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»Erwarte das Beste vom Leben, es steht Dir zu«, mit 66 Jahren startet Greta Silver eine Karriere auf YouTube. Als Botschafterin für ein positives Altersbild, setzt sie sich dafür ein, die Zeit zwischen 60 und 90 als »ein geschenktes Lebenspaket« zu betrachten. Das Alter bietet die Freiheit, die gewohnten Bahnen zu verlassen und sich an Neues zu wagen, beispielsweise auch an digitale Technik.
Dazu, erklärt sie im Gespräch mit Diana Huth, ist es aber notwendig das Alter von seinem schlechten Ruf zu befreien, »den Grauschleier, der über allen Generationen liegt«, zu lüften. Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe, aber auch eine, die jede und jeder für sich lösen kann. Mit ihren Bücher, Podcasts und Vorträgen macht Greta Silver Mut, neugierig zu bleiben, eigene Wünsche zu erkennen und sich diese zu erfüllen. Sie ist der beste Beweis dafür, dass in jeder Lebensphase ein Aufbruch möglich ist.
Mehr von Greta Silver: www.greta-silver.de
Wie hat die Corona-Pandemie soziale Gegensätze verschärft? Hat sie Mängel in der Gleichberechtigung der Geschlechter offengelegt oder verstärkt? Wie und warum entstehen Geschlechterunterschiede und wie wirken sich Krisen darauf aus? Die Historikerin Birte Förster gibt darauf im neuen History & Politics Podcast Antworten und erklärt auch, warum in solchen Zeiten des Umbruchs eine Chance liegt.
»Die essenzielle Frage, die wir uns alle stellen müssen lautet: Was ist der Wert jedes einzelnen Menschen? Und sehen wir das Leben aller Menschen als gleich wertvoll an?« Trisha Shetty ist Aktivistin und Gründerin von SheSays, einer indischen Organisation, die für Frauenrechte eintritt. In dieser Folge von »Gesellschaft besser machen« spricht sie darüber, warum und wie sie für mehr Gleichberechtigung kämpft. Gleich zu Beginn des Gesprächs schildert sie, wie sie die Proteste gegen den Citizenship Amendment Act (CAA) in Indien erlebt hat. Der CAA macht das Recht auf eine Staatsbürgerschaft abhängig von der Religion und verwehrt muslimischen Migrantinnen und Migranten die indische Staatsbürgerschaft.
Trisha Shetty ist Vorsitzende des Steering Committee des Paris Peace Forum und plädiert für mehr globale Kooperation und Multilateralismus, gerade in Zeiten der Corona-Pandemie. Im Podcast verrät sie, woher sie Inspiration bekommt und wen sie immer schon einmal treffen wollte.
Digitalisierung war für Opernhäuser, Theater und Museen lange allenfalls ein Marketingthema – oder, in der Pandemie, ein Ersatzspielort. Holger Noltze analysiert in der neuen Folge von »Gesellschaft besser machen« die Chancen, die sich der Hochkultur im Web bieten. Sein Plädoyer: Wir müssen die »World Wide Wunderkammer« besser kuratieren! Mit Diana Huth spricht er über das Erleben von Kunst und Kultur im Web.
Holger Noltze ist mit Features und Beiträgen vor allem im WDR zu hören. Als Musikjournalist und Literaturkritiker schreibt er für »Opernwelt«, die NZZ und die ZEIT. Zudem ist er Mitgründer der Online-Plattform takt1.de für klassische Musik. Sein Buch »World Wide Wunderkammer« erschien am 11. Mai 2020 in der Edition Körber.
Mit Till van Rahden, Professor für Deutschland- und Europastudien an der Universität Montreal
Wieviel Gemeinschaft sollten wir bei aller notwendigen Distanz ermöglichen?
Die Corona-Pandemie fordert uns als Gesellschaft heraus. Gibt es noch genug Raum für Streit, für die Auseinandersetzung mit abweichenden Meinungen? Wie ist es um das Vertrauen zwischen Regierung und Regierten bestellt? Und welche Rolle spielt das demokratische Grundvertrauen, das nach 1945 entstehen konnte, in der aktuellen Krise? Darüber spricht Gabriele Woidelko mit dem Historiker Till van Rahden von der Universität Montreal im Podcast History and Politics der Körber-Stiftung.
