German Island

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By Roslyn Green and Jana KühnEducationLanguage Learning
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German Island episodes

  • Horrortag - Recorded by Laura Bühler
    Oskar has a miserable day, but he retains his sense of humour.
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    PDF of text with exercises and vocabulary explanations
    Text written by Roslyn Green and recorded by Laura Bühler
    TEXT: Der Wecker klingelt nicht.
    Ich wache trotzdem plötzlich auf, denn die Sonne scheint. Es ist schon halb neun. Oh nein! Der Schultag beginnt jetzt gleich und wir haben in der ersten Stunde eine Mathearbeit. Ich stehe auf und beginne, mich hastig anzuziehen.
    Keine Zeit zum Frühstücken. Ich packe meine Schultasche und laufe zum Bahnhof. Auf dem Weg bemerke ich, dass ich zwei verschiedene Schuhe anhabe. Oh Gott. Es ist viel zu spät zurückzugehen.
    In meinem Kopf sehe ich alles wie im Kino: Gerade sagt mein Mathelehrer zu meiner Klasse: «Ihr dürft den Test beginnen. Paul, hör auf zu reden. Anna, steck dein Handy in deine Tasche, sonst nehme ich es weg und verkaufe es heute Abend auf E-Bay. Weiß jemand, wo Oskar ist? Schon wieder zu spät. Das überrascht mich nicht. Dieser Junge ist ein hoffnungsloser Fall. »
    Oskar - der bin ich. Ich bin groß und sportlich, aber auch vergesslich, immer zu spät und total unorganisiert. Die meisten meiner Lehrer hassen mich. Meine Eltern finden mich nervig. Sogar mein Hund ist nicht besonders begeistert von mir.
    Ich verpasse den Zug. Natürlich. Im Fenster des Wartezimmers sehe ich mein Gesicht. Es gibt einen großen roten Pickel auf meiner Nase. Ich stöhne leise. Hoffentlich kommt kein anderer Zug.
    Einer kommt - fast sofort.
    Im Unterricht sagt mir Herr Scharfmacher: „Nett, dass du da bist, Oskar. Gut geschlafen?“ Ich werde genauso rot wie mein Pickel. Ich hasse sarkastische Lehrer.
    Der Test hat viele knifflige Fragen. Obwohl ich ziemlich gut in Mathe bin, kann ich heute einfach nicht richtig denken. Der Grund ist, dass Lina neben mir sitzt. Ich kenne sie seit der Grundschule und mag sie sehr, aber sie findet mich doof. Woher weiß ich das? Weil sie jeden Tag die Augen verdreht, wenn ich in ihrer Nähe bin. Heute ist keine Ausnahme. Sie sieht meine Schuhe an und lacht. Sie lacht so laut, dass Herr Scharfmacher fragt, was los ist. Lina sagt nichts, aber trotzdem bemerkt auch er meine Schuhe.
    Alles geht heute schief.
    Nichts wird besser. In der Pause habe ich einen Bärenhunger, aber die Kantine ist wegen der Renovierung geschlossen. Kunst, mein Lieblingsfach, fällt aus, weil meine Lieblingslehrerin krank ist. In der Mittagspause kriege ich endlich was zu essen, aber nur, weil Lina Mitleid mit mir hat. Statt sie zu beeindrucken, erwecke ich nur ihr Mitleid. Das ist mir peinlich.
     Am Nachmittag sollen wir Fußball gegen eine Mannschaft von einer anderen Schule spielen. Ich freue mich darauf, denn ich spiele immer in unserer Mannschaft, aber ich habe weder meine Sportuniform noch meine Sportschuhe dabei. Die Sportlehrerin ist sauer: „Oskar!“ sagt sie. „Du machst mich wahnsinnig!“  Aus Rache wählt sie statt mir einen großen Kerl aus, einen neuen Schüler, der toll aussieht, sehr männlich, wahrscheinlich mit einem Waschbrettbauch. Er kickt fünf Tore. Lina und meine Klassenkameraden klatschen in die Hände und jubeln.
    Nach der Schule möchte ich mit Lina nach Hause gehen, denn sie wohnt auf derselben Straße wie ich und begleitet mich manchmal. Aber sie und der Fußballheld verschwinden irgendwo und ich gehe alleine nach Hause.
    An der Tür unseres Hauses finde ich einen Zettel von meiner Mutter. Sie hat geschrieben: „Ich fahre zum Supermarkt. Kannst du den Hundekot im Garten wegmachen?“
     Dieser Tag ist einfach nicht zu toppen. Ich denke traurig darüber nach. Das Mädchen, das ich mag, verbringt ihre Zeit mit einem blöden Muskelmann. Ich fühle mich einsam und deprimiert. Mein Pickel wird immer größer. Mein Mathelehrer findet mich dumm und unhöflich und ich werde bestenfalls eine Drei für den Test bekommen. Meine Sportlehrerin hat die Nase voll von mir, da ich so vergesslich bin. Und meine Mutter hat sich eine Aufgabe für mich ausgedacht, die irgendwie meinen ganzen Tag repräsentiert.
    Morgen kann bestimmt nicht so sch
    8 min
  • Horrortag - recorded by Laura Bühler


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    Der Wecker klingelt nicht.


