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Eine Frau zieht ihrem Hund Strümpfe an, damit er sich nicht an den Glassplittern verletzt. In Paris sind Geschäfte geplündert und Schaufenster eingeschlagen worden. Doch während einige Viertel schwer von den Ausschreitungen getroffen sind, geht andernorts das Leben weiter. Stefan Brändle, Frankreich-Korrespondent der FUNKE Mediengruppe, schildert, was er auf den Straßen der Hauptstadt erlebt hat.
Begonnen haben die Proteste mit Schülerinnen und Schülern, die bessere Lernbedingungen fordern. Doch schnell schließen sich weitere Gruppen an. Hunderttausende Menschen demonstrieren gegen hohe Lebenshaltungskosten, soziale Ungerechtigkeit und die Politik der französischen Regierung. Gleichzeitig kommt es zu schweren Krawallen. Wer steckt hinter der Gewalt? Welche Rolle spielen linksradikale Gruppen, die französischen Vorstädte und die Debatte über Migration? Und welche politischen Folgen könnten die Ausschreitungen für Emmanuel Macron, Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon haben?
Der Protestforscher Simon Teune erklärt im Gespräch mit Jan Jessen, wie Gewalt bei Demonstrationen eskalieren kann und warum soziale Medien die Aufmerksamkeit auf brennende Autos und Straßenschlachten lenken. Er zeigt außerdem, warum Proteste in Frankreich anders funktionieren als in Deutschland.
Könnten solche Ausschreitungen auch in Deutschland passieren? Die Folge von „Im Krisenmodus“ untersucht, wie groß das Protestpotenzial hierzulande ist, warum politische Unzufriedenheit nicht automatisch zu Gewalt führt und welche Rolle Protestbewegungen selbst bei der Deeskalation spielen. Jan Jessen spricht außerdem über die Gefahr, dass ausländische Akteure gesellschaftliche Konflikte durch gezielte Desinformation anheizen könnten.
Jan Jessen – Politikchef der NRZ und Kriegs- und Krisenreporter der FUNKE Mediengruppe
Stefan Brändle – Frankreich-Korrespondent der FUNKE Zentralredaktion in Paris
Dr. Simon Teune – Politischer Soziologe und Protestforscher aus Berlin
01 | Paris nach den Krawallen – Stefan Brändle berichtet von den Verwüstungen auf den Straßen der Hauptstadt.
02 | Wie aus Schülerprotesten eine Massenbewegung wird – Die Ursachen der Proteste und die unterschiedlichen Gruppen auf der Straße.
03 | Wer steckt hinter den Ausschreitungen? – Linksradikale Gruppen, Plünderungen und die Debatte über Migration.
04 | Warum Gewalt eskaliert – Simon Teune über Polizeikonfrontationen, das politische System Frankreichs und die Rolle sozialer Medien.
05 | Macron, Le Pen und Mélenchon – Die möglichen politischen Folgen der Krawalle und der Vergleich mit Deutschland.
06 | Könnte das auch in Deutschland passieren? – Was die Protestkulturen unterscheidet und warum Unzufriedenheit nicht automatisch zu Gewalt führt.
07 | Wie sich Gewalt begrenzen lässt – Welche Rolle Protestbewegungen selbst bei der Deeskalation spielen.
Sprengstoff-Drohne in Leipzig: Das spricht für russische Täter
Afghanistan fünf Jahre nach den Taliban: Sicherer, aber nicht freier
Posad-Pokrowsk: Aufbau im Visier russischer Drohnen
Ein Demonstrant mit französischer Nationalflagge vor einem Feuer während der Ausschreitungen in Marseille am 17. Oktober 2026. Die Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten bringen landesweit unterschiedliche Gruppen auf die Straße.
Foto: Thibaud Moritz / AFP
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Im Krisenmodus ist ein Podcast der FUNKE Mediengruppe.
*This Podcast is made with the help of AI
In early July, Russia announces that it has fully captured the strategically important city of Kostiantynivka. Ukraine’s General Staff rejects the claim. The US-based Institute for the Study of War also finds no evidence that Russia has established full control of the city.
Almost three months later, FUNKE war correspondent Jan Jessen follows a Ukrainian resupply mission to Kostiantynivka from Kramatorsk. The drone commander Hordyi reports that Ukrainian soldiers are still fighting in the city. Vudi, deputy company commander of a drone battalion, explains why a mission covering just seven kilometres can now take up to ten hours.
