Jagdfunk

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By erdebene | Jochen SchumacherSociety & CultureTechnologyEducationPhilosophy
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Jagdfunk episodes

  • JF013 Forstbetrieb
    Der Wald ist mindestens im deutschsprachigen Raum in Folklore, Medien und Populärkultur als Kulisse bekannt und institutionalisiert. Gedichte, Märchen, Sagen und Heimatfilme spielen vor der wildromantischen Kulisse des Waldes. So wurde der Wald als Metapher und Sehnsuchtslandschaft beschrieben, nicht selten überhöht, manchmal gar missbraucht.
    Naturschutz-, Jugend- und Umweltbewegungen nehmen den Wald in ihren Mittelpunkt. Tourismus und Wandervereine erschließen ihn mit Fernwanderwege, Jugendherbergen und Wanderhütten. Läufer, Mountainbiker und Geocacher nutzen den Wald zum Training und zur Freizeitgestaltung. Eltern schicken ihre Kinder in den Waldkindergarten. Tote werden in Friedwäldern beigesetzt.
    Der Wald ist aber auch Lebensraum, CO²-Speicher und Rohstofflieferant einer bedeutenden Industrie. Dabei ist er weder Zoo, noch Kläranlage, noch Holzplantage.
    Um diese vielfältigen Interessen zu erkennen und miteinander auszubalancieren, benötigt man ein solides und vielfältiges Fachwissen, Einfühlungsvermögen und Durchsetzungsstärke. Gemeinsam mit dem Dipl.-Forstingeneur, passionierten Jäger und Schweisshundeführer Michael Sommer entblättern wir die vielfältigen Perpektiven auf ein einzigartiges Phänomen und geben Hinweise für ein gutes Miteinander von Waldbesitzern und -Nutzern.
    2 hr 15 min
  • JF012 Jagdlexikon
    Über die Jagd gibt es viel Wissenspflichtiges und noch mehr Wissenswertes. Zusammengetragen, verlinkt und referenziert wird dieses Wissen im Deutschen Jagd Lexikon. In diesem virtuellen und unabhängigen Nachschlagewerk zählen nur die Informationen.
    Das inhaltliche Spektrum dieser Enzyklopädie ist breit gefächert. Die unmittelbaren jagdlichen Themen im Mittelpunkt, umfasst es die Land- und Forstwirtschaft, den Naturschutz, historische und geistesgeschichtliche Bezugspunkte, traditionellen Bewirtschaftungsformen, und vieles mehr.
    Mehr als 16.000 Beiträge erklären die Waidmannssprache und zeichnen ihre Entwicklung nach, es werden über 1.500 gängige und exotische Kaliber dargestellt, über 500 waffentechnische Begriffe erläutert, 750 Begriffe aus dem Jagdgebrauchshundwesen, über 1.000 Organisationen und die Publikationen von über 7.000 Autoren erfasst. Darunter auch der Jagdfunk. Querverweise auf vergleichbare Artikel, Quellenhinweise und Hinweise auf weiterführende Literatur runden die Einträge ab.
    „Deutsches-Jagd-Lexikon.de“ ist die erste und bislang einzige Initiative, die Informationen rund um das Thema Jagd in dieser Art und dieser Bandbreite online zur Verfügung stellt.
    Hinter dem Jagdlexikon steckt ein Enthusiast, der den Umfang früherer Nachschlagewerke nicht nur in die Gegenwart überträgt, sondern ihn auch noch übertrifft, funktional anreichert und damit erkundbar macht.
    Volker Seifert, Jäger, Informatiker und Philosoph und Jochen Schumacher setzen sich die Lesebrille auf und hangeln sich gemeinsam durch Register, Kategorien, Verlinkungen und Querverweise.
