehrenamtlich im Cent-Markt und betreut Flüchtlinge. Für ihren Einsatz ist sie zum wiederholten mal geehrt worden, dieses mal mit dem Ute Bock-Preis für Zivilcourage 2024. W ie hat sie den – für die meisten doch überraschenden und plötzlichen Umsturz in Syrien erlebt? Wie ist dieser von den geflüchteten Menschen aufgenommen worden und welche Folgen hatte und hat das? Wie schätzt sie die aktuelle Situation in Syrien ein und was erwartet und erhofft sie sich für die Zukunft von Syrien. Welche Perspektiven sieht sie für geflüchtete Menschen in Österreich bzw. im Salzkammergut? Zu diesen und weiteren Fragen nimmt Raghda Al Kabalan in einem Studiogespräch Stellung.
#Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Infos unter stimmlagen.at
Andreas Peham, Rechtsextremismusforscher am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), im Interview über die Normalisierung des Rechtsextremismus in der Gesellschaft und wie man dieser entgegenwirken kann. Peham spricht u.a. das widersprüchliche Verhalten der politischen Parteien im Umgang mit der FPÖ und die fehlende Abgrenzung zum Rechtsextremismus an.
Widersprüche lassen sich auch in Oberösterreich im Umgang mit dem Burschenbundball erkennen, zu dem jährlich die rechtsextreme Burschenschaft Arminia Czernowitz einlädt. Für den diesjährigen Ball am 1. Februar etwa übernimmt der oberösterreichische Landeshaupthauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) den Ehrenschutz. Widerstand kommt vom Bündnis Linz gegen Rechts, das für 1. Februar eine Demo angekündigt hat: Demonstration: Rechtsextreme raus aus der Landesregierung – Nein zum rechtsextremen Burschenbundball
Im Interview geht es zunächst um die Hintergründe der Arminia Czernowitz, denn prominente Mitglieder dieser Burschenschaft findet man in der Linzer Stadtpolitik, konkret in der FPÖ. Darunter Michael Raml, der in Linz für das Bürgermeisteramt kandidiert. Am Sonntag, 26. Jänner, findet zwischen Dietmar Prammer (SPÖ) und Michael Raml (FPÖ) eine Stichwahl statt.
In dieser Sondersendung beleuchten wir die Hintergründe und Auswirkungen der jüngsten politischen Entwicklungen in Österreich. Die geplatzten Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP, SPÖ und Neos werfen viele Fragen auf: Welche Rolle spielten die einzelnen Parteien beim Scheitern der Verhandlungen, und welche Konsequenzen hat das für die Zukunft der österreichischen Politik? Gleichzeitig schauen wir auf den Aufstieg der FPÖ, die mit ihrer Strategie und Kommunikation immer mehr Wähler:innen für sich gewinnen kann.
Daniela Ingruber arbeitet als Demokratie- und Kriegsforscherin am Institut für Strategieanalysen in Wien. Zuvor war sie an der Donau-Universität Krems tätig. Von 2012 bis 2016 leitete sie die Abteilung Media & Conflict an der UN-mandatierten University for Peace in Costa Rica. Zudem ist sie Moderatorin, Dramaturgin und Beraterin für Filmfestivals sowie Filmproduktionen. Forschungsschwerpunkte sind Demokratiezufriedenheit, Dystopien, Konflikttransformation, Fake News & Verschwörungslegenden, ethischer Journalismus sowie Politische Bildung.
Bild: Ramona Waldner
#STIMMLAGEN 9.1.2025
#Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem Anderen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien.
In dieser Ausgabe der Stimmlagen gibt Stefan Resch einen Überblick über die Themen, die uns 2024 beschäftigt haben und über die berichtet wurde.
Ein gutes Neues Jahr wünscht ANDI allen Zuhörer*innen und Radiomacher*innen!
#Stimmlagen: Interview mit Aljeen Hasan zur aktuellen Situation in Syrien
Diese Ausgabe der Stimmlagen widmet sich einem aktuellen Thema: dem historischen Sturz der Assad-Dynastie in Syrien. Am 8. Dezember übernahmen Kämpfer der islamistischen Terrororganisation HTS die Kontrolle über die syrische Hauptstadt Damaskus und beendeten damit die 55-jährige Herrschaft der Assads. Zunächst Hafiz al-Assad, später sein Sohn Bashar al-Assad, regierten das Land im Nahen Osten über Jahrzehnte mit brutalster Gewalt. Hunderttausende Menschen wurden verfolgt, gefoltert und ermordet.
Eine umfassende Analyse der Ereignisse ist noch nicht möglich, denn viele Fragen bleiben offen: Insbesondere im Nordosten Syriens, im autonom verwalteten Rojava, dauern die Kämpfe zwischen den Syrian Democratic Forces (SDF) und von der Türkei unterstützten islamistischen Gruppen an. Währenddessen wurde angekündigt, dass die geplanten Wahlen erst in etwa vier Jahren stattfinden sollen – nach der Ausarbeitung einer neuen Verfassung.
Wie sich die Situation in Syrien aktuell entwickelt, ob der Fall des Assad-Regimes absehbar war und welche Perspektiven für die Zukunft bestehen, bespreche ich heute mit Aljeen Hasan.
Aljeen Hasan ist 2014 aus Kobane, einer mehrheitlich kurdischen Stadt in Syrien, geflüchtet, als der IS die Region angriff. Heute lebt sie in Hallein, hat Middle East Studies in Wien studiert und arbeitet als Journalistin. 2023 veröffentlichte sie ihr Buch Unsichtbare Kriege, in dem sie über ihre Flucht von Syrien über die Türkei nach Österreich schreibt. Auf ihrem Instagram-Profil (@Aljeen_Hasan) teilt sie regelmäßig Beiträge zur aktuellen Lage in Rojava. Daneben engagiert sie sich im Verein You are Welcome, der gerade Spenden sammelt, um die Menschen im Nordosten von Syrien zu unterstützen.
Redakteur*innen: David Mehlhart (Moderation & Technik)
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