IRMIMI – Irgendwas mit Mittelalter

IRMIMI – Irgendwas mit Mittelalter

By katrinstuppEducationHistory
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IRMIMI – Irgendwas mit Mittelalter episodes

  • #73: Schreiberin unbekannt: Guda und die verschollenen Bücher

    Inhalt


    00:00:00 Vorgeplänkel
    00:14:40 Thema der Folge

     

    Im 12. Jahrhundert malt sich eine Frau namens Guda in einen verzierten Buchstaben und schreibt dazu: Sie hat dieses Buch geschrieben und gemalt. War sie eine Ausnahme? Oder sehen wir nur sie und den Rest nicht?

    Ein Forschungsteam hat 2025 zum ersten Mal nachgezählt, wie viele mittelalterliche Handschriften von Frauen abgeschrieben wurden. Grundlage sind Kolophone, also kurze Notizen am Ende einer Handschrift, in denen sich die Schreibenden manchmal verewigt haben. Das Ergebnis: Von 23.774 Notizen stammen mindestens 254 sicher von Frauen, also rund 1,1 Prozent. Hochgerechnet könnten Frauen im Mittelalter über 110.000 Bücher abgeschrieben haben, und rund 8.000 davon müssten heute noch existieren.

    Wir klären den Unterschied zwischen Autorin und Schreiberin und lernen Birgitta kennen, die ihr eigenes Werk nicht ganz so gelungen fand. Außerdem geht es darum, warum die 1,1 Prozent nur eine Untergrenze sind. Und warum die spannendste Erkenntnis der Studie keine Entdeckung ist, sondern eine Lücke.

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    • #Mittelalter #Deutschland #Europa #Forschung

      49 min
    • #72: Capitulatio de partibus Saxoniae – Karl dreht auf, Karl knickt ein

      Inhalt:

      00:00:00 Intro und Vorgeplänkel

      00:12:38 Capitulatio de partibus Saxoniae

       

      Dreißig Jahre Krieg, Massendeportationen, und ein Gesetz mit zwölf Todesstrafen am Stück – das ist die Geschichte der Unterwerfung Sachsens unter Karl den Großen. In dieser Folge schauen wir direkt in die Capitulatio de partibus Saxoniae, Karls brutalste Verordnung, begleiten die Sachsen durch ihren zähen Widerstand und fragen: Warum musste Karl sein eigenes Gesetz am Ende wieder revidieren?

       

      Links

      • Codex Palatinus latinus 289

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          Literatur: 
           
          • Lexikon des Mittelalters (LexMA), Artikel: Capitulatio de partibus Saxoniae. Bearb. von W. Lammers.
          • Monumenta Germaniae Historica, Capitularia regum Francorum I, S. 68–70. Originaltext der Capitulatio de partibus Saxoniae.
          • Patzold, Steffen: Die Paganisierung der Bewohner der frühmittelalterlichen Saxonia durch Karl den Großen, Aufsatz
          • Weinfurter, Stefan: Karl der Große. Der heilige Barbar. München/Zürich 2013.
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            • #Mittelalter #Deutschland #Europa

               

               

              48 min
            • #71: Das Lorscher Arzneibuch: Schimmel, Salben und undankbare Patienten

              Das Lorscher Arzneibuch ist das älteste erhaltene medizinische Buch Deutschlands – geschrieben um 800 von Mönchen in einem hessischen Kloster, die nicht nur Rezepte sammelten, sondern die Medizin vor dem Christentum verteidigen mussten.

              Wir schauen heute: Was steckt in den 482 Rezepten, warum brauchte ein Arzneibuch ein theologisches Vorwort und wie landet ein Buch aus Lorsch am Ende in Bamberg? UNESCO-Weltdokumentenerbe, mittelalterliche Käseschimmel-Therapie und ein Arzt, der vorher bezahlt werden will: alles dabei ;)

              Viel Spaß beim Hören!

