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In dieser Folge von GESPRÄCHSFUNKEN – Facetten vieler Leben spricht Riikka Haas über ein Leben mit chronischen Schmerzen, einer wiederkehrenden Herzmuskelentzündung und einer gesundheitlichen Situation, die mittlerweile lebensbedrohlich geworden ist.
Seit ihrer Jugend begleiten sie Schmerzen. Seit 15 Jahren kämpft sie zusätzlich mit einer Erkrankung ihres Herzens. In den vergangenen Monaten hat sich ihr Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert. Arzttermine, Krankenhausaufenthalte, Schlafmangel und die Sorge um ihre finanzielle Existenz bestimmen ihren Alltag.
Doch was Riikka mindestens genauso belastet, ist das fehlende Verständnis ihres Umfelds. Denn wer trotz Schmerzen lacht, arbeitet und seinen Alltag irgendwie bewältigt, dem wird oft nicht geglaubt, wie schlecht es ihm tatsächlich geht.
Wir sprechen über unsichtbare Erkrankungen, soziale Isolation, gut gemeinte Ratschläge und die Schwierigkeit, Hilfe anzunehmen. Und darüber, warum es manchmal wichtiger ist, nachzufragen und zuzuhören, als sofort eine Lösung parat zu haben.
Riikkas Wunsch ist eigentlich ganz einfach: Ernst genommen werden. Auch dann, wenn man ihr die Schmerzen nicht ansieht.
„Bleib bei dir und verbieg dich nicht, nur damit du ernst genommen wirst.“
Prädikat: ehrlich, aufrüttelnd, bewusstseinsbildend.
Und noch eine Herzensangelegenheit:
Zwei Frauen, die Riikka über Social Media kennengelernt hat, haben eine Spendenkampagne für sie ins Leben gerufen. Persönlich begegnet sind sie sich bisher nicht. Ich finde, das zeigt wieder einmal, wie viel entstehen kann, wenn Menschen füreinander da sind. Wer ein paar Euro übrig hat und Riikka in ihrer schwierigen Situation unterstützen möchte, findet die Aktion hier:
Zur Spendenkampagne für Riikka
Denn auch viele kleine Beiträge können gemeinsam Großes bewirken.
In dieser Folge von GESPRÄCHSFUNKEN – Facetten vieler Leben spricht Kirsten Breuß über einen Tag, der ihr Leben von einem Moment auf den anderen verändert hat: An ihrem zehnten Hochzeitstag verunglückte ihr Mann Patrick schwer. Einen Tag später wurden die lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt.
Kirsten blieb zurück – mit zwei kleinen Kindern, einem unfertigen Haus, einem großen Schuldenberg und der Frage, wie ein Leben weitergeht, wenn plötzlich einer fehlt.
Wir sprechen über Trauer, die keine festen Regeln kennt, über Menschen, die auffangen – und jene, die plötzlich nicht mehr wissen, wie sie einem begegnen sollen. Darüber, warum Kirsten ihren Kindern nicht gleichzeitig Mama und Papa sein konnte und wollte. Und warum es für sie so wichtig war, auch mitten in der Trauer auf sich selbst zu hören.
Zwölf Jahre später sagt Kirsten, dass diese Zeit ihren Blick auf das Leben grundlegend verändert hat. Heute richtet sie ihren Fokus bewusst auf das, was da ist, probiert Neues aus und erinnert sich immer wieder daran, dass Leben mehr sein darf als bloßes Funktionieren.
„Versuch zu leben. Das Leben zu spüren und nicht nur zu existieren. Weil es so verdammt schnell vorbei sein kann.“
Prädikat: ehrlich, lebensnah, berührend.
In dieser Folge von GESPRÄCHSFUNKEN – Facetten vieler Leben spricht Simone Janak darüber, was passieren kann, wenn wir lange funktionieren, leisten und immer weitermachen – bis der Körper irgendwann die Grenze setzt.
