Temu-Werbung ist allgegenwärtig.Wie blockiert man sie? (Bildquelle: Zoonar / Mojahid Mottakin / IMAGO / Bearbeitung: GIGA)
Euch nerven die ständigen Anzeigen auf euren Social-Media-Accounts und im Browser? Wir verraten euch, wie ihr Temu-Werbung blockieren könnt.
Kein Weg führt an Temu vorbei
Die Werbeanzeigen von Temu sind nahezu allgegenwärtig. Sie erscheinen beim Surfen im Browser, beim Scrollen durch soziale Netzwerke wie Facebook und sogar auf YouTube.
Viele Nutzer empfinden die ständigen Werbeeinblendungen als störend und suchen nach Möglichkeiten, die Temu-Werbung zu blockieren.
Auf dem Smartphone Temu-Werbung blockieren
Besonders aufdringlich ist die Temu-Werbung auf dem Smartphone, da sich viele Apps durch Werbeeinnahmen finanzieren. Um diese zu blockieren, solltet ihr einen sicheren Browser verwenden, der eure Privatsphäre schützt und werbefreies Surfen unterstützt.
Android-Nutzer setzten daher bevorzugt auf Firefox oder den Brave-Browser und erweitern diesen mit uBlock Origin, einem kostenlosen und sehr effektiven Open-Source-Werbeblocker. Um die Anzeigen systemweit zu blockieren, nutzt ihr zusätzlich eine Firewall-App wie Blokada oder NetGuard.
iOS-Nutzer erweitern Safari mit dem 1Blocker oder AdGuard, um unerwünschte Werbung zu reduzieren. Außerdem solltet ihr den Tracking-Schutz aktivieren: Dazu in den Einstellungen unter „Datenschutz & Sicherheit“ auf „Tracking“ tippen und „Ad-Tracking einschränken” auswählen.
Temu-Werbung im Browser blockieren
Um die Temu-Werbung zu blockieren, braucht ihr einen zuverlässigen Werbeblocker. Bewährt haben sich Browsererweiterungen wie uBlock Origin, AdBlock Plus und Ghostery, die ihr mit wenigen Klicks im Add-on- oder Erweiterungsbereich eures Browsers hinzufügt.
Reichen die Browsererweiterungen nicht aus, um Temu dauerhaft zu blockieren, lohnt sich AdGuard. Der kostenpflichtige Werbeblocker schützt nicht nur vor Werbung, sondern kontrolliert auch den Zugriff auf gefährliche Websites und beschleunigt das Laden von Seiten.
Um unerwünschte Pop-ups im Browser zu vermeiden, solltet ihr diese in den Browsereinstellungen blockieren und das Tracking deaktivieren. Außerdem hilft es, regelmäßig Cache und Cookies zu löschen.
Chinesische Onlineshops wie Temu bieten oft günstige Produkte. In diesem Video erfahrt ihr, worauf ihr bei eurer Bestellung achten solltet:
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Temu in den Sozialen Netzwerken blockieren
Auf Instagram und Facebook könnt ihr Temu-Werbung nicht komplett blockieren. Allerdings lässt sich eure Werbepräferenz im Meta-Konto anpassen. Klickt dazu auf die drei Punkte oben rechts bei der Anzeige und wählt „Warum sehe ich diese Werbeanzeige“ aus. Anschließend könnt ihr alle Anzeigen von diesem Werbetreibenden verbergen.
Genervt von den vielen YouTube-Werbung? Das Premium-Abo macht Videos werbefrei. Wer keine Lust auf ein Abo hat, kann Erweiterungen wie Enhancer for YouTube oder SponsorBlock nutzen. Außerdem empfiehlt es sich, den YouTube-Verlauf regelmäßig zu löschen, um Tracking zu reduzieren.
Temu-Domains gezielt sperren
Mit uBlock Origin könnt ihr Temu-Webseiten auch gezielt manuell blockieren. Öffnet die Erweiterung, klickt auf das Zahnradsymbol für die Einstellungen und wählt „Meine Filter“. Dann tragt Folgendes ein:
- ||temu.com^
- ||temuads.com^
- ||*.temu.com^
Fortgeschrittene Nutzer können die Host-Domain bearbeiten, um Temu systemweit zu blockieren. Dafür braucht ihr Administrationsrechte. Zu beachten: Nach der Änderung könnt ihr Temu nicht mehr öffnen. So geht ihr vor:
- Host-Datei in Windows bearbeiten: Öffnet C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts mit Administratorrechten
- Host-Datei unter macOS / Linux bearbeiten: Gebt im Terminal sudo nano /etc/hosts ein, um die Datei zu öffnen
- Am Ende der Datei diese Einträge hinzufügen: 127.0.0.1 temu.com 127.0.0.1 www.temu.com und 127.0.0.1 temuads.com hinzu
- Datei speichern
- Browser-Cache leeren
- Rechner neu starten, damit die Änderungen wirksam werden.
Tracking durch Temu verhindern
Ihr wolltet euch das Angebot von Temu einfach nur einmal anschauen? Ein Klick auf die Werbung oder die Installation der App genügt, schon schnappt die Falle zu. Der chinesische Onlinehandelsriese setzt auf aggressive Retargeting-Werbung: Wer einmal die Website besucht hat, wird anschließend dauerhaft mit Temu-Anzeigen verfolgt.
Um die Flut an Werbeeinblendungen zu reduzieren, hilft es, regelmäßig Verlauf und Cookies zu löschen. Noch besser: Verwendet beim Surfen den Inkognito-Modus oder öffnet einen privaten Tab.
Bewährt haben sich Browser mit integriertem Trackingschutz wie Firefox Klar oder Brave. Zusätzlich könnt ihr in euren Google-, Instagram- und Facebook-Konten personalisierte Werbung deaktivieren. So wird euch bereits angesehene oder ähnliche Werbung nicht ständig erneut ausgespielt.