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Donald Trump ruft zum Rücktritt vom Intel-CEO auf und zum Abtritt vom Goldman Sachs-Chefvolkswirten. Er lässt Nvidia und AMD 15 Prozent ihrer China-Umsätze an den Staat zahlen als Preis der Exportlizenzen für Hochleistungschips. Er verbietet Autoproduzenten wie Handelsunternehmen, ihre Preise zu erhöhen. Und er verhandelt Apple zusätzliche Investitionen im Inland ab.
Dirigistischer und erratischer als in der ersten Amtszeit greift der US-Präsident in die Strategie einzelner Unternehmen ein, fordert gar von Coca-Cola eine neue Rezeptur mit Rohrzucker. Die CEOs kuschen derzeit, doch ob Trumps Politik aufgeht, steht noch aus.
„Es geht nicht mehr darum, dass die Regierung eine Ordnungspolitik systematisch einsetzt, dass man Rahmenbedingungen für bestimmte Sektoren vorgibt“, analysiert Co-Host Christian Lammert. Trump mische sich adhoc direkt in Einzelunternehmen ein, sagt Katharina Kort, die acht Jahre lang US-Bürochefin des Handelsblatts in New York war.
Moderiert von Nicole Bastian & Christian Lammert
Essay: Vier Punkte, wie Trump der US-Wirtschaft das Fundament entzieht
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887 Seiten stark ist das Project 2025. Die Co-Hosts Nicole Bastian und Christian Lammert schauen in dieser Folge Trump-Watch auf die vielen Personen, die daran mitgeschrieben und jetzt im Trump-Team einen Posten haben, und analysieren jeweils vier Themen des Dossiers, die die Regierung Donald Trumps bislang umgesetzt hat, vier Dinge, die sie gerade bearbeitet, und vier Ziele, die die Regierung bisher nicht angegangen ist – ob bei der US-Notenbank, der Staatsverschuldung oder beim Verbot von Pornografie.
Ein halbes Jahr nach Amtsantritt hat Trump auf vielen Feldern aber bereits Tatsachen im Sinne des Project 2025 geschaffen. „Also, die Regierung hat schon ein Tempo vorgelegt, das ist enorm“, urteilt Co-Host Christian Lammert, Professor für die politischen Systeme Nordamerikas an der FU Berlin. Er warnt davor, dass der Machtzuwachs der Exekutive und die konservativen Vorstellungen, die sich im Project 2025 finden, einen gesellschaftlichen Rückschritt in den USA bedeuten könnten, etwa bei der Stellung der Frau.
Moderiert von Nicole Bastian und Christian Lammert
Produziert von Florian Pape
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Die Medienlandschaft in den USA verändert sich rasant: Klassische Medien verlieren an Einfluss, immer mehr Menschen holen sich ihre Informationen auf alternativen Plattformen – insbesondere aus dem rechten Spektrum.
Was das für Öffentlichkeit, Parteien und Demokratie bedeutet, bespricht Podcast-Host Christian Lammert in dieser Folge mit dem Kommunikationsexperten Curd Knüpfer von der University of Southern Denmark. Sie diskutieren die alte und die neue Medienwelt der USA, amerikanische Oligarchen und den Einfluss der Trump-Regierung auf die Absetzung der Late-Night-Show von Stephen Colbert.
Knüpfer beobachtet die Entwicklungen seit langem und warnt: „Man muss dafür sorgen, dass eine Infrastruktur der Faktenfindung erhalten bleibt. Das sind öffentliche Einrichtungen, das ist die Wissenschaft, das ist der professionelle Journalismus.“
Das Gespräch dreht sich auch um Europa. Warum etwa versucht Donald Trump in den Zollverhandlungen im Interesse amerikanischer Milliardäre ein Digitalgesetz der EU zu verhindern? Und wie verändert sich die Medienlandschaft in Deutschland? Antworten hören Sie in dieser Folge Trump-Watch.
Zum Artikel: Öffentlicher Rundfunk in den USA verliert Fördermittel
Moderiert von Christian Lammert
Produziert von Lukas Teppler
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Seit Jahresbeginn hat der US-Dollar gegenüber einem breiten Währungskorb rund zehn Prozent an Wert verloren. Zoll- und Schuldenunsicherheit, Mar-a-Largo-Accord und Angriffe auf die Fed belasten den Dollar – doch andererseits soll das gerade verabschiedete Kryptogesetz „Genius-Act“ die US-Währung über eine Verbreitung von Stablecoins, die an den US-Dollar gebunden sind, stärken.
