Nach der Ampelregierung ergreift nun Schwarz-Rot eine arbeiterfeindliche Maßnahme nach der anderen. Die AfD erzielt Höchstwerte in Wahlumfragen. Blau-schwarze Koalitionsregierungen zeichnen sich ab.
Aus kommunistischer Sicht stellt sich die Frage, welche Auswirkungen diese politischen Verschiebungen bedeuten. Auch im Lager derjenigen, die den Sozialismus und die sozialistische Revolution in Worten anerkennen, gibt es Stimmen und Organisationen, die lautstark dafür werben, nun erst recht mit vermeintlich fortschrittlichen Teilen bürgerlicher Parteien zusammenzuarbeiten – allen voran mit der Linkspartei.
Wir haben bei unserem diesjährigen LLL-Abendpodium diese Diskussionen zur Bündnisfrage aufgegriffen: Was verstehen wir unter Bündnissen? Welche Rolle spielt die Einheitsfront in der revolutionären Strategie und wie muss sie aussehen? Welches Verhältnis muss eine revolutionäre Organisation zu reformistischen Parteien einnehmen? Wie gewinnt man die Teile der Arbeiterklasse, die sich an reformistischen Parteien orientieren? Und welche Schlussfolgerungen ziehen wir aus all dem für die praktische Arbeit im Betrieb und in politischen Kämpfen? Wo liegen die Gefahren einer falschen Orientierung?
Diese und weitere Fragen haben wir als KP mit einem Vertreter von Klasse gegen Klasse (KGK) diskutiert, moderiert wurde die Diskussion von Fabian Lehr.