
Sign up to save your podcasts
Or


In dieser Folge sprechen wir über ein sehr aktuelles Thema. Es geht darum, dass Religion auch Konflikte befeuern kann oder Grundlage menschenverachtender Ideologie wird. Wir haben uns schon öfter darüber unterhalten, dass bei Kirche und Religion solche negativen Themen mitschwingen und viele Menschen davon abhält weiter in Kirche zu bleiben.
Mit Lennard Schmidt von der Initiative Interdisziplinäre Antismetismusforschung (iia) der Universität Trier reden wir darüber. Lennard ist Experte, wenn es um Antismemitismus geht, mit ihm sprechen wir u.a. darüber, wieso diese weltumgreifende Ideologie überhaupt eigentlich Juden trifft? Spannend ist es auch, ob Kirche hierzu eine qualifizierte Meinung beitragen kann.
Informationen zu Lennard Schmidt
https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/geschichte/studium-und-lehre/initiative-interdisziplinaere-antisemitismusforschung/team/lennard-schmidt
Die Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung (IIA)
https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/geschichte/studium-und-lehre/initiative-interdisziplinaere-antisemitismusforschung/start
IIA auf Instagram
https://www.instagram.com/iia.trier/?hl=de
IIA auf Facebok
https://www.facebook.com/iia.trier/?locale=de_DE
IIA auf Youtube
https://www.youtube.com/@iia_trier
Euer Paar-Podcast des Vertrauens präsentiert: Tipps und Tricks für eure Beziehung. Was hat das alles heute eigentlich noch mit dem Glauben zu tun? Fabian und Carsten unterhalten sich rund um das Thema Heiraten und die Besonderheiten des Ehesakraments. Es stellt sich unter anderem die Frage, ob Kirche bspw. überhaupt Vorgaben machen sollte, um in Sachen Liebe “glaubwürdig” zu bleiben.
ZDF Magazin Royale: Die Ehe
https://www.youtube.com/watch?v=Od1X6AEN7j8
Priester in Südafrika
https://paulinus-bistumsnews.de/aktuell/news/artikel/Freiheit-Hoffnung-Sinndeutung/
Fabian und Carsten haben familiär bedingt länger nicht mehr miteinander gesprochen. Jetzt hat sich einiges angestaut. Deswegen geht es in dieser Folge um aktuelle Dokus rund um das Thema Kirche. Schaut in die Shownotes, hier haben wir alle angesprochenen Dokus verlinkt.
Während Carsten von vielen Formaten und der Darstellung von Glaube und Kirche genervt ist, glaubt Fabian, dass diese Dokus das Interesse einer Mehrheit der Gesellschaft widerspiegeln.
Rücktritt Annette Kurschus
https://www.sueddeutsche.de/politik/evangelische-kirche-kurschus-missbrauch-ruecktritt-1.6306477?reduced=true
Rücktrittsgesuch Kardinal Marx
https://www.tagesschau.de/inland/marx-ruecktritt-101.html
Doku mit um.gotteswillen und pynkpastor von reporter
“Zwischen Glaube und Missbrauchsskandal: Verändern diese Influencer die Kirche?”
https://www.youtube.com/watch?v=jn-8StYgA4s
Porträt “Gegen den Strom - Marieke und die Kirche” vom Saarländischen Rundfunk
https://www.youtube.com/watch?v=X8PdXzYNuy8
Doku über ICF
“Jugend ohne Gott? Warum diese jungen Menschen wieder Bock auf Kirche haben vom Y-Kollektiv
https://www.youtube.com/watch?v=gn7GnY6egLY
Doku über den Missbrauch im Bistum Speyer
“Missbrauch in der katholischen Kirche: Was geschah im Bistum Speyer?” vom Y-Kollektiv
https://www.youtube.com/watch?v=xD_8sWRmw-k
Über Andreas Sturm, der als Generalvikar von Speyer zurückgetreten ist und zu den Altkatholiken gewechselt ist:
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/interview-andreas-sturm-speyer-singen-100.html
Doku mit Schwester Luzifer ;-)
“Deutschland, gottlos?” Rabiat by Y-Kollektiv
https://www.youtube.com/watch?v=vvFSle_6xPM
Zentralrat der Muslime in Deutschland
https://www.zentralrat.de/
Die Eule – Magazin für Kirche, Politik und Kultur
https://eulemagazin.de/
In dieser Folge sprechen wir mit unserem allerersten Gast. Felix Kramm spricht auf Instagram öffentlich über seinen Glauben. Uns erzählt er, wie es überhaupt dazu gekommen ist, was ihn an der katholischen Theologie fasziniert und warum er sich bewusst für die Institution Kirche entschieden hat, um seinem Glauben einen Ort zu geben.
