
Sign up to save your podcasts
Or


Etwa ein Drittel der Schülerinnen und Schüler der Offenen Schule Köln haben einen Förderbedarf. Die OSK ist eine integrative Gesamtschule und hat den Anspruch, ihnen allen, ungehindert der unterschiedlichen Voraussetzungen, Teilhabe an Bildung und Schule zu ermöglichen. Wie das trotz Hürden gelingen kann, verrät Vivian Breucker im neuen „Schul-Check“.
Im Gespräch mit Moderator Hendrik Geisler berichtet sie davon, dass es keine eindeutige Antwort gibt, wie Teilhabe sicherzustellen ist: „Diesen einen Weg, der funktioniert, gibt es nicht“, sagt Breucker. Die Schulfamilie überlege in jedem Einzelfall gemeinsam, wie sie Kindern den Schulbesuch möglich machen könne.
Breucker spricht zudem über Vorbehalte von Kritikern gegenüber Inklusion an Regelschulen: „Die Mehrheit wird nur dann gebremst, wenn sie Unterschiedlichkeiten nicht als Bereicherung sieht“, sagt die Kölner Schulleiterin: „Bei uns gibt es keinen Gleichschritt. Bei uns wird das Anderssein zur Norm.“
Breucker erläutert außerdem, wie digitale Hilfsmittel dafür genutzt werden können, Teilhabe und Inklusion aller Kinder und Jugendlichen noch stärker zu gewährleisten als dies früher möglich war – und wie auch nach überstandener Corona-Pandemie digitale Elemente Teil von Schule und Unterricht sein könnten.
In der Helios-Grundschule in Köln lernen Kinder interessengeleitet und jahrgangsstufenübergreifend. Wie das gelingt und welche Vorteile eine Schule ohne Unterricht nach Fächern oder Altersgrenzen haben kann, erzählen Marion Hensel und Kay Reichwehr im Gespräch mit Hendrik Geisler.
Marion Hensel ist Leiterin der Helios-Grundschule in Köln-Sülz, Kay Reichwehr ist dort Lehrer und Medienbeauftragter. Die Bezeichnung Lehrer oder Lehrerin gibt es an der Schule übrigens nicht, dort heißen die Lehrenden einfach Erwachsene – und die Kinder heißen Kinder. Das hat mit der Rolle der Lehrkräfte und dem Selbstverständnis der Schule zu tun.
Hensel und Reichwehr erzählen außerdem, wie anhand eines Themas vielerlei Fachkompetenzen abgedeckt werden können und welche Rolle digitale Medien im Unterricht spielen können – aber nicht müssen.
Ines Langemeyer ist Lehr-Lernforscherin am Karlsruher Institut für Technologie und Leiterin des dortigen Lernlabors. KStA-Redakteur Hendrik Geisler unterhält sich mit ihr über die wichtigsten Fragen zum Lernen und Lehren: Was ist die beste Lernstrategie? Warum haben Belohnungen einen negativen Einfluss auf Lernprozesse? Was verpassen Kinder in der Corona-Pandemie neben Schulstoff? Welche Rolle sollte Zwang beim Lernen spielen? Und wie verändert sich Lernen durch Digitalisierung?
Verhindert Datenschutz guten digitalen Unterricht? Und welche Rechte haben Lehrerinnen und Lehrer beim Einsatz von Software und Lernsystemen? Professor Rolf Schwartmann ist der perfekte Experte für diese wichtigen Fragen, die in der Corona-Krise für viel Unsicherheit gesorgt haben und dies weiterhin tun.
Rolf Schwartmann ist Jurist, er leitet an der Technischen Hochschule Köln die Forschungsstelle für Medienrecht und ist Inhaber der Professur für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht. Vor allem ist er einer der wichtigsten Experten für Datenschutzrecht in Deutschland. Rolf Schwartmann ist Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit und Mitglied der Datenethikkommission der Bundesregierung.
Hendrik Geisler hat sich in der zehnten Folge Schul-Check mit Rolf Schwartmann über das Wirrwarr des Datenschutzes in der Schule unterhalten.
