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„Informatik gestaltet nicht nur technische Systeme, sondern Welt.“ Diesen Satz sagte unsere Gesprächspartnerin dieser Folge vor einiger Zeit in einem Interview – und bezog sich dabei auf die Expertise der Gender- und Diversity-Forschung, die helfen kann, digitaler Spaltung und der Verstärkung von Ungleichheiten entgegenzuwirken. Prof. Dr. Claude Draude ist Leiterin des Fachgebiets Gender/Diversity in Informatiksystemen an der Universität Kassel, das zwei der zentralen dortigen Forschungsschwerpunkte miteinander vereint: die Kultur- und Geschlechterforschung sowie die sozialnützliche Informationstechnik-Gestaltung.
In dieser Episode spricht sie über die Schnittstellen zwischen Digitalisierung und Diversity und erklärt, wie sich menschliche Vielfalt und Kontext-Vielfalt in der Informatikentwicklung berücksichtigen lässt.
Was hat eine Autobremse mit einer Geige gemeinsam? Und wie funktioniert das Müllfahrzeug der Zukunft?
Diese Fragen beantwortet in dieser Folge Prof. Dipl.-Ing. Holger Marschner. Er ist an der Frankfurt University of Applied Sciences zuständig für Lehre und Forschung auf den Gebieten Kraftfahrzeugtechnik, Fahrkomfort und Akustik (Noise Vibration Harshness, NVH) sowie für die Leitung des Kfz-Labors mit zwei Mitarbeitern. Kernkompetenzen und Inhalte der Laborversuche sind die Fahrdynamik von Kraftfahrzeugen, Verbrauchs- und Abgasmessung, sowie Erfassung von Lärm und Schwingungen mit den daraus ableitbaren Verbesserungsmaßnahmen.
Für einige seiner kreativen Forschungsansätze wurde er bereits ausgezeichnet – in dieser Episode erzählt er von ihnen.
Implizites Erfahrungswissen. Sozialraumentwicklung. Inneres und äußeres Gemeinwesen. Das Rousseausche Problem der Demokratie. Aussichtserforschung des in Möglichkeit Seienden. Lauter Formulierungen, die nicht für jede*n selbsterklärend, jedoch essenziell für die wissenschaftliche Arbeit des Gasts dieser Episode sind: Prof. Dr. Michael May ist Experte für Sozialraumentwicklung und Jugendarbeit. Er forscht und lehrt als Professor an der Hochschule RheinMain für Theorie und Methoden Sozialer Arbeit unter besonderer Berücksichtigung der Gemeinwesenarbeit.
In dieser Folge erklärt er die Bedeutung der eingangs genannten Begriffe für die Soziale Arbeit. Er erzählt, wie und weshalb er sich zu Beginn seiner Karriere mit Punks und Streetgangs beschäftigte. Und erinnert sich, wie er als junger Wissenschaftler versuchte die Welt zu verändern.
Im Jahr 2020 besetzte die Frankfurt University of Applied Sciences als eine der ersten Hochschulen Deutschlands die Stiftungsprofessur Radverkehr. Prof. Dr.-Ing. Dennis Knese, unser Gast in dieser Folge, nahm den Ruf an und trat Anfang 2021 seine Professur Nachhaltige Mobilität und Radverkehr an. Zuvor war er seit 2016 Berater für nachhaltige Mobilität bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, und davor wiederum befasste er sich an der Frankfurt University als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Elektromobilität, Stadt- und Verkehrsplanung. Er bringt also einiges an Expertise und Erfahrungen zum Thema nachhaltige Mobilität mit – und teilt sie in dieser Episode von Hessen schafft Wissen.
Der technische Fortschritt und die Digitalisierung von Kommunikation, Abläufen und Prozessen macht auch vor der Medizin nicht Halt. Prof. Dr. Volker Groß, unser Gesprächspartner in dieser Episode, leitet an der Technischen Hochschule Mittelhessen den Masterstudiengang „Digitale Medizin“. Er ist Professor für Biomedizinische Technik am Fachbereich Gesundheit und darüber hinaus Mitglied des Promotionszentrums für Ingenieurwissenschaften.