    1 hr 20 min
  • JF011 Waldkonferenz
    Aus dem Waldschadensbericht ist der Waldzustandsbericht geworden. Die Übersäuerung wird nicht mehr so sehr durch neue Einträge verursacht, als durch die bereits im Waldboden eingelagerten Schadstoffe. Wir sprechen über den Lebensraum vieler Tierarten und unser Jagdrevier, dem Wald. Die Aktionsgemeinschaft Bodenschutz und in der Forstwirtschaft engagierte Unternehmen trafen sich mit Vertretern der Forstverbände und Wissenschaftlern am städtischen Forsthaus der Stadt Menden zur Waldkonferenz.
    Mit dabei waren u.a. der Forstwirtschaftsrat, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald NRW, Waldbauern NRW, ein Vertreter des NABU, Politiker aus dem Landtag NRW, der örtliche Bürgermeister, so wie Unternehmen und Repräsentanten der Forstwirtschaft, Verbände und andere mit dem mit dem Interessen-Schwerpunkt Wald. Zwischen Fach-Journalisten und Vertretern der örtlichen, regionalen und bundesweiten Medien haben Bernd Wollin von den jungen Jägern in Bonn und ich die Verantwortung für unsere Wildtiere übernommen.
    Nachhaltig bewirtschaftetes politisches Parkett, glatt gebohnert für gekonnte bis gewagte rethorische Tanzeinlagen.
    Drauf nahmen Wissenschaftler, Waldbesitzer, Verbände und Interessenvertreter Stellung zu den weiter alarmierenden Waldzustandsberichten, zur negativen Förderkulisse und zu anderen Problemfeldern im Bereich Forst, Boden- und Trinkwasserschutz. Der Imbiss, ein Rundflug mit einem mediengerechtem Helikopter und die Vorführung und Erklärung von Rückepferden verbliesen den Kalkstaub von den belegten Brötchen. Ein spannender Tag auf noch unerkundetem Neuland.
    1 hr 45 min
  • JF010 Plenarsitzung Jagdrecht NRW
    Auf verschlungenen Wegen erreichte mich, die kurzfristige Einladung der Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen, die sich wohl mit größter Kraft um den Erhalt (warum eigentlich nicht Ausbau?) des bestehenden Jagdrechts müht. Das ist die CDU. Man lud zu einer Plenarsitzung um das anstehende neue Jagdrecht in NRW. Das trifft auf eine seit längerem friedliche und seit kurzem hitzige Nachrichtenlage. So bin ich nicht aus der Haut, sondern nach Düsseldorf gefahren.
    Nach Vorgesprächen und einer Einweisung betrieben Landespolitiker im Plenarsaal "Business as Usual": Die üblichen Verdächtigen bearbeiten mit den üblichen Argumenten die Premiumthemen Natur-, Arten- und Seuchenschutz, Wald, Wild, Wildschäden, deren Priorität und viel wichtiger, die Schuldfrage. Im Publikum ca. 40 Jäger. Andere Naturschützer? Nicht sichtbar.
    Von Argumenten, Scheinargumenten und Vorwürfen, wie "unehrenhaft" und "schäbig", ausgedörrt, genossen die jagdlich interessierten und tätigen Besucher die erfrischende Sachkunde des "Hinterzimmers", dem Sitzungssaal der CDU-Fraktion. Rede und Antwort standen uns neben Rainer Deppe, Christina Schulze Föcking, Dirk Louy und verschiedenen weiteren MdL auch der Fraktionsvorsitzende Armin Laschet.
    Hier war keine Spur von Rost und Staub, keine "Abwarten"-Parolen, kein Hadern, kein Zögern und kein politisches Schattenboxen. Zu erleben waren Tat- und Kampfkraft, Mobilisierung und Einstehen, für das, was zum Erhalt der Artenvielfalt und zur Pflege der Kulturlandschaft wichtig ist: EIn gutes konsequent durchdachtes Jagdgesetz.
