Gefälschte E-Mails und SMS im Namen der Santander Bank: Bleibt wachsam beim Onlinebanking. (Bildquelle: IMAGO / SOPA Images / Bildbearbeitung GIGA)
Kunden der Santander-Bank erhalten derzeit gehäuft gefälschte E-Mails und SMS. Bei uns erfahrt ihr, wie ihr die Betrugsversuche erkennt und euch davor schützt.
Santander-Kunden im Visier von Betrügern: Darum geht es
Zum Jahresstart 2026 warnt ein Bericht von ad-hoc-news.de vor einer neuen Phishing-Welle, die unter anderem Kunden der Santander-Bank betrifft.
Betrüger verschicken täuschend echte E-Mails und SMS, in denen sie die Kunden auffordern ein Update oder eine Reaktivierung der Sicherheits-App SantanderSign durchzuführen. Wer den Links in den Phishing-Mails folgt und womöglich noch sensible Daten auf den Zielseiten eingibt, öffnet den Kriminellen Tür und Tor zum eigenen Konto.
Wichtig: Bleibt immer kritisch bei elektronischen Nachrichten von Geldinstituten. Phishing-Mails sind oft sehr professionell gestaltet und lehnen sich stark an das echte Design der Bank an.
So funktioniert die aktuelle Betrugsmasche
Bei der aktuellen Betrugswelle wird – wie so oft – mit Druck gearbeitet. Lasst euch davon bitte nicht aufs Glatteis führen. Ihr kennt den Kommunikationsstil eurer Bank und wisst, dass Druck nicht zum Geschäftsgebaren seriöser Geldinstitute gehört.
Wenn ihr also eine Nachricht erhaltet, dass eure Registrierung für das Sicherheitsverfahren SantanderSign bald abläuft oder bereits abgelaufen ist und ihr unter Androhung einer Online-Banking-Sperre zum Handeln aufgefordert werdet, ist Vorsicht geboten. Bleibt in diesem Fall ruhig, reagiert nicht auf die Nachricht und klickt keine Links an.
Auch Betreffzeilen wie „Letzte Warnung: Zugang wird eingeschränkt“ oder „Ihre Registrierung läuft heute ab“ sollten euch nicht beeindrucken, denn das einzige Ziel der Kriminellen ist: Druck aufbauen und die Opfer zu schnellen und unüberlegten Klicks verleiten.
Auch Telefonbetrug nimmt immer perfidere Formen an. Im Video erfahrt ihr, bei welchen Anrufen ihr besser schnell auflegen solltet.
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So läuft der Angriff technisch ab
Würdet ihr einem Link in einer Phishing-Nachricht folgen, würdet ihr nicht auf der echten Santander-Bank-Homepage, sondern auf einer professionell nachgebauten Phishing-Website landen. Dort würden die Täter euch zunächst zur Eingabe eurer Online-Banking-Zugangsdaten auffordern.
Wichtig: Seriöse Finanzinstitute fragen niemals sensible Daten über Links in E-Mails oder SMS ab!
In einem zweiten Schritt würden die Betrüger versuchen, durch eine zusätzliche „Verifizierung“ an weitere Daten, wie zum Beispiel euer Geburtsdatum, zu kommen. Wie ad-hoc-news.de berichtet, versuchen sie vereinzelt sogar, ihre Opfer dazu zu bringen, eine neue SantanderSign-Registrierung auf einem fremden Gerät freizugeben.
So schützt ihr euch vor der aktuellen Betrugswelle
Auch wenn die aktuelle Phishing-Kampagne auf den ersten Blick angsteinflößend wirkt, könnt ihr euch mit einigen einfachen Verhaltensregeln wirksam schützen. Die Regeln im Überblick:
- Klickt keine Links in E-Mails oder SMS an, die angeblich von der Santander-Bank stammen, sondern ruft euer Online-Banking immer direkt über die euch bekannten Adressen auf.
- Lasst euch von Formulierungen wie „letzte Warnung“ oder von knappen Fristen nicht unter Druck setzen. Wenn ihr dennoch beunruhigt seid, sucht den telefonischen Kontakt mit eurer Bank und lasst euch beraten.
- Gebt eure Zugangsdaten und Freigabecodes nie auf Seiten ein, die ihr über einen Link aus einer Nachricht geöffnet habt.
- Wenn ihr den Verdacht habt, auf eine Phishing-Seite hereingefallen zu sein, kontaktiert sofort die Bank, ändert eure Zugangsdaten und/oder lasst das Online-Banking sperren.
Wichtig: Je bekannter die aktuelle Masche wird, desto schwerer haben es die Angreifer, neue Opfer zu finden. Teilt die Warnung daher gern mit eurer Familie und eurem Freundeskreis.
Verdächtige Nachrichten unbedingt melden
Wenn ihr eine verdächtige E-Mail oder SMS im Namen der Santander Bank erhaltet, solltet ihr sie nicht nur ignorieren oder löschen, sondern auch möglichst schnell melden. Eure erste Anlaufstelle ist immer die Bank selbst: Auf der offiziellen Onlinesicherheits-Seite der Santander-Bank findet ihr wichtige Hinweise zu gängigen Betrugsmaschen und alle erforderlichen Kontaktwege.
Zusätzlich könnt ihr Phishing-Versuche – vor allem, wenn euch ein finanzieller Schaden entstanden ist – bei der Polizei anzeigen. Leitet verdächtige Nachrichten außerdem an das Phishing-Radar der Verbraucherzentrale (hier ansehen) weiter. Dort werden aktuelle Betrugsversuche gesammelt, ausgewertet und als Warnungen veröffentlicht.
Noch mehr Infos rund um aktuelle Maschen und wie ihr euch davor im Alltag schützen könnt, findet ihr außerdem auf unserer GIGA-Themenseite zum Telefon- und Internetbetrug (hier ansehen).