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Bücher erzählen nicht nur die Geschichten, die zwischen ihren gedruckten Seiten stehen. Handschriftliche Notizen, Zeichnungen und andere Gebrauchsspuren können von den Menschen erzählen, die ein Buch gelesen, besessen oder weitergegeben haben. In unserem neuen Format „Spuren in Büchern“ machen sich PD Dr. Corinna Dziudzia, Dr. Christian Heitzmann und Dr. Marie Adler gemeinsam auf die Suche nach solchen Geschichten in den Beständen der Herzog August Bibliothek.
In dieser Folge folgen wir einer Spur in Sidonia Hedwig Zäunemanns Gedichtband „Poetische Rosen in Knospen“. Darin findet sich auf dem Vorsatzblatt ein handgeschriebenes Gedicht – versehen mit einem kleinen gezeichneten Herz und unterzeichnet von A. M. Pfeffer. Wer verbirgt sich hinter diesen Initialen? Wie kam das Gedicht in Zäunemanns Buch? Und was lässt sich anhand dieser Spur über die beiden Dichterinnen erfahren?
Weiterführende Informationen:
HAB gehört ist eine Produktion der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
Aufnahme und Postproduktion: Landesmusikakademie Niedersachsen
Redaktion und Moderation: Marie Adler
Sounddesign: Klingebiel Creative
Feedback oder Anregungen? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an [email protected]! Wir freuen uns auf Ihre Gedanken zur Episode.
Wie sieht das Universum aus? Und lässt sich eine philosophische Idee überhaupt zeichnen?
In dieser Folge von HAB gehört sprechen PD Dr. Ute Frietsch und Mareike Phoebe Wackerhagen über den englischen Arzt, Philosophen und Theosophen Robert Fludd (1574–1637). Seine reich illustrierten Bücher gehören zu den eindrucksvollsten Werken der frühen Neuzeit. Darin verbindet Fludd Naturbeobachtung, Alchemie, Theosophie und Medizin zu einem umfassenden Weltbild, in dem Mensch und Kosmos als Mikrokosmos und Makrokosmos miteinander verbunden sind.
Weiterführende Informationen:
HAB gehört ist eine Produktion der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
Aufnahme und Postproduktion: Landesmusikakademie Niedersachsen
Redaktion: Dr. Marie Adler
Sounddesign: Klingebiel Creative
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Was bleibt vom Feminismus, wenn es um Liebe, Fortpflanzung und Macht geht? In „Anti Müller“ nimmt Yade Yasemin Önder die Widersprüche moderner Beziehungen und eines vermeintlich aufgeklärten Kulturbetriebs in den Blick.
Im Zentrum des Romans eine 35-jährige Autorin, die nach dem Scheitern ihrer langjährigen Beziehung vor den Trümmern eines aufgeschobenen Kinderwunsches steht. Während sie sich durch Tinder-Dates, Affären und eine Gesellschaft bewegt, die Gleichberechtigung verspricht, aber alte Muster fortsetzt, wächst ihre Sehnsucht nach einem Kind zur Obsession. „Anti Müller“ erzählt von performativ-feministischen Männern, von Verantwortungsverweigerung in Beziehungen und vom biologischen Zeitdruck, dem Frauen ausgesetzt sind. Dabei verbindet Önder bissigen Humor mit scharfer Gesellschaftsanalyse und zeichnet das Porträt einer Frau, die zunehmend bereit ist, Grenzen zu überschreiten.
„Anti Müller“ steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2026. Die Lesung fand am 18. Juni 2026 im Gartensaal des Lessinghauses der Herzog August Bibliothek statt.
Yade Yasemin Önder studierte nach dem Abitur auf zweitem Bildungsweg Literatur- und Erziehungswissenschaften an der HU Berlin, Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Ihr erstes Theaterstück »Kartonage« wurde 2017 am Wiener Burgtheater uraufgeführt. Ihr Debütroman „Wir wissen, wir könnten, und fallen synchron“ (2022, KiWi) wurde mit dem Debütpreis der lit.COLOGNE und dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet und stand auf der Shortlist für den ZDFaspekte-Literaturpreis.
