Jagdfunk

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By erdebene | Jochen SchumacherSociety & CultureTechnologyEducationPhilosophy
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Jagdfunk episodes

  • JF023 Sikawild
    Aufgewachsen in einem der Verbreitungsgebiete des Sikawildes im Weserbergland ist Carl-August Schübeler heute als Präsident der Internationalen Gesellschaft Sikawild (IGS) Fürsprecher und Aktivist für diese Hirschart.
    Bereits im Pleistozän, also seit mehr als zwei Millionen Jahren auf dem gesamten Planeten vertreten und später durch die Eiszeit in den asiatischen Raum zurück gedrängt, bildete das Sikawild das genetische Fundament aller Hirschartigen. Außergewöhnliche Immunmechanismen machen das Sika resistent gegen viele Erreger und Parasiten, weshalb es im 19. Jahrhundert in Europa, meist in Gatterhaltung wieder angesiedelt wurde. Um das Sikawild vor dem Zugriff hungriger Alliierter zu schützen, wurden viele Gatter geöffnet und begründen wenige freilebende Populationen. Derzeit formiert sich ein politischer Wille diese Populationen auszurotten.
    Im Gespräch mit Jochen Schumacher erläutert Carl-August Schübeler wie z. B. über den Zoologen Carl Hagenbeck das Sikawild in seine heutigen Verbreitungsgebiete gelangte, wie es mit minimiertem Wildschaden bewirtschaftet wird und welche unentdeckten Geheimnisse dieser faszinierenden und urtümlichen Wildart noch auf ihre Erforschung warten.
    2 hr 41 min
  • JF022 Geruchstarnung
    Die Leistungsfähigkeit der Sinnesorgane von Wildtieren ist denen des Menschen in mancher Hinsicht weit überlegen. Besonders ausgeprägt ist ihr Geruchssinn. Während der Geruchssinn für Menschen im Vergleich zu Sehen, Hören und Tasten gemeinhin für weniger wichtig gehalten wird, ist er für das Überleben der Wildtiere essentiell.
    Der Geruchssinn dient den Wildtieren zur Identifizierung von Nahrung, übermittelt Botschaften im Sozialverhalten, grenzt Reviere ab, markiert Wege, steuert das Sexual- und Paarungsverhalten und dient natürlich auch der Unterscheidung der Artgenossen von Fressfeinden.
    Die besondere Bedeutung des Geruchssinnes von Wildtieren verleiht dem Wind bei der Jagdausübung und beim Beobachten von Wild eine bedeutende Rolle. Der Jäger verteilt seine Witterung bei der praktischen Jagdausübung oftmals über mehrere hundert Meter. Mit der Nichtbeachtung der Windverhältnisse, der Geländeformationen und der Bewaldung verhindert der Jäger den eigenen Jagderfolg. Weil Wild in der Regel instinktiv gegen oder wenigstens mit halbem Wind zieht, gilt das gleichermaßen für die Pirsch und die Ansitzjagd.
    Die Verwendung geruchstarnender Materialien integriert den Menschen geruchlich in die Umwelt. Erreicht wird dieser Effekt durch winzige und sehr harte Kügelchen aus Aktivkohle, die auf einem Trägerstoff fixiert in die Bekleidung eingearbeitet werden. Die Aktivkohle hat eine extrem große innere Oberfläche, die Geruchsstoffe aus der Luft filtert und bindet.
    Im Gespräch mit Kai-Uwe Kühl erkundet Jochen Schumacher Technologie, Anwendung, Erlebnisse und ethisch-moralische Fragen der geruchlichen Integration des fotografierenden, beobachtenden und jagenden Menschen in die Welt der Wildtiere.
    Auch einen ausführlichen Kommentar zum aktuellen jagdpolitischen Geschehen konnten wir uns nicht verkneifen ...
    2 hr 19 min
  • JF021 Wildmeister Dieter Bertram
    Spätestens seit dem zweiten Weltkrieg ist die Jagd im deutschsprachigen Raum Projektionsfläche für vielfältige einzelne Interessen. Dem Wunsch nach einem ursprünglichen Dasein als Jäger und Sammler musste sie genauso gerecht werden, wie der Beglückung der Gäste von Industriekapitänen, dem Landwirt, dem Waldbauern, dem Erholungssuchenden und am wichtigsten: Den wild lebenden Tieren.
