(Bildquelle: Jonathan Borba / Unsplash / Bearbeitung GIGA)
Jahrelang war Alexa eine treue Helferin in Millionen von Haushalten, doch jetzt zündet Amazon die nächste Stufe. Die KI-Revolution ist in euren Wohnzimmern angekommen: Alexa+ ist offiziell in Deutschland gestartet und hebt eure Echo-Geräte auf das Niveau von ChatGPT. Die Sprachassistentin wird zur proaktiven, mitdenkenden Partnerin.
Hier für Alexa+ anmelden
Was jeder Prime-Kunde wissen sollte: Für euch ist dieses gewaltige Upgrade komplett kostenlos. In der Testphase können auch Kunden ohne Prime-Abo gratis auf das Feature zugreifen (hier anmelden). Wir zeigen euch, was die neue Wunderbox alles kann, wie ihr sie sofort freischaltet und was die Plus-Version kosten wird.
„Alexa Plus“: Amazon rüstet mit KI auf
Amazon hat hinter den Kulissen kräftig an einer runderneuerten Version seiner Sprachassistentin gearbeitet. Das Ziel: Alexa mit modernster generativer KI (künstliche Intelligenz, die eigenständig Inhalte erstellen kann) auszustatten. Damit reagiert Amazon auf die rasante Entwicklung im KI-Sektor und verwandelt Alexa von einer reinen Befehlsempfängerin in eine Assistentin, die mitdenkt, sich an Gespräche erinnert und Aufgaben von selbst erledigt.
Was die neue Alexa+ besser machen will:
- Echte Gespräche führen: Statt isolierter Befehle könnt ihr komplexe, aufeinander aufbauende Gespräche führen. Alexa merkt sich den Kontext, auch wenn ihr das Thema wechselt, und ihr müsst nicht ständig wieder „Alexa“ sagen.
- Aufgaben intelligent verknüpfen: Bittet Alexa, eine kurze E-Mail an eure Freunde zur Geburtstagsplanung zu schreiben, gleichzeitig das Licht im Arbeitszimmer einzuschalten und eure Lieblings-Playlist zu starten – alles in einem einzigen, natürlich gesprochenen Satz.
- Proaktiv handeln und lernen: Die neue Alexa lernt eure Gewohnheiten. Sie könnte euch von selbst fragen, ob alle Lichter ausgeschaltet und die Türen verriegelt werden sollen, wenn ihr typischerweise das Haus verlasst.
- Smart Home für Profis: Erstellt komplexe Routinen einfach per Sprachbefehl. Sagt zum Beispiel: „Alexa, erstelle eine Kino-Routine: Wenn ich sage ‚Film ab‘, dimme das Licht auf 20 %, schalte den Fernseher ein und schließe die Rollläden.“
Kostenlos für Prime-Mitglieder: Das kostet Alexa+ wirklich
Die größte und wichtigste Neuigkeit zuerst: Entgegen allen bisherigen Spekulationen ist Alexa+ für alle Amazon Prime-Mitglieder ohne zusätzliche Kosten in der Mitgliedschaft enthalten. Ihr zahlt also nichts extra für das KI-Upgrade.
Wer kein Prime-Abo hat, kann Alexa+ ebenfalls nutzen. Nach einer kostenlosen Einführungsphase werden dann 22,99 Euro pro Monat fällig. Die Basis-Funktionen der herkömmlichen Alexa bleiben für alle wie gewohnt kostenfrei. So könnt ihr Prime kostenlos testen.
Hinweis: Werden euch Kosten von Amazon abgebucht, ohne dass ihr bewusst ein Abonnement abgeschlossen habt oder sagt euch Alexa an, dass eine kostenfreie Nutzungszeit bald endet, ist vermutlich versehentlich ein Abonnement aktiviert worden. Amazon bietet zum Beispiel kostenlose Probe-Monate für seine Premium-Dienste wie Music Unlimited, Audible (Hörbücher) oder Prime an. Diese Gratis-Monate müssen gekündigt werden, wenn man sie nicht weiternutzen will, andernfalls gehen sie in ein kostenpflichtiges Abonnement über.