    Ich wache trotzdem plötzlich auf, denn die Sonne scheint. Es ist schon halb neun. Oh nein! Der Schultag beginnt jetzt gleich und wir haben in der ersten Stunde eine Mathearbeit. Ich stehe auf und beginne, mich hastig anzuziehen.


    Keine Zeit zum Frühstücken. Ich packe meine Schultasche und laufe zum Bahnhof. Auf dem Weg bemerke ich, dass ich zwei verschiedene Schuhe anhabe. Oh Gott. Es ist viel zu spät zurückzugehen.


    In meinem Kopf sehe ich alles wie im Kino: Gerade sagt mein Mathelehrer zu meiner Klasse: «Ihr dürft den Test beginnen. Paul, hör auf zu reden. Anna, steck dein Handy in deine Tasche, sonst nehme ich es weg und verkaufe es heute Abend auf E-Bay. Weiß jemand, wo Oskar ist? Schon wieder zu spät. Das überrascht mich nicht. Dieser Junge ist ein hoffnungsloser Fall. »


    Oskar - der bin ich. Ich bin groß und sportlich, aber auch vergesslich, immer zu spät und total unorganisiert. Die meisten meiner Lehrer hassen mich. Meine Eltern finden mich nervig. Sogar mein Hund ist nicht besonders begeistert von mir.


    Ich verpasse den Zug. Natürlich. Im Fenster des Wartezimmers sehe ich mein Gesicht. Es gibt einen großen roten Pickel auf meiner Nase. Ich stöhne leise. Hoffentlich kommt kein anderer Zug.


    Einer kommt - fast sofort.


    Im Unterricht sagt mir Herr Scharfmacher: „Nett, dass du da bist, Oskar. Gut geschlafen?“ Ich werde genauso rot wie mein Pickel. Ich hasse sarkastische Lehrer.


    Der Test hat viele knifflige Fragen. Obwohl ich ziemlich gut in Mathe bin, kann ich heute einfach nicht richtig denken. Der Grund ist, dass Lina neben mir sitzt. Ich kenne sie seit der Grundschule und mag sie sehr, aber sie findet mich doof. Woher weiß ich das? Weil sie jeden Tag die Augen verdreht, wenn ich in ihrer Nähe bin. Heute ist keine Ausnahme. Sie sieht meine Schuhe an und lacht. Sie lacht so laut, dass Herr Scharfmacher fragt, was los ist. Lina sagt nichts, aber trotzdem bemerkt auch er meine Schuhe.


    Alles geht heute schief.


    Nichts wird besser. In der Pause habe ich einen Bärenhunger, aber die Kantine ist wegen der Renovierung geschlossen. Kunst, mein Lieblingsfach, fällt aus, weil meine Lieblingslehrerin krank ist. In der Mittagspause kriege ich endlich was zu essen, aber nur, weil Lina Mitleid mit mir hat. Statt sie zu beeindrucken, erwecke ich nur ihr Mitleid. Das ist mir peinlich.


     Am Nachmittag sollen wir Fußball gegen eine Mannschaft von einer anderen Schule spielen. Ich freue mich darauf, denn ich spiele immer in unserer Mannschaft, aber ich hab

