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Umweltzerstörung und die Bewältigung der Klimakrise sind zwei der großen Probleme unserer Zeit. Kann das Strafrecht diese Probleme möglicherweise lösen? In dieser Folge beschäftigen wir uns mit dem Ökozid und seiner möglichen Einführung als Tatbestand im Römischen Statut. Was aber ist ein Ökozid eigentlich? Was müsste geschehen, damit Umweltverbrechen vor dem IStGH landen und wie wahrscheinlich ist die Änderung des Rom-Statuts? Diesen und weiteren Fragen wollen wir auf den Grund gehen und haben dazu mit Smilla Friedel (Fridays for Future), Wolf Hingst (Stop Ecocide Deutschland), Dr. Nina Scheer (Bundestagsabgeordnete, SPD) und Prof. Alex Whiting (Harvard Law School) gesprochen.
Veranstaltungshinweis: „Symposium zur Strafverfolgung von Ökozid: Eine Evaluation des Umsetzungspotenzials von Stop Ecocide Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Environmental Law Center (ELC) der Universität zu Köln”, Online vom 15.-17.09.2022.
Moderation: Jakob Horn und Leonard Becker
Seit 20 Jahren ist die Prostitution in Deutschland erlaubt. Genauso lange wird leidenschaftlich darüber diskutiert, ob es richtig ist, dass man Sex in Deutschland kaufen kann. Wir nehmen die aktuelle Rechtslage in Deutschland in den Blick und versuchen, uns der Realität der Sexarbeiter:innen zu nähern. Zudem diskutieren wir, ob und wie man die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Sexarbeit verändern sollte. Dabei erscheint es zwar in einer modernen Gesellschaft unproblematisch, dass sexuelle Dienstleistungen angeboten werden. Allerdings schafft die legale Sexarbeit auch Raum für Ausbeutung und Menschenhandel. Andere Länder wie Schweden, Island und Frankreich gehen den entgegengesetzten Weg und haben die Prostitution verboten. Ist ein Verbot von Sexarbeit und die Bestrafung der Freier auch in Deutschland denkbar und wünschenswert? Und was hat Prostitution eigentlich mit dem Patriarchat und der Selbstbestimmung von Frauen zu tun? Antworten auf diese Fragen erhalten wir in dieser Episode von der Sexarbeiterin und Aktivistin Ruby Rebelde, dem Strafrechtsprofessor Joachim Renzikowski (Universität Halle) und der SPD-Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier.
Moderation: Johanna Deml und Jakob Horn
Gäste: Ruby Rebelde, Joachim Renzikowski, Leni Breymaier
Produktion: Laura Barth, Johanna Deml, Jakob Horn, Julia Müller-Thuns und Erik Winter
Redaktion: Anna Rosenow, Anne Hermsdorf, Luise Paetow
Musik: Jakob Horn
Ton, Schnitt und Post-Production: Erik Winter
In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Elisa Hoven (Universität Leipzig) und Dr. Ulf Buermeyer (Gesellschaft für Freiheitsrechte, „Lage der Nation“) über den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung und über alles, was darin an strafrechtlichen Neuerungen und kriminalpolitischen Aspekten enthalten ist. Im Vorfeld haben wir mit Rechtspolitikern der Regierungsparteien gesprochen (Johannes Fechner, SPD; Till Steffen, GRÜNE; Stephan Thomae, FDP), die die Beweggründe für die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags erläutern.
Die Themen:
Der Koalitionsvertrag zum Nachlesen:
In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Elisa Hoven (Universität Leipzig) und Dr. Ulf Buermeyer (Gesellschaft für Freiheitsrechte, „Lage der Nation“) über den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung und über alles, was darin an strafrechtlichen Neuerungen und kriminalpolitischen Aspekten enthalten ist. Im Vorfeld haben wir mit Rechtspolitikern der Regierungsparteien gesprochen (Johannes Fechner, SPD; Till Steffen, GRÜNE; Stephan Thomae, FDP), die die Beweggründe für die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags erläutern.
Trinkt die Mutter während der Schwangerschaft Alkohol, führt das zu lebenslangen Schädigungen des Kindes, was als FASD (Fetale Alkoholspektrumstörungen) bezeichnet wird. Was darunter zu verstehen ist, wie dieses Phänomen medizinisch zu erklären ist, wie groß das gesellschaftliche Problem ist und besonders ob der Alkoholkonsum während der Schwangerschaft strafbar sein sollte, ist Inhalt der ersten Folge des Podcasts. Wir erhalten von der Pflegemutter eines Kindes mit dem Fetalen Alkoholsyndrom Einblicke in den Alltag von Menschen mit FASD. Die medizinischen Hintergründe werden von Fr. Dr. med. Heike Hoff-Emden, ärztliche Leiterin des Sozialpädiatrischen Zentrums Leipzig und Expertin auf dem Gebiet der Behandlung von Kindern mit FASD, erläutert. Über die Frage nach einer Strafbarkeit haben wir mit Prof. Dr. Gunnar Duttge und Prof. Dr. Susanne Beck gesprochen. Frau Prof. Dr. Susanne Beck ist Inhaberin des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafrechtsvergleichung und Rechtsphilosophie an der Universität Hannover und Mitglied der AG Medizinstrafrecht im Kriminalpolitischen Kreis. Sie betreibt zudem privat den Podcast „Krimi-Quartett“. Herr Prof. Dr. Gunnar Duttge ist Direktor der Abteilung für strafrechtliches Medizin- u. Biorecht an der Universität der juristischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen, Vorstandsmitglied des Zentrums für Medizinrecht sowie Sprecher der AG Medizinstrafrecht des Kriminalpolitischen Kreises.
Zeitmarken:
I. Einstieg (0:00-0:03:30)
II. FASD (0:03:30-0:19:00)
III. Der Schutz des ungeborenen Lebens im Verfassungsrecht (0:19:00-0:24:00)
IV. Besteht gegenwärtig Schutz durch das Strafrecht? Wenn nein, warum? (0:24:00-0:26:10)
V. Aktuelle strafrechtliche Ansichten (0:26:10-0:57:10)
VI. Fazit (0:57:10-1:00:39)
Interessantes Material zur Vertiefung:
· https://www.fasd-deutschland.de/
· https://www.fasd-deutschland.de/wp-content/uploads/2021/05/Broschuere_Lebenslang_12-2020.pdf
· https://fasd-deutschland.de/wp-content/uploads/2020/11/FASD_Flyer_deutsch_web-1.pdf
· https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Drogen_und_Sucht/Broschueren/FASD_SozR-Fragen.pdf
· https://www.fas-beratungsstelle.de/fileadmin/user_upload/Becker.pdf
Unsere Leseempfehlung aus der KriPoZ:
„Eine Bombe, und alles ist wieder in Ordnung“: Eine Analyse von Hasskommentaren auf den Facebook-Seiten reichweitenstarker deutscher Medien (Prof. Dr. Thomas Hestermann, Prof. Dr. Elisa Hoven und Prof. Dr. Michael Autenrieth)
„Jetzt erst Recht“ ist ein Projekt des Legal Labs für Jura und Journalismus an der Universität Leipzig unter der der Leitung von Prof. Dr. Elisa Hoven.
Produktion: Laura Barth, Johanna Deml, Jakob Horn, Leonard Becker und Julia Mueller-Thuns; Redaktion: Gioia Großmann und Jakob Horn; Musik: Jakob Horn; Ton, Schnitt und Postproduction: Julia Mueller-Thuns
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