Jagdfunk

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By erdebene | Jochen SchumacherSociety & CultureTechnologyEducationPhilosophy
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Jagdfunk episodes

  • JF043 So ein Hundeleben
    Wildunfall oder Schuss daneben, was nun? Die Antwort findet der Schweißhundeführer. Eigentlich nicht der Schweißhundeführer, sondern sein Hund. Konkret sein Schweißhund.
    Am anderen Ende des Schweißriemens kann man viel erleben, lernen und erzählen, macht viele Fehler und weiß viele davon zukünftig zu vermeiden. Schweißhundeführer verfolgen krankes Wild, um dessen Leiden zu beenden. Das sind besonders edle Vertreter der Jägerzunft. Sie opfern unendlich viel Freizeit, um jede sich bietende Gelegenheit zur Nachsuche wahrzunehmen. Nur so wird der vierbeinige Lotse zu einer absolut verlässlichen Orientierung auf der Verwundfährte.
    In Wald, Feld und Natur kennt man Hans Peter Albert seit nahezu sieben Jahrzehnten als erfahrenen Rüdemann. Als solcher hat er ein besonderes Herz für Problemhunde der Gattung Schweißhund.
    Wir sprechen über Jagd, Jäger, ihre Macken und Vorzüge, Nachsuchen mit glücklichem und solche mit dramatischem Ende, die Ausbildung von Hunden und die Rehabilitation von Problemhunden.
    2 hr 7 min
  • JF042 Meutehunde
    Foxhounds, Harrier und Beagle sind Meutehunde. Laufhunde, die mit dem Ziel gezüchtet und ausgebildet werden, in der Meute eine Fährte ausdauernd zu verfolgen. Die Reiter, die sogenannte Equipage, folgen.
    Eine spurtreu jagende Meute ist das Ergebnis von Konsequenz, täglicher Zuwendung, schlüssiger züchterischer Auswahl, optimaler Haltung und Fütterung und systematischem Training. So stehen die Hunde im sicheren Appell von Huntsman, Master und Equipage und verfügen über die erforderliche Kondition und die Gesundheit auch lange Fährten zu arbeiten. Das Ausmaß des menschlichen Engagements geht dabei weit über das Maß eines normalen "Hobby" hinaus.
    Ein guter Meutehund ist gehorsam. Das gilt für jeden Meutehund und damit für die ganze Meute. Wild- und Fremdhundesauberkeit sind oberste Anforderungen an einen Schleppjagdhund. Die auf diese Weise sichergestellte „Betriebssicherheit“ einer Meute hat unbedingte Priorität.
    Die alljährlich auf Haus Schwarzenstein in Hünxe bei Wesel stattfindende Junghundeschau steckte den Rahmen. In Gesprächen mit Huntsmen, Mastern, Richtern und dem Verbandsvorsitzenden verschaffe ich mir erste Eindrücke einer Zusammenarbeit zwischen Mensch, Pferd und Hund, die auf die Tradition vieler Jahrhunderte zurückblickt.
    1 hr 46 min
  • JF041 Marketing für die Jagd
    Marketing oder Absatzwirtschaft ist die Disziplin, die sich damit beschäftigt, Produkte und Dienstleistungen so zum Verkauf anzubieten, dass Käufer dieses Angebot als wünschenswert wahrnehmen. Dahinter steht ein Konzept ganzheitlichen, marktorientierten Umgangs mit den Bedürfnissen und Erwartungen von Kunden und anderen Interessengruppen.
    Ein Image hat man. Ob man will oder nicht. Ein Handwerk, dass aktiv mit Leben und Tod umgeht, wird besonders aufmerksam wahrgenommen. Das wiederum macht es besonders erforderlich über Kontur, Unverwechselbarkeit, Werte, Assoziationen, charakterprägende Eigenschaften, Nutzenversprechen und Qualitätsniveau nachzudenken.
    Das tue ich mit dem Coach, Innovator, Speaker, Autor und Jungjäger Frank Rehme. Mit gesundem Menschenverstand entwickelte und implementierte Frank viele Jahre lang Innovationen in nationalem und internationalem Umfeld. Eine Aufzeichnung, die hoffentlich zu Nachdenken und Veränderungen motiviert.