    8 min
  • Elternsprechtage sind grauenhaft... - Recorded by Hannah Entrup
    A boy suffers through the first parent-teacher interview – and realises with horror there are nine more to go.
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    Text written by Roslyn Green and recorded by Hannah Entrup
    TEXT: Ich sitze zwischen meinem Vater und meiner Mutter. Der Mathelehrer sitzt vor mir, hinter seinem Schreibtisch.
    Elternsprechtage sind furchtbar.
    Das Schlimmste ist, ich muss dabei sein. Ich weiß genau, was die Lehrer und Lehrerinnen sagen werden, aber ich muss alles hören. Das ist schrecklich. Grausam.
    OK, ich gebe zu, vielleicht bin ich manchmal ein bisschen faul. Ich hasse Hausaufgaben. Sechs Stunden in der Schule jeden Tag – reicht das nicht? Ich bin eher der sportliche Typ! Ich spiele lieber Fußball, ich fahre oft mit dem Rad und ich gehe gern mit meinen Freunden in den Park. Auf jeden Fall brauche ich nach der Schule Ruhe und Zeit für mich selbst: Computerspiele, ein bisschen Chatten im Internet, einfach chillen.
    Mein Mathelehrer heißt Herr Hoffmann. Er ist sehr streng und findet mich bestimmt nervig. Das ist mir egal, denn er nervt mich total. Im Moment, zum Beispiel, sieht er mich direkt an, aber er spricht über mich, als wäre ich einfach nicht da.
    «Ben ist ein ziemlich intelligenter Junge», sagt er, «aber…».
    ABER. Es gibt immer ein Aber, wenn meine Lehrer über mich sprechen. Ich kann schon erraten, was Herr Hoffmann als Nächstes sagen wird. Und ich habe recht.
    «Ben ist ziemlich intelligent, aber er ist leider gar nicht fleißig», sagt er. «Dieses Semester gibt es acht Arbeitsblätter als Hausaufgaben, die die Schüler allein machen müssen. Sie bekommen auch Noten dafür. Leider hat Ben bisher nur zwei gemacht.»
    Meine Eltern sind schockiert. Sie sehen mich an, als hätte ich den Hund für eine Woche nicht gefüttert oder meine kleine Schwester allein im Park gelassen.
    Meine Mutter sieht traurig aus. «Oh Ben! Ich finde, du darfst keine Computerspiele mehr machen», sagt sie zu mir. «Es tut mir leid, aber Mathe ist sehr wichtig. Genauso wichtig wie Englisch.» 
    Mein Vater sieht nicht traurig aus, sondern wütend. «Du bekommst Hausarrest», sagt er. «Ab sofort.»
    Mein Vater hat eine sehr laute Stimme. Was noch schlimmer ist: Es gibt im Klassenzimmer eine lange Schlange von Leuten, die auf ihre Termine warten. Diese anderen Eltern und Schüler spitzen die Ohren. Schließlich ist diese Warterei für alle furchtbar langweilig. Mein Vater spricht wie ein Schauspieler in einem Theater. Sehr klar und deutlich. Furchtbar laut. Mein Termin ist wie ein Theaterstück! Ich stöhne leise. Die anderen Schüler starren mich schadenfroh an. Sie sind fasziniert.
    Herr Hoffmann hat offensichtlich Mitleid mit mir. «Vielleicht können wir zu einem Kompromiss kommen», sagt er. «Wenn Ben zwei Arbeitsblätter pro Woche für drei Wochen macht, werde ich ganz zufrieden sein. So kann er das Computerverbot und den Hausarrest vermeiden.»
    Der Mann ist eigentlich netter, als ich dachte. Trotzdem ist die Nervenprobe noch nicht vorbei. Mein Vater hält jetzt eine Rede und alle Leute im Klassenzimmer hören zu. Er sagt, ich muss härter arbeiten und darf nicht mehr faul sein. Er wird persönlich checken, dass ich nie wieder Spaß habe. Er dankt dem Lehrer für seine Hilfe, seinen Rat und seine Nachsicht. Endlich stehen wir auf.
    Der Termin ist vorbei. Ich seufze, total erleichtert.
    Meine Mutter liest ihre Liste. «Nur noch neun Lehrer.»
    Kaum zu glauben. Das wird wirklich ein langer Tag sein.
    5 min
  • Elternsprechtage sind grauenhaft… - recorded by Hannah Entrup


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    Ich sitze zwischen meinem Vater und meiner Mutter. Der Mathelehrer sitzt vor mir, hinter seinem Schreibtisch.


    Elternsprechtage sind furchtbar.


    Das Schlimmste ist, ich muss dabei sein. Ich weiß genau, was die Lehrer und Lehrerinnen sagen werden, aber ich muss alles hören. Das ist schrecklich. Grausam.


    OK, ich gebe zu, vielleicht bin ich manchmal ein bisschen faul. Ich hasse Hausaufgaben. Sechs Stunden in der Schule jeden Tag – reicht das nicht? Ich bin eher der sportliche Typ! Ich spiele lieber Fußball, ich fahre oft mit dem Rad und ich gehe gern mit meinen Freunden in den Park. Auf jeden Fall brauche ich nach der Schule Ruhe und Zeit für mich selbst: Computerspiele, ein bisschen Chatten im Internet, einfach chillen.


    Mein Mathelehrer heißt Herr Hoffmann. Er ist sehr streng und findet mich bestimmt nervig. Das ist mir egal, denn er nervt mich total. Im Moment, zum Beispiel, sieht er mich direkt an, aber er spricht über mich, als wäre ich einfach nicht da.


