KLAPPE AUF - DER SAXOPHON-PODCAST!

KLAPPE AUF - DER SAXOPHON-PODCAST!

By Joe MayerMusic
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KLAPPE AUF - DER SAXOPHON-PODCAST! episodes

  • KA25 - Miguel Zenón im Gespräch mit Joe Mayer
    www.saxofonlernen.com/e25
    6:50 Miguels Konzept des Arrangierens
    7:00 Start mit 11 Jahren
    8:40 Familie von Miguel
    10:00 Spielte mit 14 Jahren bereits als Profi
    13:30 Sehr schnell durch Berklee College Boston
    14:30 Manhattan School of Music
    15:50 Der Unterschied zwischen Berklee und Manhattan School
    19:40 Miguel Zenón als Lehrer
    22:15 Miguel über seinen Weg als Student
    24:48 Saxofon spielen: Sound, Technik, & Persönlichkeit
    26:35 Üben mit Metronom
    29:07 Sein Instrument: Selmer M6: 207xxx mit Meyer 6 / D´Addario Blätter 4 / Oleg-Blattschraube
    32:02 Üben mit Play-Alongs und Transkribtionen
    34:04 Starte mit Bebob: Charlie Parker
    36:40 Nutze die Möglichkeiten
    37:50 Wie startet man Jazz
    39:00 Musik aus Puerto Rico
    41:00 CD-Produktion
    43:00 Üben - Proben - Konzertieren
    47:00 Familie
    48:50 Schnelle Frage - schnelle Antwort​
    54 min
  • KA24 - Das monatliche GRATIS-ÜBUNGSPAKET für Saxofon
    Viele Üben und profitieren nicht wirklich von ihrem geübten Material
    Das Problem: sie wechseln zu schnell den Übungsstoff, sie üben heute dies, morgen das.
    Oder vielleicht 3-5 Tage oder vielleicht eine Woche.
    Eine Woche ist ja der typische Rhythmus, weil ja viele als Schüler
    Wöchentliche Unterrichtsstunden genommen haben,
    Und daher jede Woche neue Aufgaben aufbekamen, oder die alten wiederholen mussten.
    Wenn man aber den Übungsstoff zu kurz übt, also der Übungszeitraum zu kurz ist,
    Dann vertieft sich der Stoff leider nicht.
    Natürlich hat man einen gewissen Teil "begriffen", aber es könnte viel mehr Wirkung also Vertiefung haben.
    Es geht also heute um eine Kernfrage des Musizierens:
    Wie lange muss man die selben Übungen, Stücke, Skalen, Melodien spielen, damit die Wirkung optimal ist, also die Töne, Griffe automatisch ins Unterbewusstsein aufgenommen werden?
    Die erste Antwort ist:
    Ca. 3 - 4 Wochen.
    Die 2. Antwort ist: aber nur, wenn man in dieser Zeit regelmäßig - möglichst jeden Tag - übt!
    Und dazu starte ich jetzt ein Experiment:
    Ich biete ab November für mehrere Monate ein Gratis-Lernpaket an:
    Der Saxmonat:
    Wer sich dazu mit Mailadresse anmeldet
    Erhält monatlich ein Paket bestehend aus 3 zentralen Bereichen des Übens:
    - Ein Musikstück
    - Ein bis zwei Basisübungen
    - Gehörbildungsübungen
    Wenn du dieses Paket regelmäßig übst, dann wirst du garantiert deutlich voran kommen.
    Die Idee dahinter:
    Wir brauchen beim Üben eine gesunde Mischung: Spaß-Spielfreude, dazu unablässige Basisübungen ohne die man einfach nicht auskommt und
    Vielleicht das zentrale Element für den Fortschritt: Gehörtraining!
    Alle drei Elemente hängen zusammen und fördern sich gegenseitig - Im Prinzip übt man eigentlich immer alles
    Im Grunde ist eine solche Kombination nichts ungewöhnliches,
    Aber wir kombinieren diese 3 Bereiche mit einem entscheidenden Element: der Zeitdauer!
    Wir müssen dasselbe Material über einen längeren Zeitraum üben.
    Egal wie einfach oder schwierig!
    Experten sprechen von mindestens 3 Wochen, wobei sie tägliches Üben meinen.
    Ich runde den Zeitraum ab und verlängere auf einen Monat, denn hin und wieder werden wir ein paar freie Tage einlegen.
    Also zusammenfassend:
    Ein Musikstück - 1 - 2 Basisübungen - 1 Übung Gehörtraining - EINEN MONAT lang üben.
