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Yuval Noah Harari schlägt Alarm – über Israel, über Künstliche Intelligenz und über den Zustand der Menschheit. In einem aufsehenerregenden Gespräch warnt er vor einer historischen Wende: Israel drohe, 2.000 Jahre jüdischer Geisteskultur preiszugeben – und zugleich verliere die Welt durch KI die Kontrolle über sich selbst. Was, wenn unsere größten Erfolge geradewegs in den zivilisatorischen Abgrund führen? Ein Beitrag über Macht, Moral und den schwindenden Handlungsspielraum des Menschen.
Michael Sandel warnt: Trump ist nicht das eigentliche Problem – sondern ein Symptom der politischen Erschöpfungwestlicher Demokratien. In einem Interview mit El País analysiert der Harvard-Philosoph die ersten 100 Tage von Trumps zweiter Amtszeit – und erklärt, warum nicht das Recht, sondern nur eine neue politische Kultur autoritäre Tendenzen wirksam stoppen kann.
NATO-Chef Mark Rutte war einst der Pragmatiker Europas. Heute spricht er vom Dritten Weltkrieg, lobt Donald Trump als „guten Freund“ und ruft zur globalen Aufrüstung auf. In Interviews entwirft er apokalyptische Szenarien und zeichnet die Welt in Schwarz und Weiß. Ist das noch verantwortungsvolle Sicherheitspolitik – oder die Rückkehr zur Logik des Kalten Krieges im Gewand der Vernunft?
Der NATO-Gipfel in Den Haag zeigt: Europa rüstet auf – und Trump gewinnt. Während offiziell die Bedrohung durch Russland den Ton angibt, vollzieht sich hinter den Kulissen eine geopolitische Verschiebung. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus diktiert Donald Trump erneut die Bedingungen im transatlantischen Bündnis. Die europäischen Mitgliedsstaaten erhöhen bereitwillig ihre Verteidigungsausgaben, nicht aus strategischer Eigenständigkeit, sondern aus vorauseilendem Gehorsam. Wer zahlt, wird geschützt – wer widerspricht, wird öffentlich abgekanzelt. Der Umgang mit Spanien macht das exemplarisch deutlich. Was einst ein Bündnis gleichberechtigter Partner war, droht zur Gefolgschaftsstruktur unter amerikanischer Führung zu werden. Trump hat die republikanische Partei übernommen – nun folgt die NATO.
Barack Obama hatte 2008 die historische Chance, das amerikanische System grundlegend zu erneuern. Doch stattdessen wurden Banken gerettet und soziale Reformen vertagt – mit dramatischen Folgen. In einem aufrüttelnden Gespräch mit Aaron Bastani zieht der Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz Bilanz: Die politischen Entscheidungen jener Jahre bereiteten den Boden für Donald Trumps Aufstieg und offenbaren heute die fragile Verfasstheit der amerikanischen Demokratie. Eine präzise, schonungslose Analyse über die ideologische Macht des Neoliberalismus, die Illusion des technokratischen Fortschritts – und über das, was wirklich auf dem Spiel steht: die Zukunft des demokratischen Gemeinwesens.
Ein Angriff, der alles verändert: In einem eindringlichen Gespräch analysieren Mehdi Hasan und Trita Parsi die US-Bombardierung iranischer Nuklearanlagen – und warnen vor einer historischen Fehlentscheidung. Statt Sicherheit zu schaffen, treibt der Angriff Iran in Richtung Atombombe. Statt Deeskalation droht ein neuer Rüstungswettlauf im Nahen Osten. Was als „Mission Accomplished“ verkauft wird, entlarven sie als Beginn einer gefährlichen neuen Ära geopolitischer Instabilität – mit globalen Folgen.
Der amerikanische Politikwissenschaftler Norman Finkelstein rechnet mit der identitätspolitischen Wende der Linken ab. In einer scharfen Polemik warnt er vor der Abkehr von Klassenfrage, sozialer Gerechtigkeit und intellektuellem Ernst – und ruft zur Rückbesinnung auf die historische Linke auf. Eine kritische Analyse.
Am 14. Juni ließ Donald Trump sich feiern – mit einer Militärparade, die mehr war als patriotisches Spektakel. Sie war ein ideologisches Signal: Stärke statt Zweifel, Einheit statt Diskussion. In einer Zeit wachsender Unsicherheit kehrt Ideologie zurück – nicht als fremde Bedrohung, sondern aus dem Inneren der westlichen Demokratien selbst. Was unterscheidet eine Idee von einer Ideologie? Und warum greifen geschlossene Weltbilder heute wieder so tief in Politik, Kultur und Öffentlichkeit ein?
Ein Kommentar über Trumps Inszenierung, den gefährlichen Charme der Eindeutigkeit – und was Caspar David Friedrichs Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus darüber lehrt.
In der 6. Folge der Serie Gesellschaft Neu Denken frage ich, warum das Ideal der Chancengleichheit nicht ausreicht, um eine gerechte Demokratie zu sichern. Was passiert mit einer Gesellschaft, in der Aufstieg versprochen, aber Ungleichheit vererbt wird?
Gemeinsam mit den Gedanken von Michael Sandel, Thomas Piketty und Hermann Heller analysiere ich die moralischen, ökonomischen und sozialen Grundlagen einer Ordnung, die Leistung belohnt – aber Herkunft schützt. Ich zeige: Ohne geteilte Lebensrealitäten, soziale Nähe und politische Umverteilung wird Gleichheit zur Fiktion – und Demokratie zur Fassade.
Gerechtigkeit ist mehr als ein Ziel. Sie ist die Voraussetzung unserer gemeinsamen Zukunft.
Trump plant keine neue Konfrontation, sondern eine Weltordnung unter starken Männern. Aus Great Power Competition wird ein Great Power Deal: Einflusszonen statt Regeln, Deals statt Prinzipien. Doch wer so Politik macht, spielt mit dem Feuer.
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