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Was wird im Osternest liegen? Schöne bunte Ostereier oder zerbrochene Eier mit Dellen? Marktanalyst Salah Bouhmidi von IG: "Zu dieser Frage, was geschieht über Ostern, habe ich für jemand, der mit Saisonalität arbeitet, etwas sehr Interessantes. Was passiert an so wichtigen Marktfeiertagen wie Karfreitag. Wie sieht es in der Karwoche aus, und wie sieht es danach aus? Seit 1980 sehen wir in den USA in der Karwoche durchschnittlich eine positive Tendenz, wohingegen wir in der Woche nach Ostern eine leichte negative Tendenz sehen. Zumal wir jetzt in dem US-Markt den Monatsmitte-Effekt angehen, der 9. bis 11. Handelstag ist die beste Phase im Monat, Kapitalzuflüsse kommen wieder in den Markt." Chartanalyse, der DAX schloss heute bei 14.180 Punkten. "Charttechnisch kann man etwas Interessantes sehen. Auf Tagesbasis haben wir eine Handelsspanne nach unten verlassen, leichter Pullback, wir müssen schleunigst über die 14.250 Punktemarke zurückkommen, es gibt eine Trendbestätigung nach unten."
Inflation: So könnten in 2 Monaten die Zinsen in den USA bei 2 % stehen. Ist die Inflation gut für Bitcoin oder ist Inflation schlecht für Bitcoin? Krypto-Experte Timo Emden: "Inflation ist per se gut für Krypto-Assets, aber …?" - Bitcoin und der Russland-Ukraine-Krieg. "Man kann jetzt nicht sagen, dass die Anleger in Russland in Kryptowährungen geflüchtet sind, um Sanktionen zu umgehen. Das Besondere sind die Krypto-Spenden, die sehr beliebt geworden sind, die Ukraine konnte bisher mehr als 100 Millionen USD an Kryptowährungen, einsammeln." - Jetzt ist es offiziell: Das EU-Parlament stimmt gegen Bitcoin-Verbot! - Die Transaktionsbank von Sparkassen und Volksbanken wollen Kunden den Handel mit Kryptowährungen über das Girokonto ermöglichen. Wie legt man Kryptowährungen ins Osternest?
Dieses Interview könnte man auch als Update unseres Gesprächs vor drei Wochen bezeichnen: Damals hatte Putin gerade die Ukraine überfallen und die Kurse an den Börsen kamen ins Trudeln. Christian Henke von IG sagte damals: Finger weg, das Messer fällt! Heute, drei Wochen später, ist die Situation an der Börse eine andere. "Die Kanonen donnern zwar immer noch, aber das Messer fällt nicht mehr." Doch ist das tatsächlich auch belastbar? "Kritisch wird es, wenn Putin uns den Gashahn zudreht. Ansonsten sprechen wir jetzt eher über die Zinswende in den USA. Das ist zwar eingepreist, aber die 100.000 Dollar Frage lautet: Wie oft und wie stark wird Powell an der Zinsschraube drehen?" Wir haben einen schlechten Nachrichtencocktail, aber die Anleger greifen wieder zu! "Möglicherweise ist das zu optimistisch…!" Anleihen ("sind zurzeit kein Thema"), Rohstoffe ("wir sind in einem neuen Zyklus"), Aktien ("Erholung im Abwärtstrend").
"Leute, wir müssen vorsichtig sein", warnt Salah Bouhmidi von IG, "denn am Freitag steht der dreifache Verfall an, der Hexensabbat." Die Achterbahnfahrt geht also weiter. Die leichte Entspannung ist nur vorübergehend, denn die geopolitische Situation bleibt unsicher. Und auch Corona ist noch lange nicht vom Tisch. Ein wichtiger Seismograf sind Währungen: "Sichere Häfen werden jetzt angelaufen, darunter Schweizer Franken, Gold und Silber. Der Bitcoin hingegen hat uns enttäuscht." Wir befinden uns in einem Rohstoffjahr: "Ich erwarte weitere Preisanstiege, insbesondere bei den Lebensmitteln." Damit steigt auch die Unruhe, weitere Konfliktherde inklusive. Die Ernte in der Ukraine wird in diesem Jahr zu 100 % ausfallen. BMW: "Dieser Abverkauf könnte für die nächste Zeit ein Kaufsignal generieren." Wie man als Anleger sein Depot absichert, erfährt man täglich im Livestream von IG zwischen 15:15 bis 15:45 Uhr.
Inflation steigt, Gold steigt, aber Kryptos steigen nicht. Sind sie nicht ein wunderbarer Inflationshedge? Blockchainexperte Timo Emden: "Nein, das sind sie derzeit nicht. Uns stellt sich die Frage, ob sie das jemals waren." Positiv könnte man formulieren, dass Kryptos derzeit wenigstens wieder wahrgenommen werden. Kehrtwende in den USA? Doch kein Verbot von Kryptowährungen? "Die Aussage eines Verbots gab es nie. Im Gegenteil. Die Lesart lautet, die USA wollen Technologie fördern!" Russland dagegen gilt seit jeher als "kryptofreundlich". Aber es ist wahrscheinlich alleine aus praktischen Gründen nicht möglich, den Swift Bann dadurch zu umgehen. "Die Motivation Russlands ist eher eine eigene Krypto-Staatswährung."