    «Ben ist ein ziemlich intelligenter Junge», sagt er, «aber…».


    ABER. Es gibt immer ein Aber, wenn meine Lehrer über mich sprechen. Ich kann schon erraten, was Herr Hoffmann als Nächstes sagen wird. Und ich habe recht.


    «Ben ist ziemlich intelligent, aber er ist leider gar nicht fleißig», sagt er. «Dieses Semester gibt es acht Arbeitsblätter als Hausaufgaben, die die Schüler allein machen müssen. Sie bekommen auch Noten dafür. Leider hat Ben bisher nur zwei gemacht.»


    Meine Eltern sind schockiert. Sie sehen mich an, als hätte ich den Hund für eine Woche nicht gefüttert oder meine kleine Schwester allein im Park gelassen.


    Meine Mutter sieht traurig aus. «Oh Ben! Ich finde, du darfst keine Computerspiele mehr machen», sagt sie zu mir. «Es tut mir leid, aber Mathe ist sehr wichtig. Genauso wichtig wie Englisch.» 


    Mein Vater sieht nicht traurig aus, sondern wütend. «Du bekommst Hausarrest», sagt er. «Ab sofort.»


    Mein Vater hat eine sehr laute Stimme. Was noch schlimmer ist: Es gibt im Klassenzimmer eine lange Schlange von Leuten, die auf ihre Termine warten. Diese anderen Eltern und Schüler spitzen die Ohren. Schließlich ist diese Warterei für alle furchtbar langweilig. Mein Vater spricht wie ein Schauspieler in einem Theater. Sehr klar und deutlich. Furchtbar laut. Mein Termin ist wie ein Theaterstück! Ich stöhne leise. Die anderen Schüler starren mich schadenfroh an. Sie sind fasziniert.