Further north, Ukraine’s Operation Vivaldi is under way. Major Dmytro Rohoziuk, commander of the 60th Separate Inhulets Mechanized Brigade, challenges another Russian victory claim: Sviatohirsk has not been captured either. Military analyst Dr Gustav Gressel explains how drones, electronic warfare and mechanised units work together in the operation.
Meanwhile, Nataliia Bahrii reports on people who return to destroyed towns and villages despite the danger. Their stories show that regaining territory militarily does not make it safe. This episode asks when a city can truly be considered captured — and what impact a false picture of the battlefield can have on the course of the war.
Featured in this episodeJan Jessen — Head of Politics at the NRZ newspaper and war and crisis correspondent for FUNKE Media Group
Dr Gustav Gressel — Military analyst at the National Defence Academy in Vienna
Major Dmytro Rohoziuk — Commander of the 60th Separate Inhulets Mechanized Brigade, part of the 3rd Army Corps
Akhmet — Callsign of a battle captain and combat operations officer with the 60th Inhulets Brigade
Hordyi — Callsign of the commander of a drone team with the 28th Separate Mechanized Brigade
Vudi — Callsign of a deputy company commander with the 39th Separate Drone Battalion
Nataliia Bahrii — Head of civil-military cooperation for the 60th Inhulets Brigade
Chapters01 | Russia claims to have captured Kostiantynivka
In Kramatorsk, Jan Jessen follows a resupply mission into the embattled city. Hordyi challenges Russia’s claim of victory.
02 | Seven kilometres in ten hours
Vudi explains how drones and mined roads can turn even short resupply routes into missions lasting most of the day.
03 | Russia’s assault on the fortress belt
The plan to attack Kostiantynivka directly and encircle Ukrainian defensive hubs from the north and south.
04 | Operation Vivaldi
Gustav Gressel and Major Dmytro Rohoziuk explain Ukraine’s counteroffensive and the situation in Sviatohirsk.
05 | Drones, tanks and the 20th Guards Army
Why local superiority in the drone war can enable mechanised assaults — and how Akhmet describes the condition of Russian forces.
06 | Why people refuse to leave
Nataliia Bahrii recounts the stories of people returning home, evacuation efforts and one family the soldiers were too late to save.
07 | Liberated does not mean safe
Why recaptured towns continue to come under fire — and what consequences Russia’s false battlefield claims can have.
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Terminator Myths in Drone Warfare: Ground Robots and AI in Ukraine
Swarm Warfare: One Pilot Controls Many Drones — Reality vs. AI
Target Acquired: The Drone Front in Ukraine
Cover imageThe cover photo was taken on 25 September 2026 in Kramatorsk. In the background is the historic Ukrainian Orthodox Church of the Nativity of St John the Baptist, damaged in a bombing.
Photo: Reto Klar / FUNKE Photo Services
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Thanks to Thomas Bertram, Michelle Bollen, Jonathan Goeke and Stefan Merten for lending their voices.
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Anfang Juli meldet Russland die vollständige Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka. Der ukrainische Generalstab widerspricht. Auch das US-amerikanische Institute for the Study of War sieht keine Belege dafür, dass Russland die Stadt vollständig kontrolliert.
Fast drei Monate später verfolgt FUNKE-Kriegsreporter Jan Jessen in Kramatorsk einen ukrainischen Versorgungsflug nach Kostjantyniwka. Der Drohnenkommandeur Hordyi berichtet, dass dort weiterhin ukrainische Soldaten kämpfen. Vudi, stellvertretender Kompaniechef eines Drohnenbataillons, erklärt, warum eine nur sieben Kilometer lange Mission inzwischen bis zu zehn Stunden dauern kann.
Weiter nördlich läuft die ukrainische Operation „Vivaldi“. Major Dmytro Rohoziuk, Kommandeur der 60. separaten mechanisierten Inhulets-Brigade, widerspricht einer weiteren russischen Siegesmeldung: Auch Swjatohirsk sei nicht eingenommen. Der Militärexperte Dr. Gustav Gressel ordnet ein, wie Drohnen, elektronische Kampfführung und mechanisierte Verbände bei der Operation zusammenspielen.