    Anwesende, Jäger, wie auch Politiker erlebten einen Nachmittag gefüllt von tiefen Einblicke und die jagdpolitische Willensbildung, konzentriertem Informationsaustausch mit und zwischen den Jägern und Erbsensuppe. Nicht Anwesende hören Jagdfunk ...
    Stellen wir uns den Gesprächen. Wenn wir couragiert mitmachen, wird das Beste draus. Ob die anderen Fraktionen auch so freundlich für die Interessen der Artenvielfalt und der Kulturlandschaft eintreten?!
    2 hr 12 min
  • JF009 Bodenjagd
    Ein beeindruckendes und spannendes Waidwerk ist die Boden- oder Baujagd meist auf Fuchs, bisweilen aber auch auf Dachs, Waschbär und Marderhund. Diese Jagdart funktioniert nur mit den kleinsten unter unseren Jagdgebrauchshunden, den Erdhunden, also mit Teckeln und Terriern.
    In den Wintermonaten bei Sauwetter, dem besten Bauwetter, zieht der Jäger hinaus in Feld und Wald um zu waidwerken. Dabei ist er mit Spaten, Schaufel, Spitzhacke, Beil, Taschenlampe und Flinte ausgerüstet wie ein Bergmann. Begleitet wird er von wenigen, aber verlässlichen Erdhunden und Waidkameraden.
    Gemeinsam mit dem Praktiker und Bodenjagd-Experten Gorch-Peter Nolte schliefen wir in die Unterwelt ein. Wir berichten von Teckeln und Terriern, von Unfallverhütung, Ortungsgeräten, Grabungen, von Kunst- und Naturbauten, von Jagdstrategien, von Natur- und Artenschutz.
    2 hr 9 min
  • JF008 Büchsenmunition
    Die Bewegungsenergie eines Geschosses in effektive, sofort tötende und damit tierschutzgerechte Gewebezerstörung umzusetzen, ist eine technische Meisterleistung. Unterschiedlichste Werkstoffe werden aufwändig ausgewählt, geformt, verbunden, mit einem Treibsatz versehen, kontrolliert gezündet, auf mehrfache Schallgeschwindigkeit beschleunigt und in ihrer Flugbahn stabilisiert, um letztlich am anvisierten Punkt zu treffen. Am Wildkörper angekommen sollte das Geschoss seine Energie sinnvoll für drei Aufgaben verwenden. Das sind die Schockwirkung im Auftreffmoment, die Gewebezerstörung zur schnellen, humanen Tötung und die Erzeugung von Pirschzeichen am Ausschuss.
    Die Nachsuche stellt ganz andere Anforderungen an eine Patrone, als Distanzschüsse bei der Gebirgsjagd. Klar ist, dass nicht jede Patrone für jeden Zweck geeignet ist. Klar wird auch, dass der Jäger in der Vielfalt der zur Verfügung stehenden Produkte sein Fachwissen für die angemessene Auswahl der Patrone erweitern und einsetzen muss.
    Der Waffensachverständige und Fachredakteur Jens Tigges und Jochen Schumacher führen den Hörer auf eine spannende Reise durch Munitionsmaterialien und -produktion, durch Patronenlager, Züge und Felder, durch Innen-, Aussen- und Zielballistik.
    2 hr 20 min
  • JF007 Waid-Genossen
    Eine Errungenschaft der Revolution von 1848/1849 ist das Jagdrecht. Es wurde vom Adel auf den Landbesitzer übertragen, kam also unter bürgerliche Kontrolle. Die Interessen der Landbewirtschaftung und denen der wild lebenden Tiere werden seitdem auf lokaler Ebene austariert. Diese dezentrale Balance scheint heute selbstverständlich, musste aber aufwändig erlernt und erkämpft werden.
    In vielen Bundesländern wird derzeit eine Reform des Jagdrechts vorangetrieben, die dieses unter vielen Opfern errungene Recht beschneiden will und wenig einfühlsam mit dem Soziotop "ländlicher Raum" umgeht.
