Will Smith gehört zu den aktuelleren Gewinnern. (Bildquelle: ZUMA Press Wire / AMPAS / IMAGO / Bearbeitung: GIGA)
Die Oscars sind die Auszeichnung für Schauspieler schlechthin. Demnächst wird der rote Teppich wieder ausgerollt und die nächsten Academy Awards stehen an. Zeit, sich die Gewinner der letzten 25 Jahre anzuschauen.
2000: Kevin Spacey in „American Beauty“
» Video ansehen: American Beauty - Trailer - Englisch
In „American Beauty“ spielt Kevin Spacey einen Mann in der Midlife Crisis, der sein vorheriges Leben hinschmeißt, weil er sich in die beste Freundin seiner Tochter verliebt. Kevin Spacey schafft einen beeindruckenden Wandel von bitterer Resignation zu Verletzlichkeit.
2001: Russell Crowe in „Gladiator“
» Video ansehen: Gladiator - Trailer
Bei seiner Performance in „Gladiator“ absolvierte Russell Crowe einen großen Teil der Stunts selbst. Er schaffte es die rohe Gewalt, strategische Kühle und aber auch die emotionale Tiefe in die Rolle des Maximus’ zu packen.
2002: Denzel Washington in „Training Day“
Zuvor war Denzel Washington für Heldenrollen bekannt. In „Training Day“ nahm er sich der Rolle eines soziopathischen Bösewichts an. Er spielte ihn charismatisch, verführerisch, aber gleichzeitig auch zutiefst bedrohlich.
2003: Adrien Brody in „Der Pianist“
Adrien Brody wurde im Jahr 2003 mit 29 Jahren der jüngste Gewinner der Auszeichnung. Verdient, da er für die Rolle des Władysław Szpilman in „Der Pianist“ an seine körperlichen und mentalen Grenzen ging.
2004: Sean Penn in „Mystic River“
Sean Penn schaffte es in „Mystic River“ perfekt, die Dualität des trauernden Vaters nach dem Verlust seiner Tochter mit seiner kriminellen Vergangenheit zu kombinieren. Ein Spiel, dem man gerne auf der Leinwand zuschaut.
2005: Jamie Foxx in „Ray“
Jamie Foxx verkörperte Ray Charles, der blind ist. Für die Rolle trug Jamie Foxx während der gesamten Dreharbeiten Prothesen, um sich per Method Acting vollkommen in die Rolle einzufinden.
2006: Philip Seymour Hoffman in „Capote“
In „Capote“ verkörperte Philip Seymour Hoffman den Autoren Truman Capote. Dieser war für seine hohe, brüchige Stimme und affektierte Körpersprache bekannt, was Philip Seymour Hoffman perfekt imitierte ohne dabei die Rolle lächerlich wirken zu lassen.
2007: Forest Whitaker in „Der letzte König von Schottland“
In „Der letzte König von Schottland“ spielte Forest Whitaker die Rolle des ugandischen Diktators Idi Amin. Er schaffte es die Stimmungsschwankungen und die erschreckende Unberechenbarkeit der Rolle mit großer Glaubwürdigkeit darzustellen.
2008: Daniel Day-Lewis in „There Will Be Blood“
» Video ansehen: There will be Blood - Trailer
Schauspieler Daniel Dey-Lewis ist dafür bekannt die Extra-Meile im Method Acting für seine Rolle zu gehen. So auch für seine Rolle in „There Will Be Blood“, für die er eine eigene Rolle und Körpersprache entwickelte.
2009: Sean Penn in „Milk“
Mit seiner Rolle des Harvey Milk zeigte Sean Penn eine ganz andere Seite von sich. War er in seinen bisherigen Rollen häufig düster und aggressiv aufgetreten, so spielte er in „Milk“ mit einer sanfteren Ausstrahlung. Ein besonderer Kontrast zu seiner Rolle für seinen vorherigen Oscar-Gewinn in „Mystic River“.
2010: Jeff Bridges in „Crazy Heart“
Vor seinem Gewinn für „Crazy Heart“ war Jeff Bridges bereits sehr viele Male nominiert geworden. In „Crazy Heart“ überzeugte der Schauspieler mit echtem Gesang und physischer Hingabe für die Rolle.
2011: Colin Firth in „The King’s Speech“
In „The King’s Speech“ spielte Colin Firth die Rolle des Königs George VI. Die Rolle perfektionierte er, indem er das Stottern und vor allem seinen Frust darüber glaubhaft verkörperte.
2012: Jean Dujardin in „The Artist“
Eine besondere Herausforderung lieferte der Film „The Artist“, da er ein Stummfilm war. Jean Dujardin konnte sich also nicht auf Überzeugung durch Dialoge verlassen, schaffte es aber allein durch Mimik und Körpersprache eine herausragende Leistung auf die Leinwand zu bringen.