              Eure Katrin

              • Einen (ergänzenden) Blogartikel zum Lorscher Arzneibuch gibt es hier
              • Lorscher Arzneibuch (Bamberg, Staatsbibl., Msc. Med. 1)

                • Informationen im Handschriftencensus

                • Direkt zum Digitalisat

                   

                  Links und Quellen

                  • UNESCO / Staatsbibliothek Bamberg: Eintrag zum Weltdokumentenerbe „Lorscher Arzneibuch", online verfügbar (abgerufen 2025)

                  • Stoll, Ulrich: Einleitung zur wissenschaftlichen Erschließung des Lorscher Arzneibuches, Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg, 1989

                  • Fischer, Klaus-Dietrich: Aufsatz zur kritischen Auseinandersetzung mit den Thesen Gundolf Keils zum Lorscher Arzneibuch, 2010

                  • Stoll, Ulrich / Keil, Gundolf (Übers.): Das Lorscher Arzneibuch. Übersetzung der Handschrift Msc. Med. 1 der Staatsbibliothek Bamberg. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1989.

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                    • 39 min
                    • #70: Alles Mittelalter – außer wenn nicht.

                      Inhalt:

                      00:00:00 Intro

                      00:12:30 Thema

                       

                      Die Band In Extremo gelten als DIE Mittelalterband. Aber sind sie das wirklich? Und (viel interessanter ) warum glauben wir oft eigentlich, was wir glauben, wenn wir „Mittelalter" hören?

                      Ich schaue mir mal an, wie Geschichtsbilder entstehen können, warum das Mittelalter in unseren Köpfen größtenteils eine Erfindung der Romantik ist, und was das mit Quellenkritik zu tun hat - und ich werde an der ein oder anderen Stelle auch ein bisschen fuchsig, glaube ich :D

                      Hinweis: Es gibt wieder Vorgeplänkel, ab Minute 12:30 geht es inhaltlich los.

                      Eine IRMIMI-Umfrage sagte mir, dass das gut ankommt und das Wichtigste: ich hatte auch einfach mal wieder Lust drauf :) Wer direkt in die Inhalte möchte, kann dies ab Minute 12:30 ca. tun!

                       

                      Links und Quellen

                      • Groebner, Valentin: Das Mittelalter hört nicht auf. Über Geschichte und Politik der Vergangenheit. C.H. Beck, München 2008.

                      • Velten, Hans Rudolf / Specht, Theresa (Hg.): Mittelalter und Populärkultur. transcript Verlag, Bielefeld 2024.

                      • Interview In Extremo in Planet View (2011)

                      • Interview In Extremo Hitparade

                         

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                        • 47 min
                        • #69: Mission oder Memoria? Die Gründungsurkunde des Moritzklosters

                          937 gründet Otto der Große in Magdeburg ein Kloster. Bis heute steht in Geschichtsbüchern: Es war ein Missionskloster zur Christianisierung der Slawen. Nur dumm, dass in der Originalurkunde davon kein einziges Wort steht. Wie konnte sich dieser Mythos über Jahrhunderte halten und wer hatte ein Interesse daran? Ein Forschungskrimi zwischen Heiliger Lanze, Heiligenkult und dunkler Wissenschaftsgeschichte :)

                          Viel Spaß beim Hören!

                           

                          Links und Quellen

                          • Freund, Stephan: „Otto der Große und die Slawen. Ideologische Instrumentalisierungen versus empirische Befunde", in: Freund/Köster/Puhle (Hrsg.), Des Kaisers letzte Reise.

                          • Stephan Freund, Matthias Puhle: Otto der Große 912–973Kaiser der Römer, König der Völker, 2023.

                          • Becher, Mathias: „Vitus von Corvey und Mauritius von Magdeburg: Zwei sächsische Heilige in Konkurrenz", in: Westfälische Zeitschrift 147, 1997.

                          • Bogdanovics, Lorenz : Inszenierte Kaisertreue. Die Statue des Heiligen Mauritius im Magdeburger Dom, Graz 2019.

                          • Informationen und Abbildungen der Urkunde im Landesarchiv Sachsen-Anhalt

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                              36 min
                            • #68: Sie haben Post. Vielleicht. Briefe im Mittelalter und warum sie manchmal lebensgefährlich waren.

                              Wann habt ihr zuletzt einen Brief geschrieben? Also so mit der Hand, mit Stift und so? ;)

                              Briefe schreiben klingt erstmal irgendwie nach Schulzeit, Karopapier und Brieffreundschaften. Aber im Mittelalter war ein Brief manchmal eine Waffe, manchmal ein Liebesbeweis und manchmal der Grund, warum man von Piraten gekapert wurde.