    Herr Hoffmann

    5 min
  • Meine Freundin, Linda - Recorded by Hannah Entrup
    Friends are always there for you.
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    Audio quiz based on this text
    Text written by Roslyn Green and recorded by Hannah Entrup
    Das ist meine Freundin, Linda. Ich mag sie sehr, denn sie ist immer für mich da. Natürlich mag sie mich auch. Wir kennen uns schon seit mehr als siebzehn Jahren! Sie ist fünfzig Jahre alt.
    Linda ist klein, lustig und sehr freundlich. Sie redet und lacht sehr gern. Sie kommt aus Neuseeland, aber sie wohnt jetzt in Melbourne. Australien findet sie toll, aber sie vermisst manchmal ihre Familie in Neuseeland. Natürlich spricht sie Englisch, denn das ist ihre Muttersprache. Sie kann leider keine andere Sprache sprechen, aber sie kann einen Satz auf Deutsch sagen: «Vielen Dank». Sie sagt, das klingt ein bisschen wie: “feeling drunk”.
    Linda hat zwei Kinder und auch zwei Hunde. Sie geht jeden Tag mit den Hunden spazieren. Manchmal geht sie joggen, denn sie ist sehr fit. Jedes Wochenende fährt sie zum Fußball, denn sie ist ein Fan der Geelong-Fußballmannschaft. Obwohl sie aus Neuseeland kommt, liebt sie australischen Fußball. Ihr Lieblingsspieler ist Jimmy Bartel, denn sie findet ihn athletisch und sehr hübsch. Wenn ihre Mannschaft verliert, ist sie ziemlich deprimiert.
    2 min
  • Neue Fans für australischen Fußball - Recorded by Carolina Seez
    Two young Germans go to a game of Australian football. They discover the rules of the game and the passion of its supporters. Inspired by their observations, they even develop a new, football-based definition of "Schadenfreude".
    • German Island site
    • PDF file with vocabulary explanations
    Written by Roslyn Green and recorded by Carolina Seez
    START: Letzten Sonntagabend habe ich australischen Fußball durch europäische Augen gesehen.
    Meine zwei jungen Freunde aus Bayern in Süddeutschland, Carolina und Simon, hatten noch nie ein australisches Fußballspiel gesehen. Deshalb hat meine Freundin Linda sie zu einem Spiel eingeladen. «Das ist ganz wichtig», sagte sie. «Wichtiger als Kängurus.» Linda kommt eigentlich aus Neuseeland, aber sie lebt schon lange in Australien und sie liebt australischen Fußball.
    Linda ist ein echter Fan. Sie fährt zu jedem Spiel. Manchmal fliegt sie nach Adelaide oder Sydney, weil sie kein Spiel verpassen will. Ihre Mannschaft ist die Geelong-Katzen. Wenn die Katzen verlieren, ist Linda total traurig. Manchmal weint sie ein bisschen. Manchmal weint sie für ein paar Tage. Kein Witz! Wenn ihre Mannschaft gewinnt, ist sie hingegen hoch erfreut. In den letzten acht Jahren war sie oft sehr glücklich, denn Geelong ist eine sehr gute Mannschaft, die viele Grand Finals erreicht und drei gewonnen hat.
    Linda war auch froh, dass Simon und Carolina mitgekommen sind. Vor allem wollte sie sich versichern, dass diese jungen Deutschen für immer Geelong-Fans sein würden. Deshalb hatte sie nicht nur Tickets gekauft, sondern auch ein paar Schals und Mützen für sie gefunden. Simon und Carolina haben sofort wie echte Geelong-Fans ausgesehen.
    In der Woche vor dem Spiel hatte Simon sich über die Regeln im Internet informiert. Er wusste zum Beispiel schon, dass ein Tor sechs “Behinds” gleichgesetzt wird. «Man kann gewinnen», sagte er zu mir, «selbst wenn man weniger Tore schießt, solange man viele Behinds geschossen hat.»
    Ich war beeindruckt. «Du hast schon viel gelernt», sagte ich.
    «Weißt du», antwortete er, «ich liebe Fußball. Ich bin genau wie Linda. Linda ist echt cool.»
    «Weinst du denn, wenn deine Mannschaft verliert?»
    «Normalerweise weine ich nicht», sagte er, «aber wenn meine Mannschaft ein so wichtiges Spiel wie das Endspiel der Champions-League verliert, dann weine ich auch, denn das ist genau wie das Grand Final bei euch.»
    Wir sind mit dem Zug zum Ethiad-Stadium gefahren. Sogar das hat Spaß gemacht. Die Atmosphäre im Stadium war elektrisierend und die Spieler haben unglaublich fit und sportlich ausgesehen. Natürlich. Simon hat bemerkt, dass die australischen Spieler nicht nur fit, sondern auch sehr gut trainierte Oberkörper haben müssen. Ihre Oberkörper sind stärker trainiert als die der Fußballspieler in Europa, weil sie den Gegenspieler mit dem Ball angreifen und stoppen müssen.
    Die Spieler in der Geelong-Mannschaft haben gestreifte dunkelblau-weiße Trikots und dunkelblaue Shorts getragen. «Sehen sie nicht toll aus?», sagte Linda.
    Linda und Carolina haben sich vor dem Spiel schminken lassen. Als sie vom Schminken zurückkamen, sahen die beiden ein bisschen wie Katzen aus.
    Zum Glück hat ein Freund von mir, Barry, neben Carolina gesessen und konnte ihr so alles erklären. Als ein Spieler vor dem Tor stand und seine Socken hochzog, erklärte Barry: «Sie schießen viel besser, wenn sie die Socken hochziehen. Das ist wissenschaftlich bewiesen.» Und so war es dann auch, aber natürlich war das nicht sein Ernst. Barry ist ein witziger Mann mit viel Humor. 
    Barry hat es lustig gefunden, als Carolina bemerkte: «Die Form des Balles ist  für das Spiel nicht sehr nützlich.» Sie meinte damit, dass die ovale Form es schwierig macht, wenn man zum Beispiel läuft und gleichzeitig den Ball prellen muss. Da hat sie die Schwierigkeiten und die Einmaligkeit von unserem Spiel in einem einzigen Satz zusammengefasst.
    Simon und Carolina waren sehr begeisterte Fans. Sie sind jedes Mal aufgestanden, wenn die Katzen ein Tor geschossen haben
    9 min
  • Besuch aus der Zukunft - Recorded by Jana Kühn
    Besuch aus der Zukunft
    • German Island Site
    • Vocabulary: Umwelt A-Z
    • Quizzes: Learnclick | LearningApps
    • Worksheet with Vocabulary Exercises and Writing Activities
    After a typical day of reckless energy consumption, a teenager has a strange and disturbing dream.
     
    TEXT: Der elektrische Wecker klingelt. Ich stehe auf und dusche mich, um aufzuwachen. Es ist so schön in der Dusche, was sind schon ein paar Minuten extra? Aber da klopft schon meine Mutter an die Badezimmertür und sagt: „Beeil dich! Das Frühstück ist fertig!". Ich ziehe mich schnell an und vergesse, das Licht im Badezimmer auszumachen.
     
