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Wo Menschen zusammenleben, kommt es zu Konflikten. Wir streiten über so ziemlich alles. In Gruppen mit unterschiedlichen Hintergründen wie Migrationsgesellschaften umso mehr, weil zu den Meinungsverschiedenheiten Ängste, aber auch Vorurteile hinzukommen.
Was Konflikte mit Demokratie zu tun haben, warum Demokratie im Alltag beginnt und wieso sich die Hochschule Fulda in der Demokratieforschung engagiert, darüber spricht Moderatorin Mariana Friedrich in dieser Folge mit der Vizepräsidentin der Hochschule Fulda, Professorin Dr. Martina Ritter.
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Wir freuen uns über Feedback an: gespraechsstoff(at)hs-fulda.de.
Wie fordert Transformation die Demokratie heraus? Darum ging es Ende 2025 auf einer Tagung des wissenschaftlichen Zentrums für Gesellschaft und Nachhaltigkeit (CeSST). Filiz Aksoy und Sascha Dannenberg haben dort den Ansatz der kritischen Zukunftsforschung vorgestellt.
In dieser Podcastfolge nehmen die beiden Wissenschaftler:innen Moderatorin Mariana Friedrich mit auf eine Gedankenreise in die Zukunft. Denn: Der Ansatz ist durchaus alltagstauglich. Es geht um Lebensgestaltung und darum, wie wir uns die Zukunft vorstellen, oder besser, welche Zukünfte denkbar sind, und wie wir die Zukunft ohne Schranken im Kopf denken können.
Sascha Dannenberg beschäftigt sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Futur der FU Berlin mit kritischer Zukunftsforschung. Filiz Aksoy arbeitet im DFG-Forschungsimpluls Shaping Future Society (SaFe) an der Hochschule Fulda mit und beschäftigt sich mit der Frage, wie Gemeinschaften Zukunft denken und gestalten, zum Beispiel mit Blick auf Ernährung oder Wohnen.
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Wissen ist eine der wichtigsten Ressourcen für unsere Demokratie. Wer Fakten einordnen kann und demokratische Prozesse versteht, kann unser Zusammenleben aktiv mitgestalten.
Doch wie entsteht Wissen? Und wer ist an der Entstehung beteiligt? Klar, die Forschung versorgt uns mit Fakten. Wissensproduktion war lange Zeit ihr Terrain. Dieses Terrain ändert sich gerade. Wir sind auf dem Weg zu einer Demokratisierung des Wissens.
Mit Ilker Ataç und Michaela Moser spricht Moderatorin Mariana Friedrich darüber, was das genau heißt und wie sich das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft durch neue, kollaborative Formen der Wissensproduktion verändert.
Ilker Ataç ist Professor für Politik in der Sozialen Arbeit am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Fulda. Michaela Moser ist Professorin für Soziale Arbeit am Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung der Hochschule St. Pölten.
Die beiden engagieren sich in der Europäischen Hochschulallianz E³UDRES², deren Ziel es ist, ländliche Regionen zu vernetzen und ihre Entwicklung in smarte und nachhaltige Regionen zu unterstützen. Momentan arbeiten Ilker Ataç und Michaela Moser gemeinsam am Thema Kollaborative Wissensproduktion, zu dem sie eine Buchveröffentlichung Ende 2026 planen.
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Wie funktionieren unsere demokratischen Prozesse? Wie entstehen Gesetze auf europäischer Ebene? David Muñiz Hernández hat für seine Promotion genau hingeschaut, wie die Datenschutzgrundverordnung entstanden ist. Er hat jeden Schritt im Entscheidungsprozess analysiert, 462 Stellungnahmen ausgewertet, mit zentralen Akteur:innen gesprochen und aufgearbeitet, wie gut die demokratischen Werkzeuge funktionieren.
Wieso es auch einem Missverständnis zu verdanken ist, dass wir heute eine der weltweit strengsten Regulierungen zum Schutz unserer Daten haben, erzählt er in dieser Folge.
Wir alle spüren die Veränderungen im gesellschaftlichen Zusammenhalt. Doch das bietet auch die Chance, neu zu denken: Wie gestalten wir ein faires und nachhaltiges Zusammenleben?
In der letzten Gesprächsstoff-Folge der aktuellen Staffel sprechen Professorin Dr. Bettina Stoll und Moderatorin Mariana Friedrich über die oft übersehene Dimension der sozialen Nachhaltigkeit, die fester Bestandteil des Konzeptes nachhaltiger Entwicklung ist.
Gemeinsam diskutieren sie, was soziale Nachhaltigkeit wirklich bedeutet und welche Ansätze wir verfolgen können, um in einer sich wandelnden Welt stabile und gerechte Gemeinschaften zu schaffen. Welche Rolle spielen Individuen? Wie können wir als Gesellschaft auf die Herausforderungen unserer Zeit reagieren? Und was sagt die Wissenschaft?
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Literatur:
Foto: Tobias Büttner
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Die EU ist gefühlt sehr weit weg. In vielen Lokalredaktionen gilt sie sogar als Auflagenkiller. Doch für die EU-Berichterstattung spielen gerade Lokalzeitungen eine herausragende Rolle. Nicht nur, weil sie in ihrer Gesamtheit noch immer mit Abstand die größte Reichweite verzeichnen. Sie sind auch nah dran an den Bürgerinnen und Bürgern.
Abstrakte und schwer nachvollziehbare EU-Themen können sie in einen lokalen Kontext setzen und direkt mit dem täglichen Leben der Menschen vor Ort verknüpften. So können sie helfen, EU-Politik greifbar, verständlich und relevant zu machen und Bürgerinnen und Bürger viel stärker an europäischer Politik zu beteiligen.