    Heute stehen Jagd und Jäger vor der Herausforderung, die großen ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Probleme der Zeit mit ihrem Engegement abzufedern und Ideen zu entwickeln, mit deren Hilfe möglichst viel Artenvielfalt über die begrenzten Möglichkeiten einer industrialisierten Landschaft zu retten.
    Wildmeister Dieter Bertram ist ein Berufsjäger der "alten Schule". Er hat sich sein Leben lang intensiv mit der Beziehung zwischen der von Menschenhand gestalteten Kulturlandschaft und den Lebensraumansprüchen unserer wildlebenden Tiere auseinandergesetzt. Seine Lehrjahre, sein Berufsleben, seine Zeit als Bundesobmann der Berufsjäger und seinen Ruhestand verbringt er mit der Reflexion über das Geben und Nehmen, das Haben und Wünschen, das Können und Können wollen bei der Gestaltung von Lebensräumen und der waidgerechten Jagdausübung.
    Im Gespräch mit Jochen Schumacher spricht er über seine Arbeit, seine Projekte und seine Erfahrungen, die er als Anwalt und Fürsprecher der Wildtiere im Umgang mit guten und schlechten Menschen, Jägern und Politikern gesammelt hat.
    1 hr 25 min
  • JF020 Revierbetrieb
    Wenn einer ein Revier betreut, dann kann er was erzählen. Und wenn einer mit dem Betreuen gar nicht mehr aufhört, dann erst recht. Im Gespräch mit Jochen Schumacher berichtet Stefan "Fex" Ott vom Leben im Jagdrevier und dem damit verbundenen Spaß an Technik, Logistik und Kommunikation.
    Themen: Wie man ein Revier aussucht; Wald-oder Feldrevier; Prophylaxe und Begleichung von Wildschaden; Begehungsscheine und Jagdgäste; Behörden; Abschusspläne; wie man mit der Bevölkerung umgeht; wildernde Hunde und Katzen; Müll im Jagdrevier; wie Jägerlatein entsteht; was man alles im Revier hat; Ver- und Entsorgung im Revier; Gesellschaftsjagden; Drohnen und Wildschaden; Haftpflicht- und Unfallversicherung; Jagdgenossenschaft; Wildbretvermarktung; Einbindung des Reviers ins lokale Leben; Kooperationmit anderen Naturschutzorganisationen; Jagdstrategie.
    2 hr 9 min
  • JF019 Grosstrappe
    Die Forstwissenschaftlerin Dorothee März arbeitet als Projektleiterin für den Förderverein Großtrappenschutz e.V.. Der Revierjäger Paul Rößler unterstützt das Artenschutzprojekt Großtrappe mit vielfältigen Hege- und Jagdmaßnahmen.
    Mit bis zu 18 kg und 2,5 Meter Spannweite gehört die Großtrappe zu den größten flugfähigen Vögeln dieses Planeten. Mitte der 90er hatte die deutsche Restpopulation ihren Tiefstand von nur noch 57 Exemplaren erreicht. Die Großtrappe ist ein Bodenbrüter. Deshalb sind ihre Gelege willkommene Nahrung für Waschbären, Marderhunde, Minks, Dachse, Füchse und Rabenkrähen. Intensiver Ackerbau läßt kaum noch Raum für Insektenreiche Flächen, die wiederum wichtige Nahrung für die Aufzucht der Küken sind. Zudem sterben viele Küken im Mähwerk landwirtschaftlicher Maschinen.
    Im Gespräch mit Jochen Schumacher erläutern Dorothee März und Paul Rößler wie die Großtrappe zwischen intensiver Landwirtschaft, regenerativer Energie, Windkraft, Neozoen, Beutegreifern und Finanzierungslücken fast aufgerieben wurde. Mit welchen Maßnahmen es in den letzten 15 Jahren gelang den Restbestand in Deutschland auf 165 Exemplare zu päppeln. Und wie es um die Zukunft dieses beeindruckenden Vogels und die Finanzierung des Fördervereins Großtrappenschutz e.V. bestellt ist.
    3 hr 17 min
  • JF018 Krähe
    Die Rabenkrähe (Corvus corone) ist ein schlauer Vogel und zweifellos eine der Arten, die in größtem Umfang von menschlicher Landschaftsgestaltung profitieren. Um die Revierkasse vor Regressansprüchen durch Wildschäden zu schonen und auch um anderen Arten die Existenz zu ermöglichen, ist die effektive und waidgerechte Bejagung der Rabenkrähe eine echte Herausforderung. Die Lockjagd ist eine spannende und gleichzeitig tierschutzgerechte Lösung.