»Mitsprechen ist im Digitalzeitalter überhaupt nicht unser Problem. Das Mitentscheiden, da haben wir im Moment kaum Möglichkeiten.« Das sagt Marina Weisband, Politikerin und Leiterin des Partizipationsprojekts Aula. Im Gespräch mit Diana Huth verdeutlicht sie, wie bei Beteiligungsprozessen heute digitale und analoge Elemente ineinandergreifen. Und wie wichtig es ist, dass Menschen dabei Selbstwirksamkeit erfahren.
»Diese Verbrechen haben ganz normale Deutsche zu verantworten«
Wie kann man heute die Geschichte des Nationalsozialismus so erzählen, dass sie gut verständlich ist? Verändern sich die Themenschwerpunkte? Wie gehen die Dokumentationszentren mit Provokationen von Rechtsextremen um, die den gesellschaftlichen Konsens zu diesem Teil unserer Geschichte in Frage stellen? Darüber spricht die Historikerin und Leiterin der Bildungsabteilung der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz Elke Gryglewski im Podcast History and Politics der Körber-Stiftung.
Heute schon Dr. Google gefragt? Die Kommunikationswissenschaftlerin Elena Link beschäftigt sich mit der Frage, wie wir uns über Gesundheit informieren. In Zeiten von Corona spielt dabei nicht nur Dr. Google eine große Rolle. Auch über persönliche Sprachnachrichten der Kita-WhatsApp-Gruppe erreichen uns Informationen, deren Wahrheitsgehalt es zu bewerten gilt.
Im Gespräch mit Diana Huth erklärt Elena Link, wie wichtig es ist, dass wir dem Absender vertrauen können und wie ein Gefühl von Verbundenheit helfen kann. 2019 erhielt Elena Link den Deutschen Studienpreis für ihre Dissertation »Wie Vertrauen die Wahl zwischen ÄrztInnen und Dr. Google beeinflusst«. Im Podcast erzählt sie, was sich durch die Auszeichnung für sie verändert hat, und warum so wenige Wissenschaftler auf Instagram sind.
Pandemien führten in der Geschichte zu massiven politischen und gesellschaftlichen Verwerfungen. Massenerkrankungen forderten in der Vergangenheit sowohl von der staatlichen Obrigkeit als auch von der Bevölkerung entschiedenes Handeln: dies gilt für die Cholera im 19. Jahrhundert ebenso wie für die Spanische Grippe, die Europa nach dem Ersten Weltkrieg erreichte. Doch gerade im westlichen Kulturkreis fehlt es inzwischen an Erfahrung im Umgang mit Krankheitswellen. Die Sprachlosigkeit schlägt um in Kriegsrhetorik im Kampf gegen einen unsichtbaren Gegner. Auf die Pandemie als internationale Herausforderung reagieren politische Akteure mit dem Verweis auf nationale Grenzen und Kompetenzen. Dabei gerät das Potenzial aus dem Blick, das gerade in Zeiten einer existenziellen Krise in der Erzählung einer gemeinsamen Geschichte liegen könnte. Wie werden wir aus der Corona-Krise als Gesellschaften und Gemeinschaften wieder herausfinden? Welche Gesetzmäßigkeiten gibt es im Umgang mit Pandemien und was können wir aus vergangenen Massenerkrankungen lernen? Darüber spricht der Umwelt- und Wissenschaftshistoriker Frank Uekötter im Podcast History and Politics der Körber-Stiftung.
»Mutig sein bedeutet, ein Problem zu sehen und selbst anzugehen. Etwas auszuprobieren und andere mitzunehmen. Angst zu haben und weiter zu machen« erklärt Valerie Mocker, Direktorin der britischen Stiftung für soziale Innovationen Nesta. Im Gespräch mit Diana Huth moniert sie einen großen Nachholbedarf in Deutschland. In Ländern wie Großbritannien oder Finnland gebe es hingegen seit vielen Jahren Organisationen, die den digitalen Fortschritt in die Hände von vielen legen. Wie die Digitalisierung in Deutschland von einem Eliten- zu einem echten Gesellschaftsprojekt werden kann, erfahrt ihr im Podcast.
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