    In diesem bisweilen turbulenten Meinungsbildungsprozess mischen die Waid-Genossen mit. Die Waid-Genossen sind allesamt aktive Jäger und zudem Mitglieder der SPD.
    Im Gespräch mit Jochen Schumacher beleuchten Ralf Nielsen und Uwe Lüders die Entstehung der Waid-Genossen und berichten, wie sie die Interessen einer naturnahen und nachhaltigen Jagd und des ländlichen Raums in der nordrhein-westfälischen SPD vertreten.
    1 hr 37 min
  • JF006 Glauben, Wissen, Werten, Jagen
    Der Begriff Religion findet seinen lateinischen Ursprung im Wort "religio". Das bedeutet "gewissenhafte Berücksichtigung" oder "Sorgfalt". Das zugehörige lateineische Verb "relegere" steht für "bedenken" und "achtgeben". Die ursprüngliche Bedeutung von Religion meint „die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften.“ Besonders bei der Jagd zeigt sich das in einer Vielzahl unterschiedlicher kultureller Phänomene, die menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen und Wertvorstellungen, nicht nur die jagdlichen, beeinflussen.
    Gemeinsam mit dem Priester, Psychotherapeuten, Künstler, Philosophen, Theologen und Jäger Michael N. Schenk unternehme ich eine Reise von den spirituellen Anfängen der Jagd, durch die Wirren des Mittelalters bis in die Gegenwart.
    Mit vielen Beispielen und gesellschaftlichen Phänomenen unserer Zeit und aus der Geschichte angereichert, wagen wir einen spirituell-religiösen Blick auf Sein und Bewusst-Sein der Jagd in unserer Gesellschaft. Dabei decken wir auf, dass das weit verbreitete Bewusst-Sein von Jagd wesentlich seltsamer und unheimlicher ist, als das Sein der Jagd es jemals gewesen sein kann.
    2 hr
  • JF005 Flinte
    Der Flintenschuß auf bewegliche Ziele will beherrscht sein. Weil es sich um einen Reflexschuss handelt, erfordert der Flintenschuß neben einer gut auf den Schützen angepassten Flinte, ein hohes Koordinationsvermögen, mentale Stärke und höchste Aufmerksamkeit in Bezug auf Treiber, Jagdfreunde und Hunde. Mit der richtigen Ausrüstung und dem Wissen um die erforderlichen Bewegungsabläufe kann jeder lernen auch schnelle Ziele mit der schwingenden Flinte sicher zu treffen.
    2 hr 39 min
  • JF004 Horn und Hund
    Horn und Hund ist das Bläsercorps des Hegerings 6 der Kölner Jägerschaft. Mit viel Liebe zur jagdlichen Musik pflegt die gemischte Gruppe schon seit 1974 das jagdliche Brauchtum.
    "Gemischt" bedeutet im Falle von Horn und Hund, dass Plesshörner, Parforcehörner und Ventilhörner von Damen und Herren, Junioren und Senioren, Anfängern und "alten Hasen" gespielt werden. Das Repertoire beginnt bei den klassischen Jagdsignalen, führt über Märsche und andere jagdliche Musik hin zu konzertanten Stücken, die der Öffentlichkeit bei einer Vielzahl von Auftritten und Hubertusmessen präsentiert werden.
    Zu Beginn leide ich unter leichten Überforderungen durch die Aufnahmetechnik. Dann aber entstand die Aufnahme einer typischen, konzentrierten und bisweilen unterhaltsamen Probe. Eine Aufnahme von Gesprächen über Horn, Hund, Jagd und Geschichte der Band aufgelockert und von Glanzpunkten und Tiefschlägen praktischer Musikausübung durchsetzt. Dank dieser heterogenen und weltbesten Blechblastruppe der Welt, Dynamit und Balsam für den Hörnerv.
    2 hr 17 min

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