(Bildquelle: IMAGO / Westend61 / Bildbearbeitung GIGA)
Jemand schreibt im Chat „tdm“ und ihr versteht nur Bahnhof? In diesem Artikel erfahrt ihr, wann Jugendliche das Kürzel verwenden und was es außerdem bedeutet.
Was bedeutet „tdm“ in WhatsApp?
Euer Chat-Partner schreibt nur noch in halben Wörtern, lässt Vokale verschwinden und dann findet ihr auch noch ein rätselhaftes „tdm“ in der Nachricht? Die Lösung ist einfach: In WhatsApp, Instagram, TikTok-Kommentaren oder kurzen Chats bedeutet tdm meistens schlicht „trotzdem“.
Ein Beispiel: „Bin müde, komme tdm mit.“ Ausgeschrieben heißt das: „Bin müde, komme trotzdem mit.“
Warum schreibt man „tdm“ statt „trotzdem“?
Ganz ehrlich: Die Zeitersparnis ist überschaubar. Trotzdem – oder tdm – passt das Kürzel gut zur Chat-Sprache. Viele Wörter werden im Messenger so verkürzt, dass sie mit möglichst wenigen Buchstaben auskommen. Aus „trotzdem“ wird dann „tdm“, „trzdm“ oder manchmal auch einfach „trotzdm“.
Gerade in schnellen Unterhaltungen wirkt das völlig normal. In einer Bewerbung oder beruflichen Mail solltet ihr „tdm“ lieber nicht verwenden. Dort sieht es eher nach Tippfaulheit als nach moderner Abkürzung aus.
Wie benutzt man „tdm“ richtig?
Das Kürzel funktioniert im Grunde wie das normale Wort „trotzdem“. Ihr könnt es also überall dort einsetzen, wo ihr einen Gegensatz ausdrücken wollt:
- „Hab keine Zeit, mach’s tdm.“
- „War nicht geplant, war tdm lustig.“
- „Er nervt, ich mag ihn tdm.“
Kann „tdm“ auch etwas anderes bedeuten?
Außerhalb von Chats kann TDM – dann allerdings in Großbuchstaben – für ganz andere Dinge stehen.
Vor allem in Gaming-Zusammenhängen ist TDM oft die Abkürzung für Team Deathmatch. Das ist ein Spielmodus, bei dem zwei Teams gegeneinander antreten und möglichst viele Gegner ausschalten müssen.
In technischen, medizinischen oder beruflichen Texten kann TDM ebenfalls andere Bedeutungen haben. Dort steht es je nach Zusammenhang zum Beispiel für Fachbegriffe aus IT, Medizin oder Telekommunikation. In solchen Fällen hilft kein Jugendsprachen-Wissen, sondern nur der Blick auf den Kontext.
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Welche anderen Kürzel sorgen in WhatsApp und Co. oft für Fragezeichen?
Neben „tdm“ tauchen in Chats noch viele andere Abkürzungen auf, die auf den ersten Blick rätselhaft wirken.
- „idk“ steht für „I don’t know“, also „ich weiß es nicht“.
- Mit „tbh“ leitet jemand eine ehrliche Aussage ein: „to be honest“, auf Deutsch „um ehrlich zu sein“.
- „fr“ bedeutet „for real“ und verstärkt eine Aussage, etwa im Sinne von „wirklich“ oder „ernsthaft“.
- Wer „ngl“ schreibt, meint „not gonna lie“, also „nicht gelogen“ oder freier: „ehrlich gesagt“.
„Slay“ hingegen ist kein Kürzel, sondern ein Jugendwort für einen besonders starken, selbstbewussten oder gelungenen Auftritt. So entsteht schnell ein eigener Chat-Code, bei dem der Zusammenhang oft mindestens so wichtig ist wie die eigentliche Übersetzung.