Wie berichten Lokalzeitungen über EU-Themen? Wie finden sie ihre Themen? Und wie können Journalistinnen und Journalisten, EU-Abgeordnete und -Kommunikatoren dazu beitragen, Europa verständlicher zu machen? Muriel Pluschke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften, hat diese Fragen in ihrer Dissertation untersucht. Verteidigt hat sie die Arbeit im Januar. Die Publikation steht noch aus.
Zu welchen Ergebnissen sie gekommen ist, und warum sie mit EU-Kritikern sprechen will, erzählt sie Gesprächsstoff-Moderatorin Mariana Friedrich in dieser Episode.
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Menschen mit geringem Einkommen finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum. Die Gentrifizierung verschärft die Situation: Viele werden aus ihren Stadtteilen verdrängt und ziehen in Quartiere, in denen es oftmals an grundlegenden Einrichtungen wie Bäckereien oder sozialen Treffpunkten wie Kneipen fehlt. Für die Betroffenen bedeutet das: Ihre sozialen Netzwerke zerbrechen, und der Neuanfang in der neuen Umgebung fällt schwer. In den vernachlässigten Vierteln soll die Soziale Arbeit dann die fehlende Infrastruktur kompensieren.
Monika Alisch, Professorin für Sozialraumbezogene Soziale Arbeit, Gemeinwesenarbeit und Sozialplanung, und Stefan Weidmann, Professor für Sozialraumentwicklung und -organisation sowie soziologische Perspektiven in der Sozialen Arbeit, rufen dazu auf, die Perspektiven der Sozialen Arbeit zu erweitern. Sie betonen, dass die benachteiligten Bevölkerungsgruppen durch den Klimawandel und die Digitalisierung weiter ins Abseits gedrängt werden könnten.
In der zweiten Folge zum Thema „Wohnen als Soziale Frage“ diskutieren sie, wie sich die Soziale Arbeit neu positionieren und welche praktischen Handlungsoptionen sie ergreifen kann. Sie zeigen auf, wie Soziale Arbeit im Wohndiskurs schwache Interessen stärken kann und warum sie sich als Partner für die Stadtentwicklung ins Spiel bringen sollte.
Weitere Infos:
- Profil Prof. Dr. Monika Alisch
- Profil Prof. Dr. Stefan Weidmann
- Buch "Wohnen als Soziale Frage"
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Wohnen ist mehr als vier Wände, ein Tisch und ein Bett – es ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Die Wohnung garantiert Privatheit, Schutz und bietet einen sicheren Ausgangspunkt, von dem man sich ins Leben begibt.
Doch bezahlbaren Wohnraum zu finden, ist längst nicht mehr nur für Geringverdiener ein Problem. Wohnraum ist zur Ware geworden, die meistbietend vergeben wird. Damit verbundene Prozesse wie Gentrifizierung und soziale Segregation haben Folgen für die ganze Gesellschaft. In der aktuellen Wohnraumdebatte findet diese soziale Dimension allerdings kaum Beachtung.
Monika Alisch, Professorin für Sozialraumbezogene Soziale Arbeit, Gemeinwesenarbeit und Sozialplanung, und Stefan Weidmann, Professor für Sozialraumentwicklung und -organisation sowie soziologische Perspektiven in der Sozialen Arbeit, wollen das ändern. Sie nehmen Wohnen als soziale Frage in den Fokus und fordern eine neue Perspektive auf das Thema – auch in der Sozialen Arbeit.
In gleich zwei Gesprächsstoff-Folgen spricht Mariana Friedrich mit ihnen darüber, wieso die Soziale Arbeit beim Thema Wohnen Stellung beziehen und sich mehr einmischen sollte. In dieser ersten Episode geht es darum, was unter Wohnen zu verstehen ist, wie sich die Wohnvorstellungen verändert haben und wieso Wohnen untrennbar mit der Sozialen Arbeit verbunden ist.
Weitere Infos:
- Profil Prof. Dr. Monika Alisch
- Profil Prof. Dr. Stefan Weidmann
- Buch "Wohnen als Soziale Frage"
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„Wir vereinfachen Gewohnheitsänderungen. Wir haben das Gefühl, wir müssen nur ein bisschen anders essen und schon verändern wir uns“, sagt Ronia Schiftan. Doch wer versucht hat, Gewicht zu verlieren, weiß, dass es so einfach nicht ist.
Weitere Informationen zur Folge:
Mehr zu Ronia Schiftan findet ihr hier: https://www.roniaschiftan.ch
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Wie können Lehrkräfte Schüler*innen dabei unterstützen, ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend bestmöglich zu lernen? Wie erfahren sie, wer welche Förderbedarfe hat? Und was bedeutet Individualität, wenn in einer Klasse um die 30 Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene sitzen?
In dem hochschulübergreifenden Projekt DiaGU arbeiten Wissenschaftler*innen aus Heidelberg, Landau und Fulda daran, förderbezogene diagnostische Verfahren für binnendifferenzierten inklusiven Unterricht zu gestalten.
Was das konkret heißt und wie das Projekt zu einem Unterricht beitragen kann, der alle mitnimmt, das erzählt das Fuldaer Projektteam, Silke Trumpa, Professorin für Fachdidaktik Gesundheit, und Maximilian Schöner, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt, in dieser Folge.
Wie Lehrkräfte Methoden für eine individuelle Förderung in ihren Unterricht einbauen können, beleuchtet das Projekt DiaGU in seinem Podcast Tür- und Angelgespräche.
Zur Projektseite DiaGU
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