
Sign up to save your podcasts
Or


Deeskalation durch Codewörter und geheime Signale unter Führungspersonen
Ich würde heute gerne über ein paar Codeworte mit euch sprechen, also insbesondere wenn ihr zum Beispiel Anführer im Team seid. Ja ihr seid zwei Geschäftsführer oder ihr seid mehrere Vorstände, dann ist es ganz wichtig sich so ein Repertoire zuzulegen an Geheimsprache. Und ein ganz klassischer Fall ist folgende Situation: Ihr seid in einem Meeting mit euren Mitarbeitern, ihr seid zwei Geschäftsführer nehmen wir mal an und ihr fangt an euch in die Wolle zu bekommen. Ja ihr seid wirklich anderer Meinung und ihr werdet auch langsam ärgerlich, es ist nicht nur eine sachliche Diskussion, sondern ihr seid echt genervt und das passiert halt einfach, genau wie in einer romantischen Beziehungen passiert es halt auch in solchen Beziehungen. Und was ihr nicht machen dürft in dieser Situation ist natürlich euch dann richtig zu fetzen. Die Eltern fetzen sich nicht richtig vor den Kindern, wenn sie es verhindern können und dass sollten die Geschäftsführer dann auch nicht vor den Mitarbeitern machen. Das heißt ihr braucht irgendwie ein Signal, ein "safeword" so zu sagen, um zu kommunizieren: "Okay jetzt ist bei mir so einen Punkt überschritten, lass uns das mal bitte offline nehmen und jetzt hier nicht vertiefen!" Weil, bestimmte Sachen gehören einfach nicht vor den Mitarbeitern ausgeplaudert. Und ein ganz cooles Stichwort oder "safeword" oder besser gesagt noch ein "Safe-Satz" den ich mit einem Partner hab in so einer Situation war zu sagen: "Lass uns da noch ein anderes Mal darüber sprechen!" Und jedes Mal wenn der andere das gesagt hat war das Signal sofort alle Aktivitäten, alle Hostilitäten einzustellen und einfach die Situation herunterzufahren, weil man halt dem anderen kommuniziert hat, ohne dass die anderen es groß bemerkt haben: "Okay für mich ist jetzt so eine Linie überschritten und ich muss jetzt hier stoppen ansonsten fangen wir uns gleich an richtig zu kloppen." Und dann hat man das Meeting zu Ende gebracht, hat ein bisschen sich herunter gekühlt und dann hatten wir das einfach unter vier Augen nochmals diskutiert. Deswegen, so was ist sehr hilfreich, wenn ihr in einer Führungsmannschaft seid.
Wie viele hast du dir angekuckt? Hast du dich ausreichend informiert?
Worüber ich heute gerne sprechen möchte, ist folgender Spruch und ich kenne ihn irgendwie aus dem Immobilienbereich und der lautet: "How many did you look at?" Also wie viele hast du dir angeguckt? Weil mir das ganz oft immer wieder auffällt, dass Leute fragen: "Sollen wir jetzt diese Person einstellen?" Und dann frage ich halt: "Okay wie viele hast du dir denn angeguckt?" "Naja zwei." Okay das ist jetzt natürlich ein bisschen schwierig, wenn ich mir nur zwei Leute angeguckt habe im Bewerbungsprozess für eine Stelle, dann kann ich ja gar nicht einschätzen wie der Markt tatsächlich ist. Und genauso wenn ihr eine Eigentumswohnung kaufen würdet, dann habt ihr euch hoffentlich nicht nur zwei Wohnungen angeguckt, dann habt ihr euch hoffentlich hundert angeguckt, um halt einen guten Überblick zu haben. Wenn ihr schon mitten im Geschehen seid, wenn ihr euch komplett damit auskennt, ihr könnt sofort