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Infos zum Projekt:
Türkân Deniz-Roggenbuck ist Inhaberin von Kulturon - einer Agentur für Diversität und Transkulturalität. Sie ist als Moderatorin, Trainerin und Coach rund ums das Querschnittsthema Diversity sehr gefragt.
Ihre Großeltern kamen als sogenannte „Gastarbeiter“ aus der Türkei nach Deutschland. Von klein auf erlebt Türkan Deniz-Roggenbuck hautnah, wie unsere Gesellschaft Menschen, die als anders wahrgenommen werden, ein- und ausschließt. Mit ihrer Expertise in den Bereichen Diversität, Teilhabe und Migration setzt sie sich dafür ein, daran etwas zu ändern.
Links:
Abdullatif Al Khalif ist diplomierter Pflegefachmann aus Göttingen. Der gebürtige Syrer hat vor kurzem sein duales Bachelor-Studium im Bereich Pflege am Göttingen Campus erfolgreich absolviert. Vom Deutschen Akademischen Austauschdienst wurde er mit einem Preis für sein soziales Engagement und besondere Leistungen ausgezeichnet. Der Syrer ist eine der Pflegefachkräfte, die dringend gebraucht werden. Der 35-Jährige hatte schon in Syrien zwei Jahre Pflegewissenschaften studiert, ehe er wegen der Gewalt des Assad-Regimes nicht mehr zur Uni gehen konnte. Er erzählt von seinem Weg nach Deutschland, wo er sein Studium fortsetzen wollte, der langen Zeit im Wohnheim, als er zum Nichtstun gezwungen war und von seiner Sicht auf die Entwicklungen in Syrien seit dem Sturz von Bashar Al Assad.
Tan Çağlar ist Comedian, Schauspieler und Moderator. Vielen dürfte er bekannt sein als Arzt der Sachsenklinik in der Serie „In aller Freundschaft“. Er bezeichnet sich selbst als Schweizermesser der Randgruppen. Seine Eltern kamen aus der Türkei nach Deutschland, er sitzt seit vielen Jahren im Rollstuhl. Tan erzählt in dieser Folge, wie er in Hildesheim aufgewachsen ist und in katholischen Schulen sozialisiert wurde. In seiner Jugend war der Sport für ihn sehr wichtig, wo er trotz seiner Gehbehinderung erfolgreich war, zunächst als Fußgänger, später dann als Rollstuhlfahrer. Tan spricht darüber, wie er seine Depression überwunden hat, und wie er dazu gekommen ist, als Rollstuhlfahrer Stand-up-Comedy zu machen.
Linktipps:
Shahwan Ahmed Ali hat vor kurzem ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert. Beim Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen VNB in Barnstorf, einem kleinen Ort zwischen Bremen und Osnabrück. Shahwan ist Sohn einer jesidischen Familie aus dem Nordirak. Im Jahr 2014 hatte der sogenannte Islamische Staat einen Völkermord an Jesidinnen und Jesiden im Nordirak verübt. Mehr als 5000 Menschen wurden getötet, unzählige Zivilisten vergewaltigt und versklavt. Shahwans Familie konnte glücklicherweise vor sieben Jahren vor dem IS nach Deutschland fliehen. Im niedersächsischen Syke hat er Fuß gefasst, die Realschule absolviert und das Thema Umweltschutz für sich entdeckt. Der 19-Jährige, der aktuell die Fachoberschule besucht, spricht über seine Erfahrungen im Freiwilligen Ökologischen Jahr, die Themen, die seine Generation, die Gen Z umtreiben, und über die Zusammenhänge zwischen Klima und Migration.
Linktipps:
https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/550977/2014-voelkermord-an-jesidinnen-und-jesiden/
https://www.welthungerhilfe.de/informieren/themen/klimawandel/klimafluechtlinge-klimawandel-und-migration/
Im Gespräch mit Séverine Jean und Mariam Hendawi aus Hannover geht es um Initiativen und Vereine die von Migrantinnen selbst gegründet werden. In Niedersachsen gibt es 56 davon, zum Beispiel religiöse, unternehmerische, kulturelle. Sie kommen unter dem Dach des Landesverbandes Amfn e.V. zusammen. Amfn steht für Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen. Der Landesverband setzt sich für die aktive Teilhabe von Migrantinnen in Politik, Gesellschaft und Kultur ein. Zum Beispiel mit dem Projekt „Get aktiv“, das von Séverine Jean geleitet wird. Aber auch mit dem Migrantenelternnetzwerk, für das Mariam Hendawi tätig ist und das sich für Chancengerechtigkeit in der Schule für Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte engagiert. Mariam hat außerdem den Verein Zenobia gegründet, der sich für die Gleichstellung arabischsprachiger Frauen einsetzt. Im Gespräch geht es um Empowerment, Teilhabe und Demokratie.
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