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Ist Italien politische Avantgarde? Auf Mussolini folgte Hitler, auf Berlusconi folgte Trump, so der Journalist Ulrich Ladurner. Welche Folgen eine Politik hat, in der – anstatt Gesellschaft zu gestalten – rohe Emotionen das Land beherrschen, zeigt Ladurner in seiner Analyse der Politik Salvinis. Für sein neues Buch »Der Fall Italien« ist er durch ein verängstigtes, ein wütendes Land gereist: Er erzählt, wie Jahrzehnte der Korruption in Wirtschaft und Politik die Populisten an die Macht gebracht haben. Und macht im Gespräch mit dem Moderator Stefan Ulrich von der Süddeutschen Zeitung deutlich, was es auch für uns bedeutet, wenn das demokratische Versprechen auf Freiheit zum Kampfbegriff mutiert.
Aufzeichnung vom 24. Oktober 2019 im KörberForum
Aktuelles Veranstaltungsprogramm der Körber-Stiftung
Am 24. Oktober 1929 begann mit dem Börsensturz in New York die große Weltwirtschaftskrise, mit einschneidenden sozialen und politischen Folgen. Der Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe erläutert im Podcast, welche Lehren aus 1929 gezogen wurden und wie sich der Kapitalismus im 20. Jahrhundert entwickelte und weltweit durchsetzte – insbesondre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus 1989. Er zeichnet nach, wie es zur Weltfinanzkrise 2008 kommen konnte und gibt eine Antwort auf die Frage nach der Zukunftsfähigkeit des Kapitalismus angesichts von Klimakrise und knapper werdenden Ressourcen.
Ob mit dem Kajak um Kap Horn, mit dem Hundeschlitten am Polarkreis oder auf Skiern quer durch den antarktischen Kontinent – die Expeditionen von Arved Fuchs sind legendär. Als einer der letzten echten Entdecker bahnt der Polarforscher neue Wege, auch als Botschafter. Bereits seit elf Jahren richtet er das internationale Jugendcamp »Ice Climate Education« aus, um Jugendliche für den Klimawandel zu sensibilisieren. Aktuell setzt der 66-Jährige mit der Expedition »Ocean Change« ein Statement für Umwelt und Nachhaltigkeit. Instagram, YouTube und Twitter gehören dabei ebenso zu seinen Kanälen wie zahlreiche Fernsehdokus und Bücher. Mit Andreas Bormann sprach Arved Fuchs über Forscherdrang, das Vermächtnis seiner Generation und das Abenteuer Alter.
Die einen fordern Flugverbote und Landstromausbau, die anderen sorgen sich um Wirtschaftlichkeit und Arbeitsplätze. Wenn es um den Klimaplan der Hansestadt geht, gibt es vielfältige Interessen. Ob sie vereinbar sind, diskutieren Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher, Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg, und Luisa Neubauer, Fridays for Future Hamburg.
In Kooperation mit NDR 90,3.
Veranstaltung auch in Gebärdensprache.
Moderation: Daniel Kaiser, NDR 90,3 & Eva Nemela, Körber-Stiftung
Aufzeichnung vom 8. Oktober 2019 im KörberForum
Aktuelles Veranstaltungsprogramm der Körber-Stiftung
Der Mauerfall vor 30 Jahren bedeutete das Ende der DDR. Die nachfolgende Wiedervereinigung wiederum den Neuanfang eines geeinten Deutschlands. Die ehemaligen Gebiete der DDR wurden bundesdeutsche Gebiete, die Bürger der DDR wurden Bürger der Bundesrepublik. Sie wurden von einer massiven Transformation erfasst, die sich bis heute auf Deutschland auswirkt. Welche imaginären Mauern sind geblieben? Welche verschwunden? Wie geeint ist Deutschland? Wo liegen die Unterschiede zu den Erfahrungen der mittel- und osteuropäischen Nachbarländer? Im Podcast zieht der Berliner Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk eine (Zwischen-)Bilanz.
Der Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 folgte wenige Tage nach Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Pakts, in dem das Deutsche Reich und die Sowjetunion ihre Kooperation vereinbarten und Osteuropa untereinander aufteilten. Wie wird das Zusammenwirken von Berlin und Moskau heute in Deutschland, Russland und Mittelosteuropa wahrgenommen? Die Osteuropa-Historikern Claudia Weber (Europa-Universität Viadrina) gibt Einblick in ihre aktuelle Forschung.
Jason Stanley definiert in seinen Büchern faschistische Strukturen, was sie ausmacht und wie deren Propagandisten versuchen, damit an die Macht zu gelangen. Merkmale, die er für Faschismus und Propaganda beschreibt, sind anwendbar auf heutige politische Auseinandersetzungen. Mit dem Philosophen sprechen wir in dieser Folge darüber, wie Propaganda und Faschismus entstanden, was sie ausmachte. Wo wir beiden heute begegnen und was wir dagegen tun können.
Is Britain’s vision of reinvigorating its global position within a “Commonwealth 2.0” a misconception of past colonial greatness? What impact does the notion of Empire have on current British politics and how does it influence discourses on identity? Historian and director of the Institute of Commonwealth Studies Philip Murphy sheds light on how Britain is confronting its dark past and whether the Commonwealth offers a framework for reconciliation and dialogue between former colonies and colonisers.
Rechtsruck in Europa, ein umstrittener US-Präsident, der Vorurteile schürt und unberechenbar wirkt und die autoritär geführte Weltmacht China. Manche meinen, dass Demokratien ein Modell von gestern sind. Nicht aber Hedwig Richter. Mit der Historikerin sprechen wir in dieser Folge über das Frauenwahlrecht, demokratische Bewegungen und die Rolle von Wahlen für Demokratien in der Neuzeit.
Wie lässt sich Antisemitismus als globales Phänomen historisch und aktuell charakterisieren? Wie ist mit Ressentiments umzugehen, die religiöse, staatliche und ethnische Zugehörigkeiten vermischen und politisch aufladen? Wie vermieden werden kann, dass Vorurteile zum Ausgangspunkt für pauschale Schuldzuweisungen und neues Unrecht werden, erläutert der Politologe David Ranan.
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