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Zwei Impfstoffe auf einmal mit vielversprechenden Aussichten. Aber wir lernen: Das wird noch dauern! Erstmal gibt es den verschärften Lockdown in Österreich. In Deutschland ist das Thema um eine Woche verschoben. Was aus Weihnachten wird, weiß kein Mensch. Wie ist die Stimmung am Markt? David Iusow, Analyst von IG: "Anleger bleiben vorsichtig und warten lieber ab. Die Nachrichtenlage ist nicht eindeutig." Hilft die Charttechnik, die Situation besser zu analysieren? "Ja! Charttechnisch sind wir im grünen Bereich!" Wie war die Bilanzsaison? "Wir hatten mit einem Rückgang gerechnet von über 20 %, jetzt beobachten wir einen Rückgang von gerade mal 7 %. Das Problem: Jetzt liegt die Erwartungshaltung aber höher". Wohin führt der derzeitige Bitcoin Hype? "…"
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Der Bitcoin auf Dreijahreshoch geklettert. Doch warum so schnell und warum gerade jetzt? Kryptoexperte Timo Emden von IG: "Das hat viele Gründe, aber einen doch sehr wichtigen: Die EZB hat auf einer Digitalkonferenz getagt und das hat den Höhenflug auf über 16.000 US-Dollar befeuert." Doch warum steigt der Bitcoin dann? Schließlich wird doch nicht über Bitcoin, sondern einen E-Euro nachgedacht. "Das ist Marketing für Kryptowährungen. Die EZB wird sich an schon vorhandenen Systemen orientieren." Dieses Phänomen hat man schon gesehen, als Facebook sein Libra-Thema gestartet hat. Hinzu kommt die Unsicherheit im Jahr 2020: Vor allem Corona, aber auch die US-Wahl. Was ist also noch drin im Bitcoin? "Vielleicht noch dieses Jahr auf die 20.000. Vielleicht auch erst im Frühjahr 2021."
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Salah Bouhmidi, von IG: "Egal wer die US-Wahl gewinnt, das wird die Märkte erst mal nicht stark beeinflussen, denn wir stecken letztendlich noch in der Corona-Krise und brauchen einen Impfstoff. Wir brauchen Konjunkturpakete, Stimuli, wie man so schön sagt, um die Realwirtschaft wieder auf Pepp zu bringen. Das wird nach der Wahl, nachdem der Sieger feststeht, ob Demokraten oder Republikaner, so oder so eine euphorische Welle mit sich bringen. Und dann gibt es das gigantischste Konjunkturpaket, was die Vereinigten Staaten je gesehen haben. Und dann kommt der Impfstoff raus. Dann haben wir ein über-euphorisches 1. Quartal 2021. Wir sehen allgemein: Wahljahre sind gute Aktienjahre - trotz Corona." Chartanalyse: "Beim S&P 500 ist eine Korrektur bis auf 3.250 Punkten möglich, das würde nicht bedeuten, dass eine herbe Korrektur ankommt, vielleicht sollten wir uns auf eine W-Formation vorbereiten."
Die erste Coronawelle hat die sogenannten "Stay at Home Aktien" als große Gewinner hervorgebracht. Das waren vor allem Technologie-Aktien, was man vor allem im Nasdaq Index gesehen hat. Kapitalmarkt Analyst Christian Henke schaut sich in der IG-Analyse neben der Nasdaq Charttechnik auch die FANG Aktien an: Facebook, Amazon, Netflix und Google (Alphabet). "Was wichtig ist, ist, dass der mittelfristige Aufwärtstrend intakt ist. Und das ist bei den FANG-Aktien der Fall". Die Gewinner in Deutschland sind vor allem die Lieferdienste Delivery Hero und HelloFresh. Die neue Lieblingsaktie von Christian ist aber eine andere.
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Die schweren Corona-Einbrüche bleiben aktuell an den Aktienmärkten noch aus. David Iusow IG: "Es ist aus meiner Sicht kritisch, dass wir jetzt schon wieder die 12.500-Marke testen. Wenn sie jetzt bricht, dann kann es sein, dass wir es nicht nur mit einer Seitwärtsphase zu tun bekommen, sondern mit einer stärkeren Korrektur." Die USA gehen mit der Corona-Situation momentan ganz anders um. Ein Lockdown ist hier nicht in Sicht und deshalb werden hier konjunkturell gesehen die besseren Daten zum Jahresende erwartet: "Auf den zweiten Blick wollen sich Marktteilnehmer gar nicht so sehr darauf konzentrieren, wie die Wahl ausgeht. Die gehen vielleicht davon aus, dass es am Ende nicht so relevant sein wird." Nach dem heftigen Einbruch im Frühjahr befindet sich der Ölpreis seit Monaten in einer Seitwärtsbewegung: "Wenn wir uns den Ölpreis anschauen, dann haben wir eine Angebots-Nachfrage-Situation, in der wir eine gewisse Balance haben."