    In der Küche laufen das Radio, die Mikrowelle, die Kaffeemaschine und der Geschirrspüler gleichzeitig. Im Wohnzimmer sehen meine kleinen Geschwister fern. Ich frühstücke schnell und packe dann mein Mittagessen in die Schultasche. Lecker, heute gibt es einen Müsli-Riegel, einen kleinen Joghurt, eine Tüte Chips, ein Schinkenbrot und eine Packung Apfelsaft – und alles ist schön in einer Plastiktüte verpackt. Mama, du bist die Beste! Aber fast habe ich den Einweglöffel für den Joghurt vergessen! Den Löffel kann ich in der Schule wegwerfen, denn es ist so eklig einen dreckigen Löffel wieder mit nach Hause zu bringen. Ich muss nur noch schnell meine Zähne mit der elektrischen Zahnbürste putzen und schon bin ich fertig.
    Zuerst fahren wir zur Primarschule von meinen Geschwistern. Meine Mutter macht das Auto nicht aus, damit die Klimaanlage im Auto weiterlaufen kann, und bringt meine Geschwister in die Schule. Ich warte im Auto und spiele auf meinem Nintendo. Ach Mist, die Batterien sind schon wieder alle! Danach fahren wir zu meiner Schule – Box Hill High School. Oh nein, nicht schon wieder Stau! Es dauert 15min bis wir die letzten 500 Meter zur Schule gefahren sind. Ich springe schnell aus dem Auto, weil meine Mutter keinen Parkplatz finden kann.
    In der ersten und zweiten Stunde haben wir Deutsch. Oh Mann, Frau Kühn hat schon wieder drei Arbeitsblätter in Farbe mitgebracht. Warum brauchen wir so viele Arbeitsblätter, wenn wir ein Textbuch haben? Die Arbeitsblätter passen einfach nicht in mein Arbeitsheft aus weißem Papier, also fliegen sie meistens nach einer Woche in den Mülleimer.
    In der Pause treffe ich meine Freunde vor der Bibliothek. Wir wollen dort unser Mittagessen essen, aber es gibt so viel Müll auf den Bänken, dass wir lieber zum Sportplatz gehen. Auf dem Weg zum Sportplatz kaufen wir in der Kantine noch schnell ein paar leckere Snacks – Wackelpudding im Plastikbecher und zwei Dim Sims in einer Plastiktüte. Am Ende der Pause sollen wir unseren Müll in die Mülltonne werfen, aber die Mülltonne ist schon total voll. Also legen wir einfach alles neben die Mülltonne.
    Nach der Schule holt mich meine Mutter wieder mit dem Auto von der Schule ab. Auf dem Weg nach Hause gehen wir im Supermarkt einkaufen. Wir wollten nur ein paar Dinge wie Milch, Müsli, Obst und Gemüse kaufen, aber dann ist der Einkaufswagen doch voll und wir haben keine Stofftaschen mitgebracht. Die Verkäuferin packt alles in Plastiktüten.
    Als wir das Obst und Gemüse zu Hause in den Kühlschrank legen, finden wir noch das alte Gemüse von der letzten Woche. Iiiiihh! Weil es ist schon verschimmelt ist, werfe ich es in den Mülleimer. Nach dem Abendessen sollen mein Bruder und ich das Geschirr abwaschen. Wir haben aber keine Lust zum Abwaschen. Also stellen wir das Geschirr schnell in den Geschirrspüler und machen ihn an, obwohl er gar nicht voll ist.
    Nach dem Abendessen mache ich meine Hausaufgaben. Ich brauche meinen Computer nicht wirklich, aber ich mache ihn trotzdem an, um zwischendurch immer wieder meine Emails zu kontrollieren. Bevor ich schlafen gehe, dusche ich mich noch einmal. Ich lege mich ins Bett. Mein Computer ist noch an! Ach...egal, ich kann ihn morgen ausmachen!
    In der Nacht habe ich einen schlechten Traum. Ich träume, dass ein Kind den ganzen Tag hinter mir hergelaufen ist. Es hat immer den Kopf geschüttelt und mich böse angeschaut.
    6 min
  • Ich brauche Ferien — Recorded by Jana Kühn and Nathaniel Smith
    Sometimes you just need a break—and a weekend isn't long enough.
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    Peter: Hallo Katja! Wie geht’s? 
    Katja: Ganz gut, aber ich bin ziemlich müde. 
    Peter: Was? Heute ist doch erst Montag! Was hast du denn am Wochenende gemacht, das so anstrengend war? 
    Katja: Naja, ich habe ziemlich viele Hausaufgaben gemacht, denn heute muss ich mein Deutschprojekt abgeben. Außerdem werden wir morgen eine Klassenarbeit in Biologie schreiben. 