    1 hr 30 min
  • JF040 Tierpräparator
    Fuchs und Fasan beobachten im gut-bürgerlichen Restaurant über Jahrzehnte die speisenden Gäste. Hyänen, Springböcke und Giraffen stehen im Naturkundemuseum in einer nachgebildeten Savanne. Tierpräparatoren haben akribisch daran gearbeitet diese Tiere möglichst lebensecht für die Nachwelt zu konservieren.
    In den siebziger Jahren des achtzehnten Jahrhunderts ermöglichte es ein arsenhaltiges Konservierungsmittel auch größere Tierhäute zu konservieren. Etwa seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Tierkörper in der Präparation nicht mehr ähnlich wie Kopfkissen ausgestopft. Man ging dazu über sie entsprechend ihrer Anatomie und natürlichen Haltung in Position zu bringen. Die gegerbte Haut mit Federn/Haaren, Balg genannt, wird seit dieser Zeit auf einen mit umfangreichen Kenntnissen in Anatomie, Ethologie und Statik angefertigten Grundkörper aufgebracht. Ein guter Präparator ist immer auch Künstler. Um einen täuschend echten Ausdruck zu gestalten, ist neben Können und Wissen vor allem Talent ein entscheidender Faktor.
    Das Tätigkeitsfeld des Tierpräparators reicht vom Insekt bis zum Elefanten, vom Insekt bis zum Wal. Der Abnehmerkreis vom privaten Abnehmer, über Universitäten und Schulen bis zum Museum. Die Anwendung von der einfachen Konservierung bis zur Naturpädagogik.
    Ute Ledebur-Kintrup bildet am Walter-Gropius-Berufskolleg in Bochum, der einzigen Ausbildungsstätte für diesen Beruf in Deutschland, Präparationstechnische Assistenten aus. Wir sprechen über Menschen, Material und Tiere, Südafrika, Silikon-Salami, Haus-Wild- und Zootiere nach ihrem Ableben und den Umgang der Menschen und deren Wahrnehmung dieses ungewöhnlichen Berufes.
    1 hr 26 min
  • JF039 Blut-Löwen
    Die Jagd droht immer wieder in Verruf zu geraten. Das hat viele Gründe. Gründen, die außerhalb des Jägers Verantwortung liegen, kann man mit guten Argumenten entgegen treten. Das Gleiche gilt aber auch für Ursachen, die sich unter dem Etikett Jagd und Jäger Zuflucht suchen. Wenn wir uns davon nicht in aller Entschiedenheit distanzieren, riskieren wir den endgültigen Verlust unseres Wissens, unseres über Jahrhunderte gewachsenen Wertesystems und das Schlimmste - wir geben im Ringen um die Zukunft der Jagd unser wichtigstes Mittel preis: Denn wer mitten in einer naturfremden, jagdfernen Welt die Gesellschaft davon überzeugen will, dass Jagd und Jäger auch im 21. Jahrhundert eben nicht antiquiert sind, muss vor allem glaubwürdig sein. Wenn wir das aufs Spiel setzen, ist das Ende ganz nah.
    Damit würde gleichzeitig ein fataler Verlust drohen - und die Welt faszinierende Wildtiere und ihre Lebensräume verlieren.
    Unwiederbringbar, endgültig.
    Der massenhafte Abschuss viel zu junger Trophäenträger, das ungenierte Aussetzen gebietsfremder Arten zum alleinigen Zweck der Exekution, das Einpferchen wilder Tiere in Zäune, die jahrtausendealte Wanderwege zerstören und gnadenlose Feldzüge gegen Großräuber sind leider Alltag in unserer Welt.
    Die wahrscheinlich spektakulärste Entartung besteht aber darin, dass Großkatzen, vor allem Löwen, einzig und allein gezüchtet werden, um von sorgenden Teenies der Nordhalbkugel gegen Gebühr mit der Flasche gepäppelt zu werden, mit zahlenden Touristen spazieren zu gehen, unter Drogen gesetzt ihre Hinrichtung zu erleben, um schließlich als motten-zerfressenes Ganzpräparat in den Partykellern „echter Helden“ zu vergammeln.
