(Bildquelle: IMAGO / imagebroker / Mojahid Mottakin / Bearbeitung: GIGA)
Kriminelle könnten ausgerechnet Googles eigene Systeme ausnutzen, um ihre Betrugs-Mails täuschend echt aussehen zu lassen.
Update vom 31. März 2026: Die Funktion, seine eigene gmail.com-Adresse zu ändern, wird laut Android Authority inzwischen ausgerollt – vorerst jedoch nur in den USA. Nutzer können die Adresse zudem der Beschreibung nach nur einmal alle 12 Monate ändern.
Wer seine Adresse ändert, braucht sich nicht darüber Sorgen zu machen, dass Nachrichten an die alte Adresse zukünftig im Daten-Nirwana verschwinden. Die alte Adresse wird als Alternative hinterlegt, sodass ihr weiterhin alle Mails empfangen solltet, die an diese Adresse geschickt werden.
Originalartikel vom 6. Februar 2026:
Google ist anscheinend dabei, eine Funktion auszurollen, auf die viele Nutzer seit Jahren warten – die Möglichkeit, die eigene @gmail.com-Adresse zu ändern. Doch Sicherheitsexperten schlagen Alarm. Sie warnen vor einer neuen Welle von Phishing-Angriffen, die genau diese Ankündigung ausnutzen, um an die Zugangsdaten von ahnungslosen Nutzern zu gelangen (Quelle: Check Point).
Phishing-Angreifer nutzen Ankündigung neuer Google-Funktion aus
Sie tarnen ihre E-Mails mit einer Absenderadresse, die auf @google.com endet, wodurch diese technisch echt wirken und viele automatische Spamfilter problemlos umgehen.
In den Nachrichten werdet ihr dann beispielsweise aufgefordert, „Ihre Identität zu bestätigen“ oder „Ihre neue Adresse zu aktivieren“ – ein Klick auf den beigefügten Link führt jedoch auf eine gefälschte Seite, die eure Login-Daten abfängt.
Erste Hilfe-Seite fürs Google-Feature schon online
Wer das Feature zum Ändern seiner Gmail-Adresse interessant findet, findet im Hilfe-Bereich von Gmail bereits eine erste Anleitung dazu – hier in Form von Screenshots:
(Bildquelle: Google)(Bildquelle: Google)(Bildquelle: Google)
Gut zu wissen: Die Funktion wird anscheinend aktuell nur langsam ausgerollt. Ich habe das Ganze mit meinem privaten Gmail-Account ausprobiert und konnte meine Adresse zum Zeitpunkt der Artikelerstellung auf jeden Fall noch nicht ändern und die alte als Alias behalten. Bei euch könnte es jedoch potenziell anders aussehen.
Merkt euch als Grundregel: Google wird euch niemals eine E-Mail mit einem direkten Link zur Änderung eurer Adresse schicken. Seid also bei allen E-Mails, die euch zu einer sofortigen Konto-Aktion auffordern, extrem misstrauisch und geht lieber auf Nummer sicher.