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Zum dritten Mal in Folge organisiert Sandra Krampelhuber vom 4. bis 7. November 2026 das Festival "Cinéma Africain!" in Linz. Wir haben mit ihr im Interview über das Programm und die Hintergründe gesprochen.
Das Filmfestival, veranstaltet vom Kulturverein Beyond Frames, wurde 2026 mit dem Preis „Stadt der Vielfalt – Preis für Interkulturalität“ der Stadt Linz ausgezeichnet. Ein starkes und verdientes Signal für ein Engagement, das bereits 2024 seinen Anfang nahm. Wir gratulieren herzlich!
Biographie von Sandra Kramppelhuber:
Sandra Krampelhuber ist eine in Linz, Österreich, lebende Filmemacherin und Kulturproduzentin. Ihre Arbeit umfasst Dokumentarfilm, Filmfestival-Kuration und Kulturarbeit. Ein Schwerpunkt liegt auf afrikanischen Kontexten und der afrikanischen Diaspora, mit einer besonderen Verbindung zum Senegal. In ihren Dokumentarfilmen beschäftigt sie sich mit kultureller Identität, Geschichte, Geschlechterfragen, künstlerischem Ausdruck und gesellschaftlichem Wandel. Zu ihren Filmen zählen Queens of Sound – A Herstory of Reggae and Dancehall (2006), 100% Dakar – more than art (2014), Accra Power (2016), Mané (2020) und Letter of a Woman (2027).
2024 gründete sie das internationale Filmfestival CINÉMA AFRICAIN! in Linz. Das Festival widmet sich der Vielfalt afrikanischer Filme und des Kinos der afrikanischen Diaspora und schafft Begegnungsräume für Filmschaffende, Publikum und Kulturakteur:innen.
Seit Beginn des Schuljahres 2026/27 gilt in Österreich ein Gesetz, dass das Tragen eines islamischen Kopftuchs für Mädchen unter 14 Jahren untersagt. Die Bundesregierung begründet die Maßnahme mit dem Schutz von Kindern vor religiösem Zwang. Kritiker:innen sehen darin hingegen einen Eingriff in Grund- und Freiheitsrechte.
Über diese Fragen diskutierten am 7. Oktober sechs Expert:innen und Betroffene bei einer Veranstaltung des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte in der Wiener Diplomatischen Akademie. Mehr als 200 Menschen verfolgten die Debatte mit dem Titel: „Kopftuchverbot an Schulen – Schutz oder Einschränkung der Selbstbestimmung?“ Moderiert wurde die Diskussion von der Juristin und Journalistin Amira Awad.
Ein Bericht von simon INOU
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Begrüßung: Angelika WATZL, Generalsekretärin, Österreichische Liga für Menschenrechte
Podiumsteilnehmer:innen:
Mit einer antirassistischen Performance am Wiener Otto-Wagner-Areal reagiert der Künstler Ebako Ugbodu auf einen rassistischen Vorfall während seiner Residency im „Hof der Kulturen“. Nach monatelanger Mediation fordert er nun Konsequenzen vom Volkskundemuseum.
Der gesamte Artikel mit Hintergrundinformationen ist hier zu lesen
Antirassismus bedeutet, gesellschaftliche Ungleichheiten und strukturelle Benachteiligungen sichtbar zu machen und ihnen entgegenzuwirken. Denn ungleiche Zugänge zu Arbeit, Einkommen, Wohnraum und gesellschaftlicher Teilhabe können Armut und soziale Ungleichheit verstärken.
Gesellschaftliche Ungleichheiten tragen oftmals maßgeblich dazu bei, dass Menschen in Armut geraten und auch von Energiearmut betroffen sind. Doch was hat das konkret mit Energie zu tun?
Dazu haben wir ein Interview mit Caroline Nwafor geführt. Sie leitet die Koordinierungsstelle zur Bekämpfung von Energiearmut ( kurz kea), eine Abteilung des Klima- und Energiefonds der Republik Österreich, die Klimaschutz und Energieeffizienz fördert.
