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Die Logik hinter dem CO2-Preis ist so bestechend wie einfach: Wer Dreck macht, muss dafür bezahlen. Trotzdem läuft die Debatte darüber in Deutschland gerade sehr verquer - und es wird immer schlimmer.
Was die häufigsten Irrtümer in der aktuellen Diskussion sind, wie ein CO2-Preis auch für mehr sozialen Ausgleich sorgen kann, und warum die Politik hier gerade eine große Chance verschenkt, das sagt Brigitte Knopf, Generalsekretärin des Berliner Thinktanks MCC und Vizevorsitzende des Expertenrates für Klimafragen.
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Warum die Debatte über den CO2-Preis in Deutschland gerade sehr verquer verläuft, und sie das Verhalten der Politik für "unverantwortlich" hält, darum geht es im Gespräch mit Brigitte Knopf, Generalsekretärin des Berliner Thinktanks MCC (https://www.mcc-berlin.net/ueber-uns/team/knopf-brigitte.html) und Vizevorsitzende des Expertenrates für Klimafragen.
Ein weiteres Thema im Podcast: Die katastrophale Dürre in Madagaskar, wegen der 1,2 Millionen Menschen hungern und Tausende vom Hungertod direkt bedroht sind. Das World Food Programme sieht als einen der wichtigsten Gründe für die lebensbedrohliche Lage die Folgen der Klimakrise: https://news.un.org/en/story/2021/06/1094632
Trotz des Regens herrscht in Berlin und Brandenburgs Böden in der Tiefe weiter Dürre. Was das für Gartenbesitzer bedeutet, darum geht es in der "Frage der Woche". Hier gibt es ein ausführliches Tagesspiegel-Interview zur regionalen Wasserlage mit dem Klimaforscher Fred Hattermann: https://plus.tagesspiegel.de/wissen/besorgniserregender-trend-die-duerre-im-osten-ist-ungebrochen-171759.html (€)
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Die Union will jetzt auch ganz viel Klimaschutz, nur was sie genau dafür machen möchte, verrät sie bisher nicht. Zumindest nicht in ihrem Wahlprogramm. Was an dieser Taktik nach hinten losgehen kann, wo CDU und CSU trotzdem ziemlich erfolgreich sein könnten, und was das alles für den Klimaschutz bedeutet - das sagt Jakob Schlandt, Leiter des Tagesspiegel Newsletters Background Energie und Klima.
Wie Kanzlerkandidat Armin Laschet selbst zum Klimaschutz steht, auch darum geht es in dieser Folge des Gradmessers. Außerdem kommen Mitglieder des "Bürgerrat Klima" zu Wort, die am 24. Juni ihre Empfehlungen für die Politik vorgestellt haben. Die "Frage der Woche" beantwortet die Verkehrsexpertin Katrin Dziekan, die schon in der vergangenen Gradmesser-Folge erklärt hat, warum die aktuelle Verkehrspolitik nicht nur schlecht für das Klima, sondern auch sozial ungerecht ist.
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In dieser Folge geht es um die Klimaschutzpläne der Union, die massive Kritik daran und die Taktik, die hinter dem möglichst vage gehaltenen Wahlprogramm (https://www.csu.de/common/download/Regierungsprogramm.pdf) von CDU und CSU steckt.
Jakob Schlandt leitet den Experten-Newsletter Tagesspiegel Background Energie und Klima: https://background.tagesspiegel.de/energie-klima
Die Empfehlungen des "Bürgerrat Klima" und mehr findet Ihr hier: https://buergerrat-klima.de/
Eine interessante Einordnung von Susanne Ehlerding, Redakteurin beim Background Energie und Klima, zu den wirkungslosen Milliarden für den Klimaschutz in der EU-Landwirtschaftspolitik könnt Ihr hier lesen: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/eu-rechnungshof-kritisiert-subventionen-die-agrarmilliarden-die-dem-klima-nicht-helfen/27308730.html
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Seit 30 Jahren gelingt es im deutschen Verkehrssektor nicht, die Treibhausgasemissionen zur reduzieren. Rund 163 Millionen Tonnen CO2 gelangen zum großen Teil über den Autoverkehr jedes Jahr in die Atmosphäre. "Der Status Quo unserer Verkehrspolitik ist leider weder sozial gerecht noch gut für das Klima", sagt die Verkehrs- und Umweltexpertin Katrin Dziekan vom Bundesumweltamt im Gradmesser.
Ein Grund dafür sind die mindestens 28 Milliarden klimaschädlichen Subventionen, die jährlich im Verkehrsbereich gewährt werden. Trotzdem, sagt Dziekan, kann immer noch das durch das neue Klimaschutzgesetz vorgegebene Ziel gelingen, bis zum Jahr 2030 massiv Emissionen einzusparen. Was dafür getan werden muss, und wie so auch mehr soziale Gerechtigkeit für finanziell schwächere Haushalte geschaffen werden kann, auch das erklärt die Verkehrsexpertin.
Weitere Themen im Podcast sind ein Bericht zu den Auswirkungen der Klimakrise in Deutschland, ein neues Portal zur Bundestagswahl, bei dem Wahlkreiskandidatinnen und -kandidaten bei der Klimapolitik Farbe bekennen können, und wir beantworten die "Frage der Woche". Wenn Sie auch eine Frage haben, Anregungen oder Kritik, dann schreiben Sie uns gerne an [email protected].
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Katrin Dziekan spricht über den Verkehr in Deutschland als "Geisterfahrer beim Klimaschutz". Das Thema hat sie unter anderem auch in der Studie "Verkehrswende für alle" untersucht: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/2020_pp_verkehrswende_fuer_alle_bf_02.pdf
Alle sechs Jahren erstellen mehr als 20 Behörden und Institutionen im Auftrag der Bundesregierung einen Bericht über die Folgen der Klimakrise in Deutschland. Jetzt wurde die Analyse für 2021 vorgestellt und es zeigt sich: Die Auswirkungen des Klimawandels haben sich in den vergangenen sechs Jahren klar verschärft. Den Bericht findet Ihr hier: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/neue-analyse-zeigt-risiken-der-erderhitzung-fuer
Für Klimaschutz und Klimaneutralität sind inzwischen alle ernstzunehmenden Parteien, aber die konkreten Maßnahmen bleiben oft vage. Die Plattform "wählbar2021" (https://waehlbar2021.de/) will in diese Lücke stoßen. Wahlkreiskandidatinnen und -kandidaten können und sollen hier Farbe bekennen bei konkreten klimapolitischen Vorschlägen.
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