    Die aufgrund ihrer Morphologie zu den Singvögeln zählende Rabenkrähe hat ein interessantes Zug-, Fraß-, Sozial-, Balz- und Brutverhalten. Gute Aufklärung bringt Erkenntnis über die lokale Lebensweise. Das ermöglicht dem ambitionierten Jäger eine spannende Jagdart. Wir erläutern, wie die Schlafbäume, Flugrouten und Fraßplätze der schlauen Rabenvögel erkundet werden, um das freundliche Lockbild optimal in Wind- und Anflugrichtung zu platzieren.
    Auch der richtigen Ausrüstung widmen wir besondere Aufmerksamkeit. Flinte, Selbstladeflinte, Munition, Tarnanzug, Gesichtsmaske, Handschuhe, Waffentarnung, Tarnstand, Lockkrähen, Krähenmagnet, Beflockung und Krähenlocker müssen perfekt sein, um erfolgreich auf die Rabenkrähe zu waidwerken.
    Jochen Schumacher begleitet Alexander Busch vor, auf und nach der Jagd in verschiedenen Revieren. Wir erzählen von spannenden und spektakulären Jagden und erklären im Detail, wie ein Jagdtag vorbereitet und wie die Jagd durchgeführt wird.
    3 hr 6 min
  • JF017 Jagdschule
    Aus den Zwängen der technisierten Zivilisation heraus entsteht immer wieder der Wunsch das eigene Leben zu erden. Der Weg der Erkenntnis führt dabei nicht selten in die Schule. Konkret: in die Jagdschule. Die Jagdschule macht den bisweilen überzivilisierten Homo Sapiens mit den Realitäten der Natur, der Lebensmittelgewinnung, dem Leben und dem Tod bekannt. Es gibt viele Wege zur Jägerprüfung. Ein Weg ist der Besuch einer privaten Jagdschule.
    Um eine Jagdschule zu gründen, aufzubauen und über viele Jahre erfolgreich zu führen, benötigt man Leidenschaft und Idealismus.
    Im Gespräch mit Jochen Schumacher berichtet Uwe König von seiner persönlichen "Jägerwerdung", der Entstehung seiner Jagdschule, seiner persönlichen Motivation, seiner Zielsetzung, den vermittelten Inhalten und der Wirkung seiner Arbeit auf seine Jagdschüler und andere gesellschaftliche Gruppen in und um die bayerische Metropole München.
    2 hr 51 min
  • JF016 Jagdmensch
    Für viele hunderttausend Jahre war die Jagd nur ein, nämlich die Lebensgrundlage des Menschen überhaupt.
    Mit der menschlichen Entwicklung sind viele Bedeutungen hinzu gekommen. In der Jungsteinzeit, mit Aufkommen der Land- und Viehwirtschaft, verteidigte man mit den Mitteln der Jagd die in freier Weidehaltung mühsam erzielten Domestikations- und Zuchterfolge gegen unkontrollierte Einkreuzungen von Wildtieren. In der Antike war die Jagd ein geradezu mystisches Ritual, die Jugend zu moralischem Handeln und politischer Verantwortung zu erziehen. In der westlichen Moderne ist die Jagd die wohl letzte Tätigkeit, die der Entfremdung des Menschen von Werden, Leben und Vergehen entgegen wirkt.
    Bis zum 12. Jahrhundert blieb die Jagd allgemeines Recht eines jeden Freien. 1158 wurde sie unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa zu einem königlichen Sonderrecht, dem Jagdregal. Mit der Revolution von 1848 kam dann Bewegung in die jagdliche Realität. In Deutschland wurden die Bauern endgültig und unwiderruflich Eigentümer des von ihnen bewirtschafteten Landes und das Jagdrecht an dieses Eigentum von Grund und Boden gebunden. Endlich war das Jagdrecht zurück in der Hoheit des Bürgers.
    Obwohl dieses Recht so aufwändig erkämpft werden musste und die Jagd den Menschen in den Zyklus des Lebens einbettet, gerät sie zwischen den partikularen Kontroll- und Machtinteressen immer wieder in Gefahr.