Foto: Yade Yasemin Önder. © Julia Sellmann
Mehr HAB:
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Wie kommt ein Pavillon aus Salzdahlum in einen Garten in Wolfenbüttel? Und was verrät er über das Selbstbild der Herzog August Bibliothek? In dieser Episode sprechen Dr. Elizabeth Harding und Dr. Daniela Wagner über das Schicksal des Salzdahlumer Schlosses und die Geschichte des Pavillons, der seit über 200 Jahren im Garten des Anna-Vorwerk-Hauses steht.
Weiterführende Informationen:
HAB gehört ist eine Produktion der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
Aufnahme und Postproduktion: Landesmusikakademie Niedersachsen
Redaktion und Moderation: Marie Adler
Sounddesign: Klingebiel Creative
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Wie sah der Alltag eines deutschen Fürsten im 17. Jahrhundert aus? Was beschäftigte ihn und wie erlebte er die Wirren des Dreißigjährigen Krieges?
In dieser Folge von HAB gehört widmen wir uns einem außergewöhnlichen Selbstzeugnis: den Tagebüchern des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (1599–1656). Über mehrere Jahrzehnte hinweg hielt er seine Erlebnisse, Beobachtungen, Gedanken und Träume fest – auf mehr als 17.000 handschriftlichen Seiten.
Zu Gast ist Dr. Alexander Zirr, der sich seit über zehn Jahren mit Christian II. und seinen Aufzeichnungen beschäftigt. Gemeinsam sprechen wir über den Menschen hinter den Tagebüchern, seinen Alltag zwischen Politik, Hofleben und Krieg sowie über die Besonderheiten dieser einzigartigen Quelle. Außerdem hören wir ausgewählte Passagen aus den Originalaufzeichnungen und erfahren, welche Einblicke sie in die Lebenswelt des 17. Jahrhunderts ermöglichen.
In unserer Rubrik „Im Tresor“ werfen wir einen Blick auf die digitale Edition der Tagebücher. Sie vereint Transkriptionen, Übersetzungen sowie Register und macht die Aufzeichnungen für Wissenschaft und Öffentlichkeit zugänglich.
Das Forschungsprojekt „Digitale Edition und Kommentierung der Tagebücher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (1599–1656)“ findet nach zwölf Jahren Arbeit in diesem Sommer seinen Abschluss – ein passender Anlass, um auf dieses bemerkenswerte Quellenwerk zurückzublicken.
Weiterführende Informationen:
HAB gehört ist eine Produktion der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
Aufnahme und Postproduktion: Landesmusikakademie Niedersachsen
Redaktion: Dr. Marie Adler
Stimme Christian II. von Anhalt-Bernburg: Tobias Adler-Bartels
Sounddesign: Klingebiel Creative
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Heute geht es um ein Objekt, das Bewegung ins Lesen brachte: das Bücherrad. Elizabeth Harding spricht über das sogenannte Bücherrad – ein ebenso ungewöhnliches wie praktisches Lesegerät der Frühen Neuzeit. Mit seiner drehbaren Konstruktion ermöglichte es, mehrere geöffnete Bücher gleichzeitig zu nutzen, ohne den Überblick zu verlieren.
Diese Episode geht der Frage nach, warum das Bücherrad so gut zu Herzog August dem Jüngeren passt – und was das Möbelstück mit Trinkspielen zu tun hat.
Hier gibt es Fotos des Bücherrads!
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HAB gehört ist eine Produktion der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
Aufnahme und Postproduktion: Landesmusikakademie Niedersachsen
Redaktion: Marie Adler
Sounddesign: Klingebiel Creative
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Ein neues Rätsel wartet! Dr. Daniela Wagner präsentiert ein weiteres Objekt aus ihrem Projekt „Die Herzog August Bibliothek in 100 Objekten“ – doch welches es ist, bleibt vorerst ein Geheimnis. Hören Sie rein und raten Sie mit!