So aktiviert ihr Alexa+ auf euren Geräten
Amazon hat den Startschuss für ein öffentliches „Early Access“-Programm in Deutschland gegeben. Ihr müsst nicht auf eine zufällige Einladung warten. Es gibt zwei Wege, um sofort dabei zu sein:
- Ein neues, kompatibles Echo-Gerät kaufen: Geräte wie der Echo Show 8 (neue Generation) oder der Echo Dot Max werden direkt mit der Option zur Aktivierung von Alexa+ ausgeliefert.
- Für Bestandsgeräte anmelden: Wenn ihr bereits ein kompatibles Gerät besitzt, könnt ihr euch auf der Webseite amazon.de/neuealexa für eine Einladung registrieren und werdet dann freigeschaltet.
Speziell für Deutschland: Alexa versteht jetzt auch „Läuft!“
Amazon hat Alexa+ gezielt für den deutschen Markt trainiert. Sie versteht nicht nur die Sprache, sondern auch lokale Eigenheiten und Humor. Sie kennt den Unterschied zwischen „Brötchen“, „Schrippen“ und „Semmeln“ und nutzt umgangssprachliche Ausdrücke wie „passt schon“.
Zudem wurden Partnerschaften mit für Deutschland relevanten Diensten geschlossen. So könnt ihr einen Tisch via OpenTable reservieren, das Bordsystem in neuen BMW-Fahrzeugen steuern oder auf Inhalte von ARD und anderen Medieanbietern zugreifen.
Läuft das auf meinem Echo? Diese Geräte sind kompatibel
Zum Start ist Alexa+ auf bestimmten Geräten mit der notwendigen Rechenleistung nutzbar. Dazu zählen:
- Echo Show 5, 8, 11, 15, 21 (neuere Generationen)
- Echo Dot Max
- Echo Dot (neueste Generation)
- Echo Studio
- Echo Spot
Daneben läuft Alexa+ auf Fire TV Sticks wie dem 4K Select (neueste Generation), 4K Plus, 4K Max und dem Fire TV Stick HD in der neuesten Generation. Der Support für die Browser-Version soll noch in diesem Jahr starten. Für Fire-TV-Tablets gibt es noch keine Ankündigung. Alle Informationen zu den kompatiblen Geräten findet ihr direkt bei Amazon.
FAQ
Was ist der größte Vorteil von Alexa+ gegenüber ChatGPT?
Der entscheidende Vorteil ist die Handlungsfähigkeit. Während ChatGPT nur Informationen liefert, kann Alexa+ direkt Aktionen in der realen Welt ausführen: Geräte steuern, Reservierungen tätigen oder Bestellungen aufgeben.
Muss ich zwingend Prime-Kunde sein, um Alexa+ zu nutzen?
Nein. Ihr könnt euch auch ohne Prime für das Early-Access-Programm anmelden. Nach der Testphase wird der Dienst dann aber kostenpflichtig (22,99 €/Monat).
Warum funktioniert Alexa+ nicht auf meinem alten Echo Dot?
Die neuen KI-Funktionen erfordern eine deutlich höhere Rechenleistung. Ältere Geräte haben nicht die notwendigen Prozessoren, um diese komplexen Aufgaben schnell und lokal zu verarbeiten.
Was passiert mit meinen Daten, wenn die KI meine Kamera-Aufnahmen analysiert?
Datenschutz bleibt ein zentrales Thema. Ihr habt im Alexa-Datenschutzportal die volle Kontrolle darüber, welche Daten gespeichert werden. Kamera- und Mikrofonfunktionen an den Geräten lassen sich jederzeit manuell deaktivieren. Amazon betont, dass die Verarbeitung von sensiblen Daten so weit wie möglich lokal auf dem Gerät stattfindet.
Alexa im Abo: Was bleibt kostenlos?
Amazon plant ein Zwei-Klassen-System. Die Basis-Version von Alexa, so wie ihr sie heute kennt, wird voraussichtlich weiterhin kostenlos bleiben. Ihr könnt also auch in Zukunft wie gewohnt Musik abspielen, den Timer stellen oder nach dem Wetter fragen. Nur wer die neuen, fortschrittlichen KI-Funktionen der „Gesprächs-KI“ nutzen möchte, wird zur Kasse gebeten.