    Mit einer sehr persönlichen Beschreibung seines Lebenswegs beginnend, berichtet mir der Jagdjournalist Matthias Kruse von langen Gesprächen, aufregendem Ringen und tiefen Freundschaften mit passionierten alten Haudegen, unterschiedlich beweglichen Funktionären und aufgeschlossenen Artenschützern.
    2 hr 35 min
  • JF038 Kannst Du mal die Leber halten
    Kinderquark war einmal „so wertvoll wie ein kleines Steak“. Heute scheint die Lehre von der Gleichheit aller Lebewesen auf dem Vormarsch. Ist das übersteigerte Tierliebe, mangelnde Sachlichkeit im Umgang mit Tieren oder gar menschlicher Selbsthass?
    Jagd ist die Voraussetzung für den Genuss von Fleisch. Pflanzliche Ernährung setzt aber auch die massive ackerbauliche Inbesitznahme und Umgestaltung des Lebensraums der Wildtiere voraus.
    Natürlich ist die Tötung von Tieren auch mit Naturschutz, Verantwortung für die Landwirtschaft, Wildschadensverhütung, Seuchenschutz und Biotoppflege zu begründen. Eine gute Jagd macht Spaß und das Fleisch macht einen hungrigen Magen wohlig satt. Geht es also nicht einfach ums Erbeuten und die Befriedigung des Hungers, darum, durch Zerstörung neuem Leben Raum zu geben? Ist das nicht der Pol um den sich alles Leben dreht?
    Gemeinsam mit dem Rechtsanwalt und Autor Dr. Florian Asche gehe ich auf die konzentrierte Pirsch durch das weite Revier von Werden und Vergehen, Leben und Sterben und finden im Tod den Schlüssel zu einer immerwährenden Erneuerung.
    1 hr 41 min
  • JF037 Projekt beratender Berufsjäger NRW
    Besonders die Bewirtschaftung der großen Schalenwildarten erfordert weiträumiges Denken. Tätigkeiten, wie die Reviergrenzen übergreifende Ermittlung des Wildbestandes, großräumig koordinierte Hegemaßnahmen, die gemeinschaftliche Abstimmung von Abschussplänen, Fütterungsstrategien und Jagdmethodik, macht es jedem einzelnen Beteiligten entschieden leichter Abschusspläne zu erfüllen, Wildschäden zu reduzieren und dem Risiko von Seuchen vorzubeugen.
    Mehr Freude bei reduziertem Aufwand ist die Maxime im Davert Hochwildring. Seit 2001 betreut Wildmeister Peter Markett dieses Pilotprojekt in dem 57 Reviere mit mehr als 15.000 ha zum gegenseitigen Nutzen und in Übereinstimmung mit den Interessen der Bewirtschafter und dem nicht jagenden Naturschutz zusammen arbeiten.
    Der Erfolg des Pilotprojekts gab Anlass das Angebot dieses wegweisenden Konzepts dem übrigen Nordrhein-Westfalen zugänglich zu machen.
    Wildmeister Peter Markett reflektiert mit Jochen Schumacher Ausgangslage, Herausforderungen, Entwicklung, Status und Perspektiven seiner Tätigkeit. Dabei gewährt er detaillierte Einblicke in seine Motivation und die Entwicklung der Komponenten, die seine Tätigkeit zu einem wertvollen Fundament für die Beteiligten machen.
    2 hr 34 min
  • JF036 Schalldämpfer
    Die Idee des Schalldämpfers ist fast so alt, wie die Feuerwaffe selbst. 1894 ließ der Erfinder C. A. Aeppli sich eine Schalldämpferkonstruktion für eine Waffe patentieren. In den Jahren 1907/1908 gelang dem US-Amerikaner Hiram Percy Maxim die Fertigung des ersten serienreifen Schalldämpfers.
