Manche Lebensbereiche werden unterschätzt, wenn es ums Geldsparen geht. (Bildquelle: IMAGO / Zoonar / Bildbearbeitung GIGA)
Bevor ihr euer Sparschwein zerschlagt, werft ihr am besten einen Blick auf die echten Geldfresser im Alltag. Sie haben oft nichts mit Strom oder Energie im Allgemeinen zu tun.
Von Lebensmitteln über Abos bis hin zu Finanzprodukten gibt es viele Stellen im Haushalt, an denen euer Geld leise verschwindet. Wir zeigen euch, wo ihr ansetzen könnt, bevor ihr zum Hammer greift.
#1 Lebensmittel: Wenn der Kühlschrankinhalt teurer ist als gedachtEin Lebensmittel-Einkauf ist schnell mal teurer als erwartet. (Bildquelle: IMAGO / Pond5 Images)
Lebensmittel gehören zu euren größten Kostenblöcken. Vor allem, wenn oft Fertiggerichte, Snacks oder spontane „Ich gönn’ mir was“-Käufe im Wagen landen. Plant eure Mahlzeiten für die Woche, schreibt einen Einkaufszettel und haltet euch daran.
Kauft lieber frische Grundzutaten, die ihr mehrfach verwenden könnt, und verwertet Reste für neue Gerichte. So schrumpft nicht nur euer Kassenbon, sondern auch der Anteil an Lebensmitteln, die im Müll landen.
#2 Versicherungen: So zahlt ihr nur, was ihr wirklich brauchtEure Versicherungen solltet ihr alle im Blick haben. (Bildquelle: Getty Images/luza studios)
Viele Menschen behalten alte Versicherungen jahrelang, ohne zu prüfen, ob sie noch sinnvoll und aktuell sind, manche bezahlen sogar doppelt. Nehmt euch einmal im Jahr Zeit für einen Versicherungs-Check und entscheidet: Welche Policen braucht ihr wirklich, wo gibt es Überschneidungen?
Kündigt unnötige Verträge und vergleicht die Tarife eurer wichtigsten Absicherungen, wie Haftpflicht, Hausrat oder Kfz. So spart ihr schnell mehrere Hundert Euro im Jahr, ohne auf wichtigen Schutz verzichten zu müssen.
#3 Abos & Mitgliedschaften: Kleine Beträge, große Wirkung beim SparenOft fällt erst später auf, wie viel Geld Abos fressen. (Bildquelle: IMAGO / Panthermedia)
Streaming, Fitnessstudio, Apps oder Cloud-Speicher: Jedes Abo kostet für sich allein gesehen wenig, alle zusammen verursachen aber oft hohe Kosten. Prüft deswegen regelmäßig eure Kontoauszüge, kündigt selten genutzte Dienste und pausiert Mitgliedschaften, die ihr nur gelegentlich braucht. So fließt Monat für Monat mehr Geld zurück auf euer Konto.
#4 Mobilität: Wenn das Auto zum Kostenfresser wirdAuch ein Auto ist auf Dauer ganz schön teuer. (Bildquelle: IMAGO / blickwinkel)
Sprit, Versicherung, Reparaturen und Parkgebühren summieren sich schnell. Rechnet euch einmal durch, was euch euer Auto wirklich kostet, und prüft Alternativen wie Carsharing, ÖPNV oder Fahrgemeinschaften. Kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Rad zu erledigen, schont zudem nicht nur das Budget, sondern auch die Nerven.
#5 Wohnen & Nebenkosten: Hier steckt Sparpotenzial im AlltagMit dem richtigen Verhalten lässt sich auch hier viel einsparen. (Bildquelle: AndreyPopov / GettyImages)
Neben der Miete fallen Wasser, Heizung, Müll und weitere Betriebskosten oft mehr ins Gewicht, als man meinen könnte. Optimiert euer Heizverhalten, spart Wasser, zum Beispiel durch kürzeres Duschen oder die Spülstopp-Taste. Schon mit kleinen Änderungen könnt ihr eure laufenden Kosten spürbar senken.