einschätzen ist die Person gut oder nicht, ihr habt Fingerspitzengefühl ja für die Situation, dann braucht ihr euch natürlich nicht 100 angucken. Das ist ja genau der Vorteil vom Fingerspitzengefühl, ihr seht sofort das ist ein Schnäppchen, ich greife sofort zu. Ja wenn ihr der Immobilienmacher seid und ihr guck euch jedes Jahr irgendwie 200 Objekte an oder was auch immer eine gute Zahl ist und dann guckt ihr euch das eine an und ihr seht sofort das ist es, dann braucht ihr euch natürlich nicht weitere angucken, das ist klar. Aber außerhalb unserer Kernkompetenz ist es ja meistens nicht der Fall und deswegen ist es immer eine ganz wichtige Frage in so einer Situation. Ihr stellt jetzt zum Beispiel über Jahre hinweg keine Person ein, jetzt habt ihr mal zwei Bewerbungsgespräche geführt und jetzt wollt ihr gleich die erste Person einstellen und ihr seid euch unsicher. Und dann ist immer die Frage: "Ja how many did you look at? Wie viele habt ihr euch tatsächlich angeguckt?" Nicht dass ihr ohne dieses Fingerspitzengefühl gar nicht den Markt einschätzen könnt und dann denkt ihr kauft irgendwas Gutes, egal ob es jetzt ein Mitarbeiter oder Eigentumswohnung oder ein Gebrauchtwagen oder was auch immer ist. Und dann habt ihr da die Zitrone und dann habt ihr richtig Schmerzen, weil ihr die Wohnung nicht mehr loswerdet, weil alle anderen wissen, dass die Schwachsinn ist, dass es ein schlechtes Investment ist, ihr habt den Mitarbeiter an der Backe, den ihr jetzt wieder entlassen müsst oder lange coachen müsst und so weiter, deswegen immer noch mal überlegen: "Haben wir uns genügend angeguckt? Weil meistens lautet die Antwort: "Ihr habt das nicht gemacht." Und dann müsst ihr einfach durch und noch mal weitere Gespräche führen, weitere Wohnung angucken oder geht dieses Risiko bewusst ein, aber eigentlich ist es nie gut, ohne Überblick, ohne Orientierung zu haben, einfach zuzuschlagen.
Entscheide selbstständig und "make the call"!
Unabhängiges Denken, wird immer wieder darüber gesprochen, ist aber gar nicht so einfach. Ich möchte euch folgende Situation einmal aufmalen: Ihr versucht etwas zu entscheiden und ihr seid aber nicht die Experten in dem Gebiet und dann denkt ihr: "Ah, wenn ich Person X noch anrufe, dann können wir das Thema eben glattziehen." Oder ihr seid sogar die Experten in dem Gebiet und dann denkt ihr euch: " Ah ich ruf meinen Mentor, meinen Freund, meinen Lehrer, meinen Kollegen, ich rufe die noch mal kurz an und frag noch mal kurz und rede noch mal kurz darüber. Und da sage ich Achtung! Das ist ein ganz gefährliches Ding, wo ich mich fast jeden Tag erwische, es ist erst gestern wieder passiert. Und zwar aus folgendem Grund: Wenn ihr euch daran gewöhnt, immer jemanden zu haben der euch bei Entscheidungen noch mal über die Schulter guckt, ja der das nochmal hinterfragt, der euch noch mal bestätigt, der vielleicht noch mal leicht andere Perspektive mit reinbringt, das ist ja super, das ist doch eigentlich perfekt, das wollen wir doch so haben. Oft haben wir das aber nicht. Und wozu es führt, ist, dass man sich irgendwann so eine Krücke bildet. Und wenn ihr wirklich jetzt Fragen habt, ihr seid nicht Experten in dem Gebiet, ist es absolut in Ordnung, ich bin