    Die Bereiche sind die perfekte Mischung aus Pflicht und Kür:
    Musikstücke sollen Spaß machen
    Basisübungen und Gehörtraining sind die Motoren für deinen Fortschritt
    Mit der Übungsdauer von einem Monat geht dir der Lernstoff in Fleisch und Blut über!
    Am Ende beherrscht du den Stoff wie im Schlaf!
    Ich will jetzt das Thema "Gehörtraining" und dessen Bedeutung im Detail erklären:
    - Man spielt nur so gut, wie man hört!
    - Im Idealfall hört man seine Melodien, Akkorde im Kopf bevor man sie spielt
    - Und auch im Solo: man improvisiert indem man seine musikalischen Ideen vorher hört und gleich mit dem Instrument umsetzt - das ist der Idealfall
    Gehörtraining wird unterschätzt bzw. zu wenig beachtet, weil es vielleicht ungewohnt, oder lästig ist oder man hat eben keine geeignete Methode.
    Und hier setzte ich an:
    Viele probieren Gehörtraining mit Apps, wo sie im Multiple Choice verfahren Intervall und Akkorde identifizieren müssen. Das habe ich auch probiert, funktioniert aber bei mir überhaupt nicht.
    Deshalb habe ich mir überlegt, wie man hier am besten vorwärts kommt. Und die Lösung ist dann überraschend einfach:
    Man wiederholt einfach eine einzige Übung über längere Zeit, bis man nicht mehr nachdenkt und das Gehörte sofort erkennt, wie eine Farbe:
    Man sieht auf eine Wiese und sieht sofort die grüne Farbe, ohne Nachdenken zu müssen.
    Das ist das Ziel im Gehörtraining.
    So lernen wir Intervalle, Akkorde und auch Akkordfolgen zu erkennen.
    Meine Methode hat 2 Säulen: Einfachheit (eine Übung) und Ausdauer
    Wir üben z.B. täglich nur ein Intervall über einen Monat - und zwar mehrmals täglich im Idealfall - dazu brauchst du gar nichts. Du kannst dir bei jeder Gelegenheit das Intervall im Kopf vorste
    18 min
  • KA23 - So kannst du alle Noten spielen: Klaviernoten, Gitarre, Flöte, Posaune
    Das Altsaxofon ist ein transponierendes Instrument
    Genauso das Baritonsaxofon
    Ein notiertes C für Altsaxofonisten/Baritonsaxofonisten,
    Klingt tatsächlich als Es.
    Würde also ein Altsaxofonist ein C in seinen Noten sehen und dieses C
    Mit dem dafür vorgesehenen C-Griff (z.B. c2 = linker Mittelfinger gedrückt) spielen,
    So würde er tatsächlich aber ein klingendes es spielen.
    Genauer beschrieben, wird aus einem gegriffenen C2 auf dem Altsaxofon ein klingendes Es1.
    Eine Querflöte, Klavier oder Violine müsste also zeitgleich ein Es1 spielen, damit sie exakt denselben Ton spielen.
    Das Altsaxofon klingt also eine Große Sext tiefer als es notiert.
    Das Baritonsaxofon ist in der gleichen Stimmung gebaut.
    Nur hat es die doppelte Länge des Altsaxofons, klingt daher um eine Oktave tiefer.
    Spielt also das Baritonsaxofon ein notiertes C2 klingt tatsächlich ein kleines es. Das Instrument klingt um eine Oktave + große Sext tiefer.
    Was sind die Konsequenzen daraus:
    Wollen wir mit Instrumenten anderer Stimmung spielen, also andere Instrumente als Altsaxofon, Baritonsaxofon, Es-Horn, Es-Klarinette (im Prinzip alle Instrumente in Es-Stimmung), so haben wir zwei Möglichkeiten:
    1. Wir spielen nach speziellen Noten für Altsaxofon/Baritonsaxofon
    2. Wir transponieren andere Stimmen.
    Zum Punkt 1: Spezielle Noten für Altsaxofon:
    - Du kannst nach Musikstücken für Altsaxofon und Klavier/Gitarre/Bandbesetzung/Realbooks in Es suchen.
    - Du wirst viele Stücke finden, denn die meisten Stücke für Saxofon gibt es in Es-Stimmung.
    Zum Punkt 2: Transponieren
    - Willst du ein ganz spezielles Stück für Altsaxofon notieren, dann musst du meist aus einer C-Stimme (z.B. Gesang oder Klavier) eine Altsaxofonstimme schreiben.
    - Das ist ganz einfach: Jeden Ton der C-Stimme musst du eine große Sext HÖHER schreiben.
