Es gibt keinen guten Zeitpunkt, um über Einsamkeit zu schreiben. Wenn sie mich erwischt, bin ich im Moment der tiefen Traurigkeit zu nichts fähig. Ich sitze nur lethargisch herum, kann keinen klaren Gedanken fassen und hoffe, dass es bitte auch dieses Mal wieder vorbeigehen möge. Habe ich sie bereits für einige Zeit hinter mir gelassen, möchte ich die schweren Momente nicht mehr heraufbeschwören. Lediglich in den Tagen dazwischen bin ich in der Lage, Einsamkeit in Worte zu fassen. Die Tage, in denen ich angestrengt aus dem Loch klettere, aber noch nicht wieder draußen bin. Die Traurigkeit ist noch da, aber sie überwältigt mich nicht mehr. Heute ist ein guter Tag zum Schreiben.