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Demokratie, Medien und das Vertrauen: Forderungen des Bürger*innenrates Medien und Demokratie an Medien, Politik und Bildung
Fakt ist, „Medien und Demokratie“ stehen auf dem Spiel. Starke Demokratie erfordert vielfältige Medien, die den demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen von Bürger*innen gerecht werden. Wenn Medienvielfalt und Medienqualität bedroht sind, ist auch unsere Demokratie bedroht. Der neu etablierte Bürger*innenrat „Medien und Demokratie“ hat im Frühjahr 2025 getagt und im Rahmen seiner vier Sitzungen Ansprüche an Medien als Säulen einer lebendigen Demokratie formuliert. Die verabschiedeten Resolutionen richten sich als Forderungen und Anregungen an Vertreter*innen von Medien, an die Medien- und Bildungspolitik und an Bildungsorganisationen – auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Sie wollen helfen, die Rolle der Medien in der Demokratie und zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe zu stärken. Der Fokus der Beratungen im Bürger*innenrat lag auf zentralen Aspekten zum Mediensystem und dessen Regulierung, der Stärkung von Partizipation in und durch Medien sowie der Repräsentation gesellschaftlicher Vielfalt in den Medien.
Begrüßung und Danksagung:
Vorstellung der Resolutionen durch Vertreter*innen des Bürger*innenrates:
Podiumsdiskussion mit Entscheidungsträger*innen aus Politik, Medien und Bildung:
Moderation: Nadja Shirin Riahi
Resolutionen und Bericht aus dem Bürger*innenrat als Download
Grafik & Illustration: Verena Hochleitner
Am Samstag, den 21. Juni fand zum 14. Mal die Linzpride statt, organisiert von der HOSI Linz unter dem Motto „strong together – proud forever“. „Pride ist kein Event – Pride ist Haltung“, betonte Michael Müller, Sprecher der HOSI Linz. 13.000 Menschen nahmen an der Demo teil, um ein solidarisches Miteinander sowie eine freie und offene Gesellschaft zu propagieren. Nach der Demo gab es die Möglichkeit sich in der Pride City am OK Platz über verschiedene Initiativen und Vereine zu informieren. Auch Radio FRO war mit einem Stand vertreten und hat Interviews geführt.
YOUNITED für queere junge Menschen
Ein Ort in Linz für queere junge Menschen, konsumfrei und mit Schwerpunkt auf Freizeitaktivitäten. Das ist Younited. Ursprünglich ist Younited als Jugendgruppe der Homosexuellen Initiative (HOSI) Linz gestartet, seit 2024 sind sie ein eigenständiger Verein. Ihr Angebot richtet sich an Personen zwischen 14 und 25 Jahren. Schwerpunkte liegen auf Community, Selbsthilfe, Interessenvertretung und Aufklärung. Sie organisieren zum Beispiel eine Selbsthilfegruppe für trans Personen. Auch politisch engagiert sich der Verein. Younited hat an einem Positionspapier mitgeschrieben, das Forderungen der LGBT+ Community zum Nationalen Aktionsplan gegen Hate Crime beinhaltet.
Sommercamps
Das „Let´s Be Queer – Youth-Summermeeting“, veranstaltet vom Verein „Youth-Meetings“, findet jedes Jahr im August statt. Es zielt darauf ab, jungen queeren Erwachsenen eine Woche unter Gleichgesinnten und damit einen „safe-space“ in der Community zu bieten. Lukas hat den Verein auf der Linzpride vertreten und erzählt von den zahlreichen Angeboten während des Sommercamps: Von Workshops, über Karaokeabende bis hin zu PUB-Quizes ist alles dabei. Außerdem erzählt er im Interview mit Florentina Mörtl, warum die Woche so besonders ist, wie viel es ihm bedeutet selbst dabei zu sein und welchen Personen er es unbedingt empfehlen würde mitzufahren.
Queer sein am Land
Angebote der queeren Communities sind oft auf die Städte fokussiert. Mittlerweile entstehen aber auch im ländlichen Raum Initiativen. In Ried im Innkreis hat dieses Jahr die erste Innviertelpride stattgefunden. Und in Bad Ischl möchte Salzkammerqueer eine Community aufbauen und queeres Leben im Salzkammergut sichtbar machen. In Bad Ischl findet am 23. August zum zweiten Mal die Salzkammerpride statt. Wir haben mit einer der Initiatorinnen Birgit Hofstätter gesprochen.
#Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Infos unter: stimmlagen.at
Diese Ausgabe wurde von der FROzine Redaktion von Radio FRO in Linz gestaltet. Moderation: Marina Wetzlmaier
Kampf um die Traumastation
Hier findet ihr die Petition.
Vertreibung im Namen des Naturschutzes?
Das Interview ist auf Englisch.
Lager Liebenau – NS Zwangsarbeit in Graz sichtbar machen
Die #Stimmlagen kommen diese Woche aus Wien, von der ANDI-Redaktion bei Radio Orange.