kein Techniker, wenn ich eine technische Sichtweise darauf brauche, dann entscheide ich natürlich nicht ohne geringste Fachkenntnis. Ja das ist klar, nur beobachtet das mal bei euch selbst. Was passiert, wenn ihr das gewöhnt seid, immer noch mal etwas mit jemandem durchzusprechen. Irgendwann führt es dazu, dass man die Person permanent anruft, auch für Sachen, die man eigentlich hätte selber entscheiden können. Und gerade als Anführer, gerade als Unternehmer ist es sehr wichtig ein unabhängiges Entscheiden zu kultivieren. Weil meistens seid ihr alleine und die anderen, eure treusten Mitarbeiter verstehen nicht in welcher Situation ihr seid, weil ihr seid die Unternehmer, ihr seid die Chefs, ihr habt das ganze Gewicht auf euren Schultern und deswegen müsst ihr in der Lage sein selbstständig, schnell zu entscheiden, ohne immer alle anderen zu involvieren. Deswegen mein Tipp an euch: Das nächste Mal, wenn ihr diesen Impuls habt, ja ich rufe jetzt mal kurz XY an, noch mal ganz kurz darüber sprechen, mach das mal nicht. Mach das mal nicht, sondern treffe die Entscheidung in diesem Moment. "Make the call!" Treff die Entscheidung, schreibt sie euch auf ein Blatt Papier vielleicht noch und dann setzt sie einfach um oder dann ruft vielleicht die Person noch mal im Nachhinein an und guckt, ob ein anderes Ergebnis herausgekommen wäre. Weil was ihr am Ende des Tages wollt ist, ihr wollt in der Lage sein schnell viele Entscheidungen zu treffen und es geht nicht wenn ihr erst immer jemand anrufen müsst und nochmal über eure Gefühle reden müsst und nochmal euch versichern müsst, dass die anderen Personen das auch sieht, dass sie auch mit voll an Bord ist, sondern ihr müsst zu einer Entscheidungsmaschine werden. Und zwar eine unabhängige Entscheidungsmaschine, ohne Abhängigkeiten zu ganz vielen anderen Leuten und dann kommt man irgendwie nicht mit der Entscheidung voran, weil Personen X nicht da ist, Person Y ist im Urlaub und so weiter und so weiter. Deswegen, wenn die Situation kommt, entscheidet einfach selber und guckt was passiert oder entscheidet einfach und sprecht dann noch mal und guckt noch mal, hat das Gespräch jetzt eigentlich was verändert? Weil was ihr merken werden, insbesondere wenn ihr schon erfahrener seid und jetzt nicht gerade Berufsanfänger seid, dass ihr habt schon so ein Repertoire an Entscheidungen, an Situationen, die ihr gesehen habt, dass ihr sowieso richtig entscheidet und das, was ihr dann mit dem Kollegen noch mal besprecht, ist eigentlich nur für euer Wohlgefühl. Ja das wird nichts ändern, in 100 Fällen wird es vielleicht in drei, vier Fällen was ändern und meistens sind die Entscheidungen ja sowieso reversibel, das heißt ihr könnt sie wieder zurückholen. Und was ihr halt haben wollt ist, ihr wollt die Fähigkeit haben schnell Entscheidungen zu treffen, unabhängig von anderen, wenn ihr nicht unbedingt deren Fachwissen wirklich braucht, werdet diese Krücke los, die wir uns alle aufbauen und entscheidet einfach schnell, selbständig und dann werdet ihr sehen, dass euer Leben auch sehr viel einfacher wird, weil ihr nicht mehr diese Abhängigkeiten habt und nicht immer gebremst werdet in den Entscheidungen.
Sterben mit 25, begraben jedoch erst mit 70.