„Wir sehen gerade, dass es da einen Push aus dem Weißen Haus gibt, der den Dollar stärken könnte, auch das Image des Dollars, weil auf einmal wieder alle Banken über Stablecoins in Dollar sprechen“, sagt Astrid Dörner, US-Finanzmarktkorrespondentin des Handelsblatt.
Zum Artikel: Wie Trump an Amerikas Krypto-Revolution mitverdient
Moderiert von Nicole Bastian und Christian Lammert
Produziert von Lukas Teppler
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Neun Frauen und Männer sitzen im Supreme Court, dem Obersten Gerichtshof der USA. Und sie haben entscheidende Bedeutung in der Frage, wie weit die Machtbefugnisse des US-Präsidenten gehen können. In ihren Urteilen seit Donald Trumps Amtsantritt im Januar haben die neun Richterinnen und Richter in mehreren, wenn auch nicht allen, Fällen zugunsten der Trump-Regierung entschieden, jüngst etwa bei den Massenentlassungen im Bildungsministerium.
Die Hosts Nicole Bastian und Christian Lammert analysieren die jüngsten Richtersprüche, stellen die neun Entscheider im Supreme Court vor und zeigen die Spaltung unter ihnen auf. „Ich finde, dass viele Urteile im Widerspruch zu Präzedenzfällen der letzten Jahrzehnte stehen“, sagt Lammert, Professor an der FU Berlin für die politischen Systeme Nordamerikas. „Da geht es nicht nur um die Abtreibungsfrage, sondern gerade auch um die Rolle und die Macht des Präsidenten.
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14 Zollbriefe hat Donald Trump an Staaten verschickt und darin ähnlich hohe Importzölle angekündigt wie bereits Anfang April. Die EU ringt noch um einen Handelsdeal. Dieser wird anders aussehen als traditionelle Handelsabkommen, zeigt das Interview der Hosts Nicole Bastian und Christian Lammert mit dem Geschäftsführer für Internationales beim BDI, Wolfgang Niedermark.
Niedermark argumentiert, dass der US-Basiseinfuhrzoll von zehn Prozent sich bereits durchgesetzt habe und eingepreist sei. Das sei den Unternehmen „fast lieber, als die Unberechenbarkeit noch viele Monate fortzuführen“. Doch die Unberechenbarkeit der US-Politik und des US-Wirtschaftskurses schrecke Investoren aus Deutschland und der übrigen EU bei Investitionen in den USA ab, anstatt sie zu Investitionen zu motivieren. „Da hat sich der Präsident, glaube ich, ziemlich verrechnet.“
Niedermark rechnet nicht mit einer Rückkehr zum bisherigen Handelssystem nach der Amtszeit Trumps. „Ich glaube, dass sich die internationale Ordnung so stark verändert hat, dass ein Zurück zu dem, was wir kannten, oder eine Reparatur alter Systeme nicht für realistisch gehalten wird.“
Moderation: Nicole Bastian, Christian Lammert
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Donald Trump hat sein großes Haushaltsgesetz durch den Senat gebracht. Auch wenn das Repräsentantenhaus dem abgeänderten Gesetzespaket jetzt erneut zustimmen muss, ist der US-Präsident damit einen wichtigen Schritt weiter beim Vorhaben, zentrale Wahlversprechen umzusetzen. In der Steuer- und Zollpolitik ringt er der EU, Kanada und der OECD zudem wichtige Konzessionen ab. Und der Supreme Court stärkt ihm mit einer Entscheidung zur Staatsbürgerschaft vorläufig den Rücken.
In der aktuellen Trump-Watch-Folge analysieren die Hosts Nicole Bastian und Christian Lammert, wie nachhaltig diese Erfolgsserie ist, und fragen, wer den Preis dafür bezahlt. Trump mache mit dem Haushaltsgesetz eine Politik für die Eliten, seine Basis leide darunter, glaubt Lammert, Professor für die politischen Systeme Nordamerikas an der FU Berlin. „Und da ist die Frage, ob das eine nachhaltige politische Strategie ist im Sinne der amerikanischen Gesellschaft – und welche Folgen das für die Zwischenwahlen im nächsten Jahr für die Republikanische Partei haben wird.“
Kommentar: Das US-Haushaltspaket ist schon jetzt ein Erfolg für Trump
Moderiert von Nicole Bastian & Christian Lammert.