2013: Daniel Day-Lewis in „Lincoln“
Das dritte Mal bekam Daniel Dey-Lewis den Oscar für seine Rolle des US-Präsidenten Abraham Lincoln in „Lincoln“. Der Schauspieler schaffte es, Müdigkeit, Weisheit und einen unbesiegbaren Willen in die Rolle zu packen.
2014: Matthew McConaughey in „Dallas Buyers Club“
Für „Dallas Buyers Club“ unterzog sich Matthew McConaughey einer radikalen körperlichen Transformation: Er nahm über 21 Kilo ab, um Ron Woodroof darzustellen. So verlieh er der Rolle eine schmerzhafte Authenzität.
2015: Eddie Redmayne in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“
» Video ansehen: Die Entdeckung der Unendlichkeit - Trailer 2
Eddie Redmayne spielte in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ eine sehr glaubwürdige Rolle des Stephen Hawkings, der an der Krankheit ALS litt. Detailgetreu verkörperte der Schauspieler die Krankheit im Film über 25 Jahre.
2016: Leonardo DiCaprio in „The Revenant – Der Rückkehrer“
» Video ansehen: The Revenant | Offizieller Trailer
2016 gewann Leonardo DiCaprio endlich seinen ersten Oscar, nachdem er schon häufig einfach nur auf der Nominierungsliste saß. Für seine Rolle in „The Revenant – Der Rückkehrer“ litt der Schauspieler in eisigen Temperaturen in Kanada und aß eine echte, rohe Bisonleber.
2017: Casey Affleck in „Manchester by the Sea“
Casey Affleck nahm sich in „Manchester by the Sea“ einer schwierigen Rolle an, denn sie war ruhig und leer. Genau das schaffte Casey Affleck aber so herausragend auf die Leinwand zu bringen, dass er mit einem Oscar belohnt wurde.
2018: Gary Oldman in „Die dunkelste Stunde“
» Video ansehen: Churchill - Die dunkelste Stunde - Trailer 2
Gary Oldman verkörperte schon viele Rollen grandios. In „Die dunkelste Stunde“ überzeugte er die Oscar-Jury jedoch vollends mit seiner Darstellung von Winston Churchill.
2019: Rami Malik in „Bohemian Rhapsody“
» Video ansehen: Bohemian Rhapsody - Filmtipp
Für den Film „Bohemian Rhapsody“ studierte Rami Malik den Sänger Freddie Mercury bis ins kleinste Detail und schaffte es diese Imitation auf die Leinwand zu bringen.
2020: Joaquin Phoenix in „Joker“
» Video ansehen: Joker - Trailer Englisch
In „Joker“ wurde die Geschichte des wohl bekanntesten Batman-Bösewichts erzählt und zwar auf moderne Art und Weise und so, dass wohl jeder Zuschauer ein Stück in der Rolle von sich wiederfinden konnte. Joaquin Phoenix verkörperte die Tragik der Rolle perfekt.
2021: Anthony Hopkins in „The Father“
» Video ansehen: The Father - Trailer Deutsch
Seine Auszeichnung für „The Father“ ist schon der zweite Oscar für den Schauspieler. Seine Darstellung von Demenz ist in dem Film sehr überzeugend und nicht einfach zu spielen.
2022: Will Smith in „King Richard“
» Video ansehen: King Richard - Trailer Deutsch
In „King Richard“ spielte Will Smith den Vater zweier Tennis-Legenden Venus und Serena Williams. Er ist kein makelloser Familienvater, sondern nuanciert, mit guten, aber auch schlechten Seiten.
2023: Brendan Fraser in „The Whale“
» Video ansehen: The Whale: Trailer
Mit „The Whale“ gelang dem Schauspieler Brendan Fraser eine spektakuläre Rückkehr auf die Kinoleinwand. Mit seiner Rolle verkörperte er ein schwieriges Thema: Krankhaftes Übergewicht und was das für Auswirkungen auf einen selbst und die Familie haben kann.
2024: Cillian Murphy in „Oppenheimer“
» Video ansehen: Oppenheimer – Trailer Deutsch
Cillian Murphy gewann im Jahr 2024 seinen ersten Oscar für die Rolle des Oppenheimer in dem gleichnamigem Film. Der irische Schauspieler verkörperte besonders gut die innere Zerrissenheit des Wissenschaftlers, der die Atombombe erfand.
2025: Adrien Brody in „Der Brutalist“
» Video ansehen: Der Brutalist - Trailer Deutsch
Mit „Der Brutalist“ konnte Adrien Brody sich den zweiten Oscar sichern. In dem Film spielt er die komplexe Rolle eines ungarisch-jüdischen Architekten, der gleichzeitig ein Holocaust-Überlebender ist.