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Wie versprochen ist DocPhil noch mal in den Prinzessinnengarten aus Folge 263 zurück gekehrt, um dem Imker aufzulauern. Heinz Risse erklärt mit Hingabe, Enthusiasmus und Fachwissen, was Bienen so treiben. Er schildert die grausame Dronenschlacht, schwärmt von Schwarmintelligenz – und preist den Gelée Royale. Leider kein Foto.
Gunnar malt Nackte und ist Stammgast im KitKat. Dass es dort auch Nackte gibt, soll schon vorgekommen sein, vieles aber, was über diesen Laden erzählt wird, ist ein Mythos. Sagt Gunnar. Meist wird nur gekuschelt. Gunnars Mutter kennt Joachim Gauck aus dem Sandkasten und findet, dass er immer schon so war, wie er jetzt ist, schon als Kind. Ein Gespräch in Gunnars Küche über die Unschuld der Kunst, die Schuld im Leben und Shakespeare in Rostock. Wir waren alle so entzückt voneinander, dass wir Gunnar vielleicht nochmal einladen, dann aber als Gastmoderator. Gibt´s Einwände?
Oliver Kluck schreibt Theaterstücke wie Versuchsanordnungen. Das Theater ist sein Labor, aber die Regisseure dürfen mitexperimentieren, in dieser Spielzeit unter anderem an den Stücken “Wartesaal der Zukunft” in Recklinghausen und “Das Prinzip Meese” in Berlin. Letztes Jahr bekam er beim Theatertreffen den Förderpreis für Neue Dramatik verliehen. Die Figuren, die er erfindet, machen ihn das Leben schwer, so wie damals seine Klassenkameraden oder Hochschul-Professoren. Zu unserer Verabredung im Prater-Garten kam Oliver Kluck in einer quasi mageschneiterten Shorts.
Marco Clausen und Robert Shaw haben an der Ecke Moritzplatz und Prinzessinnenstrae, mitten an einer Verkehrsinsel in Kreuzberg, den Prinzessinnengarten eingerichtet: Eine mobile Gemüse-Oase mit Gastronomie und Stauden-Experten. Gärtner Matze und Historiker Marco berichten über seltene Gemüse-Sorten in Brotkisten, pflanzengestützte Geschäftsmodelle und Tomaten aus Sibirien.
Dirk Marquard ist Besitzer und Geschäftsführer von Staufenbiel Berlin: In vier Läden verkauft er Modellflugzeuge, Hubschrauber, ferngesteuerte Autos und Monster-Trucks. Dirk zeigt uns, wie Hubschrauber fliegen, wie sie im Film-Business eingesetzt werden und was Modellbau mit Rüstungstechnik zu tun hat. Katja stellt sich gut an beim Heli-Fliegen, wird von den Modell-Geeks angehimmelt und kauft sich ein Flugzeug.
Fotos: Gato
Eigentlich keine schlechte Idee: nach der Weltpremiere von Romeo And Juliet in Yiddish auf dem Jüdischen Filmfestival zu Berlin begeben sich Regisseurin, Produktion und Darsteller in ein gemütliches italienisches Restaurant auf dem Prenzlauer Berg, ein kleines Küchenradio Team, verstärkt von Co-Moderatorin Shlomit Lasky, stoen dazu und reden entspannt über Brooklyn, orthodoxe Sekten und deren Aussteiger, über die jiddische Sprache in New York und die Unmöglichkeit der Liebe zwischen spinnefeinden Clans – leider blieb das ein schöner Plan: Denn auer der völlig entfesselten, weil direkt aus der Sonntagsafterhour herausgeschleusten Cindy kam kaum jemand zu Wort, auch die orthodoxen Damen und Herren nicht wirklich. Alles wie immer also – aber das Essen war wirklich gut.
Jürgen Neumann hat vor acht Jahren Freifunk gegründet. Aus der Ostberliner WLAN-Initiative ist veritable Funk-Forschung geworden. Mit der Freifunk-Technik verbinden sich afrikanische Dörfer mit dem Internet und das Rote Kreuz freut sich über krisensicherer Katastrophen-Kommunikation. Jürgen Neumann sagt, wie alles losging, wo Freifunk heute steht und welche Projekte am Horizont zu erkennen sind: Mobiltelefone, die sich selbstständig vernetzten und Telefonate ohne Telefon-Unternehmen.
Im zweiten Teil reden wir über die Digitale Dividende, das 800 MHz-Band also, das durch die Digitalisierung des Antennen-TV frei wurde. Es wird gerade versteigert, soll auch deutsche Dörfer mit Breitband versorgen. Jürgen erklärt, warum die Versteigerung anachronistisch ist und welche Technik wirklich Bits nach Barum bringen könnte.
Yaneq macht Privatfunk, Musik, Parties, redet gern mit Künstlern über ihre Kunst und war mal im Internat. Auf motor.fm hat er eine eigene Sendung “radio arty”. Es gibt Maccaroni und eine Gast-Moderatorin: “Chrystal” aus P-Berg. Zum Nachtisch trinken alle Wodka aus Eierbechern und spätestens nach 15 Minuten verschwindet auch der zarte Brummton.
So, ihr Lieben: 1. Podcast – 2. Phase. Farnaz Seifi haben wir auf der re:publica getroffen. Sie stammt aus Teheran, wohin sie im Moment besser nicht mehr reisen sollte, seitdem sie wegen ihrer oppositionellen Tätigkeiten im Gefängnis war, machen sich ihre Eltern einfach zu viele Sorgen, sie könnte wieder verhaftet werden. Wegen ihres digitalen Engagements gilt Farnaz als eine Art Landesverräterin, heute bloggt sie deshalb aus einem sicheren Drittland. Trotzdem werden sie und ihre Familie massiv unter Druck gesetzt, auch ihr Bruder musste deswegen schon ins Gefängnis. “Wir sprechen im Iran von einer Zeit vor und nach den Wahlen” sagt Farnaz. Sie selbst war bei den Wahlen das letzte mal in ihrem Land. Ansonsten lebt die 28-jährige im Exil und schreibt von dort über die Situation im Iran, die sie von auen betrachtet als noch viel schlimmer empfindet. Ihren Blog können wir leider nicht verlinken. Die Mitbegründerin von Zanestan, dem ersten feministischen Onlinemagazin im Iran, schreibt mittlerweile unter einem Synonym. Ein Küchenradio auf Englisch, Deutsch und etwas Farsi, das Cindy – nicht überraschend – selbstverständlich beherrscht.
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