    Peter: Oh nein, das habe ich total vergessen! Das wird ein langer Abend ohne Fernseher werden! 
    Katja: Tja, ich habe schon ziemlich viel am Wochenende gelernt und kann deshalb heute Abend X-Factor sehen. 
    Peter: Na, da werde ich ja nicht so viel verpassen. Diese Show ist doch furchtbar! 
    Katja: Ich finde sie super! Was hast du am Wochenende gemacht? Keine Hausaufgaben, oder? 
    Peter: Nein, am Samstag habe ich mit meiner Mannschaft Fußball gespielt. Es war ein wichtiges Spiel gegen die Banyule Bears. Das ist eine gute Mannschaft und wir haben schon oft gegen sie verloren. Aber gestern haben wir zum ersten Mal gewonnen! Es war unglaublich! Der Trainer hat danach für alle ein Eis gekauft und wir haben im Clubhaus eine kleine Party gemacht! Zwei Eltern haben auch Pizza und Getränke gekauft. Ich bin erst um 8 Uhr nach Hause gekommen und war dann auch total müde! 
    Katja: Wow, das war ja ein aufregender Tag! 
    Peter: Ja, Sonntag habe ich lange geschlafen und bin erst um 11 Uhr aufgestanden. Dann haben wir meine Großmutter besucht. Sie hat Mittagessen für die ganze Familie gekocht. Mein Onkel, meine Tante und meine Cousins sind auch gekommen und meine Oma ist die beste Köchin. 
    Katja: Ich hoffe, das hast du nicht zu deiner Mutter gesagt? 
    Peter: Nein, nein. Sie sagt auch immer, dass meine Oma besser kochen kann. 
    Katja: Ich kann nicht warten bis die Woche zu Ende ist. Dann sind endlich Ferien? Ich brauche echt eine Pause. Die Hausaufgaben und Klassenarbeiten sind einfach zu viel! 
    Peter: Was wirst du in den Ferien machen? Werdet ihr wegfahren? 
    Katja: Ja, ich freue mich total darauf. Wir werden eine Woche auf die Mornington Halbinsel fahren. Wir haben ein Ferienhaus in Somers. Der Strand in Somers ist nicht so gut wie der Strand in Dromana, aber er ist ruhiger und ich habe schon oft Delfine dort gesehen. Und du? Was wird deine Familie machen? 
    Peter: Ich werde zu Hause bleiben. Meine Eltern haben keinen Urlaub und müssen arbeiten. Außerdem sind wir in den letzten Schulferien nach Bali gefahren. 
    Katja: Zu Hause bleiben ist gar nicht so schlecht. Man kann endlich das machen, wofür man vorher keine Zeit hatte. Du kannst deine Freunde treffen, lange schlafen, stundenlang fernsehen, ins Kino gehen, Bücher lesen, die du lesen möchtest und nicht nur die Bücher für die Schule. Das ist doch auch gut! Fährst du nicht gern Rad? Mach doch eine Radtour auf dem Main Yarra trail. 
    Peter: Stimmt! Ich werde bestimmt tolle Ferien haben! 
    Learnclick Quiz
    4 min
  • Eine Deutsche in Melbourne - Recorded by Jana Kühn and Nathaniel Smith
    Frau Kühn asks for details as a Melbourne tourist and encounters a helpful guide who speaks German.
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    Picture provided by John O'Neill via Wikipedia
    Recorded by Jana Kühn and Nathaniel Smith
    TEXT: In der Touristeninformation am Federation Square. Eine Familie aus Deutschland braucht Informationen.
    Frau Kühn: Guten Tag! Sprechen Sie Deutsch?
    Mitarbeiter: Ja, natürlich. Ich habe in der Schule sechs Jahre Deutsch gelernt. Wie kann ich Ihnen helfen?
    Frau Kühn: Ich komme aus Deutschland und bin mit meiner Familie für eine Woche in Melbourne. Was kann man in Melbourne machen?
    Mitarbeiter: Man kann sehr viel machen. Es gibt einen sehr schönen Aussichtsturm, den Eureka-Tower. Von der Aussichtsplattform haben Sie eine tolle Aussicht über das Stadtzentrum. Die Plattform ist ein Glaswürfel und wenn das Wetter gut ist, kann man bis zu 75 Kilometer weit sehen.
    Frau Kühn: Das klingt super! Und wo kann ich gut einkaufen gehen im Stadtzentrum?
    Mitarbeiter: In der Bourke Straße gibt es viele Geschäfte. Sie können auch mit dem Zug zur Bahnstation Melbourne Central fahren. Dort kann man auch sehr gut einkaufen. Auf dem Queen Victoria Markt können Sie frische Lebensmittel und Spezialitäten aus vielen Ländern kaufen. Schauen Sie sich unbedingt die Fischhalle an.
    Frau Kühn: Meine Frau möchte gern in ein Musical oder in ein Konzert gehen. Was gibt es im Moment in Melbourne?
