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Armut ist oftmals Ursache für fehlende soziale Teilhabe, schlechte Bildungschancen und Gesundheitsrisiken. Doch zumindest vor dem Gesetz garantiert Artikel 3 des Grundgesetzes die Gleichheit aller Menschen. Immer häufiger wird der Vorwurf erhoben, dass arme Menschen auch durch unser Strafrecht und das Strafjustizsystem strukturell benachteiligt werden. Im Fokus der Kritik stehen schlechtere Verteidigungschancen vor Gericht und die Strafbarkeit von Bagatelldelikten, die typischerweise von finanziell benachteiligten Menschen begangen werden. Zentraler Kritikpunkt ist jedoch die sogenannte „Ersatzfreiheitsstrafe“. Zahlt die verurteilte Person eine Geldstrafe nicht, so muss sie ins Gefängnis.
Ist der Vorwurf einer Armutsbenachteiligung in unserem Strafrecht gerechtfertigt?
Darüber haben wir mit dem Juristen, Journalisten und Autor Ronen Steinke, den Bundestagsabgeordneten Clara Bünger (die LINKE) und Ingmar Jung (CDU), sowie dem Aktivisten Arne Semsrott gesprochen.
Moderation: Jakob Horn und Johanna Deml
Gäste:
Dr. Ronen Steinke (Jurist, Journalist und Autor)
Clara Bünger (Mitglied des Bundestags (Fraktion die LINKE), ordentliches
Mitglied im Rechtsausschuss)
Ingmar Jung (Mitglied des Bundestags (Fraktion CDU/CSU), ordentliches
Mitglied im Rechtsausschuss)
Arne Semsrott (Aktivist und Mitbegründer der „Initiative Freiheitsfonds“)
Produktion: Philipp Ehlen, Johanna Deml, Jakob Horn, Erik Winter
Redaktion: Gioia Großmann, Julia Jeschke, Livia Stöckmann, Manuel Rothe, Philipp Ehlen
Musik: Jakob Horn
Ton, Schnitt, Postproduktion: Erik Winter
Im letzten Jahr waren insgesamt 56.000 Menschen in Gefängnissen inhaftiert. Wie der Alltag dieser Personen aussieht, wissen nur wenige. Durch abgeschottete Justizvollzugsanstalten wird der Freiheitsentzug aus dem Bewusstsein der Gesellschaft verdrängt.
Seit den 1970er Jahren gibt es vermehrt Kritik an unserem Strafsystem. Die Gefängnisstrafe sei nicht effektiv und außerdem moralisch wie ethisch
nicht zu rechtfertigen.
Sogenannte „Abolitionisten“ fordern entweder die Abschaffung der Strafe selbst oder zumindest eine radikale Reform des Strafvollzugs. In dieser
Folge widmen wir uns dieser Kritik und wollen die Frage beantworten, warum unser derzeitiges Strafsystem problematisch ist und ob wir die Gefängnisstrafe abschaffen sollten.
Darüber haben wir mit dem ehemaligen Gefängnisdirektor Dr. Thomas Galli und den Strafrechtsprofessoren Prof. Dr. Ralf Kölbel und Prof. Dr. Johannes Feest gesprochen.
Moderation: Jakob Horn und Johanna Deml
Gäste:
Dr. Thomas Galli (Ehemaliger Leiter mehrerer Justizvollzugsanstalten,
Rechtsanwalt und Autor)
Prof. Dr. Ralf Kölbel (Professor für Strafrecht und Kriminologie an der
Ludwig-Maximilians Universität München)
Prof. Dr. Johannes Feest (Professor i. R. für Strafverfolgung, Strafvollzug
und Strafrecht an der Universität Bremen und Mitgründer des Vereines
„Rechtshilfe im Strafvollzug“)
Produktion: Philipp Ehlen, Johanna Deml, Jakob Horn, Erik Winter
Redaktion: Max Ablass, Thomas Römer, Philipp Ehlen
Musik: Jakob Horn
Ton, Schnitt, Postproduktion: Erik Winter
Während der Corona-Pandemie wurden viele Desinformationen über das Virus und medizinische Schutzmaßnahmen verbreitet. Mit ihnen gingen nicht nur Gefahren für die Gesundheit von Menschen, sondern etliche Todesfälle weltweit einher. Spätestens mit Donald Trumps falscher Behauptung einer „gestohlenen Wahl“ und dem darauffolgenden Sturm auf das Kapitol im Januar 2021 zeigte sich die Gefahr sogenannter „Fake-News“ für die Demokratie. Auch derzeit werden sogenannte „Desinformationskampagnen“ im Zusammenhang mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine beobachtet.
In dieser Folge widmen wir uns dem Phänomen sogenannter „Fake-News“ und ihrer Gefahren aus strafrechtlicher Sicht. Was sind „Fake-News“ überhaupt und welche Gefahren gehen von ihnen aus? Ist das Verbreiten von „Fake-News“ strafbar?
Darüber haben wir mit dem Kommunikationswissenschaftler Dr. Jan-Hinrik Schmidt und der Strafrechtsprofessorin Elisa Hoven gesprochen.
Moderation: Jakob Horn und Johanna Deml
Gäste:
Produktion: Philipp Ehlen, Johanna Deml, Jakob Horn, Erik Winter
Redaktion: Felix Reimann, Max Martin, Philipp Ehlen
Musik: Jakob Horn
Ton, Schnitt, Postproduktion: Erik Winter
Sie blockieren öffentliche Straßen und bewerfen Kunstwerke mit Lebensmitteln: KlimaaktivistInnen verschiedener Organisationen greifen zu radikaleren Protestformen, um auf den Klimawandel und die als inkonsequent empfundene Klimapolitik Aufmerksam zu machen.