Nataliia Bahrii berichtet unterdessen von Menschen, die trotz der Gefahr in zerstörte Orte zurückkehren. Ihre Geschichten zeigen: Militärisch zurückgewonnen bedeutet noch lange nicht sicher. Die Folge fragt, wann eine Stadt tatsächlich als erobert gilt – und welche Folgen falsche Lagebilder für den weiteren Krieg haben können.
Jan Jessen – Politikchef der NRZ und Kriegs- und Krisenreporter der FUNKE Mediengruppe
Dr. Gustav Gressel – Militärexperte an der Landesverteidigungsakademie in Wien
Major Dmytro Rohoziuk – Kommandeur der 60. separaten mechanisierten Inhulets-Brigade des 3. Armeekorps
Akhmet – Rufzeichen eines Battle Captains und Gefechtsführungsoffiziers der 60. Inhulets-Brigade
Hordyi – Rufzeichen des Kommandeurs eines Drohnentrupps der 28. separaten mechanisierten Brigade
Vudi – Rufzeichen eines stellvertretenden Kompaniechefs des 39. separaten Drohnenbataillons
Nataliia Bahrii – Leiterin der Abteilung für zivil-militärische Zusammenarbeit der 60. Inhulets-Brigade
01 | Russland meldet Kostjantyniwka als erobert
Jan Jessen verfolgt in Kramatorsk einen Versorgungsflug in die umkämpfte Stadt. Hordyi widerspricht der russischen Siegesmeldung.
02 | Sieben Kilometer in zehn Stunden
Vudi erklärt, wie Drohnen und verminte Straßen selbst kurze Versorgungswege zu Tagesmissionen machen.
03 | Russlands Angriff auf den Festungsgürtel
Der Plan, Kostjantyniwka direkt anzugreifen und die ukrainischen Verteidigungszentren von Norden und Süden zu umfassen.
04 | Die Operation „Vivaldi“
Gustav Gressel und Major Dmytro Rohoziuk erklären den ukrainischen Gegenangriff und die Lage in Swjatohirsk.
05 | Drohnen, Panzer und die 20. Gardearmee
Warum lokale Drohnenüberlegenheit mechanisierte Angriffe ermöglicht – und wie Akhmet den Zustand des russischen Gegners beschreibt.
06 | Warum Menschen nicht gehen
Nataliia Bahrii berichtet von Rückkehrern, Evakuierungen und einer Familie, für die die Hilfe zu spät kommt.
07 | Befreit bedeutet nicht sicher
Warum zurückgewonnene Orte weiter beschossen werden und welche Folgen falsche russische Lagebilder haben können.
Cherson unter Drohnenangriffen - wie eine Stadt im Krieg weiterlebt
Terminator-Mythen im Drohnenkrieg: Landroboter und KI in der Ukraine
Schwarmkrieg: Ein Pilot steuert viele Drohnen - Realität vs. KI
Ziel erfasst - die Drohnenfront in der Ukraine
Das Titelbild entstand am 25. September 2026 in Kramatorsk. Im Hintergrund ist die durch einen Bombenangriff beschädigte historische ukrainisch-orthodoxe Kirche der Geburt des heiligen Johannes des Täufers zu sehen.
Foto: Reto Klar / FUNKE Foto Services
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What happens when a war hits not just cities and front lines, but a trade route? In the Black Sea, Russia is attacking Ukrainian port infrastructure and civilian commercial ships. The consequences reach far beyond Odesa: they affect grain exports, global supply chains, insurance costs and food security in North Africa, the Middle East and parts of Asia.
In this episode of "In Crisis Mode", FUNKE war correspondent Jan Jessen reports from Odesa. During his conversation with the president of the Ukrainian Ports Association, air defence systems are activated nearby. The moment offers a glimpse into the conditions under which port workers, logistics companies and seafarers are trying to carry on with their daily work.
Dmytro Pletenchuk, spokesperson for the Naval Forces of the Armed Forces of Ukraine, describes how Russia's tactics have changed: from attacks on port facilities to targeted drone strikes against civilian cargo ships. According to his account, shipping in the Gulf of Odesa at times came almost completely to a standstill.
Dmytro Barinov, president of the Ukrainian Ports Association Ukrport, explains why the attacks are not just a Ukrainian problem. He draws a comparison with the Strait of Hormuz: when major shipping routes become unsafe, risks, transport costs and prices rise. At the same time, important supply chains come under pressure.
