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Mit Michael Roth, dem ehemaligen Staatsminister im Auswärtigen Amt und früheren Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses, sprechen Albert und Louise über den Zustand der deutschen Demokratie und die Frage, warum die AfD derzeit so viel Zuspruch bekommt. Roth erzählt, wie er auf das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt blickt und welche Rolle Ängste bei politischen Entscheidungen spielen. Dabei geht es auch um die Frage, warum es der Politik zunehmend schwerfällt, Vertrauen zurückzugewinnen und komplexe Kompromisse zu vermitteln.
Mit Heinrich von Wrede, Producer des Podcasts, sprechen Albert und Louise über Kunst und ein ungewöhnliches Projekt: eine Künstlerresidenz im Schloss Willebadessen. Heinrich erzählt, wie die Idee für die Residency entstanden ist, wie er sie mit dem Kurator Victor Auberjonois (Passage.art) zusammen umgesetzt hat und was passiert, wenn Kunstschaffende für einige Wochen einen besonderen Ort zum Arbeiten bekommen.
Die Residenz: https://passage.art/residency/
Instagram:
https://www.instagram.com/passage.residency/
Die momentane Ausstellung "Zwischen Bäumen" kurratiert von Victor Auberjonois:
https://villa-schoeningen.de/ausstellungen/
Mit der Transformationsforscherin Maja Göpel sprechen Albert und Louise über die Herausforderungen einer sozial-ökologischen Transformation und darüber, warum die Debatte über Klimaschutz heute anders geführt wird als noch vor wenigen Jahren. Sie erklärt, ob Extremwetterereignisse das Bewusstsein für die Klimakrise tatsächlich verändern und ob sie tatsächlich zunehmend den Dialog mit konservativen Milieus sucht. Dabei beschreibt sie, welche Rolle Politik, Wissenschaft und Gesellschaft bei der Gestaltung von Veränderung spielen.
Mit Katarina Barley sprechen Albert und Louise über den Zustand Europas, die Macht von Big Tech und die Frage, wie die EU im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz und geopolitischen Spannungen ihre Werte verteidigen kann. Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments erklärt, warum die EU oft als Bürokratiemonster wahrgenommen wird, weshalb wir uns zu lange auf Frieden verlassen haben und was Europa verlieren würde, wenn es die EU nicht gäbe. Außerdem geht es um Datenschutz, das Verbot von Social Scoring, die Regulierung von KI, die Rolle von Unternehmen wie Meta und Palantir sowie die Frage, ob Europa technologisch unabhängiger von den USA werden muss.
Mit Andreas Audretsch sprechen Louise und Albert über die Krise der politischen Mitte, den Aufstieg der AfD und die Frage, warum Regierungen in Deutschland so häufig an ihrer Kommunikation scheitern. Außerdem erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, wie Deutschland wirtschaftlich wieder wachsen kann, welche Reformen jetzt notwendig sind und welche Rolle Energiepolitik dabei spielt. Außerdem sagt er, ob Schwarz-Grün für ihn eine realistische Perspektive wäre – und überrascht zum Schluss mit seinen Musikwunsch.
Albert und Louise sprechen mit Elena Carrière über das Erwachsenwerden in der Öffentlichkeit, Social Media und die Herausforderungen einer Generation, die permanent online ist.
Zehn Jahre nach ihrem Durchbruch bei Germany’s Next Topmodel ist Elena heute Model, Moderatorin, Unternehmerin und Content Creatorin. Im Podcast spricht sie über Schönheitsideale, Hass im Netz, Essstörungen und die Frage, wie man ein gesundes Verhältnis zu Social Media findet.
Mit Meron Mendel sprechen Cili (zurück aus dem Podcast-Ruhestand!) und Louise über seine Kindheit im Kibbuz, den Nahostkonflikt und die Frage, wie Gesellschaften mit Angst, Gewalt und Spaltung umgehen. Der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank erzählt, warum in Israel irgendwann fast alle der Meinung sind, dass ein Staat ohne Militär nicht überleben kann, wie die Hoffnung auf Frieden nach dem Attentat auf Yitzhak Rabin zerbrach und weshalb radikale Siedlerbewegungen für ihn ein Rückschritt sind. Außerdem beschreibt er, wie er den 7. Oktober erlebt hat, warum Freundschaften und ganze Gruppen an der Nahostfrage zerbrechen – und weshalb der Kibbuz für ihn immer auch ein Stück „Mikro-Kommunismus“ geblieben ist.
Liedwunsch: Everybody knows - Leonard Cohen
Albert und Louise sprechen mit Damian Boeselager (MdEP), Mitgründer der paneuropäischen Partei Volt, über die Rolle Europas in einer zunehmend unübersichtlichen Welt. Im Gespräch macht er deutlich: Die bestehende Weltordnung ist ein von Menschen geschaffenes Konstrukt – und damit auch veränderbar.
Mit Florian David Fitz sprechen Louise und Albert über seine Karriere als Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor – und seine Wirkung in unserer Gesellschaft. Er erzählt, ob er für sein Land kämpfen oder Deutschland verlassen würde, was für ihn ein anständiges Leben ausmacht und wie lange man an seinen Träumen festhalten sollte. Außerdem geht es um den Wandel der Demokratie – und die Frage, warum so viele kluge Menschen, auch er selbst, nicht in die Politik gehen.
Liedwunsch: The Time Is Now – Moloko
Mit Jochen Wegner, dem Chefredakteur der ZEIT, sprechen Albert und Louise über die Rolle der Medien in Deutschland und darüber, wie Medien und Gesellschaft sich gegenseitig prägen. Er erklärt, warum bestimmte Haltungen im Journalismus seltener geworden sind und welche Entwicklungen dahinterstehen. Dabei beschreibt er auch, wie die ZEIT auf diese Veränderungen reagiert und welchen Anspruch sie an die eigene Arbeit stellt. Jochen Wegner spricht darüber, inwiefern Medien den Kurs eines Landes beeinflussen können – und warum Journalismus heute oft als links-grün oder progressiv wahrgenommen wird.
Aufgenommen am 02.02.2026
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