Richtig genutzt, kann ein Smartphone eine Bereicherung sein. (Bildquelle: IMAGO / YAY Images / Bildbearbeitung GIGA)
Scrollt ihr manchmal stundenlang durch Instagram oder TikTok und fühlt euch danach ausgelaugt statt bereichert? Social Media kann Spaß machen, inspirieren und verbinden. Doch oft schadet es mehr, als es nutzt.
Mit ein paar bewussten Anpassungen verwandelt ihr eure Feeds in Orte, die euch Energie geben, statt sie euch zu rauben.
Entfolgt Accounts, die euch runterziehen(Bildquelle: IMAGO / Panthermedia)
Manche Profile lösen bei euch Unwohlsein, Neid oder Druck aus? Dann ist es Zeit, aufzuräumen. Entfolgt allen Accounts, die negative Gefühle triggern, egal ob Influencer, alte Bekannte oder Nachrichtenkanäle. Eure Timeline gehört euch. Gestaltet sie so, dass sie euch guttut. Weniger ist oft mehr.
Folgt gezielt positiven und inspirierenden Accounts(Bildquelle: IMAGO / YAY Images)
Füllt euren Feed mit Inhalten, die euch aufbauen. Das können Motivationsseiten, Künstler, Comedy-Accounts oder Naturbilder sein. Sucht aktiv nach Profilen, die euch zum Lachen bringen, euch Wissen vermitteln oder euch entspannen lassen. So wird jedes Scrollen zu einem kleinen Energie-Boost.
Nutzt die App-eigenen Zeitlimits(Bildquelle: IMAGO / Pond5 Images)
Instagram, TikTok und Co. bieten inzwischen Funktionen, mit denen ihr eure Nutzungszeit begrenzen könnt. Richtet ein tägliches Limit ein, das zu eurem Alltag passt. Die Apps erinnern euch dann automatisch, wenn die Zeit abgelaufen ist. Diese kleinen Stoppschilder helfen enorm, um nicht in endlose Scroll-Schleifen zu geraten.
Plant bewusste „Social Detox“-Zeiten ein(Bildquelle: IMAGO / Westend61)
Legt regelmäßig Social-Media-freie Zeiten fest. Das kann ein ganzer Tag am Wochenende sein, der Abend nach der Arbeit oder die erste Stunde nach dem Aufwachen. Solche Pausen geben eurem Gehirn Ruhe und helfen euch, wieder bewusster zu konsumieren. Probiert es eine Woche lang aus. Ihr werdet den Unterschied spüren.
Schaltet Push-Benachrichtigungen aus(Bildquelle: Copyright: xDreamstimexAvistocka)
Jedes Ping zieht eure Aufmerksamkeit weg von dem, was ihr gerade tut. Deaktiviert die Benachrichtigungen für Social-Media-Apps. Öffnet sie stattdessen zu festen Zeiten, wenn es euch passt. Das gibt euch Kontrolle und reduziert Stress. Die Welt dreht sich auch ohne ständige Updates weiter.
Kuratiert eure „Für dich“-Seite aktiv(Bildquelle: IMAGO / Pond5 Images)
Algorithmen lernen von eurem Verhalten. Klickt bewusst nur auf Inhalte, die euch wirklich interessieren. Markiert unpassende Videos oder Posts mit „Nicht interessiert“. Nach kurzer Zeit passt sich der Feed an. Je konsequenter ihr seid, desto besser werden die Vorschläge. Trainiert den Algorithmus für euch, nicht gegen euch.
Lasst das Handy außerhalb des Schlafzimmers(Bildquelle: IMAGO / Pond5 Images)
Social Media kurz vor dem Schlafen oder direkt nach dem Aufwachen belastet eure Psyche besonders stark. Das blaue Licht stört den Schlaf, Inhalte beschäftigen euch nachts oder setzen euch morgens sofort unter Druck. Ladet euer Handy in einem anderen Raum. Ein klassischer Wecker reicht völlig aus.
Stellt euer Handy auf Graustufen um(Bildquelle: GettyImages / hobo_018)
Bunte Farben und Animationen sind so gestaltet, dass sie uns süchtig machen. Aktiviert den Graustufen-Modus in den Einstellungen eures Smartphones. Social Media wird dadurch deutlich weniger verlockend. Der Drang, immer wieder zu scrollen, lässt spürbar nach. Ein simpler Trick mit großer Wirkung.
Nutzt die Speichern-Funktion(Bildquelle: IMAGO / YAY Images)
Ihr seht einen interessanten Artikel oder ein spannendes Video, habt aber gerade keine Zeit? Speichert den Inhalt, statt ihn sofort zu konsumieren. Das verhindert impulsives Scrollen und gibt euch Kontrolle über eure Aufmerksamkeit. Plant bewusst Momente ein, in denen ihr gespeicherte Inhalte in Ruhe anschaut.
Setzt Grenzen bei Kommentaren und Diskussionen(Bildquelle: IMAGO / NurPhoto)
Kommentarspalten können toxisch sein und enorm viel Energie kosten. Entscheidet bewusst, wo und wann ihr euch auf Diskussionen einlasst. Manchmal ist es gesünder, einfach weiterzuscrollen. Ihr müsst nicht auf jeden Kommentar reagieren oder eure Meinung verteidigen. Eure mentale Gesundheit hat Priorität.
Verzichtet ab und zu darauf, überhaupt in die Kommentare zu schauen. Sonst könnt ihr auch hier eingreifen: Euch fallen Nutzer oder Bots auf, die regelmäßig nervige Kommentare schreiben? Blockiert sie einfach.
Macht regelmäßig digitale Aufräum-Sessions(Bildquelle: GettyImages / AntonioGuillem)
Plant einmal im Monat eine halbe Stunde ein, um eure Accounts zu überprüfen. Welche Profile schaut ihr euch noch wirklich an? Welche Gruppen belasten euch? Entfolgt konsequent und tretet aus Gruppen aus, die nicht mehr zu euch passen.
Tauscht Scrollen gegen echte Begegnungen(Bildquelle: IMAGO / Pond5 Images)
Social Media kann niemals echte menschliche Verbindungen ersetzen. Wenn ihr merkt, dass ihr aus Langeweile scrollt, fragt euch: Was würde mir jetzt wirklich guttun? Vielleicht ein Anruf bei einer Freundin, ein Spaziergang oder ein analoges Hobby. Nutzt die gewonnene Zeit für Aktivitäten, die euch wirklich erfüllen. Das ist der nachhaltigste Weg zu mehr Wohlbefinden.
Social Media bewusst zu nutzen, bedeutet nicht, komplett darauf zu verzichten. Es geht darum, selbst zu entscheiden, wann, wie und was ihr konsumiert. Mit diesen zwölf Strategien schafft ihr euch einen digitalen Raum, der euch bereichert statt belastet. Probiert aus, was für euch funktioniert, und bleibt konsequent. Eure mentale Gesundheit wird es euch danken.