                              Lasst uns in die mittelalterliche Briefkultur schauen: Wer überhaupt schreiben konnte (Ihr wisst es sicher!), wie die ars dictaminis das Briefeschreiben zur Kunstform machte und was päpstliche Geheimdokumente mit dalmatinischen Piraten zu tun haben.

                              Und außerdem: Warum eure letzte Bewerbungs-E-Mail strukturell aus dem 12. Jahrhundert stammt …

                              Viel Spaß beim Hören!

                               

                              Links und Quellen

                              • Grażyna Kryszczuk: Briefe im Mittelalter / Listy średniowieczne, in: Annales Universitatis Mariae Curie-Skłodowska, Vol. XIX, Sectio FF, Lublin 2001.

                              • Wolfgang Achnitz: [Rezension] Christine Wand-Wittkowski, Briefe im Mittelalter. Der deutschsprachige Brief als weltliche und religiöse Literatur. Herne 2000.

                              • Klaus Herbers: Verlust – Veränderung – Ersatz: Beispiele der Briefpraxis im 9. Jahrhundert.

                              • Roland Zingg: Grundsätzliche Überlegungen zu Briefen und Briefsammlungen des früheren Mittelalters bezüglich Quellengattung und Überlieferung.

                                 

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                                • #67: Rauhnächte zwischen Altem und Neuem

                                  Rauhnächte sind “zwischen den Jahren” irgendwie überall – als Ritualpaket für Rückblick, Neustart und Sinnsuche. In dieser Folge klären wir, was an den Erzählungen rund um „uralte Tradition“ historisch greifbar ist, wie spätere Deutungen daraus ein geschlossenes germanisches Erbe gemacht haben, und warum die Rauhnächte als Format heute trotzdem so gut funktionieren. Ein Blick auf Quellen, Motive und Mechanismen …

                                  Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei einer etwas längeren Folge!

                                   

                                  Links und Quellen

                                  • Johannes Hartlieb, Buch der verbotenen Künste: Überlieferung im Handschriftencensus

                                  • Hans Vintler, Blumen der Tugend: Überlieferung im Handschriften

                                  • Konrad Bollstatter: Losbücher-Sammlung: Infos im Handschriftencensus

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                                      1 hr
                                    • #66: 775 Westfalen – die Fränkischen Reichsannalen und der Beginn einer Identität

                                      Hinweis: Diese Folge entsteht mit freundlicher Unterstützung des LWL‑Museums in der Kaiserpfalz. Meine Erfahrung und meine Meinung bleiben davon unberührt.

                                       

                                      Wie und wo beginnt Westfalen?

                                      In dieser besonderen Kooperationsfolge mit dem LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn geht es um ein einziges Wort in einem frühmittelalterlichen Dokument: Den Fränkischen Reichsannalen. Das Wort “uuestfalaos” ist der Beginn einer Region, ein Gefühl, ein Identitätsangebot. Im Oktober 2025 habe ich dazu die Ausstellung 775 Westfalen in Paderborn besucht und gefragt: Was bedeutet Westfalen heute? Wie entsteht eine Identität? Und wie erzählt man eine Geschichte, die nie klar angefangen hat?

                                       

                                      Links

                                      Zur Ausstellung 775 Westfalen

                                      • Website der Ausstellung

                                      • Website der Kaiserpfalz

                                      • Instagram-Account der Kaiserpfalz

                                        IRMIMI-Folgen zu den Sachsenkriegen

                                        • IRMIMI #65: Das Blutgericht von Verden

                                        • IRMIMI #19: Sachsengeschichte Widukind von Corvey

                                        • IRMIMI #2: Sächsisches Taufgelöbnis

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                                          • Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"

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                                            39 min
                                          • #65: Das Blutgericht von Verden – ein Spaziergang durch den Sachsenhain (mit Björn Hennecke)

                                            [WERBUNG] Mit meinem Code IRMIMI bekommst du 10 % auf alles bei HOLY! Meine Empfehlung – das Starterset Deluxe für alle, die ausprobieren wollen! Einfach hier klicken