    Mitarbeiter: Im Regent Theatre läuft gerade Lion King und Strictly Ballroom kommt im Her Majesty Theatre. Strictly Ballroom ist eine australische Produktion. Sie ist sehr zu empfehlen. Im Arts Center gibt es auch viele Konzerte und Theateraufführungen. Hier, schauen Sie mal in das aktuelle Programm an.
    Frau Kühn: Danke schön! Kann ich hier Karten für Strictly Ballroom kaufen?
    Mitarbeiter: Ja, natürlich. Ich muss nur zum Computer gehen. Wie viele Karten möchten Sie kaufen?
    Frau Kühn: Vier Karten bitte, zwei Erwachsene und zwei Kinder. Meine Kinder möchten australische Tiere sehen. Ist das hier in der Stadt auch möglich?
    Mitarbeiter: Ja, in Melbourne gibt es einen sehr schönen Zoo. Aber wenn Sie besonders australische Tiere sehen möchten, sollten Sie in den Tierpark in Healesville gehen. Healesville Sanctuary ist außerhalb von Melbourne, aber man kann mit dem Zug und mit dem Bus dorthin fahren. Man kann auch Stadtrundfahrten machen, die Sehenswürdigkeiten in Melbourne mit einem Ausflug nach Healesville kombinieren.
    Frau Kühn: Können wir auch hier in der Stadt in einen Park gehen? Das Wetter ist heute so schön!
    Mitarbeiter: Ja, gleich hier in der Nähe ist ein großer Botanischer Garten. Sie können im Cafe zu Mittag essen und im Sommer gibt es auch Open-Air-Kino. Machen Sie ein Picknick und sehen Sie einen Film im Original.
    Frau Kühn: Das Picknick klingt gut! Können Sie mir sagen, wie ich am besten zum Botanischen Garten komme?
    Mitarbeiter: Ja natürlich. Gehen Sie über die Brücke und die St Kilda Road immer geradeaus. Sie gehen am Arts Centre und an der Nationalgalerie vorbei. Der Park ist auf der linken Seite. Es gibt verschiedene Eingänge in den Park. Der Haupteingang ist in der Birdwood Avenue. Hier ist ein Stadtplan für Sie.
    Frau Kühn: Vielen Dank für Ihre Hilfe!
    Mitarbeiter: Kein Problem! Es war gut, mal wieder Deutsch zu sprechen.
    4 min
  • Viele Liebesgeschichten — Recorded by Maxi Gürlich
    Love is complicated. But we all agree, wonderful.
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    Online quiz
    Written by Roslyn Green, recorded by Maxi Gürlich
    This text is based on a story about many types of love. It was written before the right to homosexual marriage was introduced in both Germany and Australia in 2017. So this text serves in a way as a reminder that such rights have only recently been won and in many countries still need to be introduced or protected.
    *******
    TEXT: Max und Julia lieben sich.
    Max findet Julia toll, denn sie ist klug, selbstbewusst und lustig.
    Julia findet Max süß, denn er ist warmherzig, witzig und intelligent.
    Eines Tages fragt Max: »Willst du mich heiraten?«
    »Ja, das wäre schön«, sagt Julia.
    Bald gründen sie eine Familie. Julia bekommt ein Baby.
    Aber dann geht leider alles schief.
    Max findet seine Sekretärin sehr hübsch und hilfsbereit. Er verliebt sich in sie. Er geht fremd.
    Julia ist sehr traurig. Sie will sich von Max trennen. Kein Wunder. Sie hat schließlich ein junges Kind.
    Danach lernt Julia Frederick kennen. Er ist sehr lieb und viel verantwortlicher als Max. Er hat schon eine Tochter mit einer anderen Frau. Wenn er Julia heiratet, wird seine Tochter die Stiefschwester von Julias Baby.
    Julia und Frederick haben jetzt eine Patchworkfamilie. Das ist eine Familie, in der die Eltern Kinder von früheren Beziehungen haben.
    Fredericks Freund, Andreas, findet Männer attraktiv. Andreas ist schwul und hat einen Freund namens Fabian. Andreas und Fabian wollen heiraten und ein Kind adoptieren. Leider dürfen sie das nicht, denn in Deutschland ist die Homo-Ehe noch nicht erlaubt.
    Wenn zwei Männer oder zwei Frauen zusammenleben und Kinder erziehen, nennt man diese Art Familie eine Regenbogenfamilie. Noch ein schönes Wort, oder?
    Enge Freunde sind auch eine Art von Familie, findest du nicht?
    2 min

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