Burnout, Gebärmutterhalskrebs und eine Schwangerschaft, bei der die Ärzte ihrem Sohn kaum Chancen gaben, wurden zu prägenden Wendepunkten in ihrem Leben. Und Simone musste erkennen: Alte Muster verschwinden nicht unbedingt. Manchmal kommen sie einfach in einer anderen Verkleidung wieder.
Wir sprechen über Leistungsdruck und Selbstverantwortung, übers Hilfe annehmen, Grenzen erkennen und darüber, warum es sich lohnt, immer wieder zu hinterfragen: Lebe ich eigentlich das Leben, das wirklich zu mir passt?
Simones Botschaft ist dabei ziemlich klar:
„Warte nicht darauf, dass dein Körper dir die Grenze setzt.“
Prädikat: ehrlich, kraftvoll, wachrüttelnd.
Was passiert, wenn die Welt, die man sein ganzes Leben lang für die einzig richtige gehalten hat, plötzlich nicht mehr stimmt?
Elke wächst als Zeugin Jehovas in einem sehr engen Weltbild auf. Geburtstage und Weihnachten gibt es nicht, Kontakte außerhalb der Glaubensgemeinschaft sind unerwünscht und schon als Kind gehört der Predigtdienst für sie zum Alltag.
Mit 18 heiratet sie, mit 23 ist sie dreifache Mutter – und irgendwann werden die Grenzen ihres bisherigen Lebens immer enger. Die Ehe funktioniert nicht, ihr Glaube gibt ihr keinen Halt mehr und Elke kommt an einen Punkt, an dem sie weiß: Entweder ich gehe – oder ich gehe daran zugrunde.
Mit ihren drei Kindern und kaum Geld verlässt sie schließlich ihren Mann, ihre Glaubensgemeinschaft und damit fast ihr gesamtes bisheriges soziales Umfeld. Sie zieht ins Frauenhaus und beginnt ein Leben, von dem sie noch überhaupt nicht weiß, wie es aussehen wird.
Viele Jahre später stellt das Leben sie vor eine Erfahrung, die sie selbst als das Schlimmste bezeichnet, das ihr je passiert ist: Ihre Tochter Sarah nimmt sich das Leben.
Auch darüber spricht Elke in dieser Folge sehr offen. Über Trauer und Schuldgefühle. Über die Frage, wie man nach einem solchen Verlust überhaupt weiterleben kann. Und über einen Gedanken, der für sie vieles verändert hat:
Die Liebe zwischen ihr und ihrer Tochter ist nicht zu zerstören.
Heute begleitet Elke selbst Mütter, die ein Kind verloren haben, und erzählt von ihrer ganz persönlichen Entscheidung, sich trotz allem wieder dem Leben zuzuwenden.
Eine Folge über Glauben und Freiheit, Verlust und Trauer, Selbstverantwortung und die Erkenntnis, dass wir nicht bestimmen können, was uns im Leben widerfährt – aber sehr wohl, wie wir unseren Weg damit weitergehen.
Hinweis: In dieser Folge sprechen wir über Suizid und den Verlust eines Kindes.
In dieser Folge von Gesprächsfunken – Facetten vieler Leben erzählt Maria* von einem Leben, in dem Gewalt schon früh zur Normalität wurde – und davon, wie schwer es sein kann, zu erkennen: Das ist nicht normal. Und ich darf gehen.
Sie spricht offen über Gewalt in ihrer Kindheit und späteren Beziehungen, über das Frauenhaus, Sucht und ihren Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Auch eine Vergewaltigung und der bis heute andauernde juristische Prozess sind Teil ihrer Geschichte.
Mögliche Trigger: In dieser Folge sprechen wir unter anderem über körperliche und psychische Gewalt, sexualisierte Gewalt und Vergewaltigung, Schwangerschaftsverlust, Sucht sowie Suizidgedanken. Wenn du merkst, dass diese Themen gerade zu viel für dich sein könnten, hör die Folge vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt oder gemeinsam mit einer Person, bei der du dich sicher fühlst.