    - Du änderst natürlich auch die Tonart: Von der Ausgangstonart (z.B. C-Dur) zählst du 3 Kreuzvorzeichen dazu oder 3 B-Vorzeichen weg:
    ○ So wird aus einer C-Dur (für Klavier, Gesang) => A-Dur für Altsaxofon
    ○ Aus As-Dur für Klavier wird => F-Dur für Altsaxofon
    ○ Aus F-Dur für Klavier wird => D-Dur (1 b weg und 2 # dazu)
    - Früher hat man diese Arbeit in aufwendiger Weise handschriftlich gemacht.
    - Mit den aktuellen Notationsprogrammen erreichst du diese Transpositionen mit einem Mausklick - also noch einfacher!
    - Kannst du auf die Schnelle nichts notieren, so kann vielleicht der Pianist auf dem Digitalpiano mit der Transpose-Einstellung auf Es-Stimmung umstellen: er muss dazu seine Transposestimmung um 3 Halbtöne nach OBEN stellen: also +3 (von C auf Es sind es 3 Halbtöne). Damit greifen beide die gleichen Noten, nur das Digitalpiano klingt tatsächlich jetzt in der Es-Stimmung (also ein Es-Klavier ;))))
    Zwei Tipps möchte ich dir hier unbedingt auf dem Weg mitgeben:
    1. Ich transponiere alle C-Stimmen im Kopf nach Es.
    Das bedeutet ich brauche keine speziellen Es-Noten.
    Wenn ich also mit Pianisten oder Gitarristen spiele, verwende ich immer die gleichen Noten. Das macht die Notenorganisation um vieles einfacher.
    Dieses Transponieren ist viel einfacher als du glaubst. Mein Denkprozess läuft folgender maßen:
    ○ Ich spiele mit einem Pianisten, beide haben wir die gleichen Noten.
    ○ Ich darf also nicht die Klaviernoten spielen, ich muss transponieren.
    ○ Dazu denke ich mir zu jeder Note eine weitere Noten - aber EINE TERZ TIEFER!
    ○ Das ist ganz leicht: denn zB. F2 ist notiert auf der obersten Linie - dazu denke ich mir die Note auf der nächsten Linie D2 (also Linie zu Linie runter springen, Zwischenraum zu Zwischenraum runterspringen - wie E2 zu Cis2)
    ○ Als zweiten wichtigen Punkt muss ich noch 3 #-Vorzeichen mehr spielen, dass merke ich mir ganz einfach über Tonarten:
    § Aus C-Dur wird A-Dur: ich muss also eine Terz tiefer mit den Vorzeichen von A-Dur spielen (fis, cis, gis)
    § Aus A-Dur wird Fis-Dur: Also statt 3# jetzt 6# spielen
    § Dazu muss ich natürlich die Tonleitern sicher und gut geübt haben. Das Tonleiternmaterial läuft bei
    24 min
  • KA22 - So lernst du das "Sir Duke"-Solo von Stevie Wonder​ auf dem Saxofon
    Erklärung zum Titel
    Stevie Wonder hat Sir Duke 1976 veröffentlicht - im Album "Songs in the Key of Life"
    Der Songtext befasst sich mit Duke Ellington (Sire Duke), einem berühmten Jazzpianisten und Bigbandleiter, der 1974 verstarb. Stevie Wonder und Duke Ellington kannten sich, waren befreundet, und Stevie Wonder verehrte Ellingtons Musik sehr.
    Die Musik selber ist eine Mischung zwischen Discorhythmen, Soulsounds und jazzigen Instrumentallinien und Harmonien, mit vielen Chromatischen Bewegungen.
    Das berühmte Instrumentalsolo, mit dem wir uns hier befassen, ist in der Big-Bandtradition geschrieben, wird dort meist "Shout-Chorus" genannt, der Höhepunkt des Stückes.
    In diesem Part spielen Bass, Gitarre und Bläser unisono - also ohne Harmonien - einstimmig - manchmal in Oktaven versetzt - die Linien.
    Das Stück ist in klingend H-Dur geschrieben: Für Altsaxofonisten also As-Dur, für Tenorsaxofonisten Cis-Dur.
    Das Tempo liegt ungefähr bei 104 bpm und ist so gewählt, dass man das Solo noch im Swingstil (man spricht von geshuffelten Sechzehntelnoten) spielen kann.
    So übst du das Solo am schnellsten:
    Tonleiter üben und Dreiklänge üben
    Zunächst musst du die jeweilige Tonleiter möglichst sicher beherrschen. Die Finger müssen automatisch laufen. Du darfst nicht mehr an Vorzeichen denken. Ziel der vorgeschlagenen Übungen ist deine "Wendigkeit" in As-Dur. Du sollst auf jedem Ton umkehren können, du sollst die Dreiklänge automatisch-auswendig spielen können usw.