Benjamin Franklin hat mal gesagt, dass die meisten Männer mit 25 sterben, dass sie jedoch erst mit 70 begraben werden. Das ist ein Spruch, der als ich den gehört hab ziemlich reingehauen hat bei mir, denn ich glaube, dass da was dran ist. Ihr kennt bestimmt jemand, wo ihr sagt: "Okay der war mal ganz jugendlich, der hatte Träume, der hatte Ambitionen, der wollte was reißen." Und dann ist er ungefähr so mit 20 gewesen und dann hat er auf einmal alles eingepackt und hat einfach nur noch, ich will nicht sagen vor sich hinvegetiert, ich bin mir sicher dass er auch in gewisser Weise ein erfülltes Leben hat, aber hat halt aufgehört seine Ambitionen zu verfolgen. Und das ist halt so ein Ding, wo man meiner Meinung nach echt sehr aufpassen muss, einfach für sich selbst, ja es geht nicht darum andere zu beurteilen. Die Leute können ihren Weg gehen und wenn sie damit glücklich sind, ist das völlig in Ordnung. Sondern für sich selber immer zu gucken, lebe ich eigentlich noch? Bin ich noch aktiv? Verfolge ich noch meine Träume? Mache ich das was mir Spaß macht? Natürlich besteht das Leben auch aus Verpflichtung, besonders wenn man Familie hat, aber am Ende des Tages muss man halt auch immer gucken, bin ich der Meinung, dass man den Horizont erweitert, den Aktionsradius erweitert, sich neue Impulse holt, sich inspirieren lässt, mal woanders hin fährt um eine andere Sichtweise zu bekommen. Und die große Gefahr besteht nämlich, dass wenn ihr das nicht macht, ab einem gewissen Alter macht das auch niemand für euch. Wenn ihr klein seid, dann sagen die Eltern: "Ach jetzt geh doch mal raus oder ach wir fahren jetzt mal nach Albanien." Ihr wärt nie auf die Idee gekommen nach Albanien in den Urlaub zu fahren und jetzt kommen halt die Eltern und sagen wir fahren nach Albanien. Irgendwas wo halt die Leute normalerweise nicht hinfahren. Und das heißt die Horizonterweiterung wird für euch durch die Eltern, durch die Schule, durch Freunde, die aus ganz anderen Umständen kommen schon automatisch gemacht. Wenn ihr dann aber im Beruf seid, dann macht das niemand mehr für euch und wenn ihr da nicht aufpasst, dann könnt ihr genau eine der Personen sein, die zwar erst mit 70 begraben werden, aber schon mit 25 gestorben sind. Das wollen wir vermeiden, deswegen immer inspirieren lassen, immer offen für neues sein.
Eskalationshierarchie
Heute würde ich gern mit euch über etwas reden was ich, ich sehe gerade meine Spiegelung in der Scheibe dort hinten, deswegen bin ich ein bisschen irritiert. Heute würde ich gerne mit euch über etwas reden, was mir sehr geholfen hat, mit Konflikten zum Beispiel am Arbeitsplatz umzugehen, aber auch zum Beispiel auf der Straße, wenn man dumm angemacht wird. Und zwar ist das folgendes: Das lehnt sich eigentlich an das an, was bei diesen Terroralarmstufen gemacht wird, das halt gesagt wird, okay jetzt ist keine Bedrohung zu sehen, jetzt sind wir auf grün und dann steigt die Bedrohung, dann gehen wir auf gelb, orange, rot und vielleicht dann sogar schwarz, wo ein Angriff schon stattgefunden hat. Und jeder dieser Schritte, wenn er denn ausgerufen wird, der zieht ja gewisse Konsequenzen nach sich, dann wird halt irgendwas vorbereitet, in Alarm versetzt und so weiter. Und in der Selbstverteidigung macht man das ganz ähnlich, weil dieses System sich auszudenken, euch dabei hilft, euch schon mal vorab mit bestimmten Szenarien auseinander zu setzen. Bedeutet, wenn jetzt jemand auf euch zukommt und die Person zieht ein Messer, dann habt ihr halt euch schon mal vorher Gedanken gemacht, was eure Reaktion darauf sein könnte. Wegrennen, total eskalieren, selber ein Messer ziehen und so weiter. Und das entlastet euch in der Situation, wenn es dann tatsächlich passiert, weil wenn ihr so lange wartet, bis es soweit ist, werdet ihr komplett überfordert sein mit der Entscheidungsfindung. Was ist noch vom Selbstschutz gedeckt? Was ist verhältnismäßig? Was ist in Ordnung? Was bin ich eigentlich bereit