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Alles beginnt mit einer Lüge. Sie sichert das Überleben einer jungen Frau und ihres ungeborenen Kindes im Nachkriegsdeutschland, entwickelt aber im weiteren Verlauf eine zerstörerische Kraft, die das Ausmaß einer antiken Tragödie erreicht. Christoph Nußbaumeders Familien-Saga »Eisenstein« ist im Großen Haus des Theaters Heilbronn zu sehen. Stephan Suschke inszenierte diese packende Geschichte über drei Generationen vor dem Hintergrund wichtiger Ereignisse der bundesdeutschen Geschichte in sechs großen Zeitsprüngen zwischen 1945 und 2008. Das komplexe Schauspiel aus dem Jahre 2010 zeigt, wie Lügen und Halbwahrheiten, mit denen so mancher nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs seinen Lebenslauf »korrigierte«, bis in die Gegenwart hinein weiterwirken und eine Familie von innen zerreißen können. Unsere Podcasterin Katja Schlonski hat Probenimpressionen eingefangen und sich mit dem Regisseur Stephan Suschke und der Schauspielerin Sarah Finkel unterhalten.
Vom 13.-18. Mai 2025 findet das 15. Internationale Festival Tanz! Heilbronn statt. Kuratorin Canan Erek ist es gelungen, wirkliche Größen des zeitgenössischen Tanzes nach Heilbronn zu holen. Zum Beispiel Akram Khan mit »Chotto Desh« und Ultima Vez unter der Leitung von Wim Vandekeybus mit »VOID«. Auch der Festivalauftakt am 13. Mai zeigt mit »Foreshadow« von Alexander Vantournhout und seiner Company Not standing die Arbeit eines der angesagtesten Choreografen unserer Tage. Natürlich bietet das Festival auch wieder eine Plattform für spannende Newcomer und für gemeinsamen Tanz für alle. Unsere Podcasterin Katja Schlonski hat sich mit Canan Erek unterhalten und sich in die Geheimnisse der Festivalauswahl einweihen lassen.
Kann man die Missstände in der katholischen Kirche zum Thema einer Komödie machen? Ja, man kann, wenn sich so blitzgescheite und scharfzüngige Autoren wie Dietmar Jacobs aus Deutschland und Alistair Beaton aus Großbritannien, zwei Polit-Satiriker ersten Ranges, des Themas annehmen. Ihre Komödie »Kardinalfehler« ist thematisch ein Volltreffer und vollführt bravourös den Balanceakt, ein eigentlich bitteres Thema mit viel Humor zu betrachten, ohne ihm die Ernsthaftigkeit zu nehmen. Am 27. Februar 2025 hat die Komödie in der Inszenierung von Jens Kerbel Premiere im Komödienhaus und wir hören in diesem Podcast in die Proben hinein. Außerdem hat unsere Podcasterin Katja Schlonski sich unterhalten mit: Stefan Eichberg, der den Bischof Konrad Glöckner, einen Kirchenmann mit einem skandalträchtigen dunklen Geheimnis, spielt. Sabine Unger, die Wibke Ebert, des Bischofs Haushälterin, verkörpert, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Und natürlich gibt es auch Plaudereien aus dem Nähkästchen mit Regisseur Jens Kerbel.
Ihre markante Frisur, der Beehive, ein dramatischer Lidstrich und die einzigartige Stimme machten sie unverwechselbar: Amy Winehouse war eine Ikone und eines der größten musikalischen Talente des beginnenden 21. Jahrhunderts. Nur zwei Studioalben genügten, um sie trotz ihres frühen Todes unsterblich zu machen.
»LOVE, Amy« von Thilo Wolf, Idee und musikalische Leitung, Kevin Schroeder, Buch, und in der Regie von Gaines Hall wird eine Hommage an diese fantastische Musikerin. Die Konzert-Show hat am 22. Februar 2025 um 19.30 Uhr Premiere – als gemeinsame Produktion des Theaters Heilbronn und Wavehouse Entertainment GmbH. Sie lässt das Publikum in die Geschichte von Amy Winehouse eintauchen. Im Zentrum steht ihre große Liebe zur Musik, die hier als Person (Johanna Iser) in Erscheinung tritt, die sich in die junge talentierte Sängerin verliebt. Aber auch Amys Kampf mit den Versuchungen und den dunklen Seiten ihres Lebens wird thematisiert: »Black« (Arlen Konietz) taucht auf, der Schatten, der verrückte Teufel, der Amy von frühester Jugend an im Nacken saß.
Unsere Podcasterin Katja Schlonski lässt uns in eine Probe hineinhören. Sie hat sich mit Thilo Wolf, Gaines Hall und Johanna Iser unterhalten und mit Amys Vater Mitch Winehouse, der mit seinem Buch »Amy, My Daughter« den Anstoß für diesen Abend lieferte und im Sommer für ein Konzert in Heilbronn zu Gast war.
Der spanische Edelmann Don Giovanni kennt nur ein Vergnügen: Frauen. Ob blond oder brünett, ob jung oder alt – er lässt keine Gelegenheit aus, ihnen nachzustellen und sie zu verführen. Kaum ist dies gelungen, sucht er ein neues Opfer. Ist die Dame in festen Händen, wird sein Jagdtrieb erst recht entfacht. Don Giovanni schreckt in seiner Lust am Regel- und Tabubruch auch nicht davor zurück, die Toten und das Schicksal selbst herauszufordern. Bis er den Bogen überspannt. Freigeist oder Wüstling? Wahrscheinlich beides!