    Deshalb empfehle ich nicht die Tonleiter auf- und abwärts zu spielen sondern die Tonfolgen in kleinen Gruppen (Dreier- und Vierergruppen) kreisen zu lassen.
    In diesen Automatismus kommst du am besten mit Wiederholungen von kleinen Gruppen: Dreiergruppen und Vierergruppen sind am besten geeignet.
    In Dreiergruppen im Kreis
    In Vierergruppen im Kreis
    Terzsprünge in der Tonleiter
    Dreiklänge im Kreis üben
    Vierklänge im Kreis üben
    Tonika-Dreiklang mit Umkehrungen üben
    Dominant-Dreiklang mit Umkehrungen üben
    Sir Duke Instrumentalteil
    Anhören - melodieweise
    Die Melodie besteth zum Großteil aus klingend H-Dur-Pentatonik
    Dazu gibt es zwei chromatische Durchgänge in der 2. Teilmelodie
    Gesamtes Solo in Teilmelodien zerlegen
    Artikulation genau feststellen und einhalten
    Tonfolge der einzelnen Teilmelodien: 5x (beim 5x auswendig) - Töne immer voraus hören!
    Im Achtelmetrum starten
    Mit Metronom üben
    wichtig: die 16tel-Noten müssen leicht geshuffelt sein: also tuba-tuba-tuba // keine geraden 16tel-Noten spielen
    Tempo maximal um 5 Einheiten pro Durchgang steigern.
    Über 104 hinausüben: besser 115
    Oberstes Ziel: auswendig spielen
    Zuerst Teilmelodien auswendig spielen
    Die auswendigen Teilmelodien Zeile für Zeile zusammenbauen
    Am Ende spielst du die Melodie mit dem Originalsong mit!
    Höre dabei auf das Schlagzeug: es spielt den Shuffle-Rhythmus ganz deutlich.
    40 min
  • KA21 - Zach Lucas, Saxofonist der Youngblood Brass Band
    Unbedingt ansehen, unbedingt hingehen, unbedingt anhören !
    Die Youngblood Brass Band - aktuell tourt die Band für 30 Konzerte durch Europa.
    Diese Band ist nach meiner persönlichen Meinung die absolut weltbeste Jazz-Hip-Hop-Pop-Brassband
    Die Band wurde vor 20 Jahren in den USA, in Wisconsin gegründet.
    Diese Band mischt in einzigartiger Weise Hip-Hop, Jazz, Funk, Pop, dazu Rap - sie hat einen eigenen Stil kreiert und damit wurde sie seit ihrer Gründung vor 20 Jahren zur weltweit führenden Band der BrassBandSzene. Überall orientieren sich Brassbands nach dieser herausragenden Band
    Aber diese hier ist einzigartig.
    Die Youngblood Brass Band hat einen herausragenden Arrangeur Nat McIntosh (er spielt Sousaphone)
    Und dazu weitere 9 Spitzenmusiker: 2 Trompeten, 2 Saxophone, 2 Posaunen, 3 Schlagzeuger und eben ein Sousaphon.
    Die Musiker aber leben mittlerweile verstreut über die gesamten Vereinigten Staaten.
    Für die Europatour wurde ein neues Album produziert und jetzt
    touren sie noch mehr als ein Monat in Europa mit Konzerten in der Schweiz, Deutschland, Belgien, England, Holland sogar nach Schottland und Frankreich.
    In Anbetracht der aktuellen Tour wollte ich die Band unbedingt vorstellen, damit du dir, wenn sie in deine Nähe kommt, die Band unbedingt anhörst.
    Und dazu habe ich gestern vor dem Konzert in Salzburg
    natürlich den herausragenden Saxofonisten der Band interviewt, den Amerikaner Zach Lucas.
    In einer Jazz- oder New-Orleans-Brass-Band zu spielen ist grundsätzlich nicht einfach: man spielt das gesamte Programm auswendig.
    Die Arrangements der YBB sind aber dazu noch extrem kompliziert im Ablauf und auch technisch extrem schwierig.
    Dazu hören sich Saxofonisten in solch großen Brassbands relativ schlecht, weil Posaunen und Trompeten meist stärker klingen.