    Die Geschichte der "Flüstertüte" wird über lange Zeit von mangelndem Wissen, Missverständnissen, Vorbehalten und unbegründeten Ängsten begleitet. Seine Verwendung wurde in der Regel mit Wilderern, Auftragskillern und Geheimagenten in Verbindung gebracht. Zusammen genommen haben diese Vorurteile die flächendeckende Verbreitung in vielen Ländern wirkungsvoll verhindert.
    Der von Maxim bereits 1908 formulierte Lärmschutzgedanke scheint derzeit in Deutschland zunehmend fruchtbaren Boden zu finden.
    Es ist also an der Zeit in einem Gespräch mit dem Schießlehrer, Waffensachverständigen, Jäger und Mediziner Dr. Christian Neitzel Funktion und Wirkung zu erläutern, die Verwaltungspraxis zu beleuchten und dabei mit Mythen und Vorurteilen aufzuräumen, damit das für den Jäger so wichtige feine Gehör bis ins hohe Lebensalter erhalten bleibt.
    3 hr 13 min
  • JF035 Fliessgewässerökologie
    Mit der 1997 gegründeten Arge Nister betreut Manfred Fetthauer das Zusammenwirken der vielen Organismen des Sieg Zuflusses im Westerwald. Die Nister ist ein besonderer Lebensraum. Vom Aussterben bedrohte Arten, wie z. B. die Flussperlmuschel oder die Wiederansiedlung des atlantischen Lachses sichern die besondere Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit, Naturschutz und Politik.
    Um diesen Lebensraum zu erhalten, sind vielfältige Maßnahmen im und am Gewässer notwendig. Das gilt insbesondere seit der Ankunft eines neuen Mitwirkenden im Ökosystem Nister. Der Kormoran hat eine Rolle eingenommen, die ihm niemand zugestanden hat. Insbesondere die massive Reduktion des Weidefisches Nase nahm dem Wuchs der Algen das Regulativ. Das durch absterbende Algen verschlammende Kiesbett nimmt dem Fluss die Selbstreinigungskraft und zerstört die Kinderstube vieler Organismen.
    Manfred Fetthauer gibt uns detaillierte Einblicke in die Zusammenhänge und Erfolgsgeheimnisse seiner Arbeit. Der geborener Diplomat, Erfindergeist und Initiator der ARGE Nister kennt alle verbundenen Projekte und Partnerschaften. Mit Freundlichkeit, Geduld, sozialem Gespür, gekonntem Interessenausgleich, fundierten, wissenschaftlichen Forschungsergebnissen und Weitsicht betreibt er die Vermittlung zwischen Gruppen mit unterschiedlichsten Nutzungsinteressen (Landwirte, Angler, Kanuten, Wanderer, Grundbesitzer etc.) Im Ergebnis wurde die ARGE Nister zu einem Erfolgsmodell des kooperativen Naturschutzes.
    1 hr 55 min
  • JF034 Tadschikistan
    Die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts waren eine wilde Zeit. Die Sowjetunion zerfiel und übrig blieben Nationalstaaten, die plötzlich mit der eigenen Souveränität konfrontiert waren. Im Falle von Tadschikistan mündete das in einem Bürgerkrieg, der unter anderem auch die Infrastruktur zur Versorgung der Bevölkerung lahm legte.
    Eine Katastrophe für die Wildtiere. Denn Wilderei war für viele die letzte Möglichkeit ihre Familien mit Nahrungsmitteln zu versorgen. So hat der Bürgerkrieg viele Tierarten ernsthaft in ihrem Bestand bedroht.
    Nach dem Regen kommt die Sonne und nach dem Bürgerkrieg folgen die Jahre des Wiederaufbaus. Diese Zeit hat man in Tadschikistan genutzt um ein eine beispielhafte gemeindebasierte Wildbewirtschaftung aufzubauen. Dabei spielt die Trophäenjagd eine Schlüsselrolle.
    Im Gespräch mit dem Nichtjäger, Veterinärmediziner und angehenden Wildbiologen Halil Karimov versuche ich für Euch einen Einblick in Funktion dieser fernen Welt zu gewinnen.
    50 min

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