Trotz all dieser Erfahrungen ist dies keine Geschichte über das Aufgeben. Ganz im Gegenteil.
Maria erzählt davon, Hilfe anzunehmen, Therapie zu machen, mit ihrem Kind ins Frauenhaus zu gehen, ihre Suchterkrankung hinter sich zu lassen und Stück für Stück wieder Vertrauen, Liebe und Lebensfreude zuzulassen.
Und sie möchte anderen Betroffenen vor allem eines mitgeben:
Du musst dich nicht schämen. Du musst da nicht alleine durch. Es gibt Hilfe. Und es gibt einen Weg hinaus.
Eine sehr offene Folge über Gewalt, Scham und Sucht – aber noch viel mehr über Mut, Selbstbestimmung und die Entscheidung, dem Erlebten nicht die Macht über das eigene Leben zu überlassen.
*Name geändert
Diese Folge von Gesprächsfunken – Facetten vieler Leben ist anders. Sie ist persönlicher als alles, was ich bisher gemacht habe.
Denn heute rede ich mit meinem Papa. Hans Brandner. Friseurmeister, Musiker, Tänzer, Ehemann seit über 37 Jahren – und seit 2023 an ALS erkrankt. Eine unheilbare Krankheit, die Schritt für Schritt seinen Körper schwächt. Und die mich, seit ich davon weiß, an so vielen Ecken meines Lebens begleitet.
Mein Papa spricht diese Folge nicht selbst – das kann er nicht mehr. Seine Antworten liest Willi Koller, ein Freund, der ALS selbst kennt. Und trotzdem ist es das direkteste, ehrlichste Gespräch, das ich je geführt habe.
Wir reden über seine Kindheit, seinen Beruf, seine Liebe zu meiner Mama. Über den Tag, an dem alles anders wurde. Über Selbstmordgedanken, Schamgefühl und schlaflose Nächte. Und über das, was ihn trotzdem jeden Morgen aufstehen lässt – mit Dankbarkeit, Glauben und der Überzeugung: Es ist ein Abenteuer.
Ich bin so froh und so stolz, dass er das mit uns teilt.
Prädikat: WERTVOLL & hörenswert.
In dieser Folge von GESPRÄCHSFUNKEN – Facetten vieler Leben spricht eine Frau, die anonym bleiben möchte, offen über etwas, das sie selbst lange nicht so nennen konnte: 16 Jahre in einer Sekte.
Sie ist nicht hineingegangen und hat gedacht, das ist eine Sekte. Es war schleichend. Schaufel für Schaufel. Bis der Berg vor ihr so groß war, dass sie ihn kaum noch sehen konnte. Der Auslöser zum Ausstieg? Eine Botschaft, die angeblich von Gott kam – und die sie gemeinsam mit ihrem Mann als nachweislich falsch entlarven konnte. Dieser Moment hat alles verändert.
Sie erzählt, wie Gaslighting und Love Bombing funktionieren. Wie Wohnzimmergurus heute nach außen völlig unauffällig wirken. Wie gefährlich die digitale Welt für Kinder und Jugendliche geworden ist. Und warum man den Ausstieg nie alleine schafft.
Was dieses Gespräch so besonders macht: Sie hat selbst nie geweint – bis sie in der Selbsthilfegruppe die Geschichten anderer gehört hat. Und dort endlich ihre eigene Geschichte betrauern konnte. Heute leitet sie die erste Selbsthilfegruppe für Sektenaussteiger in Österreich – ehrenamtlich, anonym, kostenlos.
„Allein kommt man da nicht raus.“
Prädikat: aufklärend, mutig, wichtig.
Wichtige Links:
Selbsthilfegruppe Guru Ade! (Salzburg)
Bundesstelle für Sektenfragen (Wien)
GSK – Gesellschaft gegen Sekten- und Kultgefahren (Wien)
Fachstelle für Weltanschauungsfragen der Erzdiözese Salzburg
In dieser Folge von GESPRÄCHSFUNKEN – Facetten vieler Leben spricht Angie offen über ein Thema, das viel zu oft im Verborgenen bleibt: psychische Gewalt in der Beziehung.