    Über den Sound der YBB, die Tour, seine Entwicklung als Saxofonist habe ich mit Zach Lucas gesprochen und hier ist das Interview - viel Spaß dabei:
    Die Tourvorbereitung und Probentechnik der YBB
    Die Arrangements der YBB
    Die Familie von Zach
    Die musikalische Entwicklung von Zach
    Sein Start mit Charlie Parker
    Sein Schlüsselerlebnis auf dem North Sea Jazz Festival
    Seine Arbeit im Studio
    Der Musikstil von Zach
    Seine wichtigsten Saxofonübungen: Lange Noten
    Die Spezialität von Improvisationen in einer Brassband
    Das Ziel: Flexibilität
    Sein bestes Konzert als Besucher
    Links:
    Webseite der Youngblood Brass Band
    Webseite von Zach Lucas
    Youtube-Video - Ain´t Nobody (Chaka Kahn)
    Youtube-Video - Brooklyn
    38 min
  • KA20 - Die 13 besten Methoden für spannende Saxophon-Melodien
    https://www.saxofonlernen.com/e20
    Jeder spielt gerne seine schönsten Melodien.
    Das Saxofon ist als Melodie-Instrument natürlich hervorragend geeignet.
    Viele Melodien wurden von Saxophonisten
    Für Saxophonisten komponiert und sind daher einigermaßen gut nachzuspielen.
    Aber viel mehr Melodien entstammen aus Liedern oder sonstigen Genres, die nicht direkt für instrumentelle Interpretation gedacht waren.
    Will man aber diese - oft sehr schönen - Melodien spannend und abwechslungsreich spielen, so muss man sich etwas einfallen lassen.
    Hier findest du eine Liste der wichtigsten musikalischen Methoden, um Melodien zu variieren, die Spannung zu erhöhen, Abwechslung zu schaffen und für den Musiker selber die Freude und Konzentration hoch zu halten!
    1. Zwischentöne:
    Harmonisch: bei Melodiesprüngen ab Terz
    Chromatisch: bei großen Sekunden - füge ich Zwischenton ein
    Mehrere Zwischennoten bei größeren Intervallen
    2. Eine Note spielen:
    Bei mehreren gleichen Noten
    3. Töne weglassen:
    Langer Ton
    Oder Pause
    4. Zielnoten anspielen:
    Auf dem Weg zu Zielnoten möglichst in Tonart bleiben
    Zielnoten sollen möglichst zeitlich genau erreicht werden
    5. Lange Noten:
    Statt Kurze Note eine Lange Note
    Meist am Beginn spielen
    6. Wechselnote spielen:
    Bei mehreren gleichen Noten
    7. Vorhalt:
    Vor der Zielnote einer Melodie die obere harmonische Nachbarnote länger halten
    Und dann auflösen
    8. Verspäteter Melodiebeginn
    Dafür schnellere Noten am Beginn
    9. Synkopen:
    Schwerpunktverschiebungen
    10. Artikulation:
    Nach dem Charakter-Ziel entsprechend die Töne elegant binden,
    Stärker anstoßen
    Betonen
    11. Lautstärke:
    Die Melodie muss mit einer Lautstärkenidee gestaltet werden!
    12. Verzierungen:
    Kurzer chromatischer Vorschlag
    Pralltriller
    13. Improvisationen:
    Je nach Stil
    Mit Pentatonik
    Mit Bluesskala
    Du übst jedes Element einzeln, indem du dieses Element immer wieder über 5 - 10 Minuten an einer Melodie ausprobierst
    In der Praxis beim spontanen Interpretieren einer Melodie hat man zwei Möglichkeiten:
    Man legt sich einen Plan zurecht: welche Elemente will man bei welcher Stelle einsetzen: Hierzu kann man die Melodie ausnotieren mit den jeweiligen Ideen
    Man spielt aus der Spontanität
    Man mischt Spontanität und Plan
    Wichtig:
    Je langsamer der Song, desto mehr Elemente sind möglich
    Es sind nie alle Elemente gleich geeignet.
    Nie nur ein Element immer wieder wiederholen
    Steigerung bedenken: mit Wenig Elementen beginnen und dichter und intensiver werden.
    Schreib mir, wenn du noch weitere Ideen hast, damit wir sie einfach der Community als Tipp weitergeben können!
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    Wenn du Saxofon-Themen hast, die Dich interessieren, schreib mir:
    36 min
  • KA19 - 30 Übungen OHNE Saxofon
    Ich konnte es am Anfang nicht glauben:
    Einer meiner ersten Lehrer erzählte mir, dass er selber im Studium eine Etüde im Zug ohne Instrument gelernt hat. Er hatte die Übung vergessen und versuchte die Griffe, die Melodie rein durch das Durchlesen und Mitgreifen zu lernen und es funktionierte.
    Rudresh Mahanthappa erzählte mir im letzten Jahr, dass er meist nur eine Stunde am Tag geübt hat. Auch Branford Marsalis sagte mir einmal, er hat immer sehr wenig geübt.
