Was, wenn dein Leben nie gegen dich war?Ich habe in den letzten Tagen sehr viel darüber nachgedacht, wie schnell wir andere Menschen beurteilen – obwohl wir selbst wissen, dass jeder Mensch immer mit den Strategien handelt, die ihm gerade zur Verfügung stehen.Auch das, was wir heute vielleicht nicht mehr verstehen, war irgendwann einmal unsere beste Möglichkeit, mit dem Leben umzugehen.Und genau da beginnt diese Folge.Ich erzähle dir von einem Moment, in dem ich gemerkt habe: Ich muss nicht die Beziehung anderer Menschen retten. Ich muss nicht wissen, was für mein Gegenüber das Beste wäre. Ich darf lieben, Grenzen setzen und trotzdem akzeptieren, dass jeder Mensch seine eigenen Erfahrungen macht.Und dann geht es um etwas, das für mich noch viel tiefer geht:meinen Vater.Mein Papa ist gestorben, als ich sieben Jahre alt war.Jahrelang habe ich geglaubt, Gott hätte mir meinen Vater genommen. Als Kind habe ich Gott Briefe geschrieben und ihn immer wieder gebeten, mir meinen Papa zurückzubringen.In einer Familienaufstellung kam irgendwann die Erkenntnis, dass mein Vater nicht mehr leben wollte.Heute ist eine weitere Schicht dazugekommen.Eine, die ich selbst nie erwartet hätte.Was, wenn mein Vater nicht gegen mich gestorben ist?Was, wenn er für mich gegangen ist?Was, wenn sein Tod nicht bedeutet hat, dass er weg war – sondern dass er auf eine andere Weise bei mir sein konnte?Und plötzlich war da dieses kleine Mädchen, das ich seit Jahren immer wieder in meinen inneren Kind-Arbeiten gesucht habe.Früher saß die kleine Mara verschüchtert irgendwo in der Ecke. Es hat lange gedauert, bis sie überhaupt zu mir kommen konnte.Heute rennt sie mir entgegen.Sie sitzt auf meinem Schoß.Sie vertraut mir.Und vielleicht ist genau das Heilung.Nicht, dass wir irgendwann nichts mehr fühlen.Sondern dass wir uns selbst nicht mehr verlassen.Ich spreche außerdem über Selbstregulation, unsere Schutzstrategien, den Umgang mit Schmerz, meine Angst vor dem nächsten großen Sprung, meine letzten Wochen im Ashram, Dominic, meine Reisepläne und darüber, warum ich gerade immer mehr versuche, nicht mein Leben zu optimieren, sondern mich daran zu erinnern, wer ich eigentlich bin.Und natürlich landen wir irgendwann auch beim Neumond in der Jungfrau. 🌑Aber vielleicht ist die wichtigste Erkenntnis dieser Folge viel einfacher:Du musst nicht alles verstehen.Du musst nicht alles reparieren.Du musst nicht einmal glauben, dass gerade alles perfekt ist.Vielleicht darfst du einfach anfangen, deinem Leben wieder zu vertrauen.Und wenn du gerade jemanden vermisst, der nicht mehr hier ist:Vielleicht bist du nicht so allein, wie du denkst. 🤍