                                             

                                            00:00:00 Intro

                                            00:00:35 Hausmeisterei

                                            00:08:29 Sachsenhain mit Björn Hennecke

                                            00:39:30 Kommentar von Hörer Mathias

                                             

                                            Im Jahr 2022 sind der liebe Björn Hennecke (“Der Geschichtsler”) und ich zum Sachsenhain in Verden gefahren. Dort soll sich 782 das “Blutgericht von Verden” im Rahmen der Sachsenkriege Karls des Großen abgespielt haben, bei dem angeblich 4.500 Sachsen enthauptet worden sein sollen.

                                            Die Nationalsozialisten haben dann in den 1930er Jahren einen “Gedenkort” errichtet - 4.500 Steine zieren so den Rundgang am Sachsenhain. Doch was hat das brutale Ereignis im Jahr 782 mit den Nationalsozialisten zu tun?


                                            Dem gehen Björn als Neuzeithistoriker und ich als Mittelalterhistorikern auf den Grund und nehmen euch mit auf einen Spaziergang durch den Sachsenhain :)

                                             

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                                            • Hier geht es zu Björns YouTube-Kanal

                                               

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                                                54 min
                                              • #64: Der Dukus Horant - Ein Fragment zwischen hebräischer Schrift und deutscher Sprache

                                                Ein mittelhochdeutscher Heldentext – überliefert in einer jüdischen Handschrift, geschrieben in hebräischer Schrift: Der Dukus Horant sprengt jede literarische Schublade. In dieser Folge erkunden wir, was kulturelle Zugehörigkeit wirklich bedeutet, warum ein Text auch ohne Ende eine Geschichte erzählen kann – und was passiert, wenn Identität, Sprache und Herkunft plötzlich nicht mehr zusammenpassen.

                                                 

                                                Literatur

                                                • Domhardt, Christopher: Zwischen verlorenem Lied und überliefertem EposQuellenkritische Studien zum ‚Dukus Horant‘, 2023
                                                • Uri Zvi Shachar: Dukus Horant: The Codicology of a Mediterranean Epic. In: Speculum 99.1 (2024).
                                                • Christopher Liebtag Miller: In di gasen gan: Aristocratic Display and the Generation of Status in König Rother and Dukus Horant. In: Forum for Modern Language Studies 50.1 (2014), S. 1–15.
                                                • Fritz Peter Knapp: „Dukus Horant“ und die deutsche subliterarische Epik des 13. und 14. Jahrhunderts. In: Germanisch-Romanische Monatsschrift 54 (2004), S. 413–431.
                                                • Gabriele L. Strauch: Text and Context in the Reading of Medieval Literature (Kapitel zu Dukus Horant). University Press of America, 1991.
                                                • Friedrich Mader: Die „Dukus-Horant“-Forschung: Bericht und Kritik. Göppingen: Kümmerle Verlag, 1979.
                                                • Ganz, Norman, Schwarz (Hrsg.): Dukus Horant. Edition + Kommentar. Ergänzungsreihe zum Altdeutschen Textbibliothek, 1964.
                                                • Lajb Fuks (Hrsg.): The Oldest Known Literary Documents of Yiddish Literature (c. 1382). Leiden: Brill, 1957.
                                                • Links

                                                  • Dukus Horant digital: Hier könnt ihr euch die Seite ansehen.
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                                                      39 min

                                                    About IRMIMI – Irgendwas mit Mittelalter

                                                    From the publisher's feed

                                                    Irgendwas mit Medien? Nein, irgendwas mit Mittelalter! IRMIMI erweckt mittelalterliche Handschriften und ihre Storys zum Leben. Denn sie erzählen uns, was war, und erlauben uns, in die Welt von…

                                                    More shows like IRMIMI – Irgendwas mit Mittelalter

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                                                    Epochentrotter - erzählte Geschichte by Katharina Gedigk und Marvin Gedigk

                                                    Epochentrotter - erzählte Geschichte

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                                                    DAMALS und heute - Der Podcast zur Geschichte by David Neuhäuser, Felix Melching

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                                                    DRINNIES by Giulia Becker & Chris Sommer

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