    Wie haben sie ihr Niveau trotzdem geschafft: Mein Lehrer, Rudresh, Branford?
    Sie haben sich neben dem Üben am Instrument zusätzlich dauernd mit Musik intensiv auseinander gesetzt.
    Zunächst haben sie gehört. Aber Hören alleine reicht natürlich nicht. Sie haben im Kopf Musik weiter produziert, sie haben innerlich geübt!
    Vieles spielt sich dabei im Kopf ab, das Instrument ist nur mehr ein Ausdrucksmittel. Das bedeutet man kann sehr viel ohne Instrument üben, Klangvorstellungen, Intervalle, Akkorde, Harmonief
    30 Übungen die du ohne Instrument machen kannst
    Singe, Greife und höre innerlich
    Falls du am Beginn mit dieser Methode unsicher bist dann:
    - Spiele die Tonleiter zuerst am Klavier oder Saxofon - dann singe sie sofort
    - Spiele den Dreiklang mit dem Instrument einmal, und dann singe ihn sofort ein paar mal
    - Laut Singen/summen ist wirkungsvoller als "innerliches Singen)
    - Innerliches Singen ist anspruchsvoller und schwieriger
    - Greife beim Singen mit - also ob du Saxofon spielen würdest
    - Starte sehr langsam, wenn du zu schnell bist, oder Schwierigkeiten hast, reduziere sofort das Tempo
    - Konzentriere dich auf ein bis zwei kurze Übungen am Tag: z.B. ein Intervall die Quart aufwärts - diese Quart singst du 5 - 10x hintereinander mehrmals am Tag.
    - Bleibe bei einer Übung mindestens 1 Woche - besser sind 3 - 4 Wochen
    - Die Übungen starten einfach (1.) und werden immer schwieriger (30.)
    - Habe Geduld! Die Wirkung ist enorm, aber dieses Hören lernen ist ein lebenslanger möglichst täglicher Prozess!
    1. Singe deine Lieblings-Saxofon-Melodien, greife sie im Kopf mit (spiele sie zuerst mit dem Instrument, zuerst mit Noten, dann ohne Noten)
    2. Singe einfache Melodien aus deinen Saxofon-Noten - wenn notwendig zuerst mit Saxofon vorspielen (eine Zeile mehrmals wiederholt reicht)
    3. Singe alle Dur- und Molltonleitern und greife sie mit
    4. Singe alle Dreiklänge mit Umkehrungen, auch im Kreis
    5. Singe vom Dreiklang nur die untere Terz
    6. Singe vom Dreiklang nur die obere Terz immer wieder
    7. Singe alle Vierklänge mit Umkehrungen, auch im Kreis
    8. Singe vom Vierklang: Grundton und Quint
    9. Singe vom Vierklang: Terz und Sept
    10. Singe vom Vierklang: Grundton und Sept (sehr schwierig)
    11. Übe 3-Tonreihen aus Melodien im Kreis: cdedcdefed
    12. Übe 4-Tonreihein aus Skalen, Tonleitern im Kreis: cdefedcdefedc
    13. Übe 5-Tonreihein aus Skalen, Tonleitern im Kreis: cdefgfedcdefgfe..
    14. Transponiere Licks durch alle 12 Tonarten
    15. Singe alle Intervalle Von unten Nach Oben
    16. Singe alle Intervalle von Oben nach Unten
    17. Lerne die Bluesform, indem du die Grundtöne singst
    18. Lerne die Bluesform, indem du Grundton, Terz und Sept eines jeden Akkordes singst (spiele vorher am Klavier, Saxofon und Singe sie nach)
    19. Singe die Vierklänge der Bluesform
    20. Lerne die Harmonieform von Liedern, Songs, Standards: pro Monat 1 - 3 Standards
    21. Lerne die Melodie dieser Lieder, Songs, Standards
    22. Singe die Grundtöne der Harmonieform
    23. Singe die Dreiklänge der Harmonieform
    24. Singe die Vierklänge der Harmonieform
    25. Singe die Terz und Sept der Harmonieformakkorde
    26. Singe Solos oder Teile von Solos auswendig
    27. Singe Etüden ohne Instrument, greife mit den Fingern mit
    28. Singe und Spiele im Kopf von Songs im Radio die Bassmelodie mit
    29. Singe Von Radiosongs die Akkorde
    30. Singe und spiele im Kopf die Melodie von Radiosongs
    Wenn dich diese Übungen im Detail interessieren, dann schreib mir, ich werde dir dann gratis kurze Lernvideos senden.