A.I.Syl: KI in Asylverfahren
Das Forschungsprojekt A.I.Syl an der Universität Graz befasst sich mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz in Asylverfahren. Das ist schon jetzt Realität, so die Ergebnisse des Projekts, trotz vieler Bedenken. So wird etwa der Datenschutz nicht beachtet und fehleranfällige KI mit Entscheidungen über potentiell lebensrettendes Asyl betraut.
Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić
Das Klimacamp kommt unter den Motte „Stadt für alle“ nach St. Marx
Von 24. Mai bis 1. Juni hat das Klimacamp bei Wien im Stadtteil St. Marx Station gemacht. Das Gelände im 3. Wiener Gemeindebezirk Tangente soll schon bald einer neuen Eventhalle weichen. Cleo spricht im Interview über die Beweggründe und Visionen der Klimacamper*innen.
Beitragsgestaltung: Ella Horn und Franziska Knörr
Protesttag für die Inklusion von Menschen mit Behinderung
Die UN-Behindertenrechtskonvention ist in Österreich seit fast 17 Jahren in Kraft und verpflichtet die Republik, die Inklusion von Menschen mit Behinderung in allen Bereichen voran zu treiben. Trotzdem gibt es noch große Löcher bei der Umsetzung, ob durch bauliche Maßnahmen, am Arbeitsmarkt oder im Bildungsbereich. Um gegen diese und ähnliche Missstände zu protestieren, lasen Menschen mit und ohne Behinderung am 5. Mai zehn Stunden lang vor dem Parlament aus der Behindertenrechtskonvention und aus eigenen Texten vor.
Beitragsgestaltung: Stefan Resch
Redakteur: Stefan Resch
Queeres Kino in Salzburg: Sichtbarkeit, Austausch und Kultur
Für viele ist Kino ein Ort der Unterhaltung – für andere ein Raum der Begegnung, Reflexion und kulturellen Teilhabe. Die Kino-Gruppe der HOSI Salzburg (Homosexuellen Initiative Salzburg) schafft genau einen solchen Raum. Alle zwei Monate organisiert Cato Mairhofer gemeinsam mit einer Kollegin queere Kinoabende im Programmkino DAS KINO in Salzburg.
Gezeigt werden Filme mit LGBTIQA*-Bezug – häufig Independent-Produktionen, meist in Originalfassung mit Untertiteln. Das Programm bietet eine Vielfalt an Geschichten, Perspektiven und Stimmen, die im Mainstream-Kino oder auf gängigen Streamingplattformen oft nicht präsent sind.
Die Abende sind mehr als nur Kinovorführungen: Jede Veranstaltung beginnt mit einer kurzen inhaltlichen Einführung. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch – Besucher*innen können sich über ihre Eindrücke austauschen, Fragen stellen und gemeinsam über Inhalte diskutieren.
Im Rahmen eines Interviews gibt Cato Mairhofer Einblicke in die Besonderheiten des Mediums Film zur Darstellung queerer Themen, spricht über den Auswahlprozess der Filme und erklärt, wie Interessierte sich in die Kino-Gruppe einbringen können.
Alle Infos zur Kinogruppe der HOSI und die anstehenden Filmabende findet man HIER.
Redakteur: David Mehlhart (Moderation & Technik)
Heide Schmidt über aktuelle Gefahren für Demokratien
Demokratien sind weltweit unter Beschuss. Wie können Demokratien gegen Angriffe von Außen aber auch von Innen geschützt werden? Wie kann Bewusstsein gefördert werden für den Wert der Demokratie aber auch für die Gefahren, die etwa von rechtspopulistischer Politik für sie ausgehen?
Auf diese Fragen antwortet die Politikerin Heide Schmidt in einem längeren Studiogespräch.
1993 gründete sie, nachdem sie aufgrund von politischen Auffassungsunterschieden aus der von Jörg Haider geführten FPÖ ausgetreten war, das liberale Forum, eine Partei die bis 1999 im österreichischen Nationalrat vertreten war.
Am 20. März war sie anläßlich der Diskussionsveranstaltung „Wie scheitern Demokratien“ zu Gast in der Trinkhalle Bad Ischl und und zuvor auch im FRS Studio.
Die #Stimmlagen kommen diesmal von der FROZine Redaktion von Radio FRO aus Linz: Gedenkfeier im ehemaligen KZ Gunskirchen. Mahnwache für die Krankheit ME/CFS.
Gedenkfeier in Gunskirchen
Am 10. Mai wurde der Befreiung des KZ-Außenlagers Gunskirchen in Oberösterreich vor 80 Jahren gedacht. Die Gedenkfeier fand im Wald auf dem ehemaligen Lagergelände zwischen Gunskirchen und Edt bei Lambach statt. Dazu eingeladen haben die beiden Gemeinden gemeinsam mit der Welser Initiative gegen Faschismus. Schüler*innen der Mittelschule Gunskirchen übernahmen die Gestaltung. Wie jedes Jahr ist auch eine Delegation der jüdischen Gemeinde in Budapest angereist. Sie hören ein Interview und die Rede von György Frisch, dem Sprecher der ungarischen Jüdinnen und Juden.