Link: Informationen des NRW-Schulministeriums zum Datenschutz im Schulbereich
Mehr Informationen zum Scobees-Leitfaden: https://scobees.com/leitfaden/
Schon die Schul-Check-Umfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat offengelegt, wie benachteiligt einzelne Schulformen gegenüber anderen sind. Auf die Frage „Gibt es an Ihrer Schule digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler?“ antworteten an Gymnasien 40,5 Prozent entweder „Ja, für alle“ oder „Wer keins hat, bekommt eins“. Bei Gesamtschulen waren es nur gut 26 und an Hauptschulen nur noch 20,5 Prozent.
Hier geht es zu allen Ergebnissen der Umfrage.
Hendrik Geisler hat mit zwei Gästen gesprochen, die davon erzählen, wie es war, als an Brennpunktschulen für viele Schülerinnen und Schüler während der Corona-Lockdowns überhaupt kein Unterricht mehr möglich war – weil sie weder zuhause geeignete Geräte hatten noch die Schulen diese stellen konnten.
Zehra Yüksel ist 15 Jahre alt, besucht die Katharina-Henoth-Gesamtschule in Köln-Höhenberg und hat in ihrem Freundeskreis erlebt, dass manche Schüler einfach aufgegeben haben, weil sie digital nicht dem Unterricht folgen konnten.
Martin Süsterhenn ist Direktor der Katharina-Henoth-Gesamtschule. Er hat sich leidenschaftlich dafür eingesetzt, dass seine Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von Spenden nicht ganz verloren wurden.
Hier geht es zum im Podcast genannten Artikel:
Soziale Probleme an Kölner Schulen: Schüler waren in Krise monatelang auf sich gestellt
Daniel Jung ist der Mathelehrer der Nation. Auf seinem Youtube-Kanal hat er fast 2700 Mathe-Tutorials hochgeladen, die mehr als 250 Millionen Mal angeschaut wurden. Er ist damit zum Nachhilfelehrer von Millionen Kindern und Jugendlichen geworden. In seinem Buch „Let's Rock Education“ fordert er nicht weniger als eine Lernrevolution.
Jung war für einen Livestream zu Gast in der Redaktion des „Kölner Stadt-Anzeiger“ und hat über seinen Werdegang, die unnötige Angst vor Mathe und die Zukunft des Bildungssystems gesprochen.
Video zum Livestream mit Daniel Jung: https://www.youtube.com/watch?v=20RaDI64SBs
Jürgen Möller ist Leiter der Kölner Akademie für Lernpädagogik. Begonnen hat Möller seine Karriere als Lehrer und ist dabei einen spannenden Weg gegangen: Er hat sich immer wieder auf befristete Vertretungsstellen an allen möglichen Schulen und Schulformen beworben. Er war Lehrer an Brennpunktschulen, an Privatgymnasien und Grundschulen. Sein Ziel dabei: Möglichst viel über Schule, Lernen und Lehren zu erfahren.
Im Podcast hat er mit Hendrik Geisler über die Frage gesprochen, wie radikal sich Schule verändern muss – in einer durchdigitalisierten Welt, die von Informationen geflutet ist wie nie zuvor. Jürgen Möllers Meinung ist eindeutig: „Für mich kann es nicht radikal genug sein, jeder Stein müsste umgedreht und auf den Prüfstand gestellt werden.“ Was genau Möller stört, welche Lösungsvorschläge er hat und was das Gefährlichste ist, was Kindern in der Schule passieren kann, hören Sie im Podcast.
Nina Toller ist Lehrerin und Expertin für guten Digitalunterricht. Auf Instagram und Twitter folgen ihr mehr als 14.500 Menschen, die sie mit Ideen für zeitgemäßes Lehren und Lernen versorgt. Sie selbst bezeichnet sich als Vollzeit-Lehrerin. An ihrer Schule ist sie Koordinatorin für Digitalisierung und bildet Lehrkräfte und Dozenten zu diesem Thema bundesweit fort.
KStA-Redakteur Hendrik Geisler hat Nina Toller im „Schul-Check“ gefragt: Was ist guter digitaler Unterricht? Neben einer generellen Antwort auf diese Frage, spricht die Expertin über konkrete Unterrichtsbeispiele und warum es sich lohnt, die digitale Technik zu nutzen: „Es kann viel mehr und besser gelernt werden, viel ganzheitlicher. Neben schulischen Aufgaben können auch viele Life Skills nebenbei gelernt werden. Und die Motivation, auch wenn es anstrengend ist, ist meist höher.“
From the publisher's feed