    48 min
  • KA18 - Mit der Mundstückübung zu einem besseren Ton - Teil 4
    Die Mundstückübung ist wahrscheinlich die effizienteste Methode, um schnellstmöglich den idealen Ansatz für einzelne Töne zu finden, aber wahrscheinlich auch die schwierigste!
    Ich habe die Übung von Christian Maurer (Musikhochschule Wien) und Dave Liebmann (New York) gezeigt bekommen. Vielen Dank an beide Saxofongroßmeister!
    Wichtiges Ziel:
    Wir versuchen, auf dem Mundstück bestimmte Töne zu spielen. Diese Töne gelingen nur, wenn wir den idealen Ansatz (Lippe, Zunge, Rachen, Hals) formen. Fehlstellungen werden nicht verziehen, denn der Ton würde nicht ansprechen.
    Was musst du dabei beachten:
    - Die Mundstückübung funktioniert am besten mit Mundstücken mit mittlerer oder enger Bahnöffnung. Offene Mundstücke sind sehr schwer zu spielen, da man hier einen enormen "Luftstrahl" durch das Mundstück jagen muss
    - Der intensive Luftstrom ist der entscheidende Faktor: Viele Schüler können am Beginn mit dem bloßen Mundstück keinen Ton spielen. Der Grund: zu geringer Luftstrom.
    - Daher Fokus auf intensive Zwerchfellatmung: Übe vor der Mundstückübung mindestens 5 intensive Atemzüge mit langen Pusten auf Ö (mindestens 3 Sekunden intensiv mit sehr spitzem Mund auspusten)
    - Spiele die Mundstückübungen tendenziell zunächst mit hoher Lautstärke! Im ersten Schritt musst du es zunächst schaffen, überhaupt einen Ton mit bloßem Mundstück zu spielen!
    - Forme dazu deinen Ansatz wie immer, als ob du mit Saxofon spielen würdest
    - Halte das Mundstück waagrecht in dem Winkel, als ob es auf einem Saxofon stecken würde!
    - Tonhöhenunterschiede
    ○ machst du nur mit der Veränderung der Luftintensität
    ○ Mit der Höhenposition der Zunge
    ○ NICHT mit der Lippenspannung
    - Die Lippenspannung bleibt unverändert.
    - Hast du die Zieltöne a-g-f erreicht, so spielst du ALLE Töne mit dieser Lippenspannung. Die Tonänderung erfolgt durch Luft und Zunge.
    - Wiederhole die Übung regelmäßig über mehrere Wochen, vor allem beim Beginn deiner Übungseinheiten
    - Beobachte und fühle die Unterschiede in der Luftintensität und der Zungenposition, welche du für deine Zieltöne brauchst.
    Folgende Referenztöne für Mundstückübungen - die Töne sind KLINGEND!!!
    Altsaxophon:
    A für Klassik, gegriffen ein FIS
    G für Jazz, gegriffen ein E
    Tenorsaxophon:
    G für Klassik, gegriffen ein A
    F für Jazz, gegriffen ein G
    Referenzton auf Saxofon oder Klavier spielen.
    Achtung das sind klingende Töne:
    Ein klingendes G bedeutet auf dem Altsaxofon gegriffen E , auf dem Tenorsaxofon gegriffen A
    1. Übung: den gewünschten Referenzton auf dem Mundstück finden und spielen
    2. Übung: Nachbartöne spielen: einen Ton tiefer, einen Ton höher (große und kleine Sekunden)
    3. Übung: Pentatonik spielen: Referenzton als 3. Ton in Dur-Pentatonik
    4. Übung: kleine Melodien spielen
    5. Skalen, Dreiklänge und Tonleitern spielen
    6. Übung: improvisiere mit kleinen Melodien
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    Die Shownotes zu dieser Episode findest du unter
    www.saxofonlernen.com/E18
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    Wenn du Saxofon-Themen hast, die Dich interessieren, schreib mir:
    Und ich versuche, das Thema ins Programm aufzunehmen
    23 min
  • KA 17 - Obertöne spielen!
    Heute geht’s um Obertöne.
    Ich möchte dir hier zunächst erklären, was Obertöne überhaupt sind.
    Im 2. Teil erkläre ich den Nutzen von Obertonübungen.
    Und im 3. Teil zeige ich dir meine Oberton-Einsteigerübungen.
    Was sind Obertöne:
    Jeder Naturton besteht aus vielen kleinen Teiltönen.
    Es schwingt nicht nur ein Ton.
    Dies wäre ein Sinuston - eine einzelne Schwingung.
    Aber in einem Ton den wir hören, schwingen viele Teiltöne mit.