Kostiantyn Tymoshenko, General Manager of Formag Group Ltd in Odesa, explains why alternative routes via the Danube, rail and road cannot replace the major Black Sea ports. A relatively small cargo ship carrying 5,000 tonnes of goods would require more than 200 trucks. And even drivers are increasingly hard to find — because travelling to the port regions carries enormous risks.
The episode asks: What does it mean for global trade when civilian ships become targets in international waters? And when does a trade route become so important that its protection can no longer be left solely to the countries directly bordering it?
Jan Jessen – Head of Politics at NRZ and war and crisis correspondent for the FUNKE Media Group
Dmytro Barinov – President of the Ukrainian Ports Association Ukrport
Kostiantyn Tymoshenko – General Manager of Formag Group Ltd, a logistics company in Odesa specialising in container transport, ship agency services and chartering
Dmytro Pletenchuk – Spokesperson for the Ukrainian Navy
Chapters01 | A Trade Route at War
Why attacks on ports and cargo ships in the Black Sea have consequences far beyond Ukraine.
02 | Air Raid Alert in Odesa
Jan Jessen meets Dmytro Barinov of the Ukrainian Ports Association — as air defence systems are activated nearby.
03 | Ports as Targets Since the Start of the War
Dmytro Pletenchuk explains why Russia has been attacking Ukrainian ports since the beginning of the full-scale invasion.
04 | Drones Target Civilian Ships
Russia changes its tactics: not only port facilities, but also cargo ships heading for Odesa come under pressure.
05 | 25 Ships in Two Months
Why shipowners, captains and crews are increasingly deciding that the risks are too high.
06 | Why Trucks Can't Replace Cargo Ships
Kostiantyn Tymoshenko on rail, Danube ports, the shortage of drivers and the limits of overland routes.
07 | Grain, Prices and Food Security
What disrupted exports could mean for Ukraine, North Africa, the Middle East and international aid programmes.
08 | A Trade Route Under Attack
Why the Black Sea is more than just a regional theatre of war.
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Was passiert, wenn ein Krieg nicht nur Städte und Fronten trifft, sondern eine Handelsroute? Im Schwarzen Meer greift Russland ukrainische Hafeninfrastruktur und zivile Handelsschiffe an. Die Folgen reichen weit über Odessa hinaus: Sie betreffen den Export von Getreide, weltweite Lieferketten, Versicherungen und die Ernährungssicherheit in Nordafrika, im Nahen Osten und in Teilen Asiens.
In dieser Folge von „Im Krisenmodus“ berichtet FUNKE-Kriegsreporter Jan Jessen aus Odessa. Während seines Gesprächs mit dem Präsidenten der ukrainischen Hafenvereinigung wird in der Nähe die Luftabwehr aktiv. Der Moment zeigt, unter welchen Bedingungen Hafenarbeiter, Logistikunternehmen und Seeleute ihren Alltag organisieren.
Dmytro Pletenchuk, Sprecher der Seestreitkräfte der Ukrainischen Streitkräfte, beschreibt, wie sich die russische Taktik verändert hat: von Angriffen auf Hafenanlagen hin zu gezielten Drohnenattacken auf zivile Frachter. Nach seiner Darstellung kam die Schifffahrt im Golf von Odessa zeitweise nahezu vollständig zum Erliegen.
Dmytro Barinov, Präsident der ukrainischen Hafenvereinigung Ukrport, erklärt, warum die Angriffe nicht nur ein ukrainisches Problem sind. Er zieht einen Vergleich zur Straße von Hormuz: Wenn zentrale Seewege unsicher werden, steigen Risiken, Transportkosten und Preise. Zugleich geraten wichtige Lieferketten unter Druck.
Kostiantyn Tymoshenko, General Manager der Formag Group Ltd in Odessa, schildert, warum Ausweichrouten über Donau, Bahn und Straße die großen Schwarzmeerhäfen nicht ersetzen können. Ein vergleichsweise kleines Frachtschiff mit 5.000 Tonnen Ladung würde mehr als 200 LKW erfordern. Und selbst Fahrer fehlen zunehmend – weil Fahrten in die Hafenregionen ein enormes Risiko bedeuten.