Hier gibt es einen visuellen Hinweis!
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HAB gehört ist eine Produktion der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
Aufnahme und Postproduktion: Landesmusikakademie Niedersachsen
Redaktion: Marie Adler
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Dies ist die dritte Episode unserer Reihe, in der wir besondere Objekte aus der Sammlung der Herzog August Bibliothek vorstellen. 1893 blickte die Welt nach Chicago: Auf der World's Columbian Exposition präsentierten Länder aus aller Welt ihre kulturellen, wissenschaftlichen und technischen Errungenschaften. Weniger bekannt ist, dass Bibliotheken Teil dieser Weltausstellung waren. Hier war auch die Herzogliche Bibliothek vertreten und stellte ihre Arbeit und Sammlungen vor. Die Medaille wurde der Wolfenbütteler Bibliothek für ihre Teilnahme an der Ausstellung verliehen. Heute ist sie Teil ihrer Sammlung und wird im Projekt „Die Herzog August Bibliothek in 100 Objekten“ erforscht.
Hier gibt es Fotos der Medaille.
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HAB gehört ist eine Produktion der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
Aufnahme und Postproduktion: Landesmusikakademie Niedersachsen
Redaktion: Marie Adler
Sounddesign: Klingebiel Creative
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Dies ist die zweite Episode der Reihe, in der Dr. Elizabeth Harding und Dr. Daniela Wagner ausgewählte Stücke aus ihrem Projekt „Die Herzog August Bibliothek in 100 Objekten“ vorstellen. Um welches Objekt es sich diesmal handelt, wird noch nicht verraten! Hören Sie rein, raten Sie mit und finden Sie es heraus.
Weiterführende Informationen:
HAB gehört ist eine Produktion der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
Aufnahme und Postproduktion: Landesmusikakademie Niedersachsen
Redaktion: Marie Adler
Sounddesign: Klingebiel Creative
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Die Lesung fand am 23. Oktober 2025 im Gartensaal des Lessinghauses der Herzog August Bibliothek statt.
Anders als viele Bücher, die die deutsche Geschichte vor allem westdeutsch interpretieren, verknüpft „Tausend Aufbrüche“ die Demokratieerfahrungen der Bundesrepublik mit denen der DDR. Morina zeigt, wie vielfältig und unterschiedlich die Ansprüche an Demokratie in Ost und West waren und wie diese nach der Wiedervereinigung bis heute nachwirken – mit besonderem Fokus auf den Aufstieg des Rechtspopulismus und die heutigen Herausforderungen. Anhand von bislang kaum genutzten Originalquellen wie Bürgerbriefen, Eingaben und Flugblättern beleuchtet sie auf einzigartige Weise das Demokratieverständnis „ganz normaler“ Bürger*innen. „Tausend Aufbrüche. Die Deutschen und ihre Demokratie seit den 1980er-Jahren“ wurde mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2024 ausgezeichnet und gilt als ein bedeutender Beitrag zum Verständnis der deutschen Demokratiegeschichte.
Zur Autorin:
Prof. Dr. Christina Morina, geboren 1976 in Frankfurt (Oder), studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Journalistik an den Universitäten Leipzig, Ohio und Maryland (USA). Seit 2019 ist sie Professorin für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte an der Universität Bielefeld. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Gesellschafts- und Erinnerungsgeschichte des Nationalsozialismus, in der politischen Kulturgeschichte des geteilten und vereinigten Deutschlands sowie im Verhältnis von Geschichte und Gedächtnis.
Die Lesung war Teil unserer Reihe „HAB gelesen“. Sie möchten mehr wissen? Hier gibt es alle Infos!
Foto: © Siedler Verlag
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Redaktion: Marie Adler
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