#6 Drogerie & Haushalt: Kleine Ausgaben, große WirkungKleine Impulskäufe können sich summieren. (Bildquelle: Getty Images/enigma_images)
Auch Markenprodukte und spontane Drogeriekäufe treiben eure Kosten oft unnötig nach oben. Greift häufiger zu Hausmarken, nutzt Angebote für Vorratskäufe und führt unbedingt eine Einkaufsliste, um Impulskäufe zu vermeiden. So bleibt euch am Monatsende mehr Geld übrig und ihr müsst trotzdem nicht auf Qualität verzichten.
#7 Kleidung & Schuhe: Voller Schrank, leeres Konto?Fragt euch immer, was ihr auch wirklich braucht. (Bildquelle: IMAGO / Depositphotos)
Wenn euer Kleiderschrank überquillt, ihr aber trotzdem „nichts zum Anziehen“ habt, liegt das meist an sogenannten „Trendkäufen“. Setzt lieber auf zeitlose Basics, stöbert öfter in Second-Hand-Shops und lasst trendige Online-Funde mindestens 24 Stunden im Warenkorb liegen, bevor ihr bestellt. So trefft ihr bessere Kaufentscheidungen.
#8 Essen gehen & Lieferdienste: Genuss ja – aber bitte mit PlanEssen zu bestellen kann auch ganz schön aufs Geld gehen. (Bildquelle: Getty Images/wundervisuals)
Restaurantbesuche, Kaffee-Dates, Snacks unterwegs und Lieferdienste summieren sich schnell zu großen monatlichen Ausgabeposten. Vielleicht hilft es euch, feste „Auswärts‑Tage“ zu planen? An den anderen Tagen kocht ihr bewusst zu Hause. Schon wenige selbst gekochte Mahlzeiten pro Woche machen sich finanziell schnell bemerkbar.
#9 Freizeit & Hobbys: Spaß ja – aber ohne KostenfallenAuch für Hobbies geben viele Menschen mehr Geld aus als nötig. (Bildquelle: William Choquette / Pexels)
Teure Ausrüstung, Fitness‑Gadgets oder selten genutzte Mitgliedschaften sind wahre Ausgabentreiber. Prüft daher, was ihr wirklich nutzt, kauft Second-Hand oder leiht Equipment, das ihr nur gelegentlich braucht. So bleibt euer Hobby ein Vergnügen und wird nicht zur Kostenfalle.
#10 Finanzprodukte: Kleine Zinsen, große WirkungZinsen können ebenfalls viel Geld wegfressen. (Bildquelle: IMAGO / blickwinkel)
Kontogebühren, Dispo-Zinsen und Kreditraten kosten oft mehr, als man denkt, und das hindert euch möglicherweise am Vermögensaufbau. Wechselt auf ein günstigeres Konto, baut euren Dispo konsequent ab und prüft, ob sich teure Kredite umschulden lassen. Jeder Prozentpunkt weniger Zinsen spart euch bares Geld.
#11 Handy & Internet: Wenn Treue teuer wirdBehaltet den Überblick über eure Verträge. (Bildquelle: Getty Images / AaronAmat)
Viele Nutzer behalten alte Verträge für Handy, Festnetz oder Internet, obwohl sie längst nicht mehr zu ihren Bedürfnissen passen. Checkt deswegen regelmäßig, ob es günstigere Tarife mit vergleichbaren Leistungen gibt und kündigt nicht mehr zeitgemäße Verträge rechtzeitig. Bei Handy- und Internetprovidern lohnt sich Treue leider selten.
#12 Geschenke & Anlässe: Erwartungsdruck statt echter Freude?Schenken sollte Spaß machen, nicht belasten. (Bildquelle: IMAGO / Pond5 Images)
Geburtstage, Hochzeiten und Feiertage gehen schnell ins Geld, wenn ihr euch von Gruppendruck und „Da muss noch was dazu“-Gedanken leiten lasst. Sprecht daher offen über Geschenkbudgets, legt in der Familie oder im Freundeskreis Wichteln, Preislimits oder gemeinsame Erlebnisse statt teurer Einzelgeschenke fest. So bleibt das Schenken persönlich und euer Konto wird nicht über die Maßen strapaziert.