Die Folge fragt: Was bedeutet es für den Welthandel, wenn zivile Schiffe in internationalen Gewässern zur Zielscheibe werden? Und wann wird eine Handelsroute so wichtig, dass ihr Schutz nicht allein den Ländern überlassen werden kann, die direkt an ihr liegen?
Jan Jessen – Politikchef der NRZ und Kriegs- und Krisenreporter der FUNKE Mediengruppe
Dmytro Barinov – Präsident der Vereinigung ukrainischer Häfen Ukrport
Kostiantyn Tymoshenko – General Manager der Formag Group Ltd, eines Logistikunternehmens für Containertransporte, Schiffsagenturen und Chartergeschäfte in Odessa
Dmytro Pletenchuk – Sprecher der ukrainischen Marine
01 | Handelsroute im Krieg
Warum die Angriffe auf Häfen und Frachter im Schwarzen Meer weit über die Ukraine hinaus Folgen haben.
02 | Luftalarm in Odessa
Jan Jessen trifft Dmytro Barinov von der ukrainischen Hafenvereinigung – während in der Nähe die Luftabwehr aktiv wird.
03 | Häfen als Ziel seit Kriegsbeginn
Dmytro Pletenchuk erklärt, warum Russland die ukrainischen Häfen seit Beginn der Vollinvasion angreift.
04 | Drohnen gegen zivile Schiffe
Russland verändert seine Taktik: Nicht nur Hafenanlagen, auch Frachter auf dem Weg nach Odessa geraten unter Druck.
05 | 25 Schiffe in zwei Monaten
Warum Reeder, Kapitäne und Besatzungen das Risiko zunehmend nicht mehr eingehen.
06 | Warum LKW keine Frachter ersetzen
Kostiantyn Tymoshenko über Bahn, Donauhäfen, fehlende Fahrer und die Grenzen der Landrouten.
07 | Getreide, Preise und Ernährungssicherheit
Was ausbleibende Exporte für die Ukraine, Nordafrika, den Nahen Osten und internationale Hilfsprogramme bedeuten können.
08 | Eine Handelsroute unter Beschuss
Warum das Schwarze Meer mehr ist als ein regionaler Kriegsschauplatz.
Hör-EmpfehlungenMinen: Jeder Schritt kann der letzte sind
Iran-Krieg außer Kontrolle: USA, Israel, NATO - Analyse mit Carlo Masala
Afghanistan fünf Jahre nach den Taliban: Sicherer, aber nicht freier
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Almost three years after Hamas’s terrorist attack on Israel and the beginning of the Gaza war, there is still no sustainable peace. Ali, a father from Rafah who has been displaced multiple times, talks about the extreme shortage of food during the war and his family’s destroyed everyday life. The doctor Dr. Fady Almadhoun describes the current medical emergency: although the food supply has improved, healthy and balanced food remains scarce or hardly affordable. In the FUNKE podcast “Im Krisenmodus,” war and crisis reporter Jan Jessen also speaks with Middle East expert Dr. Jan Busse. He explains why the peace plan is stalled, how the disarmament of Hamas and an Israeli withdrawal are connected, and whether there is still a political perspective for Gaza.
Guests and VoicesAli – Father from Rafah, now in Khan Younis. His name has been changed for his protection.
Dr. Fady Almadhoun – Doctor; he is responsible for the medical activities of Médecins Sans Frontières in Gaza City and in the north of the Gaza Strip
Dr. Jan Busse – Political scientist and Middle East expert at the University of the Bundeswehr Munich
Chapter Overview1 | A Child Wishes for a Place Without Bombs
Dr. Fady Almadhoun talks about what the war means for his four-year-old son.
2 | A Family Is Displaced Again and Again
Ali talks about his destroyed home in Rafah, the extreme shortage of food during the war and life without a safe place.
3 | Medical Care with the Last Remaining Resources
Gaza’s clinics lack equipment, medical supplies and specialized professionals.
4 | More Food Does Not Yet Mean a Healthy Diet
Why balanced food continues to be unavailable or unaffordable for many families.
5 | Why the Peace Plan Is Stalled
Jan Busse explains the dispute over the disarmament of Hamas and the Israeli withdrawal.
6 | Who Is Supposed to Govern Gaza in the Future?
It is about a Palestinian transitional administration, vetted police forces and the danger of a power vacuum.
