Männer und Frauen sind nicht gleich. Umso erstaunlicher ist es, dass ausgerechnet in der Medizin die Unterschiedlichkeit von Frauen und Männern kaum eine Rolle spielte - sei es in der Ausbildung, in der Forschung oder Therapie. Männer und Frauen erkranken unterschiedlich, auch Medikamente wirken bei Frauen anders. Deshalb leiden Frauen nach wie vor häufiger an Medikamentennebenwirkungen oder erhalten bei vergleichbaren Symptomen, ohne wissenschaftliche Grundlage, andere Medikamente. Nur langsam wird die Frage nach möglichen Unterschieden zwischen den Geschlechtern in der Medizin selbstverständlicher Bestandteil der Forschung. "Es braucht einen anderen Blick, wenn es um die Diagnostik, Therapie und die Symptome geht. Das muss in der Medizin gesehen werden", sagt Dr.in med. Mireille Ngosso. Sie ist Ärztin in der chirurgischen Abteilung im Krankenhaus Hietzing und Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderat. In meinem Podcast sprechen wir über Gendermedizin - eine gerechte Medizin für alle...