Beitrag: Marina Wetzlmaier
ME/CFS: Unversorgt seit 1969
Am 12. Mai war internationaler ME/CFS Awareness Tag. Das steht für Mylagische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome. Das ist eine schwere chronische Multisystemerkrankung, die häufig nach Virusinfektionen auftritt. Sie ist seit 1969 offiziell bekannt, aber bis heute gibt es keine Heilung. Eines der Hauptmerkmale bei ME ist die Post Exertional Malaise, kurz PEM genannt. Das ist eine Belastungsintoleranz. Das bedeuetet, dass sich bei Personen nach physischer oder mentaler Anstrengung der Zustand so verschlechtert, dass sie „crashen“. Ihre Symptome verschlechtern sich zeitverzögert und das kann Stunden, Tage oder Monate anhalten. Auch eine permanente Verschlechterung des Gesamtzustandes durch einen Crash ist möglich. Um auf die fehlende Versorgung in der Medizin und im Sozialbereich aufmerksam zu machen, hat am Heldenplatz in Wien eine Mahnwache stattgefunden.
Beitrag: Aylin Yilmaz
Alle Informationen zu den Stimmlagen finden Sie unter www.stimmlagen.at
Lauf gegen Korruption – Von Novi Sad nach Brüssel und eine Konzernklage gegen Deutschland – Der Fall Strabag sind die Themen der heutigen Ausgabe von #Stimmlagen, das Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Gestaltet wird die Sendung von der VON UNTEN-Redaktion bei Radio Helsinki in Graz.
Lauf gegen Korruption – Von Novi Sad nach Brüssel
Bild: Jelena Heliantos
Konzernklage gegen Deutschland – Der Fall Strabag
David Walch ist seit 20 Jahren Pressesprecher von Attac Österreich.
Trauer und Wut nach dem Tod von Lorenz A.
Der 21-jährige Lorenz A. wurde am Ostersonntag in Oldenburg von einem Polizisten erschossen. Die Kugeln trafen den jungen Mann von hinten – nicht nur in Deutschland wurden Proteste laut. Auch in Wien kamen mehrere hundert Menschen beim Omofuma-Denkmal zusammen, um gegen Polizeigewalt an schwarzen Menschen zu protestieren. Der systemische Rassismus gegen schwarze Menschen ist auch in Österreich noch Alltag, so der Tenor auf der Kundgebung.
Beitragsgestaltung: Franziska Knörr, Luca Manca; Aufnahme: Stefan Resch
70 Jahre Staatsvertrag und Artikel 7
„Uns schützt nur der liebe Gott und der Artikel 7.“ Mit dem Staatsvertrag von 1955 feiert ein grundlegendes Dokument der 2. Republik sein 70-jähriges Jubiläum. Sein Artikel 7 garantiert die Rechte der Minderheiten in Österreich – eigentlich. Denn die tatsächliche Durchsetzung dieser Rechte ist ein noch immer nicht vollendeter Kampf. Im Haus der Geschichte diskutierte ein hochkarätig besetztes Podium, ob das Dokument von 1955 wirklich ein Staatsvertrag für alle ist.
Beitragsgestaltung: Simon INOU
Serbische Protestradler*innen machen in Wien Station
Auf dem Weg von Novi Sad nach Strasburg machte eine Gruppe von rund 80 Studierenden aus Serbien in Wien Station. Sie waren mit dem Fahrrad quer durch Europa unterwegs, um auf die Proteste gegen Korruption in der Regierung von Präsident Aleksandar Vučić aufmerksam zu machen und ihre Forderungen den europäischen Institutionen zu überbringen. Am 7. April war Wien das Etappenziel, die Protestradler*innen wurden von rund 2000 Menschen mit großer Begeisterung empfamgen.
Beitrgasgestaltung: Dejan Aleksić; Aufnahme und Mitarbeit: Stefan Resch
Aufklärung und Information vs.Profit: Medien am Scheideweg. Interview mit Medienwissenschaftler Tales Tomaz (Uni Salzburg)
Anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai geht es in dieser Ausgabe „Stimmlagen – das Infomagazin der Freien Radios in Österreich“ um ein Thema von zentraler demokratischer Bedeutung: der Lage der Pressefreiheit in Österreich, Europa und weltweit.
Tales Tomaz, Assistenzprofessor an der Universität Salzburg, war dazu zu Gast in der Radiofabrik Salzburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Medienpolitik und Medienökonomie. Derzeit leitet er das EU-geförderte Projekt „A Monitor of Media Ownership in Europe“, das Medienbesitzverhältnisse transparent und öffentlich zugänglich machen will. Auch Freie Radios stehen dabei im Fokus seiner Untersuchungen.
Im Gespräch geht es unter anderem um strukturelle Herausforderungen für die Pressefreiheit in Österreich – ein Land, in dem politische Einflussnahme, parteipolitische Nähe zum Boulevard und intransparente Machtverhältnisse in der Medienlandschaft regelmäßig diskutiert werden. Gleichzeitig wird der Blick über die Landesgrenzen hinaus auf die europäische und globale Situation gelenkt.
Redakteur: David Mehlhart (Moderation & Technik)
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