    Und welche Teiltöne das sind, weiß man ganz genau: es sind die Obertöne:
    Obertöne, also die Teiltöne über dem Grundton, folgen einem physikalischen Prinzip!
    In jedem Ton, den wir hören schwingt mit: der Grundton, Oktav, Quinte, Quarte, usw
    Jeden Ton, auf jedem Instrument, auch die Sprache besteht aus Grundton und Obertönen.
    Das ist ein universelles Wellenprinzip, davon leiten sich auch unsere Tonleitern, unsere Akkorde usw. ab.
    Ich spiele einen Ton: unser Gehirn fasst sofort alle Teiltöne der Obertonreihe - also dieses Klangbündel - zu einem einzigen Klang zusammen.
    Und die verschiedenen Klangfarben der Instrumente, unsere menschlichen Stimmen entstehen durch die unterschiedlichen Lautstärken der Obertöne: jeder Mensch hat eine unverwechselbare Stimme, weil nur er genau diese und jene Obertöne so und so laut oder leise im Sprechklang oder im Gesang aufweist.
    Man kann die stärke der Obertöne mit Frequenzanalyseprogrammen sehr genau messen.
    Bei den Instrumenten ist das genauso: Saxophon erkennen wir deshalb als Saxophon, weil dieser und jener Oberton stärker ist, und jene weniger stark, als bei anderen Instrumenten.
    Diese Lautstärkenunterschiede in den Obertönen machen zu einem sehr großen Teil die Klangfarben aus.
    Würde man diese Teiltöne reduzieren, weggeben, so könnte man nicht mehr unterscheiden ob Trompete, oder Saxophon etc.. z.B. besitzt die Trompete viele Obertöne was wiederum einen harten Klang ergibt, während die Querflöte schwächere Obertöne aufweist und zum weichen Klang führt.
    Saxofone haben starke ungeradzahlige Obertöne: also der 1. der 3. der 5. usw.
    Das sind also Obertöne, eine ganz natürliche Sache, der Kern unseres Klanges.
    Was sollen wir also damit anfangen:
    Unsere jeweiligen Saxofontöne klingen dann am besten, wenn wir die optimale Mund-, Racheneinstellung für jeden einzelnen Ton formen.
    Diese Formung finden wir am besten mit Obertonübungen.
    Diese Übungen zeigen dir, ob du die optimale Form für diesen und jenen Ton gefunden hast.
    Und wenn man diese Übungen regelmäßig wiederholt, merkt sich das Gehirn die Einstellung von Mund, Rachen, Hals für den jeweiligen Ton.
    Das bedeutet, als Spieler hast du den kommenden Ton bereits im Kopf, und durch diese Vorstellung im Kopf, die du trainiert hast, stellt sich automatisch Rachen, Mund, Hals in optimaler Position auf diesen Ton ein. Das geht superschnell, es sind minimale Bewegungen und sie sind automatisch!
    Was ist der Nutzen von Obertonübungen
    - Du erarbeitest dir den idealen Ansatz, Halsposition, Klang für den jeweiligen Ton
    - Die Töne sprechen besser an, klingen besser
    - Extrem hohe Töne - ab der notierten 3. Oktavlage - sind durch Obertonübungen erst spielbar.
    - Dein Spielapparat (=Muskulatur im Hals, Lippen, Zunge) erinnert sich an den jeweiligen Ton und nimmt die eingeübte Einstellung vor, sofern du diese durch regelmäßiges Üben automatisiert hast
    Der Vokal [E] zeigt den 1. Oberton sehr ausgeprägt.
    Dies ist genau der E-Bereich, den wir in der Vokaltechnik bereits geübt haben - also Bereich a1 - c2!
    Auffällig sind auch der 9. und 10. Oberton (um die 1500 – 1700 Hz) die stark mitschwingen.
    Ebenso bringt das geformte i (siehe Vokaltechnik, Episode 16) bei hohen Tönen um die 3000 Hz starke Obertöne hervor, was die Wirkung der Vokaltechnik mit dem Vokal i bei hohen Tönen bestätigt!
    Spiele die Übungen auf dem Blatt!
    Folgende Techniken helfen dir dabei:
    1. Keine Notenwerte zählen
    2. Langer intensiver Luftstrom - Bauchatmen
    3. Singe den Ton tatsächlich laut - spüre und fühle die Hals-, Rachen- und Kehlkopfstellung
    4. Ste
    35 min

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Joe Mayer ist Saxofonist, Saxofonlehrer und Entrepreneur. Sein Podcast "Klappe auf - der Saxofon-Podcast" bietet allen Saxofonisten und Saxofonfans alles Erdenkliche zum besten Instrument des…

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