Felix gibt uns einen tiefen Einblick in seinen persönlichen Glauben und zeigt auf, warum Christsein für ihn auch eine politische Haltung ist. Für Felix ist klar, dass Kirche nur relevant sein kann, wenn sie sich für die Ausgegrenzten dieser Gesellschaft einsetzt und bei allen eine klare Grenze zieht, die anderen die Menschenwürde absprechen wollen. In dieser Folge erfahrt ihr, warum Felix u.a. über diese Themen auf seiner Instagram Seite öffentlich spricht.
Buchtipp: Als die Mönche die Heimat verließen
Nach der Sommerpause reden Fabian und Carsten über ihre Erfahrungen mit kirchlichen Ferienfreizeiten. Kinderfreizeiten als Ort von Kirche haben eine Besonderheit: Sie sind nach wie vor beliebt! Ein Grund könnte sein, dass Kirche sich hier im Gegensatz zum Sonntagsgottesdienst den Menschen lebensnah zeigt.
Kirche braucht ganz dringend diese engagierten Ehrenamtlichen, die sowas auf die Beine stellen können. Und am Ende braucht es diese Menschen eigentlich auch in den Gremien der Gemeinden. Ansonsten bestimmt eine extrem kleine Minderheit der Kirchengemeinde vor Ort über die Zukunft von Kirche.
Wem könntet ihr verzeihen? Nach ein paar deepen Pärchenfragen, steigen Fabian und Carsten in dieser Folge in das Thema Sünde ein. Kirche wird oft damit verbunden, dass sie die Menschen als Sünder sieht, die durch den Glauben erlöst werden können. In der Geschichte haben sich viele Beispiele gezeigt, wo diese Sichtweise zu Missbrauch geführt hat. Dabei ist die Frage, wie wir auf Menschen schauen, durchaus auch noch heute aktuell. Ist der Mensch etwa von Natur aus böse, wenn wir auf Krieg und Leid dieser Welt schauen? Vielleicht aber ist der Mensch auch von Natur aus gut und es ist die Gesellschaft, die ihn böse macht. Kirche will hier weiterhin Orientierung geben.
Heutzutage mag der Begriff Sünde auch etwas veraltet wirken. Es muss auch kritisch hinterfragt werden, welchen Richtlinien für ein gelingendes Leben (was auch immer das heißen mag) wir uns noch unterwerfen wollen. Auch wenn die Idee von Gott zu schwinden scheint, so ist die Suche nach einem gelingenden Leben zeitlos relevant. Es wäre schon viel geholfen, wenn wir untereinander weniger urteilen würden und versuchen würden, die Hintergründe unserer Gegenübers zu verstehen. Kirche kann sicherlich keinem mehr Angst mit der Sünde machen, hätte aber die Chance, Menschen auf der Suche nach einem gelingenden Leben zu unterstützen.
Darf ich eigentlich alles glauben, was ich will und ab wann gelte ich nicht mehr als Christ*in? Für Fabian steht viel zu häufig der Tod im Vordergrund des Christentums, anstatt das Leben zu feiern. Generell sind aber auch Hoffnungsbotschaften auf ein Leben nach dem Tod schwer zu vermitteln. Kirche vermittelt noch oft das Bild einer unbedingten Wahrheit, die es möglichst "rein" zu vermitteln gelte.
Wahrscheinlich geht es vielen Menschen so, dass sie sich für Ihren persönlichen Glauben aus unterschiedlichen Quellen bedienen. Bei den meisten Menschen wird es auch so sein, dass die eigene Erziehung und Sozialisierung einen entscheidenden Einfluss darauf hat. Teil einer religiösen Mündigkeit ist es, diese Anteile transparent zu machen und nicht zu verurteilen, woran Menschen glauben. Der Zweifel gehört dabei ganz ursprünglich zum Glauben dazu.
Diese Woche gibt es eine Spezialfolge zum Thema Pilgern. Ist Pilgern einfach nur wandern? Fabian und Carsten sind unterwegs auf einen Abschnitt des Jakobswegs im Saarland, um das zu diskutieren. Sie starten am ältesten Kloster auf deutschem Boden der Abtei Tholey. Ihr Weg führt sie u.a. an dem beschaulichen Ort Marpingen vorbei, wo es seit dem 19. Jahrhundert Pilgerfahrten aufgrund einer angeblichen Marienerscheinung gibt. Fabian fragt sich, ob es die ganzen Geschichten überhaupt braucht und ob Kirche es heutzutage noch schaffen kann, Menschen zu inspirieren. Achtsamkeit ist längst ein Modebegriff geworden und es stellt sich die Frage, welchen Beitrag Kirche hier mit ihrer langen Tradition bieten kann.
Pilgern kann auch eine Methodik oder ein anderer Rahmen sein, die Umwelt wahrzunehmen. Jedenfalls scheint eine bleibende Faszination vom Pilgern auszugehen und Kirche hat hier viele Schätze zu bieten. Schätze, die vielleicht auch verstaubt sein mögen oder erst mühsam entdeckt werden wollen. Pilgern bietet auf alle Fälle eine Chance über den persönlichen Glauben nachzudenken, fernab der institionellen Bindung oder kirchlicher Machtstrukturen.