Das Theater Heilbronn bringt erneut eine Oper gemeinsam mit dem Württembergischen Kammerorchester (WKO) und herausragenden Gesangsstudierenden bzw. jungen Absolventen der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart auf die Bühne. Unsere Podcasterin Katja Schlonski hat sich mit dem musikalischen Leiter Risto Joost, dem Regisseur Axel Vornam, Frazan Adil Kotwal (Don Giovanni) und Anastasia Wanek (Donna Elvira) unterhalten und ein paar Eindrücke aus den Proben eingefangen. Lassen Sie sich anstecken von der Begeisterung, die alle Beteiligten bei der Arbeit vereint. E. T. A. Hoffmann und Richard Wagner nannten Mozarts »Don Giovanni« die »Oper aller Opern« – ein Ruf, der diesem Meisterwerk bis heute vorauseilt.
Liest man heute Romane und Gedichte von Erich Kästner, könnte man angesichts der Aktualität fast erschrecken. Wie ein Seismograph erspürte der Literaturstar der Weimarer Republik die heraufziehenden bedrohlichen Veränderungen durch den erstarkenden Nationalsozialismus. Auch sein Roman »Fabian« belegt Kästners außergewöhnliche Beobachtungsgabe für das Zeitgeschehen. Der Held Jakob Fabian, ein Alter Ego des Autors mit vielen biographischen Parallelen, zieht als Beobachter durch das wilde Berlin der späten 1920er Jahre und gerät zunehmend in den Strudel der Ereignisse hinein.
Vom 30. Januar bis 9. Februar 2025 findet wieder die IMAGINALE, das internationale Festival animierter Formen statt – unter anderem auch mit 9 Vorstellungen in Heilbronn. Wir versprechen ein Fest des Figurentheaters mit einer Vielfalt an Vorstellungen, die eine große Bandbreite dessen aufmachen, was Figuren- und Objekttheater heute bedeutet. Die Inszenierungen bewegen sich im Grenzbereich zu Tanz, Neuem Zirkus, Performance, Digitalkunst oder auch Musiktheater.
Unsere Podcasterin Katja Schlonski hat sich mit Festivalkuratorin Katja Spieß unterhalten und sie gefragt, was uns bei der bevorstehenden Ausgabe des Festivals erwartet. Das Gespräch macht so richtig Lust auf das Festival und bietet vielleicht eine kleine Entscheidungshilfe, welche Vorstellung man sich unbedingt anschauen sollte. Wahrscheinlich werden Sie hinterher sagen: Alle.
Thomas Mann schrieb 1929, drei Jahre nach einem von einer unangenehmen Stimmung überschatteten Italienurlaub am Meer, eine Novelle über diesen Aufenthalt: »Mario und der Zauberer«. Ein im Nachhinein als prophetisch geadeltes Werk, denn er beschreibt darin eine kranke, verführbare Gesellschaft, die nur allzu blind einer manipulativen, dämonischen Führerfigur folgt. Das war nicht nur vier Jahre vor der Machtübernahme durch Hitler in Deutschland voller Ahnungen, sondern ist auch heute wieder erschreckend aktuell. Thomas Mann erklärte in Nachhinein, dass diese Novelle als seine »erste Kampfhandlung« gegen den Faschismus begriffen werden könnte.
»Mario und der Zauberer« kommt in einer Fassung von Regisseurin Nicole Buhr und Dramaturgin Dr. Mirjam Meuser auf die Bühne der BOXX. Unsere Podcasterin Katja Schlonski hat bei einer Probe zugeschaut und sich mit Nicole Buhr, Mirjam Meuser, Cosima Fischlein und Chris Carsten Rohmann unterhalten.
Das diesjährige Weihnachtsmärchen am Theater Heilbronn entführt in eine eiskalte Welt, und doch geht es vor allem um menschliche Wärme. In »Die Schneekönigin« von Jewgeni Schwarz nach Motiven von Hans Christian Andersen besiegt ein Mädchen eine übermächtige Gegnerin und bringt deren kalte, vor Reichtum nur so strotzende Glitzerwelt zum Schmelzen. Es geht um das Glück der einfachen Leute, um Freundschaft und Mut.
Unsere Podcasterin Katja Schlonski war in einer Probe zu Gast und hat sich mit Sophie Maria Scherrieble (Gerda), Lisanne Hirzel (Schneekönigin und Räubermädchen) und Anja Barth (Großmutter und Räuberhauptmännin) unterhalten. Außerdem erzählt Regisseur Jens Kerbel von seiner Begeisterung für dieses Märchen und warum er und sein Ausstatter Toto bei dieser Arbeit das Kind in sich so richtig zum Zug kommen lassen.
Welches Kind träumt nicht davon, endlich erwachsen zu werden, um sich nicht mehr an die Vorschriften der Eltern halten zu müssen. Alles selbst entscheiden zu dürfen – das ist ein Traum! Dass erwachsen sein keineswegs grenzenlose Freiheit mit sich bringt, erfahren Lou und Mica in »Die fantastische Verwandlung der Familie F.«, in dem dank magischer Einflüsse Kinder und Eltern über Nacht die Rollen tauschen.
Unsere Podcasterin Katja Schlonski war in einer Probe dabei und hat sich mit Initiatorin Nicole Buhr, Autorin Christina Kettering, Regisseurin Stefanie Roschek und den Schauspielern Cosima Fischlein, Chris Carsten Rohmann und Thomas Fritsche unterhalten.
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