Kapitalmarktanalyst Timo Emden ist Experte für Krypto Assets. Bei Krypto und Blockchain denken wir nach wie vor zuerst an den Bitcoin. "Gemessen an der Marktkapitalisierung bleibt der Bitcoin die Leitwährung und die federführende Kryptowährung." Der Bitcoin hat sich wieder gut entwickelt, die 11.000 Dollar Marke überstiegen und zeigt sich robust: "Relative Stärke würde ich das nennen. Fahrt frei für die 12.000. Aber nicht den Tag vor dem Abend loben: gerade der Bitcoin ist anfällig für Rücksetzer." Die Volatilität ist wohl auch eines der entscheidenden Argumente, wenn man den viel zitierten Vergleich zum Gold ziehen will. Außerdem Blicken wir auf die "herkömmlichen" Währungen, den Euro Dollar.
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US-Präsident Trump entlässt sich PR-wirksam selber aus dem Krankenhaus und sagt erst mal das nächste Corona Hilfspaket ab. Die Märkte zucken nur kurz. Der DAX am Donnerstag wieder über 13.000 Punkten. Kratzen wir gerade an der oberen Begrenzung? Christian Henke, Analyst IG: "Auf einen richtigen Befreiungsschlag müssen die Anleger noch warten." Die Deutsche Bank hat sich selber als Fusionspartner ins Gespräch gebracht. "Das Chartbild lässt den Anlegern die Tränen in die Augen schießen. Aber wir sehen einen kleinen Hoffnungsschimmer! Es sieht nach einem goldenen Oktober aus." Noch goldiger sieht es aus bei Daimler. "Daimler hat charttechnisch ein Kaufsignal generiert. Der Weg ist frei!"
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Meldung des Tages: Donald Trump hat sich mit COVID-19 infiziert. Die Börsen geben ab, auch der Dow Jones. Kapitalmarktanalyst Salah Bouhmidi von IG: "Der Dow Jones testet wichtige kurzfristige Unterstützungslinien. Wenn wir diese preisgeben, könnte ich mir vorstellen, dass wir noch ein wenig abgeben. Wenn wir uns aber das Schlussquartal grundsätzlich anschauen, charttechnisch und saisonal, dann wissen wir, dass die Jahresendrallye hier begonnen wird." Ebenfalls unter Druck gerät der Ölpreis: "Charttechnisch gesehen kann ich mir vorstellen, dass wir noch in Richtung 35 US-Dollar gehen." Mit Puts oberhalb der psychologischen 40-Dollar Marke könnte man sich absichern, mit Calls unterhalb von 35 Dollar könnte man auf steigende Kurse spekulieren. Sonderstory ist gerade die türkische Lira. "Im Vergleich zu allen anderen Schwellenländern sehen wir in der Türkei einen erheblichen Rückgang der Währungsreserven. Die grassierende Inflation in der Türkei frisst die Zinsen auf".
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An diesem Freitag ist großer Verfallstag, Hexensabbat. Da kann es immer mal zu großen Bewegungen kommen. Bisher passiert nicht allzu viel und Kapitalmarktanalyst David Iusow von IG erwartet auch keine allzu großen Sprünge: "die Märkte werden eher rangy bleiben." Welche Marken bilden denn die Range für den DAX? Der Ölpreis dagegen war zuletzt sehr volatil, Anfang September gab es einen Einbruch. "Wenn wir speziell auf diese Woche zu sprechen kommen, hatten wir ja eine Erholung. Wichtiger als der OPEC-Monatsbericht sind die US-Bestandsdaten und das OPEC-Beratungsmeeting." Viele Marktteilnehmer sprechen gerade über Edelmetalle. Gold läuft gut, vor allem dem Silber sagen viele starkes Aufholpotenzial nach. "Der Trade Gold und Silber ist aus meiner Sicht ein bisschen overcrowdet."
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Der Ausdruck FANG wurde erstmals vom Moderator Jim Cramer im Jahr 2013 auf CNBC benutzt. Dann ist mit Apple noch ein A dazugekommen und somit heißt es jetzt "FAANG" (Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google). Die Chartanalysen mit Christian Henke von IG: "Alle haben ein ähnliches Chartbild, 1) wir haben eine Korrektur 2) wir haben bei den meisten Werten eine wichtige Unterstützung erreicht, das ist bei der Facebook der steigende 50-Tagesdurchschnitt." Apple: "Wird der Widerstand bei 118,30 USD überwunden, dann würde das Allzeithoch wieder angestrebt werden." Amazon: "Auch hier sehen wir eine Korrektur, das Fibonacci-Niveau bei 3.096 USD muss jetzt herhalten." Netflix: "Netflix hat eine weitere Schwäche." Google: "Google ist etwas mehr angeschlagen."
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