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»Zuhören, zuhören und nochmals zuhören« lautet das Rezept gegen Einsamkeit im Alter. Das glaubt jedenfalls Zugabe-Preisträgerin Ute Büchmann. Sie gründete 2007 und bildet seither Menschen zu Senioren-Assistenten (www.senioren-assistentin.de) aus. Motiviert hat sie die Einsamkeit ihres Vaters nach dem Tod ihrer Mutter: »Ich wohnte zu weit weg und habe nach jemandem gesucht, der einfach mit ihm Schach spielt und sich mit ihm austauscht.«
Im Gespräch mit Diana Huth stellt Ute Büchmann die Ausbildung nach dem Plöner Modell vor, verrät, dass ihr Sohn an sie geglaubt hat, während ihr Mann der Idee keine Chance gab und freut sich über die riesige Nachfrage für das Programm.
Video-Porträt von Ute Büchmann als Zugabe-Preisträgerin
Alle Infos zum Zugabe-Preis
Mit dem Internet der Dinge, der künstlichen Intelligenz und dem autonomen Fahren kommen große Technologieumbrüche auf uns zu. Bei der Entwicklung spielt Bosch ganz vorne mit. Der Konzern ist in Deutschland führend bei der Anmeldung neuer Patente. Allein die Zahl der KI-Experten soll bis 2024 vervierfacht werden. Wie das Traditionsunternehmen Innovationsführer bleiben will, erklärt der Geschäftsführer Michael Bolle.
Moderation: Astrid Maier, XING News
Aufzeichnung vom 24. Februar 2020 im KörberForum
Aktuelles Veranstaltungsprogramm der Körber-Stiftung
»Journalismus für Digital Natives« lautet die Mission von Dennis Leiffels und dem Y-Kollektiv. Im Gespräch mit Diana Huth berichtet Dennis über seinen Alltag als investigativer Journalist und Chefredakteur des YouTube-Kanals »Y-Kollektiv«. Die Reportagen des Y-Kollektivs sind bekannt dafür, nah dran zu sein und aufwühlenden Themen auf den Grund zu gehen. Unter anderem begleiten sie Menschen mit psychischen Erkrankungen, sie enthüllen, wie Rapmusiker illegal Reichweite im Netz bekommen und konfrontieren Besucher eines Rechtsrock-Festivals mit kritischen Fragen aufgrund von Fakten, die das Team recherchiert hat. Dennis erklärt, wie sie in der Redaktion auf Themen kommen und gibt spannende Einblicke in die Reportage »#Infokrieg - Wie die neuen Rechten die Medien 'hacken'«. Ob er Angst hat? Wie geht er mit Drohungen und Hatern um? Antworten und sein Plädoyer für mehr Journalismus im Netz, hört ihr im Podcast.
Dennis Leiffels diskutierte am 21.01.2020 außerdem mit dem Soziologen Jan-Hinrik Schmidt »Wie Social Media Meinung bildet« bei uns im KörberForum. Den Video-Mitschnitt gibt es in unserer Mediathek.
Die besten Zeiten liegen noch vor uns – sagt Volkswirtschaftler Thomas Straubhaar. Im Gespräch mit Diana Huth stellt er seine Idee für eine bessere Gesellschaft vor: ein Grundeinkommen für alle, vom Säugling bis zum Greis. Der Staat investiert nicht länger in die Verwaltung des Mangels, sondern in die gerechte Behandlung aller Bürger. Und er erklärt, warum er überzeugt ist: Mehr Wohlstand für alle ist möglich. Die ökonomische Lage der Menschen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv verbessert, Lebenserwartung und -standard sind gestiegen. Dazu haben vor allem technische Innovationen beigetragen, die auch in politisch schwierigen Zeiten die Wirtschaft vorangebracht haben. Warum sollte also ein Trend, der sich über Jahrhunderte als richtig erwiesen hat, gerade heutzutage nicht mehr gelten? Woher Straubhaar seinen Optimismus nimmt, das kann man im ersten Körber-Kurzpodcast »Gesellschaft besser machen« erfahren.
Seit bald 50 Jahren schreibt John Neumeier als Tänzer, Choreograf und Ballettdirektor Tanzgeschichte. Mit untrüglichem Instinkt erspürt er das Wesen seiner Tänzerinnen und Tänzer und verwebt ihre Emotionen mit Bühnenstoffen zu feinsinnigen Choreografien, die dem Publikum unvergesslich werden. Mit seinem Werk hat er nicht nur Hamburg als Ballettstadt weltweit etabliert. Seine Ballettschule und das Bundesjugendballett sind internationaler Anziehungspunkt für den Nachwuchs. Mit Andreas Bormann sprach John Neumeier über sein Leben für den Tanz.