Neben der politischen Legitimation für solche Aktionen wurde auch viel darüber diskutiert, welche Antworten unser Recht auf solche Verhaltensweisen hat.
In dieser Folge haben wir uns diesen Protestformen aus rechtlicher Sicht gewidmet. Machen sich die AktivistInnen strafbar, obwohl sie ein legitimes Anliegen verfolgen? Welche Rechte haben die von den Aktionen betroffenen Personen?
Darüber haben wir mit dem Klimaaktivisten Henning Jeschke, dem Verfassungsrechtler Professor Hubertus Gersdorf, den StrafrechtlerInnen Professorin Elisa Hoven und Professor Eric Hilgendorf, dem Journalisten und Juristen Constantin van Lijnden, sowie dem CDU-Bundestagsabgeordneten Axel Müller gesprochen.
Moderation: Jakob Horn und Johanna Deml
Gäste:
Henning Jeschke (Aktivist der Klimabewegung „Die Letzte Generation“)
Prof. Dr. Hubertus Gersdorf (Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Leipzig)
Prof. Dr. Eric Hilgendorf (Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik an der Universität Würzburg)
Prof. Dr. Elisa Hoven (Professorin für deutsches und ausländisches Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschafts- und Medienstrafrecht an der Universität Leipzig)
Axel Müller (Bundestagsabgeordneter der CDU)
Constantin von Lijnden (Journalist und Redakteur mit Schwerpunkt Justiz und Rechtspolitik bei der WELT)
Produktion: Philipp Ehlen, Johanna Deml, Jakob Horn, Erik Winter
Redaktion: Selina Raack, Anna Friedenberger, Livia Stöckmann, Philipp Ehlen
Musik: Jakob Horn
Ton, Schnitt, Postproduktion: Erik Winter
Das Thema Sterbehilfe beschäftigt die Justiz und Rechtwissenschaft seit Jahrzehnten. Bis heute gibt es keine umfassende Regelung des Sterbehilferechts in Deutschland. Lediglich in § 216 Strafgesetzbuch ist die Strafbarkeit der „Tötung auf Verlangen“ angeordnet. Das Bundesverfassungsgericht hat 2020 jedoch klargestellt, dass jeder Mensch ein Grundrecht auf selbstbestimmtes Sterben hat. Deshalb hat es sich die aktuelle Ampel-Koalition zum Ziel Gesetz die Sterbehilfe in Deutschland umfassend neu zu gestalten. Wir sprechen mit Prof. Dr. Thomas Weigend und Prof. Dr. Elisa Hoven über die aktuelle Rechtslage und wie die Sterbehilfe in Deutschland neu geregelt werden sollte. Der Podcast wurde zum diesjährigen dies academicus der Universität Leipzig live aufgezeichnet.
Seit dieser Legislaturperiode ist erstmalig eine Prüfung der Legalisierung von Leihmutterschaft im Koalitionsvertrag aufgenommen worden. Die Probleme drängen, denn etwa ein Viertel der kinderlosen Frauen und Männer in Deutschland zwischen 20 und 50 Jahren ist ungewollt kinderlos. Doch beim Thema Leihmutterschaft werden auch schnell Stimmen laut, die von der systematischen Ausbeutung der Frauen reden und durch die Legalisierung von Leihmutterschaft ein Einfallstor für weitgehende Eingriffe in die Entstehung von Menschen durch Reproduktionstechnik sehen. Doch was ist an den Vorwürfen dran? Und könnte man den Problemen durch Verfahrensvorschriften entgegenwirken? Diese und weitere spannende Aspekte haben wir in dieser Folge mit Katrin Helling-Plahr, Prof. Dr. Frauke Rostalski, und Prof. Dr. Susanne Gössl besprochen.
Moderation: Jakob Horn und Johanna Deml
Gäste: Katrin Helling-Plahr (Bundestagsabgeordnete und
Produktion: Philipp Ehlen, Johanna Deml, Jakob Horn, Julia Mueller-Thuns,
Redaktion: Jakob Horn, Johanna Deml
Musik: Jakob Horn
Ton, Schnitt, Postproduktion: Erik Winter
Unsicherheit, Angst und Bedrohung sind nur einige der Emotionen mit denen viele Stalking-Betroffene tagtäglich konfrontiert sind. Stalking ist alles andere als ein neues Phänomen, jedoch hat es sich durch die digitale Welt stark verändert. Über zwanzigtausend Fälle des Stalkings sind allein letztes Jahr polizeilich erfasst worden. Wovon werden die TäterInnen angetrieben? Wie wirkt sich dies auf das Leben der Betroffenen aus? Und vor allem: bietet unser Straf- und Zivilrecht genügend Schutz für Betroffene? Über diese und viele weitere spannende Fragen haben wir mit Rechtsanwältin Nadine Maiwald, Dipl. Psych. Wolf Ortiz-Müller und einer Stalking-Betroffenen gesprochen.
Moderation: Jakob Horn und Johanna Deml
Die gesellschaftliche Debatte um eine gendergerechte Sprache macht auch vor dem Recht nicht halt: Wie beeinflusst Sprache unser Recht? Welchen Veränderungen unterliegt es dabei vielleicht auch? Und allen voran: Sollen Gesetzestexte künftig gegendert werden? Wir haben in dieser Folge mit Katja Meier, Staatsministerin für Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung Sachsen und Sabine Mertens, Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Gendersprache beim Verein Deutsche Sprache über die Notwendigkeit, Probleme und eine mögliche Ausgestaltung einer gendergerechten Sprache in Gesetzestexten gesprochen.
Moderation: Jakob Horn und Johanna Deml
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