Er erläutert in dieser Folge anhand konkreter Beispiele, welche Chancen die Digitalisierung im Gesundheitswesen bietet – aber auch, welche Risiken es zu vermeiden gilt.
Was macht einen erfolgreichen Spieleentwickler aus? Wie geht es mit VR und AR weiter? Und welche Rolle spielt die Künstliche Intelligenz im Game-Design? Diese und ähnliche Fragen beantwortet in dieser Episode ein international anerkannter Branchenkenner der Games-, Medien- und Entertainmentindustrie: Lutz Anderie, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Frankfurt University of Applied Sciences. Er bekleidete Führungspositionen bei Sony Playstation, Atari und Bandai Namco und ist u.a. Autor des Fachbuchs "Games Industry Management: Gründung, Strategie und Leadership – Theoretische Grundlagen".
„Die Corona-Pandemie ist mehr als eine Krise“, meint die Gesprächspartnerin dieser Folge, Prof. Dr. Nicole Deitelhoff – und erläutert, wie sich die Corona-Krise auffächert in eine ganze Reihe von interdependenten Krisen der Gesundheitssysteme, der Wirtschafts- und Sozialsysteme bis hin zu einer möglichen Krise internationaler Kooperation.
Nicole Deitelhoff ist Professorin für „Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungspolitik“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK). Letzteres ist eine Art Denkfabrik für Friedensforschung und internationale Beziehungen.
Sie studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Völkerrecht an der Technischen Universität Darmstadt und der State University of New York at Buffalo. Und beantwortet in dieser Episode Fragen wie: Was ist eigentlich eine Krise? Und wie wirken sich Krisen auf unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt aus?
Welchen Einfluss hat der Verschluss auf die Qualität eines Weines? Wie wirken sich Temperaturschwankungen, wie sie beim Transport rund um den Globus unvermeidbar sind, auf Weine aus? Und ist Kartonwein wirklich automatisch minderwertig?
Solche und weitere Fragen erläutert in dieser Episode Prof. Dr. Rainer Jung. Er ist nicht nur selbst auf einem Weingut aufgewachsen, sondern vor allem auch Professor für Oenologie – der Lehre vom Weinbau – und seit 2003 stellvertretender Leiter des Instituts für Oenologie an der Hochschule Geisenheim.
Wie kann die Funktionsfähigkeit von Städten mit digital vernetzten Infrastrukturen in Extremsituationen, Krisen und Katastrophen sichergestellt werden?
Dass diese Frage hochgradig relevant ist, wird deutlich, wenn man sich vergegenwärtigt, dass im Jahr 2050 zwei Drittel der Menschen weltweit in Städten leben und zunehmend digitale Infrastrukturen nutzen werden. Das steigert unsere Abhängigkeit von diesen Systemen – und erhöht zugleich unsere Anfälligkeit für Naturkatastrophen, menschliches oder technisches Versagen, Kriminalität und Terrorismus.
Matthias Hollick ist Professor für Informatik an der TU Darmstadt und wissenschaftlicher Koordinator des LOEWE-Zentrums emergenCITY, in dem erforscht wird, wie die Resilienz digitaler Städte erhöht werden kann. Seine Forschungsinteressen liegen auf dem Gebiet der Sicherheit, Resilienz, Leistungsfähigkeit und Dienstqualität in mobilen und drahtlosen Systemen sowie vernetzten kritischen Infrastrukturen.
Was ist eine Demokratie? Was macht sie so fragil? Und welche Gefahren drohen der Demokratie, wenn Grundrechte eingeschränkt oder außer Kraft gesetzt werden, um eine Krise wie die Covid-19-Pandemie zu bewältigen?
Diese Fragen diskutiert in dieser Folge Prof. Dr. Ursula Birsl. Sie ist Professorin für Demokratieforschung am Institut für Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg. Außerdem spricht sie über die aktuellen Entwicklungen in den USA: den Sturm aufs Kapitol, die Amtseinführung Joe Bidens – und die Risiken, die sie für die amerikanische Demokratie sieht.
Erschienen am 09.02.2021
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