Die kea bietet bedürftigen Familien, die ihre Energiekosten nicht mehr bezahlen können, Beratung und vielfältige Unterstützung. Doch wie können gesellschaftliche Ungleichheiten dazu führen, dass bestimmte Menschen stärker von Energiearmut betroffen sind?
Mehr Infos über die Arbeit von Caroline Nwafor: https://kea.gv.at
Wien, 23. September 2026: Zur Vorstellung der Anthologie Vienna Vibes in der Buchhandlung Faktory machte Initiatorin und Co-Herausgeberin Iketina Danso – bekannt als JG Danso – die bunten, intersektionalen und mehrsprachigen Facetten queeren Lebens in Wien sichtbar. Eine tief berührende Erfahrung, wie JG Danso im Gespräch mit simon INOU betont.
Mehr Infos: https://www.hint.wien/
Photographers Zanele Muholi and Eric Asamoah speak about their current show at Fotoarsenal (on view until January 10, 2027) and the power of art amidst rising global far-right movements.
Bildungswissenschaftler Michael Doblmair (Universität Wien / und IDB, Initiative für ein diskriminierungsfreies Bildungswesen) gibt Tipps zum Schulstart für Lehrkräfte und Schüler:innen.
Vor 35 Jahren wurde die Initiative Minderheiten gegründet. Am Anfang dieser Initiative war ein Kollektiv von Menschen aus der weißen österreichischen Mehrheitsgesellschaft, darunter die Musikwissenschaftlerin Ursula Hemetek. Hier erzählt sie ihre persönliche Gründungsgeschichte.
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Bild: © Sabine Hauswirth
Professor Farid Hafez ist Politikwissenschaftler, Lehrender an der renommierten Universität College of William & Mary in Virginia sowie Senior Researcher an der Georgetown University. Am William & Mary College hält er Vorlesungen über rechtsextremen Populismus, Islamophobie, internationale Beziehungen und Terrorismus.
Derzeit befindet er sich auf Europatournee, um sein neues Buch „Governing Islam in Austria and Germany: From Colonial Times to the Present“ vorzustellen, das im April 2026 bei Oxford University Press erschienen ist. Am vergangenen Montag, dem 8. Juni 2026, war er zu Gast bei Katharina Ivanyi, Professorin am Institut für Orientalistik der Universität Wien. In diesem Interview resümiert Farid Hafez die Ergebnisse seiner Forschung, die sich über einen Zeitraum von 150 Jahren erstreckt, und ermutigt junge Menschen, sich von rassistischen Strukturen nicht entmutigen zu lassen. Er selbst, so erzählt er, wurde von seiner damaligen Schullehrerin nie an einem Gymnasium gesehen. Das Buch ist noch nicht auf Deutsch erschienen. Ein Interview von simon INOU.
Sade Soyoye ist dreißig, lebt und arbeitet in Salzburg. In diesem Interview spricht sie über Vorbilder, Familie, Beruf, Politik und Colorism. Sie kommt aus einem sehr von Politik geprägten Elternhaus und ist ihrer Mutter zutiefst dankbar dafür, dass sie heute in der Politik dort steht, wo sie ist. Ein Gespräch mit simon INOU.
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JOSÉPHINE – Antirassismus im Radio – Die Stimme für ein antirassistisches Österreich
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Ihr Kampf war ein zutiefst persönlicher: Ihr Vater, der hochgeschätzte Intellektuelle und Freund Mozarts, Angelo Soliman, wurde trotz seines Prestiges Opfer der grausamen Entmenschlichung durch den Rassismus der Habsburgermonarchie. Joséphine kämpfte unermüdlich für die Würde ihres Vaters und gegen ein System, das Menschen nach ihrer Herkunft wertete.