dem anderen für einen Schaden zuzufügen und so weiter? Das ist eine unglaubliche Entlastung, sich vorher schon mal so ein paar Gedanken zu machen, was sind eigentlich die verschiedenen Stufen? Und im Arbeitsleben ist das eigentlich ganz ähnlich, denn ihr werdet immer wieder Grenzüberschreitungen haben von euren Mitarbeitern, von euren Kollegen, von euren Chefs und wenn ihr euch vorher schon mal Gedanken gemacht habt, wie ihr darauf reagieren wollt, dann seid ihr, wenn diese Situation kommt halt viel besser darauf vorbereitet und müsst nicht so lange nachdenken, weil es euch einfach lähmt in der konkreten Situation noch mal nachzudenken: "Ah ist das jetzt verhältnismäßig? Passt es jetzt und so weiter?" Und wenn ihr euch vorher schon mal Gedanken gemacht habt, okay wenn die Personen sich nicht krankmeldet, Abmahnung. Oder wenn die Person besoffen auf der Firmenparty jemand anderen begrapscht, Kündigung. Ja das sind einfach total klare Sachen, wo ihr schon mal so eine grobe Einstufung habt. Okay da sind wir nicht mehr auf grün, da sind wir schon auf gelb, dann sind wir schon auf orange, da sind wir auf rot. Und dann könnt ihr euch mal überlegen: Ok gelb ist mal eine mündliche Ermahnung, orange ist dann die Abmahnung, rot ist dann die Kündigung und schwarz ist halt, wir rufen die Polizei oder sonst was. Und das kann euch einfach sehr helfen, euch vorher einmal die Gedanken zu machen, dann seid ihr in der Situation, in der Krise darauf vorbereitet und könnt schnell handeln.
Immer auf der Bühne - "the world is a stage and we're just actors in it, we're just players in it."
Alles was ihr als Anführer macht wird beobachtet, das muss euch einfach klar sein, wenn ihr Leute anführt. Man sagt ja auch, alles was der Kunde sieht ist Marketing und alles was die Mitarbeiter was die Geführten sehen, ist Führung. Das bedeutet, wenn ihr jetzt gerade zum Beispiel angefangen habt Leute anzuführen, ja ihr habt jetzt ein Team übernommen, dann muss euch bewusstwerden, dass jede einzelne Handlung von euch permanent beobachtet wird und unter dem Mikroskop seziert wird. Und gar nicht so bewusst, dass sich die Leute dann hinsetzen und dann sagen: "Ah da hat er das gemacht, da hat er das gemacht." Aber alles wird wahrgenommen. Und wenn ihr das man in euch selber beobachtet, was habt ihr denn gemacht mit euren Chefs? Was macht ihr denn noch mit euren Chefs, wenn die Kleidung anders ist, wenn die was anderes trinken, wie deren Gesichtsausdrücke aussehen? Alles ist permanent unter Beobachtung und das gilt halt auch für euch. Und das muss euch einfach klar sein, dass wenn ihr Leute anführt, ist es was anderes, als wenn ihr einfach als normales Teammitglied, als normale Angestellte irgendwo seid. Auch da wird man natürlich beobachtet oder da nehmen die Leute was wahr, aber sobald ihr der Anführer seid, steht ihr auf der Bühne. Und da sehe ich halt immer wieder, dass gerade frische Anführer, die gerade erst befördert wurden, das nicht realisieren und deswegen A: das nicht immer kontrollieren und dann auch Sachen kommunizieren, die sie vielleicht gar nicht kommunizieren wollen, dass dann aber auch gar nicht aktiv einsetzen können weil natürlich kann man auch damit spielen. Wenn ich weiß, dass ich die ganze Zeit beobachtet werde, dann kann ich natürlich auch durch meine Kleidung, durch meine Mimik, durch mein Auftreten die anderen beeinflussen. Genauso wie der Theaterschauspieler auf der Bühne, der hat ja auch nicht so viele Möglichkeiten, aber durch seine Sprache, durch seine Mimik, Gestik und Kleidung, Kostüme usw. beeinflusst er halt die Emotionen, das Verhalten des Publikums. Und letztendlich ist es das, wie hat Shakespeare gesagt? "The world is a stage and we're just actors in it, we're just players in it". Also die Welt ist eine Bühne und wir sind Schauspieler darauf und das gilt auf jeden Fall, wenn ihr Anführer seid. Deswegen macht euch das bewusst und guckt mal, ob ihr damit nicht gezielter vorgehen könnt.