7 | Can There Still Be a Palestinian State?
The situation in the West Bank and the question of whether people’s lives can improve over the coming year.
Listening RecommendationsGaza During the Ceasefire: Doctors and Experts on the Real Situation
Carlo Masala: “Israel’s Actions Violate International Law”
There Is No Safe Place in Gaza
Welthungerhilfe
Information about projects and donation opportunities:
Donations for People in Gaza – Welthungerhilfe
Médecins Sans Frontières
Emergency medical assistance in Gaza and other crisis areas:
Our Assistance in the Palestinian Territories – Médecins Sans Frontières
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Fast drei Jahre nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel und dem Beginn des Gaza-Krieges gibt es weiterhin keinen tragfähigen Frieden. Ali, ein mehrfach vertriebener Familienvater aus Rafah, berichtet von extremer Nahrungsmittelknappheit während des Krieges und vom zerstörten Alltag seiner Familie. Der Arzt Dr. Fady Almadhoun beschreibt die aktuelle medizinische Not: Zwar hat sich die Lebensmittelversorgung verbessert, doch gesunde und ausgewogene Nahrung ist weiterhin knapp oder kaum bezahlbar. Im FUNKE-Podcast „Im Krisenmodus“ spricht Kriegs- und Krisenreporter Jan Jessen außerdem mit dem Nahostexperten Dr. Jan Busse. Er erklärt, warum der Friedensplan stockt, wie die Entwaffnung der Hamas und ein israelischer Rückzug zusammenhängen und ob für Gaza noch eine politische Perspektive besteht.
Ali – Familienvater aus Rafah, heute in Khan Yunis. Sein Name wurde zu seinem Schutz geändert.
Dr. Fady Almadhoun – Arzt; er verantwortet medizinische Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen in Gaza-Stadt und im Norden des Gazastreifens
Dr. Jan Busse – Politikwissenschaftler und Nahostexperte an der Universität der Bundeswehr München
1 | Ein Kind wünscht sich einen Ort ohne Bomben
Dr. Fady Almadhoun erzählt, was der Krieg für seinen vierjährigen Sohn bedeutet.
2 | Eine Familie wird immer wieder vertrieben
Ali berichtet vom zerstörten Zuhause in Rafah, von extremer Nahrungsmittelknappheit während des Krieges und vom Leben ohne sicheren Ort.
3 | Medizinische Versorgung mit letzten Reserven
In Gazas Kliniken fehlen Geräte, medizinisches Material und spezialisierte Fachkräfte.
4 | Mehr Lebensmittel bedeuten noch keine gesunde Ernährung
Warum ausgewogene Nahrung für viele Familien weiterhin fehlt oder unbezahlbar ist.
5 | Warum der Friedensplan stockt
Jan Busse erklärt den Streit über die Entwaffnung der Hamas und den israelischen Rückzug.
6 | Wer soll Gaza künftig verwalten?
Es geht um eine palästinensische Übergangsverwaltung, überprüfte Polizeikräfte und die Gefahr eines Machtvakuums.
7 | Kann es noch einen palästinensischen Staat geben?
Die Lage im Westjordanland und die Frage, ob sich das Leben der Menschen im kommenden Jahr verbessern kann.
Gaza in der Waffenruhe: Ärzte und Experten über die echte Lage
Carlo Masala: "Israels Vorgehen ist völkerrechtswidrig"
Es gibt keinen sicheren Ort in Gaza
Welthungerhilfe
Informationen zu Projekten und Spendenmöglichkeiten:
Spenden für Menschen in Gaza - Welthungerhilfe
Ärzte ohne Grenzen
Medizinische Nothilfe in Gaza und anderen Krisengebieten:
Unsere Hilfe in den Palästinensischen Gebieten - Ärzte ohne Grenzen
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Five years after the Taliban seized power, Afghanistan has changed fundamentally. Major fighting has died down in many parts of the country, the security situation has improved, and construction is picking up again. At the same time, many people are living in poverty, unemployment remains high, and women and girls are excluded from secondary and higher education.
In this episode of Im Krisenmodus, FUNKE war and crisis reporter Jan Jessen speaks to people experiencing this new reality in very different ways.
In Kabul, Jan meets teacher Rohina Popalzai. Rohina talks about women who have lost educational and professional opportunities – and about her cautious hope for change.
