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Die Filmemacherin Ruth Beckermann dreht in unterschiedlichsten Kulturen und sozialen Zusammenhängen. So vielfältig die Themen ihrer Filme sind – immer interessiert sie der Blick hinter die Fassade, die Gedanken und Geschichten der Menschen, die soziale Wirklichkeit gestalten. Seit ihrem Filmdebüt „Arena“, in dem die damals 24-Jährige die Besetzung des Auslandsschlachthofes in Wien dokumentarisch verarbeitet hat, sind 21 Filme entstanden. Ruth Beckermann, die in Wien und Tel Aviv Publizistik und Kunstgeschichte, so wie in New York Fotografie studiert hat, will in ihren Dokumentarfilmen soziale Wirklichkeit nicht objektiv abbilden, sondern sie lässt ihren subjektiven Blick auf das Geschehen die Geschichten hinter den Bildern erzählen. Andreas Obrecht spricht mit ihr über ihren aktuellen Film „Wax & Gold“, in dem sie sich der äthiopischen Geschichte und Gegenwart zwischen Tradition und Modernisierung annähert. Haile Selassie, 1930 bis 1974 letzter Kaiser von Äthiopien, war für sie in ihr
In January 2026, Maoz Inon and Aziz Abu Sarah carried the Olympic torch through Verona. For the first time in history, an Israeli Jew and an Israeli Palestinian did so together. It was yet another symbol created by these two men in their commitment to peace. Both have lost family members and friends in the decades-long conflict; both work in the tourism industry in Israel; and both are tireless peace activists. Together, they have written a book, The Future is Peace, which became a New York Times bestseller immediately upon its release in April of this year. For over two years now, Maoz Inon and Aziz Abu Sarah have also been spreading their message internationally on many occasions. Among other events, they spoke last July at the “Re-imagine Peace” festival in Florence, Italy. That’s where Birgit Dalheimer met them.
Aziz Abu Sarah, Maoz Inon, "Der Zukunft ist Frieden. Eine palästinensisch-israelische reise durch das Heilige Land.", Verlag Altneuland
Im Jänner 2026 haben Maoz Inon und Aziz Abu Sarah die olympische Fackel durch Verona getragen. Zum ersten Mal in der Geschichte haben das ein israelischer Jude und ein israelischer Palästinenser gemeinsam getan. Beide haben in dem jahrzehntealten Konflikt Familienmitglieder und Freunde verloren, beide arbeiten in der Tourismusbranche in Israel, und beide sind unermüdliche Friedensaktivisten. Gemeinsam haben sie ein Buch geschrieben, "The Future is Peace" - "Die Zukunft ist Frieden", das gleich nach Erscheinen im April dieses Jahres zum New York Times Bestseller wurde. Seit gut zwei Jahren verbreiten Maoz Inon und Aziz Abu Sarah ihre Botschaft auch bei vielen Gelegenheiten international. Unter anderem vergangenen Juli beim Festival "Re-imagine Peace" in Florenz in Italien. Dort hat Birgit Dalheimer sie zum Gespräch getroffen.
Aziz Abu Sarah, Maoz Inon, "Der Zukunft ist Frieden. Eine palästinensisch-israelische reise durch das Heilige Land.", Verlag Altneuland
Wer bis zum Sommer 2026 in Ungarn das Radio eingeschaltet hat, hat vielerorts dieselben Nachrichten gehört. Die Gleichschaltung der ungarischen Medienlandschaft war eine der Folgen von 16 Jahren Viktor Orbán Regierung. Und diese hat die Medienwissenschaftlerin Krisztina Rozgonyi hautnah miterlebt. Anfang der 2000er Jahre hat sie die ungarische Medienregulierungsbehörde geleitet. Als 2010 zahlreiche Medienunternehmen umstrukturiert worden sind oder von regierungsnahen Eigentümern übernommen wurden und die Pressefreiheit sukzessive eingeschränkt wurde, hat Krisztina Rozgonyi, wie viele andere, Ungarn verlassen. Sie ist mit ihrer Familie nach Österreich ausgewandert. Die studierte Juristin ist hier nun als Wissenschaftlerin an verschiedene Institutionen tätig.
Mit Mari Lang spricht sie über die Hoffnungen, die sie seit dem Machtwechsel in Ungarn für das dortige Mediensystem hegt, und welche Stolpersteine und Gefahren es beim schnellen Rückbau eines autoritären Systems geben könnte.