Bereit durch Selbstkonditionierung
Wenn man wichtige Termine hat und man ist oft nicht so richtig in der Laune, dann kann ich euch einen kleinen Trick verraten. Und zwar, was ich ganz gerne mache ist, ich konditioniere mich selber. Das bedeutet, ich habe ein Musikstück, was ich einsetze, um mich in so einen gewissen Zustand zu versetzen, um halt einfach fit zu sein, um vor einer großen Menge von Leuten zu sprechen, um halt einfach dann auch wirklich an zu sein. Weil manchmal ist man halt müde, hat irgendwie nicht so richtig Lust und dann hilft das halt wenn man sich selber konditioniert. Und wie ich darauf gekommen bin, ist folgendes: Ich habe früher Ringen in den USA gemacht und immer vor einem Wettkampf wurde die amerikanische Nationalhymne gespielt und das hat dazu geführt, dass irgendwann das bei mir so verbunden war, dass wenn ich die amerikanische Nationalhymne gehört habe ich wusste, okay, gleich werde ich auf der Matte verprügelt, dann geht's gleich rund. Und deswegen hat das halt immer so einen "fight or flight", so eine Kampfsituation in mir innerlich ausgelöst und es ist bis heute noch, 20 Jahre später, dass ich einen Adrenalinausstoß bekomme, wenn ich halt die amerikanische Nationalhymne höre. Und ein ganz ähnliches Prinzip verwende ich da, nicht die Nationalhymne, weil das bedeutet physische Auseinandersetzung auf der Matte vor vielen Leuten, sondern, also ich nehme zum Beispiel Lieder von Neffex, das ist so ein bisschen wie Eminem in jung, ein bisschen Action, ein bisschen aggressiv. Und hab halt da zwei Lieder, die ich auch sonst nie höher und die höre ich halt immer in solchen Situationen, also ich muss gleich vor Leuten sprechen, ich muss gleich ein Training geben und so weiter, und ich möchte mich jetzt primen, ich möchte mich jetzt bereit machen für die Situation, und dann höre ich das und dann weiß mein Gehirn schon, alles klar wir wissen jetzt was kommt oder ich weiß jetzt was kommt und dann bereitet sich mein Körper vor und das weckt mich halt einfach auf, das ist eine Form der Konditionierung ganz simpel und das hilft euch aber, wenn ihr halt einen spezifischen Reiz habt, der wirklich für solche Situationen vorbereitet ist, weil dann werdet ihr in die Lage versetzt oder schneller in die Lage versetzt, dort effektiv zu wirken.
IKIGAI - eine japanische Methode um den Sinn des Lebens zu finden
Guten Morgen!
