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Internet ist in Afrika immer noch ein rares Gut. Alexander Sulzberger ist vor über zehn Jahren in Ghanas Hauptstadt Accra gezogen und hat einen Internet Service Provider gegründet. Ecobandist eine Art Grokunden-ISP und versorgt vor allem Firmen in Accra mit Netzzugang. Alexander spricht bei 93% Luftfeuchtigkeit mit dem Schwei gebadeten DocPhil ausführlich über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Internets in Afrika: Welche Techniken kommen zum Einsatz? Wie das mit den Seekabeln? Welche Geräte nutzen die Leute? Und warum könnte 2010 den Durchbruch bringen? Geht natürlich auch ein bisschen um Ghana an sich ;)
Etwas verspätet – da Philip gerade keinen Netzzugang hat – hier unsere Folge vom Eröffnungsabend der transmediale. Nachdem unser Küchenradio in der letzten Woche leider von Cindys Aufnahmegerät geschluckt wurde, beschäftigen wir uns dieses mal mit zukunftsweisender Kreativarbeit. FUTURITY NOW ist der Titel der diesjährigen transmediale und obwohl Cindy und Frau Katja Schwierigkeiten haben das Wort auszusprechen, bemühen Sie sich sehr ernsthaft darum zu verstehen was dahinter steckt. Eine Folge in drei Kapiteln.
Katja und Onkel Andi besuchen das Kunsthaus Tacheles. Dieses umstrittene Epizentrum der Berliner Alternativkultur steht vor dem Aus. Team Küchenradio fühlt den Puls.
20 jahre danach: Das Tacheles ist ein Paradoxon. Ginge es nach den Hauptstadtplanungen der DDR, dürfte es nicht mehr existieren. Aber der Mauerfall und eine Gruppe engagierter Künstler bewahrte die schon teilgesprengte Ruine vor dem Ende: Hier wollte man Platz schaffen für eine Strae. Nach 1990 trug das Tacheles das seine dazu bei, das Viertel rund um die Oranienburger Strae hip und sexy zu machen. Das Künstlerhaus wurde selbst zum Objekt der Begierde skandinavischer Investoren und schaufelte sich irgendwie sein eigenes Grab. Denn die Fundus-Gruppe – zu ihr gehört u.a. das Adlon – will das Haus jetzt entmieten, um (gähn) Lofts und ein Luxushotel hier zu bauen.
Aber dann haben die Leute aus dem Tacheles doch auch mit dem Teufel vom gleichen Teller gegessen: Frau Katja und Onkel Andi müssen feststellen, dass die Künstler selbst eigentlich nur am Touri-Geld interessiert sind. Verdienen sie deshalb, was sie bekommen? Ein Kuechenradio bei minus 7 Grad Berlin und reichlich Uringeruch. Am Ende muss Frau Katja zugeben, dass ihre Fremdsprachenkenntnisse doch nicht so gut sind, wie wir immer gedacht haben, und Onkel Andi kennt den Unterschied zwischen Rodin (frz. Bildhauer) und Rodin (weirussischer Maler) nicht. Tant pis.
Philip Steffan (u.) und Sebastian Sooth (o.) führen durch das Studio 70 in Neukölln, erklären, was es mit Coworking und Hallenprojekten auf sich hat und geben praktische Anschauung in Sachen Bausteln. Der MakerBot kommt ebenso zu Wort wie einige Baustler, die sich freuen, wenn die gelbe LED leuchtet.
Ronit Penso ist Gatro-Kritikerin und studierte Sterneköchin, heute eine gefragte Autorin in Tel Avivs Gourmet-Szene. Ihr Handwerk hat sie in New York gelernt, in Vermont war sie lange Jahre Küchenchefin eines top Deli Inns. Ihr letztes Buch handelt von israelischer Küche und wie man sie in maximal 30 Minuten zubereitet – eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Und dafür, dass Israel als Einwanderungsland gar keine eigene Küche besitzt, kann man lange über sie reden. Zumindest der Ben-Gurion-Reis, bei uns eher als Reisnudel bekannt, dürfte als ureigen israelisch durchgehen. Ureigen ebenfalls die Sitte, mindestens 12 verschiedene Schälchen auf den Tisch zu stellen, in denen sich Hummus, Falafel und Tahini, aber auch saure Gurken und eingelegter Fisch befinden können – und das ist erst die Vorspeise. Onkel Andi und Gast-Gastgeberin Shlomit Lasky dürfen probieren. Mehr davon übrigens gibt es auf Onkel Andis Blog aus Israel und Umgebung: Die kleine Reise.
Etwas spät und nicht wirklich aktuell, aber immerhin: Donnerstagabend auf dem Klimagipfel in Kopenhagen. Das Fiasko deutete sich an, war aber noch nicht besiegelt. Rundgang durch den Bella-Center und einige Gespräche über das Wetter, den Prozess und Anzugträger. Für Freunde des Farbvideos gibt es hier einen visuellen Eindruck:
In Friedrichshain bewachen als Obdachlose verkleidete Polizisten Mercedes-Autos und lassen manchmal nachts die Flutlicht-Beleuchtung an. Am Wochenende hat ein Zivilpolizist in Selbstverteidigung auf ein paar Jugendliche geschossen. Cindy und Onkel Andy suchen nach Spuren der Tat und treffen stattdessen auf Straen im Regen und eine ganze Menge Hundebesitzer und die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Gefährten. So trostlos kann die Stadt im Spätherbst sein. Am Ende werden Cindy und Onkel Andi in einem finsteren Garagenhof bedroht, kommen aber davon. Ein Ausflug ins Krisengebiet rund um den Forckenbeckplatz.
Heute aus der Literaturwerkstatt Berlin, wo eine “Karawane der Poesie” sich erholte vom VERSschmuggel”. DocPhil und Katja in offizieller Mission, Cindy in geheimer. Gegen Ende bekommen die Worte den Raum, den sie benötigen.
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