(Bildquelle: GIGA)
Was ist eine Datenbank und wofür braucht man sie eigentlich? Unsere Erklärung zeigt euch leicht verständlich, wie Datenbanken funktionieren, welche Rolle sie im Alltag spielen und worin der Unterschied zu einfachen Tabellen liegt. Auch moderne Entwicklungen kommen nicht zu kurz.
Definition: Was ist eine Datenbank?
Was eine Datenbank ist, lässt sich einfach erklären: Ein digitaler Karteikasten. Und weil das Ganze digital ist, bringt es einige Vorteile mit. Ihr findet schneller, was ihr sucht, und könnt sogar Karteikarten aus unterschiedlichen Karteikästen miteinander verbinden.
So simpel das klingt, ist es natürlich gleichzeitig etwas komplizierter. Das fängt schon damit an, dass die Datenbank selbst mit dem Datenbankprogramm, dem Datenbankmanagementsystem, verwechselt wird.
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Datenbank vs. Datenbanksystem (DBMS)
Die eigentliche Datenbank ist die Datei, welche die gespeicherten Informationen sortiert und strukturiert enthält. Also beispielsweise eine Datenbank, die Namen, Adressen und Geburtstage all eurer Freunde enthält.
Ein Datenbanksystem besteht aus zwei Komponenten:
Die Datenbank – sie enthält die eigentlichen Datensätze.
Das Datenbankmanagementsystem (DBMS) – es steuert Zugriff, Strukturierung, Rechteverwaltung und sichert Daten gegen Fehler ab.
Viele verwechseln beides – dabei ist das DBMS der Motor, der alles antreibt.
Adress-DatenbankSo funktionieren Datenbanken im Alltag
Datenbanken sind Informationssammlungen. Was ihr damit machen könnt, hängt wesentlich vom Datenbankprogramm ab. Einige Officeprogramme, wie OpenOffice, enthalten sehr leistungsfähige Datenbankprogramme – in dem Fall: OpenOffice Base.
Im einfachsten Fall ist eine Datenbank wie eine Tabelle: Ihr habt ein paar Spalten, beispielsweise für den Vornamen, den Namen und Adressdaten. In jede Zeile tragt ihr die Daten einer Person ein. Je nach Programm könnt ihr nun beispielsweise alle Personen im gleichen Ort finden, oder alle mit demselben Vornamen, Geburtstag, Geschlecht.
Das alles könntet ihr auch in eine Excel-Tabelle schreiben. Das macht Excel aber noch nicht zu einer Datenbank-Anwendung.
Zwei Dinge unterscheiden eine Datenbank von einer einfachen Tabelle mit Informationen:
Datenbanken haben eine Eingabemaske und eine spezielle Darstellung für die Ausgabe der Daten. Datenbanken haben meist einen Index, der auch bei großen Datenmengen schnelle Zugriffe erlaubt.Relationale und NoSQL-Datenbanken: Der Unterschied
Bei einer relationalen Datenbank werden die Informationen mehrerer Datenbanken miteinander verknüpft – also in Relation zueinander gebracht. Ihr könnt euch vorstellen: eine Datenbank mit Buchautoren, eine mit Büchern und eine mit Verlagen. Sind diese miteinander verknüpft, könnt ihr Querabfragen stellen.
Aber es gibt mehr als relationale Datenbanken:
NoSQL-Datenbanken speichern Daten flexibler – zum Beispiel als Dokumente (MongoDB), Schlüssel-Wert-Paare (Redis), Spalten (Cassandra) oder in Graphen (Neo4j). Sie sind ideal für
schnell wachsende Datenmengen,
unstrukturierte Inhalte oder
Echtzeitanalysen.Moderne Datenbanken: Cloud, Big Data und KI
Datenbanken sind längst mehr als nur Desktop-Programme, die Entwicklung schreitet rasant voran und heute haben wir unter anderem auch die folgenden Datenbankformate:
Cloud-native Systeme wie CockroachDB oder AWS Aurora kombinieren SQL mit hochskalierbaren, verteilten Architekturen.
Big-Data-Lösungen wie Hadoop oder Apache Spark ermöglichen die Verarbeitung extrem großer Datenmengen.
Datenbanken für KI-Anwendungen erlauben semantische Suchen, etwa in Bildern, Texten oder Audio – sogenannte
Vektor-Datenbanken kommen hier zum Einsatz.
Edge + Cloud: In verteilten Systemen werden Daten sowohl lokal als auch zentral verarbeitet – etwa bei IoT-Geräten oder mobilen Apps.FAQ: Häufige Fragen zu DatenbankenWas ist der Unterschied zwischen einer Datenbank und Excel?Excel ist eine Tabellenkalkulation. Eine Datenbank kann viel mehr – vor allem große Datenmengen
strukturieren,
verknüpfen und
effizient abfragen.Benötige ich Programmierkenntnisse, um mit einer Datenbank zu arbeiten?Nicht unbedingt. Viele Datenbank-Anwendungen bieten grafische Oberflächen. Für komplexe Aufgaben ist SQL hilfreich.Was ist der Unterschied zwischen SQL und NoSQL?SQL steht für strukturierte Abfragen in klassischen, relationalen Datenbanken. NoSQL bietet mehr Flexibilität für unstrukturierte Daten – etwa in Apps oder Social-Media-Plattformen.Welche Datenbank eignet sich für Anfänger?Desktop-Lösungen wie Access oder OpenOffice Base sind ein guter Einstieg. Für größere Projekte empfiehlt sich ein server- oder cloudbasiertes System.Sind Datenbanken in der Cloud sicher?Ja – vorausgesetzt, sie sind gut konfiguriert:
Zugangsschutz, Verschlüsselung und Backups sind heute Standard.