    Im Gespräch mit Jochen Schumacher erläutert der Manfred Nolting die lange Geschichte der Jagd, die historisch-gesellschaftlichen Hintergründe verschiedener Entwicklungen und stellt die Grundzüge seines pragmatischen Umgangs mit der Jagd vor.
    2 hr 50 min
  • JF015 Jagdpolitiker a. D.
    Da hat jemand viel erlebt, wurde getrieben und hat bewegt.
    Während des zweiten Weltkriegs in landwirtschaftlicher Umgebung geprägt, während der Trümmerjahre nach Westdeutschland geflohen, das landwirtschaftliche Handwerk erlernt, Landbau studiert und mit der Übernahme des zwischenzeitlich aufgebauten elterlichen Betriebes zum Wirtschaftswissenschaftler geworden.
    Mitglied der CDU, Vorsitzender und später Ehrenvositzender des CDU-Kreisverbandes Bochum, Mitglied des Rates der Stadt Bochum, Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU, Mitglied des deutschen Bundestages, haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und für zwei Legislaturperioden Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
    Vizepräsident und später Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, Präsident und später Ehrenpräsident des Deutschen Jagdschutzverbandes, Vorsitzender der DJV-Expertengruppe "Jagdethische Fragen", Vorsitzender des Aktionsbündnis Forum Natur, Vizepräsident des Zusammenschlusses der Verbände für Jagd und Wildtiererhaltung in der E.U., FACE, Vorsitzender des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen.
    Präsident der NRW-Stiftung, Vorsitzender der Jägerstiftung natur+mensch, Aufsichtsratsmandate bei der Dolff-Beteiligungs AG und dem Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster.
    Der Träger des großen goldenen Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich und des großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland steht für klar konturierte Positionen.
    Jochen Borchert und Jochen Schumacher sprechen über Wissen, Werte und Wechselwirkungen.
    1 hr 28 min
  • JF014 Aujeszky
    Herpes beim Menschen ist als unangenehm und hässlich, aber ungefährlich bekannt. Das es Herpes-Viren gibt, die auch Tiere befallen, das weiß schon nicht mehr jeder. Unter diesen Herpes-Viren ist einer, der nicht nur für den Hund binnen weniger Tage tödlich ist. Das ist eine sehr ernst zu nehmende Gefahr. Während der Mensch nicht anfällig für eine Infektion ist, ist der Tod für den Hund nicht nur wahrscheinlich. Der Tod ist garantiert.
    Die Rede ist vom Aujeszky-Virus, auch Pseudowut, Juckseuche, Juckpest, Tollkrätze oder medizinisch Suid Herpesvirus-1, kurz SHV-1 genannt. Hauptwirt ist das Schwein. Derzeit gibt es keine Behandlungsmöglichkeit und keinen Impfstoff.
    Appetitlosigkeit,Mattigkeit Erregung, Bellen oder Winseln zählen zu den ersten Symptomen nach der Inkubationszeit von ein bis fünf Tagen. Atemnot, Schluckbeschwerden, verstärkte Speichelproduktion und Erbrechen prägen den weiteren Krankheitsverlauf. Am auffälligsten ist aber der intensive Juckreiz, der an Fang und Behängen beginnt und häufig bis zur Selbstverstümmelung führt. Im weiteren Verlauf kommt es zu Bewusstseinstrübungen, Krämpfen und Lähmungen.Letzlich werden die betroffenen Hunde ruhig, verlieren das Bewusstsein und sterben.
    Sauen, die mit Aujeszky infiziert sind, stellen eine tödliche Gefahr für jeden Jagdhund dar. Den betroffenen Tieren sieht man die Krankheit nicht an, denn ausgewachsene Schweine können damit als Hauptwirt (Hauptträger) sogar sehr gut leben. Aber wehe, das Virus gelangt zum Endwirt.
    Im Gegensatz zum Menschen, der für das Virus nicht empfänglich ist, endet die Aujeszky’sche Krankheit bei Hunden immer tödlich.
    Der Pharmazeut Prof. Dr. Harald G. Schweim entführt uns tief in die Welt der Viren, Schleimhäute, Gefäße, Ganglien und Impfstoffe. Dabei bietet er einen Einblick in Aufbau und Funktionsweise des Aujeszky-Virus und welche Erkenntnisse über die weiträumigen Wirkzusammenhänge dieses Virus bisher gewonnen werden konnten.
    1 hr 42 min

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