Über 10 Jahre war sie in einer gewaltvollen Beziehung/Ehe – am Anfang hat sie es selbst nicht erkannt. Nach außen die heile Welt, dahinter ein Albtraum. Als ihr Sohn 5 Jahre alt war, konnte sie es nicht mehr ignorieren.
Dank der Hilfe einer hellhörigen Freundin, hat sie den Schritt schlussendlich gewagt. Sie hatte Glück, gleich einen Platz im Frauenhaus zu bekommen. Und hat es sich kein einziges Mal wieder anders überlegt. Angie hat bei null angefangen – und baut seitdem Schritt für Schritt wieder Vertrauen auf. Heute traut sie sich sogar wieder, zu daten. Sie zeigt, dass es möglich ist, aus diesem Albtraum auszusteigen, in dem viele Frauen glauben hoffnungslos festzustecken.
Ein Gespräch über Gewalt, Mut und den Weg zurück ins eigene Leben.
Prädikat: mutig, wichtig, hoffnungsvoll.
Triggerwarnung: psychische Gewalt
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Frauenhelpline gegen Gewalt
Frauenhäuser Österreich (30 Stück österreichweit)
Gewaltschutzzentren (je nach Bundesland, auch rechtliche Begleitung)
Hilfsangebote-Übersicht nach Bundesland
Akute Gefahr: Polizeinotruf 133
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In dieser Folge von GESPRÄCHSFUNKEN – Facetten vieler Leben ist Natalie Vant Hoff zu Gast.
Natalie ist mit holländisch-österreichischen Wurzeln in Nigeria aufgewachsen und kam erst mit 17 Jahren nach Salzburg. Sie erzählt von einer Kindheit voller Freiheit, internationalen Freundschaften und dem Aufwachsen zwischen verschiedenen Kulturen.
Wir sprechen über das ständige Ankommen und Weiterziehen, über die Suche nach Heimat, das Leben in unterschiedlichen Ländern und die Frage, ob Zuhause ein Ort oder vielmehr ein Gefühl ist.
Natalie nimmt uns außerdem mit in eine herausfordernde Zeit ihres Lebens: die Trennung vom Vater ihres Sohnes, das Alleinerziehen und den Neuanfang in Salzburg. Offen erzählt sie davon, wie wichtig Unterstützung, Freundschaften und der Mut waren, immer wieder weiterzugehen.
Ein inspirierendes Gespräch über Fernweh, Weltoffenheit, Freiheit und darüber, warum das Leben oft dort beginnt, wo wir bereit sind, Neues zuzulassen.
In dieser Folge von GESPRÄCHSFUNKEN – Facetten vieler Leben spricht Kathi Schmidt – 56 Jahre, Mutter von zwei Kindern – offen über einen Lebensweg, der sie durch sexuellen Missbrauch in der Kindheit, toxische Beziehungen und jahrelange emotionale Abhängigkeit geführt hat – und am Ende zu sich selbst.
Sie erzählt, wie Missbrauch Muster hinterlässt, die sich durch ein ganzes Leben ziehen. Wie man sich in Beziehungen verlieren kann, ohne es zu merken. Und wie schwer es ist, Grenzen zu setzen, wenn man nie gelernt hat, dass die eigenen Bedürfnisse zählen.
Aber auch: Wie Therapie, ehrliche Freundschaften und positive Beziehungserfahrungen langsam heilen können. Und was es bedeutet, wenn man das erste Mal wirklich bei sich ankommt.
Was dieses Gespräch so besonders macht: Kathi urteilt nicht – weder über sich noch über andere. Sie schaut hin. Mit Mut, mit Tiefe und einer Botschaft, die bleibt: „Missbrauch kann nur im Schweigen passieren. Nicht, wenn wir darüber reden.“
Prädikat: mutig, tiefgehend, heilsam.
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