In Logar Province, Jan meets brickworks owner Abdul Rahman Bhatti. His business has grown over the past five years. He sees the improved security situation as one reason why people are returning, investing and building houses again.
How limited that security can be becomes clear to Jan in the border province of Paktia. There, doctor Fathullah stands amid the ruins of his home. His 14-year-old brother was killed in an airstrike, while Fathullah and his wife were seriously injured. Fathullah also describes a second attack on people who came to help the wounded.
What have five years of Taliban rule changed in Afghanistan? And who has the country actually become safer for?
Jan Jessen – Head of Politics at NRZ and war and crisis reporter for FUNKE Media Group
Rohina Popalzai – Teacher and spokesperson for a state school in Kabul
Abdul Rahman Bhatti – Brickworks owner from Logar Province
Fathullah – Doctor from Paktia Province and survivor of an airstrike on his home
Chapters01 | What has changed under the Taliban?
Five years after the Taliban seized power, Jan Jessen travels through Afghanistan. The country has become safer in many parts, while poverty, unemployment and severe restrictions on women continue to shape everyday life.
02 | Rohina Popalzai: Women Shut Out of Higher Education
The teacher from Kabul talks about girls’ education, the lack of educational and professional opportunities for women.
03 | Abdul Rahman Bhatti: Why Construction Is Picking Up Again
A brickworks owner in Logar talks about rising demand, Afghans returning home and the economic impact of the improved security situation.
04 | Fathullah: An Airstrike on His Family
The doctor from Paktia talks about the airstrike on his home, the death of his 14-year-old brother and a second attack on people who came to help the wounded.
05 | Who Is Afghanistan Safer For?
Three encounters reveal the contradictions of five years of Taliban rule: greater security and renewed construction on the one hand, fewer freedoms for women and continued violence in some parts of the country on the other.
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Flood Disaster in Afghanistan: A Forgotten Tragedy
Afghan Children: Seeking Treatment in Germany
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Die Bundesregierung geht jetzt öffentlich davon aus: Der Drohnen-Anschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle war ein Auftrag aus Moskau. Wochenlang sprach Innenminister Alexander Dobrindt nur vorsichtig von „fremden Mächten". Jetzt treten Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul vor die Presse und werden konkret.
Am 4. August wurde eine Drohne mit 600 Gramm Sprengstoff in der Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeugs entdeckt. Der Zünder versagte. Kurz darauf wird eine weitere Drohne entdeckt. Doch wie sicher ist die Zuschreibung an einen russischen Geheimdienst wirklich – und was bedeutet sie politisch?
FUNKE-Kriegsreporter Jan Jessen spricht darüber in dieser Sonderfolge von „Im Krisenmodus" – Sprengstoff-Drohne in Leipzig: Das spricht für russische Täter – mit dem Militär- und Sicherheitsexperten Dr. Gustav Gressel.
Gemeinsam ordnen sie die Beweislage ein, sprechen über die Ziele hinter dem Anschlag, mögliche Verbindungen zu ähnlichen Vorfällen in Europa und die Frage, wie verwundbar kritische Infrastruktur in Deutschland tatsächlich ist.
Dr. Gustav Gressel Militär- und Sicherheitsexperte an der Landesverteidigungsakademie des österreichischen Bundesheeres
Jan Jessen Politikchef der NRZ sowie Kriegs- und Krisenreporter der FUNKE Mediengruppe
1 | Der Fund am Flughafen Leipzig
Was in der Nacht zum 4. August geschah, was die Drohne an Bord hatte – und was im schlimmsten Fall hätte passieren können.
2 | Die Spur nach Moskau
Warum die Bundesregierung jetzt Klartext spricht – und was Gressel zur Beweislage sagt, bevor die Pressekonferenz überhaupt begonnen hat.
3 | Motiv und Kalkül: Wer steckt dahinter und warum
Warum die Täter meist für Geld arbeiten, was der Osama-bin-Laden-Vergleich zeigt – und ob Russland bewusst Menschenleben riskiert.
4 | Ein Muster mit Geschichte: Salisbury, Bulgarien, Tschechien
Warum solche Anschläge in Europa keine Ausnahme sind – und weshalb sie laut Gressel meistens nach hinten losgehen.