Russland beschießt jetzt offensichtlich das größte Atomkraftwerk in der Ukraine. 36 Jahre nach dem GAU in Tschernobyl droht nun der Nächste. Russland ist weltweit isoliert. Börse in Moskau geschlossen. Rubel und Aktien nahezu wertlos. MSCI und Russell buchen sie mit Wert Null aus. Sind das schon Kaufkurse? Marktanalyst Christian Henke: "Man sagt zwar: Kaufen, wenn die Kanonen donnern. Derzeit gilt aber eher: Greife nicht in ein fallendes Messer." Der Markt rotiert derzeit von Aktien in Rohstoffe und Anleihen. Auch Agrarrohstoffe werden deutlich teurer: "Die Preisspirale dreht sich immer schneller."
Der Krieg in der Ukraine stürzt die Börsen deutlich in Minus: Der DAX fällt weit unter die 14.000 Punktemarke und lässt zahlreiche charttechnische Marken hinter sich. Salah Bouhmidi von IG: "Man kann gerade mit der Charttechnik hier eine Bestätigung des Abwärtstrends sehen. Das deutet auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends hin." Nicht ins fallende Messer greifen? "Wenn wir das mit der charttechnischen Sicht sehen, haben wir gerade ein fallendes Messer! Aber es ist auch immer die Möglichkeit da, Chancen zu wittern." Auch die US-Börsen werden wohl im Minus eröffnen. Öl und Gas springen dafür nach oben. Das dürfte auch Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise haben und somit die Inflation weiter befeuern. Üblicher Reflex in einer solchen Krisensituation: Anleger suchen die sogenannten sicheren Häfen wie Gold oder den Schweizer Franken. Gilt das auch für Bitcoin? "Wenn Bitcoin ein sicherer Hafen sein soll, muss ich mich auch auf den sicheren Hafen verlassen können. Das ist absolut nicht der Fall."
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Die Kryptowährungen scheinen sich gerade wieder etwas zu erholen nach dem Abverkauf. Krypto-Experte Timo Emden: "So wirklich ist die Kuh noch nicht vom Eis. Von einer nachhaltigen Trendwende würde ich an dieser Stelle nicht sprechen." Droht die Zinsangst noch mehr zu drücken? "Irgendwann ist die Katze auch mal aus dem Sack und dann ist das eingepreist. Anleger können dann wieder etwas Mut schöpfen". Doch bis wohin? Starinvestorin Cathie Woods bringt schon wieder die "1 Mio. Dollar" ins Spiel. "Für mich ist das in erster Linie mehr als reißerisch!" Viel Aufsehen gab es außerdem um den Bitcoin Diebstahl in Höhe von 45 Mrd. Dollar, der inzwischen aufgeklärt werden konnte. Zeigt das auch, dass die Blockchain Kriminalität eher schwieriger macht und nicht etwa einfacher?
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Die EZB-Sitzung hat Druck auf die Kurse ausgelöst. Kommt es doch schon 2022 zu ersten Zinsanhebungen in Europa? Unsicherheit auch über die Fed-Strategie: Wie viele Zinsanhebungen wird es geben und bis wohin soll es gehen? Kapitalmarktanalyst Christian Henke von IG: "Bei der letzten Sitzung am 14. Dezember ist die Wahrscheinlichkeit nicht unerheblich, dass wir Leitzinsen in der Bandbreite von 1,25 bis 1,5 % sehen könnten." Gibt es noch Aktien, die es sich in diesem Umfeld zu kaufen lohnt? Christian Henke über Banken, Öl und den Ausblick auf die nächsten Monate.
Mehr Informationen: https://www.ig.com/de
Thema der Woche ist die Korrektur bei Tech und Kryptos. Bitcoin hat sich in wenigen Wochen nahezu halbiert. Marktexperte Salah Bouhmidi: "Alle vier Jahre haben wir in der Historie von Bitcoin eine Korrektur gesehen. Das waren immer gerade Jahre: 2014, 2018, 2022. So wie die Weltmeisterschaft alle vier Jahre kommt, kommt der Bärenmarkt alle vier Jahre? Das ist die Frage des Jahres 2022. In US-Zwischenwahljahren war der Bitcoin tendenziell schwach." Unter den Tech-Aktien hat es vor allem Netflix erwischt: "Netflix bewegt sich jetzt in einem neuerdings gestarteten Abwärtstrend. Man kann auch fundamental sagen: Wir kommen in eine Konsolidierungsphase des Marktes. So viel Wachstum ist da nicht mehr, das wird jetzt ein Kampf. Der Markt wird ein bisschen anstrengend." Anders American Express, die nach den Zahlen deutlich steigen: "Hier sehen wir, dass der Aufwärtstrend aufrechterhalten wird." Wie steht es um die Nasdaq?
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