Ian Kiru Karan lässt die Legende vom Tellerwäscher zum Millionär Wirklichkeit werden. Als Vollwaise im heutigen Sri Lanka aufgewachsen, kommt er 1970 allein und ohne Deutschkenntnisse nach Hamburg. Karan wäscht anfangs Teller, findet dann aber seine wahre Berufung in der Logistikbranche. Als »Containerkönig « wird er reich und berühmt – und teilt. Für sein herausragendes soziales und kulturelles Engagement erhält er 2007 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Sein besonderes Augenmerk legt er auf Integrationsprojekte und Jugendförderung. Seine Laufbahn, die ihn 2010 als ersten Migranten in Hamburgs Rathaus als Senator für Wirtschaft und Arbeit führt, kann nachfolgenden Generationen Mut machen. Auch mit 80 Jahren ist die Rente für Karan »nicht das gelobte Land«. Wie er sein Alter sinnvoll gestaltet, erzählt er im Gespräch mit Andreas Bormann.
Es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen« – mit diesem Hinweis eröffnete der Moderator Arnd Henze, WDR, die Buchvorstellung mit dem Autor Thomas Kleine Brockhoff. Das Thema, um das es geht, ist gleichwohl ernst: die Zukunft des Westens. Dass der lange nicht so tot ist, wie viele behaupten, davon ist der Vizepräsident des German Marshall Fund of the United States überzeugt. Warum wir im Moment eher eine »Krise der Institutionen« als eine der Idee des Westens erleben, wie die zukünftige Rolle der USA aussehen kann und warum ein robuster Liberalismus, der bescheiden ist, aber sich zu wehren weiß, die beste Antwort auf die Herausforderungen der internationalen Politik darstellt, darüber diskutierte Kleine-Brockhoff mit Engagement und eben: guter Laune.
Aufzeichnung vom 9. Dezember 2019 im KörberForum
Aktuelles Veranstaltungsprogramm der Körber-Stiftung
Russlands Präsident Wladimir Putin sieht in der Osterweiterung der NATO seit langem eine direkte Bedrohung der Sicherheit seines Landes, die durch den möglichen Beitritt Georgiens und der Ukraine verschärft wird. Russland, so Putins Überzeugung, sei vom Westen betrogen worden. Wurde sein Land nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion tatsächlich übervorteilt? Gab es Zusagen des Westens, dass die NATO sich nicht Richtung Osten ausweiten würde? Ein »gebrochenes Versprechen«? Welche Rolle spielt die Politik des Westens heute im Konflikt um die Krim und die Ostukraine? Die Historikerin Mary Elise Sarotte von der Johns Hopkins School of Advanced International Studies (SAIS) in Washington DC hat Einsicht in Akten genommen und Gespräche mit Akteuren geführt, um diese Fragen zu beantworten.
›So geht‘s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch‹ – Mehr als 100 Beiträge der 26. Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten thematisieren Veränderungsprozesse in Zeiten des geteilten Deutschlands und der DDR. Der friedliche Einsatz für die Freiheit und gegen das SED-Regime, die Wiedervereinigung oder die Nachwirkungen dieses Prozesses auf Politik, Gesellschaft und individuelle Biografien – die Ereignisse der Wendejahre 1989/90 boten für viele junge Geschichtsforscher Themen zum Nachforschen.
So hat sich auch die Schülerin Ingrid Hering vom Romain-Rolland-Gymnasium aus Dresden mit diesem Teil der Geschichte befasst. In ihrem Podcast »Schüler in den Wendewirren« spricht Ingrid mit verschiedenen Menschen, die die Wendezeit als Jugendliche erlebt haben. Über persönliche Erlebnisse, den politischen Umbruch 1989 und die Folgen erzählt ihr Wettbewerbsbeitrag. Ingrid Hering wurde für ihre Arbeit mit einem Preis auf Landesebene ausgezeichnet.
Über den Geschichtswettbewerb
Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus, der auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Stifters Kurt A. Körber zurückgeht. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Ausgeschrieben wird der mit bislang über 147.000 Teilnehmern und rund 33.500 Projekten größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen. Beim 26. Geschichtswettbewerb 2018/19 beteiligten sich bundesweit mehr als 5.600 Kinder und Jugendliche mit insgesamt 1.992 Beiträgen.
Mehr zum Geschichtswettbewerb
»Wie aber leben wir, wenn wir die Vergänglichkeit wahrhaftig mitdenken?«, lautet eine der zentralen Fragen in Ina Schmidts neuem Buch »Über die Vergänglichkeit«. Bei der Buchvorstellung im KörberForum diskutierte sie mit Christoph Bungartz (NDR) über Rituale und Religion, darüber, wann das Altern beginnt und wie die Philosophie helfen kann, Vergänglichkeit ins eigene Leben einzubeziehen und Abschiednehmen als Kulturtechnik zu begreifen. »Vergänglichkeit ist nichts für Feiglinge« resümierte Christoph Bungartz. Aber der Mut, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, wird reich belohnt, wie dieses nachdenkliche Gespräch zeigt.
Aufzeichnung vom 29. Oktober 2019 im KörberForum
Aktuelles Veranstaltungsprogramm der Körber-Stiftung
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