Kirche und Krieg. Ein Thema, das wieder erschreckend aktuell geworden ist. In dieser Folge diskutieren wir darüber, wie Kirche sich überhaupt zum Krieg oder Gewalt verhalten sollte. Wir stellen uns die Fragen, ob Gewalt überhaupt jemals christlich sein kann. Natürlich reden wir dabei auch über den aktuellen Krieg in der Ukraine. Kirche als politischer Akteur ist hier oftmals noch zu leise oder hat eben zu sehr an gesellschaftlicher Relevanz eingebüßt, um gehört zu werden. Auch wenn wir Ghandi kurzerhand zum Christen erklärten haben (nostra culpa), so kennt das Christentum doch auch Vorbilder im Diskurs rund um Krieg und Frieden. Die Frage ist, wie es gelingen kann eine christliche Position zu aktuellen Konflikten zu finden, die zwischen Schweigen und naivem Pazifismus liegt.
Aus der Bibel kennen wir eine bekannte Passage in der Bergpredigt zum Thema Gewalt. Der Klassiker, wenn du mir auf die Backe haust, dann halte ich noch die andere hin. Bis heute kommt uns solch eine Handlungsempfehlung unrealistisch vor, zumal Christ*innen selbst oft genug in der Geschichte das Gegenteil bewiesen haben. Dabei handelt es sich bei Jesu Worten um eine Utopie des Glaubens. Eine Hoffnung auf eine andere Welt, die im besten Falle Veränderungen im Hier und Jetzt bewirkt. Wenn Kirche relevant bleiben will, dann muss sie sich fragen, wie sie es schafft die christliche Hoffnungsbotschaft einer friedlichen Welt in unsere heutige Realität zu übertragen. Dabei wird es im aktuellen Krieg in der Ukraine darum gehen, "der religiösen Vereinnahmung und Begründung des Krieges deutlich und immer wieder zu widersprechen: Egal, ob nun Kyrill oder die ukrainische Armee zum Heiligen Krieg ruft". (Greifenstein, eule.de)
Zum ganzen Artikel auf eule.de:
Greifenstein, Philipp: Auf in den den heiligen Krieg? vom 29.05.2023.
https://eulemagazin.de/auf-in-den-heiligen-krieg/
In dieser Folge wird Carsten zum Gegenpapst ausgerufen und Fabian wirkt wie der Teufel selbst. Es wird aber aber auch wieder ernsthaft diskutiert und wir stellen uns die Frage, was bringt Kirche eigentlich ganz persönlich? Das Vertrauen in die Institution Kirche ist angesichts zahlreicher Missbrauchsfälle verloren gegangen und für viele Menschen ist es dann auch ein legitimes Mittel aus der Kirche auszutreten. Fabian und Carsten sprechen über einen aktuellen Fall von Missbrauch im Bistum Trier. Auch wenn sich präventives Handeln in der katholischen Kirche erkennen lässt, so sind es doch theologische Grundpfeiler der katholischen Sexualmoral, die der Aufklärung von Missbrauch Steine in den Weg legen. Zum Thema Missbrauch lässt sich so bestimmt nichts sagen, was die Institution trotzdem brauchbar erscheinen lassen würde. Es bleibt eine persönliche Entscheidung, ob man bleibt oder geht, angesichts der massiven Schuld von Kirche.
Diejenigen, die bleiben und für eine andere Kirche kämpfen, stoßen scheinbar auf unüberwindbare Hürden. Die katholische Kirche gleicht einer Monarchie, die eine Verjüngung von unten nicht zu lässt. Das streng patriachal hierarchisch organsierte System erzieht seinen konservativen Nachwuchs heran und ähnelt so immer mehr einem elitären Zirkel, der sich von der Basis entfernt. Trotzdem gibt es junge Menschen, die in den Gremien von Kirche versuchen Veränderungen zu bewirken. Andere leisten wichtige Arbeit für die Menschen "unter dem Radar". So oder so, die Kirche, also die Menschen, die sich ernsthaft für andere Menschen einsetzen und bspw. Seelsorge betreiben, leistet auch Gutes. Vielleicht wäre es bereits hilfreich, die Institution würde sich nicht darum bemühen Mitglieder zu gewinnen, sondern bei den Menschen sein.
Zum aktuellen Fall:
https://www.sr.de/sr/home/nachrichten/politik_wirtschaft/missbrauch_fall_dillinger_ermittlungen_ausgeweitet_100.html
Zur MHG Studie:
https://www.dbk.de/themen/sexualisierte-gewalt-und-praevention/forschung-und-aufarbeitung/studien/mhg-studie
Zur Reportage über Missbrauch im Bistum Speyer. Mit dem ehemaligen Generalvikar Andreas Sturm, der mittlerweile in die altkatholische Kirche konvertiert ist:
https://www.youtube.com/watch?v=xD_8sWRmw-k
Kirchenaustritte 2022
https://fowid.de/meldung/kirchenaustritte-2022
From the publisher's feed