(Bildquelle: Anadolu Agency / Celal Güneaü / IMAGO / Bearbeitung: GIGA)
Erst sollte Horizon Worlds von VR-Geräten verschwinden, jetzt nimmt Meta die Ankündigung kurz vorm Ende doch wieder zurück.
Update vom 20. März 2026: Wenige Tage nach der Ankündigung, dass die VR-Version von Horizon Worlds dem Rotstift zum Opfer fallen soll, macht Meta nun doch einen Rückzieher – zumindest teilweise.
Wie Meta-Technikchef Andrew Bosworth verlauten lässt, sollen die bereits veröffentlichten Spiele für Horizon Worlds für die VR-Version weiterhin spielbar bleiben (Quelle: Handelsblatt) – Spieler sollten aber nicht mit neuen Erfahrungen rechnen. Der Fokus der Entwicklung soll weiterhin auf der Mobile-Version für Smartphones liegen.
Zudem verweilt das Damokles-Schwert über den Nutzern der VR-Version von Horizon Worlds. Denn diese soll lediglich „auf absehbare Zeit“ weiter online bleiben. Meta behält sich also die Möglichkeit offen, der VR-Version in nicht allzu ferner Zukunft immer noch den Stecker zu ziehen.
Originalartikel vom 18. März 2026:
Meta vollzieht eine strategische Kehrtwende und beendet die VR-Version seiner Metaverse-Plattform „Horizon Worlds“. Nutzbar ist die Plattform noch bis einschließlich 15. Juni 2026, danach wird die Anwendung von allen Meta-Quest-Headsets entfernt und der Zugang zu den virtuellen Welten in VR endgültig abgeschaltet.
Meta streicht VR-Version von Horizon Worlds
Dieser Schritt markiert das Ende eines der ambitioniertesten Projekte des Konzerns und lenkt den Fokus vollständig auf eine mobile Zukunft für die Plattform.
Der Rückzug erfolgt schrittweise und beginnt bereits in den kommenden Wochen. Ab dem 31. März 2026 werden Horizon Worlds und die zugehörigen Events aus dem offiziellen Quest-Store verschwinden. Gleichzeitig werden zentrale Anlaufstellen wie „Horizon Central“ oder die „Events Arena“ nicht mehr zugänglich sein, bevor Mitte Juni dann die komplette App von den Geräten gelöscht wird (Quelle: Meta).
Vom VR-Traum zur reinen Mobile-App
Die Entscheidung betrifft auch verbundene Dienste und Abonnements. So wird die Beta-Funktion „Hyperscape Capture“, mit der sich 3D-Scans von realen Orten erstellen und teilen ließen, in ihrer sozialen Funktion stark eingeschränkt – gemeinsame Erlebnisse mit anderen Nutzern sind ab Ende März nicht mehr möglich. Auch die Vorteile des Abos „Meta Horizon Plus“, die sich speziell auf Worlds bezogen, werden gestrichen.
Meta hatte bereits Anfang des Jahres angekündigt, die VR- und Horizon-Plattformen voneinander zu trennen, um eine fokussiertere Entwicklung zu ermöglichen. Die hohen finanziellen Verluste der für VR zuständigen Sparte Reality Labs und die hinter den Erwartungen zurückbleibenden Nutzerzahlen von Horizon Worlds dürften diesen Entschluss beschleunigt haben.
Statt auf ein reines VR-Metaverse konzentriert sich der Konzern nun verstärkt auf Bereiche, die eine schnellere und breitere Marktakzeptanz versprechen. Dazu gehören vor allem Investitionen in Künstliche Intelligenz sowie in alltagstauglichere Hardware wie die Smart Glasses, die in Kooperation mit Ray-Ban entwickelt wurden. Die Zukunft von Horizon liegt damit nicht mehr in der virtuellen Realität, sondern auf den Smartphones der Nutzer.