5 | Ein System ohne Konsequenzen
Warum russische Geheimdienste trotz wiederholtem Scheitern weitermachen – und was das mit der Geschichte von KGB und FSB zu tun hat.
6 | Diplomatie unter Druck
Welche Konsequenzen gegen Russland realistisch sind, was Gressel vor der PK bereits an Sanktionen empfiehlt – und was Dobrindt und Wadephul tatsächlich verkünden.
7 | Fazit
Was der Fall für die Sicherheitslage in Europa bedeutet.
Trump Patriot und Putin - Was der NATO-Gipfel für die Ukraine verändert
Terminator-Mythen im Drohnenkrieg: Landroboter und KI in der Ukraine
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Eine gewaltige Sturzflut hat im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet ganze Dörfer weggespült. Hunderte Menschen sind gestorben, zahlreiche weitere werden vermisst. Zerstörte Straßen und Brücken erschweren die Suche nach Überlebenden und die Versorgung der Betroffenen.
In dieser Sonderfolge von „Im Krisenmodus“ spricht FUNKE-Kriegs- und Krisenreporter Jan Jessen mit dem Geografen Marcus Nüsser über die mögliche Ursache der Katastrophe. Der Klima- und Umweltexperte Arun Bhakta Shrestha erklärt, wie der Klimawandel die Gefahren im Himalaya verändert und warum Nepal und China bessere Frühwarnsysteme sowie einen verlässlichen Informationsaustausch brauchen. Tabea Seiz von der Welthungerhilfe berichtet aus Kathmandu über die Rettungsarbeiten und über Familien, die innerhalb weniger Minuten ihre gesamte Lebensgrundlage verloren haben.
Tabea Seiz, Programmleiterin der Welthungerhilfe in Nepal
Prof. Dr. Marcus Nüsser, Geograf am Südasien-Institut der Universität Heidelberg
Dr. Arun Bhakta Shrestha, CEO von Hydrominds und ehemaliger Senior Adviser und Strategic Group Lead beim International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD)
Jan Jessen, Politikchef der NRZ und Kriegs- und Krisenreporter der FUNKE Mediengruppe.
1 | Die Sturzflut und die Suche nach Vermissten
Jan Jessen ordnet die aktuelle Lage ein. Tabea Seiz berichtet aus Kathmandu über zerstörte Verkehrswege, abgeschnittene Orte und schwierige Rettungsarbeiten.
2 | Wie ein Gletscherabbruch eine Flutwelle auslösen kann
Prof. Dr. Marcus Nüsser und Dr. Arun Bhakta Shrestha erklären die mögliche Kaskade aus abbrechendem Eis, Geröll, einem blockierten Fluss und plötzlich freigesetztem Wasser.
3 | Welche Rolle spielt der Klimawandel?
Die Experten erklären, warum sich eine einzelne Katastrophe nur schwer direkt dem Klimawandel zuordnen lässt – die Erwärmung aber Gletscher verändert und die Gefahren im Himalaya erhöht.
4 | Frühwarnsysteme und gefährdete Infrastruktur
Warum Straßen, Siedlungen und Wasserkraftwerke das Schadensrisiko erhöhen – und wie Warnsysteme Menschenleben retten könnten.
5 | Nothilfe und globale Verantwortung
Tabea Seiz erklärt, was die Betroffenen jetzt brauchen. Arun Bhakta Shrestha spricht über internationale Verantwortung und einen verlässlichen Datenaustausch zwischen Nepal und China.
Venezuela nach dem Doppel-Erdbeben
Erdbeben in Afghanistan
Flutkatastrophe in Afghanistan
Die Welthungerhilfe bereitet gemeinsam mit lokalen Partnern Nothilfe in Nepal vor. Benötigt werden unter anderem sauberes Trinkwasser, Lebensmittel, Hygieneartikel und sichere Unterkünfte. Die Organisation stellt zunächst 100.000 Euro aus ihrem Nothilfefonds bereit.
Die Welthungerhilfe bittet unter dem Stichwort „Sturzflut Nepal“ um Spenden:
Hier geht es auf die Seite der Welthungerhilfe
Die Welthungerhilfe ist seit 1972 mit nationalen und internationalen Partnern in Nepal aktiv und arbeitet dort unter anderem in den Bereichen Ernährungssicherung, Katastrophenvorsorge und humanitäre Hilfe.
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