Es gibt eine super Methode, wie man seinen eigenen Weg finden kann, wie man herausfinden kann, was man machen soll beruflich, so ein bisschen Sinn des Lebens. Und das ist eine japanische Methode, die nennt sich Ikigai. Und letztendlich sind es vier Kreise, die sich, ihr könnt euch das vorstellen als vier Kreise, die sich überlappen. Also wir nehmen einen ersten Kreis und der lautet: Worin bist du gut? Und dann nehmt ihr einen zweiten Kreis und der lautet: Wofür habt ihr Leidenschaft, also worauf habt ihr echt Bock, was könnt ihr lange machen, ohne dass es euch langweilig wird? Und nur etwas, was diesen beiden Kriterien entspricht, ist natürlich etwas, was ihr langfristig auch machen könnt. Wenn ihr jetzt etwas macht, ihr sagt jetzt ihr möchtet Rockstar werden, aber ihr können nicht singen, nicht tanzen, nicht performen, keine Musikinstrumente spielen, dann könnt ihr das nicht, dann wird das wahrscheinlich nichts. Vielleicht könnt ihr das lernen, aber erst mal sieht das nicht gut aus. Und wenn ihr dafür keine Leidenschaft habt, obwohl ihr es könnt, bringt es euch auch nichts. Das heißt, ihr braucht diese Überlappung aus beiden Sachen. Jetzt ist es so, dass das Ikigai, "I K I G A I", könnt ihr mal googeln, ist halt dieses japanisch Konzept, gibt es sehr viele schöne Sachen zu, dass das nicht nur aus zwei Kreisen besteht, sondern aus vier. Manchmal sieht man das mit drei manchmal mit vier und folgende Kriterien werden angegeben: 1: Worin bin ich gut? 2: Wofür habe ich Leidenschaft? Was kann ich langfristig machen? 3: Wofür gibt es überhaupt eine Nachfrage? Weil es gibt viele Leute, die wirklich krasse Sachen machen, die richtig gut sind, die richtige Leidenschaft dafür haben, aber es interessiert halt keinen. Das möchte niemand kaufen. Und als viertes natürlich noch: Wofür sind die Leute auch wirklich bereit zu bezahlen? Weil etwas zu brauchen ist nicht das gleiche, wie bereit sein, für etwas zu bezahlen. Und das ist das, wo viele Leute die sich dann selbstständig machen, gerade wenn sie aus diesem künstlerischen Bereich kommen, oft daran scheitern, weil sie halt sehen, die Leute wollen das, ich mache eine Umfrage, die Leute sagen sie wollen es haben, ja aber sie sind nicht bereit dafür zu bezahlen. Und das heißt, diese Überlappung aus allen vier Faktoren, also wenn ihr etwas habt, was ihr könnt, wo für ihr Leidenschaft habt was wirklich einen Bedarf hat, ja was ihr wirklich loswerden könnt und wofür die Leute auch noch bereit sind zu bezahlen, dann habt ihr was, diese Schnittmenge aus all den Sachen, die wirklich sehr groß werden kann in eurem Leben, weil es einfach etwas ist, was für euch nachhaltig zu produzieren ist und was andere Leute wollen und wenn ihr sowas habt, dann ist das ein Zeichen für euch, dass die Ampeln grün sind, der Weg ist frei und ihr könnt damit loslegen und ihr werdet wahrscheinlich sehr erfolgreich damit. Und das hilft mir immer sehr genau zu sehen, wenn Leute jetzt kommen und sagen: "Ah ich mache jetzt hier irgendwas." Aber die Leidenschaft ist doch gar nicht da, du machst das doch eigentlich nur weil du denkst, dass es eine coole Geschäftsidee ist, wo du jetzt schnell irgendwie Geld rausziehen kannst. Aber in dem Moment, wo irgendwas schlechter läuft, bist du raus, weil das einfach nicht dein Leidenschaftsthema ist. Und so mit diesen Linsen sozusagen, kann man immer sehr schnell beobachten, gucken was funktioniert, was wird für andere Leute funktionieren, was ist eine gute Geschäftsidee für mich, und so weiter, und kann damit sehr leicht immer beobachten und beurteilen ob die Sachen funktionieren oder nicht.
Habt einen wunderbaren Tag! Heute habe ich mal keinen Kaffee in der Hand, wie ihr merkt, es fängt gerade an zu regnen, deswegen gehe ich jetzt gleich rein und trink meinen Kaffee da. Habt einen wunderbaren Tag und bis bald!
Guten Morgen!