Vor zwei Jahren kam die Friedrich-Bergius-Schule in Berlin als „schlimmste Schule Deutschlands“ und als „Schule der Schande“ in die Schlagzeilen. Anfang 2025 bekam die Schule einen neuen Direktor: Engin Çatik. Der 40-Jährige führte die Schule bis zum Ende des vergangenen Schuljahres mit Konsequenz, Vertrauen und „zugewandter Autorität“, wie er es nennt. Das Milieu und die Probleme seiner Schülerinnen und Schüler kennt der türkischstämmige Schulleiter aus seiner eigenen Biografie – als Sohn einer alleinerziehenden Mutter und eines Vaters, der viele Jahre im Gefängnis saß. Immer wieder sagte Engin Çatik in Interviews von sich: „Ich kann Krise“. Dann wurde im Frühjahr überraschend bekannt, dass er die Bergius-Schule mit Beginn der Sommerferien schon wieder verlassen wird, um in die Berliner Schulverwaltung zu wechseln. „Die Krise ist vorüber“, sagte er dazu gegenüber Armin Wolf, der Engin Catik Ende März in der Nähe seiner Berliner Schule zum Gespräch getroffen hat. (WH von 3.4.2026)
Die antike Stadt Ephesos ist vermutlich Vielen ein Begriff. Nicht ganz so bekannt ist eine deutlich ältere Siedlung im Süden von Ephesos. Schon vor über 8000 Jahren haben dort Menschen in Häusern gelebt. Ans Tageslicht gebracht hat das alles die Archäologin Barbara Horejs mit ihrem Team in den letzten knapp 20 Jahren. Barbara Horejs leitet das Archäologische Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, sie ist Spezialistin für die frühe Besiedlungsgeschichte des fruchtbaren Halbmonds, also jener Länder in Südwestasien, die auf der Landkarte zusammen die Form eines Halbmonds einnehmen. Dieser fruchtbare Halbmond gilt als die Wiege der Landwirtschaft in unseren Breiten. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer geht es um den Beginn der Sesshaftwerdung, darum, wie sich diese Lebensweise aus dem Osten kommend über Europa verbreitet hat, um Grabungsglück, neue Funde, die alte Erkenntnisse auf den Kopf stellen, und um die Vergangenheit als Spiegel für die Gegenwart. (WH v. 12.12.2025)
Die antike Stadt Ephesos ist vermutlich Vielen ein Begriff. Nicht ganz so bekannt ist eine deutlich ältere Siedlung im Süden von Ephesos. Schon vor über 8000 Jahren haben dort Menschen in Häusern gelebt. Ans Tageslicht gebracht hat das alles die Archäologin Barbara Horejs mit ihrem Team in den letzten knapp 20 Jahren. Barbara Horejs leitet das Archäologische Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, sie ist Spezialistin für die frühe Besiedlungsgeschichte des fruchtbaren Halbmonds, also jener Länder in Südwestasien, die auf der Landkarte zusammen die Form eines Halbmonds einnehmen. Dieser fruchtbare Halbmond gilt als die Wiege der Landwirtschaft in unseren Breiten. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer geht es um den Beginn der Sesshaftwerdung, darum, wie sich diese Lebensweise aus dem Osten kommend über Europa verbreitet hat, um Grabungsglück, neue Funde, die alte Erkenntnisse auf den Kopf stellen, und um die Vergangenheit als Spiegel für die Gegenwart. (WH v. 12.12.2025)
„Yoko Tawada beschreibt die Welt so, wie sie aussähe, könnte man gleichzeitig träumen und hellwach sein“, hat eine Rezensentin über die japanisch-deutsche Schriftstellerin gesagt. Alles scheint in Tawadas Büchern möglich: Da wird eine Liebesgeschichte aus der Perspektive von Gegenständen erzählt; eine Frau verwandelt sich in ein Schuppentier und reist durch Traumsequenzen; oder drei Eisbären erzählen ihre Geschichte von Emigration und Wanderschaft, einer davon der Berliner Zoobär Knut. Mit Humor, genauem Blick, leichtfüßig kommen Tawadas Erzählungen, Romane, Gedichte, Hörspiele und Theaterstücke daher, und behandeln doch gewichtige Themen wie Fremdheit, Identität, Sprache oder die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Yoko Tawada, geboren 1960 in Tokyo, reiste in jungen Jahren nach Europa – und blieb. Erst in Hamburg, dann in Berlin, wo sie bis jetzt lebt und arbeitet. Dort hat Judith Brandner, selbst Japanologin und Japankennerin, sie zum Gespräch getroffen. (WH von 19.12.2025)
Als junge Verhaltensforscherin war Sonia Kleindorfer unter anderem in Tansania unterwegs, wo sie mit der berühmten Schimpansen-Forscherin Jane Goodall gearbeitet hat. Ihr eigenes Spezialgebiet wurde das Verhalten von Vögeln. Die 1966 in Philadelphia in den USA geborene Sonia Kleindorfer kam zum Zoologie-Studium nach Wien. Auf Galapagos erforscht sie die berühmten Darwin-Finken. In Australien hat sie knapp 20 Jahre an der Flinders University gearbeitet. Seit 2018 ist sie zurück in Österreich. Ob auf den streng geschützten Galapagos-Inseln, in der landwirtschaftlich genutzten Gegend rund um Grünau im Almtal oder in den trockenen Buschregionen Südaustraliens: In all ihren Forschungsstationen interessiert sich Sonia Kleindorfer nicht nur für das Verhalten der Tiere, sondern auch die Bedingungen des Zusammenlebens zwischen Tier und Mensch. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer erzählt sie auch davon was man vom Verhalten der Tiere auch über den Menschen lernen kann. (WH von 24.4.2026)
Als junge Verhaltensforscherin war Sonia Kleindorfer unter anderem in Tansania unterwegs, wo sie mit der berühmten Schimpansen-Forscherin Jane Goodall gearbeitet hat. Ihr eigenes Spezialgebiet wurde das Verhalten von Vögeln. Die 1966 in Philadelphia in den USA geborene Sonia Kleindorfer kam zum Zoologie-Studium nach Wien. Auf Galapagos erforscht sie die berühmten Darwin-Finken. In Australien hat sie knapp 20 Jahre an der Flinders University gearbeitet. Seit 2018 ist sie zurück in Österreich. Ob auf den streng geschützten Galapagos-Inseln, in der landwirtschaftlich genutzten Gegend rund um Grünau im Almtal oder in den trockenen Buschregionen Südaustraliens: In all ihren Forschungsstationen interessiert sich Sonia Kleindorfer nicht nur für das Verhalten der Tiere, sondern auch die Bedingungen des Zusammenlebens zwischen Tier und Mensch. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer erzählt sie auch davon was man vom Verhalten der Tiere auch über den Menschen lernen kann. (WH von 24.4.2026)
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