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Die Angriffe auf Atomanlagen im Iran und die anschließende Waffenruhe mit Israel kann der US-Präsident als seinen Erfolg verkaufen. Und auf dem Nato-Treffen in Den Haag willigen die Mitgliedsstaaten auf die Aufrüstung ein, die Trump schon lange gefordert hat.
Trump habe nach den israelischen Angriffen eine Gelegenheit gesehen und gehandelt, analysiert US-Außenpolitikexperte Florian Böller vom Heidelberg Center for American Studies in dieser Podcast-Folge. Doch die außenpolitischen Erfolge haben eine Kehrseite.
Im Falle des Irans stelle sich die Frage, wie nachhaltig erfolgreich die Aktion sei. Jetzt gelte es, ein Abkommen mit dem Iran auszuhandeln. „Ich sehe keine klare Strategie hinter Trumps Außenpolitik, weder allgemein noch im Nahen Osten“, sagt Böller. Es gehe Trump um „Macht und Sicherheit in einer ganz engen Definition für die USA“.
Trump schwäche die Nato, da unklar sei, ob die USA den Beistandspakt einhielten. „Trump ist ein großes Problem für die Nato und die transatlantischen Beziehungen“, so Böller.
Moderiert von Nicole Bastian und Christian Lammert.
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Millionen von Amerikanern auf den Straßen gegen den US-Präsidenten, sinkende Popularitätswerte und ein Lavieren in der Frage, wie die USA mit dem Iran umgehen sollen: Es sind keine leichten Tage für Donald Trump. Auch mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine erzielt er keine wirklichen Fortschritte. Wie mächtig ist Trump sechs Monate nach Amtsantritt?
„Ein Eindruck der Machtlosigkeit bei diesen schwierigen diplomatischen Zielen ist schon spürbar“, sagt Podcast-Gast Jeffrey Rathke. Er war mehr als 20 Jahre lang US-Diplomat, unter anderem in Russland, Deutschland und bei der Nato. Heute ist er Präsident des American-German Institutes an der Johns Hopkins University in Washington D.C.
Rathke beschreibt die Spannung aus der Gleichzeitigkeit eines Machtzuwachses Trumps einerseits, weil dieser die präsidialen Befugnisse immer weiter ausdehne, und die Schwäche des Präsidenten sowie die Ablehnung in der amerikanischen Gesellschaft andererseits. Den Zenit von Trumps Macht sieht der Ex-Diplomat noch nicht überschritten, denn der US-Präsident habe in den ersten sechs Monaten seiner Amtszeit erstaunlich viel umgesetzt und noch Instrumente zur Verfügung, die er bisher nicht eingesetzt habe.
Lesetipp:
Moderation: Nicole Bastian, Christian Lammert
Produktion: Florian Pape
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Die Bürgermeisterin von Los Angeles wirft dem US-Präsidenten Donald Trump vor, mit der Entsendung der Nationalgarde in ihre Stadt zu testen, ob er Machtbefugnisse von Lokalregierung und Bundesstaat einfach so ins Weiße Haus ziehen kann. Die neuste Folge von Trump Watch beleuchtet, wie demokratisch bedenklich und gleichzeitig machtpolitisch durchaus klug Trumps Vorgehen ist.
„Donald Trump testet in einer ganzen Reihe von Vorgängen und Verfahren aus, wie weit er die Macht der Exekutivgewalt ausweiten kann“, analysiert Handelsblatt-US-Korrespondent Felix Holtermann im Podcast. Mit seiner Eilklage gegen Trumps Entsendungsanweisung ist der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom am Mittwoch gescheitert. Auch dem Hauptverfahren gibt Podcast-Co-Host Christian Lammert wenig Chancen. Die Ereignisse in LA scheinen zwar die Reihen der republikanischen Abgeordneten zu schließen, doch sie lenken auch von Differenzen über das anstehende Haushaltsgesetz und vom Streit zwischen Trump und Elon Musk ab.
Moderiert von Nicole Bastian & Christian Lammert
Produziert von Lukas Teppler
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