Manchmal ist man in einer Situation, wo man einfach komplett überfordert ist und die Situation, die ich meine, die geht so weit, dass sogar das Neuplanen, das replanning von irgendwelchen Aufgaben nicht mehr funktioniert. Und das ist einfach manchmal so, es gibt nicht nur so viel zu tun, dass aus ganz vielen verschiedenen Bereichen zusammenkommt, sondern immer wenn man etwas weg gearbeitet hat, sind schon ein, zwei neue Sachen gekommen, also für jede die weggeht, kommen ein, zwei neue Sachen rein und das heißt man ist in so einer absoluten Chaoswelt. Und da gibt es ein Rezept wie man damit umgehen soll, und das ist folgendes: Stellt euch mal vor, ihr seid in dem dunklen Wald und ihr seid komplett eingeengt von Bäumen, es ist so dunkel, dass ihr nichts sehen könnt, ihr können die eigene Hand vor Augen nicht sehen und ihr seid so eingeengt von Bäumen, die um euch herum gewachsen sind, dass ihr nicht die Möglichkeit habt, einfach da rauszugehen, also die Bäume sind so eng mit Gestrüpp und Verästelungen, dass ihr dort nicht einfach durchlaufen könnt. Und das ist ja eigentlich eine ganz beängstigende Situation, weil man ist im dunkeln, man ist eingeengt. Und was würdet ihr dort machen, wenn das einzige Werkzeug, das euch zur Verfügung steht, eine Axt ist? Hacken! Richtig! Ihr würdet hacken, das bedeutet ihr habt nur dieses eine Werkzeug und ihr würdet einfach versuchen diesem Chaos, dieser Angst Herr zu werden, indem ihr anfangt, loszuhacken. Das ist genau auch das, was ihr in dieser Situation machen solltet, nämlich nicht immer wieder neu planen und versuchen sich schlaue Strategien zu überlegen, dass solltet ihr normalerweise machen, aber manchmal gibt es einfach die Situation, wo man so überwältigt wird, wo man damit nicht mehr weiterkommt, weil auch das planen kostet Zeit, gerade wenn es sehr chaotisch ist, sehr komplex ist, dann bedeutet das Planen halt immer wieder alles neu zu arrangieren, dann habt ihr euch den besten, effektivsten Plan durch diese ganzen Aufgaben gewählt und dann ändert sich das wieder, und der Pfad hat sich geändert und ihr seid eigentlich die ganze Zeit immer nur am neuplanen und irgendwann, wenn ihr in dieser Situation seid, müsst ihr realisieren, das schlaue Planen, in dem ihr vielleicht supergut seid und was euch normalerweise hilft, das hilft euch hier nicht und dann müsst ihr einfach anfangen zu hacken.
Habt einen wunderbaren Tag und bis bald!
Jeder Anfang ist schwer. Schämt euch nicht und fangt einfach an!
Habt keine Angst klein anzufangen! Ich stelle häufig fest, dass viele Leute Angst haben, gesehen zu werden, dass sie gerade erst anfangen. Und genau diese Angst ertappt zu werden hindert viele daran, überhaupt damit anzufangen. Auf Grund dessen versuchen sie es im geheimen, im Verborgenen alles vorzubereiten und erst wenn der Anfangsstatus überwunden ist, damit nach außen zu treten. Viele Menschen arbeiten an Sachen, egal ob Hobby oder Beruf und trauen sich nicht den letzten Schritt zu gehen. Häufig wird der Perfektionismus als Ausrede vorgeschoben, aber letzten Endes ist es die Angst. Nicht die allgemeine Angst, sondern die Angst als Anfänger gesehen zu werden. Doch genau durch das Verheimlichen fehlt das aller wichtigste, das Feedback. Das Feedback hilft euch, in welche Richtung ihr euch verbessern müsst. Kein Meister ist vom Himmel gefallen, jeder musste irgendwann einmal klein anfangen. Je eher wir uns der Öffentlichkeit stellen, desto schneller erhalten wir Feedback und genau das hilft uns, uns zu verbessern und über uns hinaus zu wachsen.
From the publisher's feed