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Als Kind mute Marcus Deschler Kunstpostkarten raten, heute verkauft er die Originale. Leider hat seine Galerie dienstags zu, dafür lädt Marcus das Team in seine Wohnküche ein. Die erste Sendung seit drei Jahren, in der gekocht wird und die erste mit Nachtisch. Es gibt Spaghetti mit Eis und ein echter Wolf im Schafspelz hechelt mit der Zunge.
Bruder Sebastian lehrt im
Cindy macht den Pausenclown und erfindet das automatische Sprechen neu. Eine Sendung von gefühlten fünf Stunden und 30 Päckchen Nelkenzigaretten.
Groe Menschen geben anderen Hoffnung, meinte Jean Jaurés. Die Küchenradio-Crew gibt die Hoffnung auf immer neue Gäste und Drehorte nicht auf und beschert der Hörerschaft eine knappe Stunde Planungssitzung und unterhaltsame Aussichten für die Zukunft. Denn die Liste möglicher Gäste ist gewaltig, die der Orte, die das Team demnächst aufsuchen wird, beeindruckend. Jean Jaurés mute übrigens seinen unverbesserlichen Optimismus mit dem Leben bezahlen. Wir hoffen auf gnädiges Publikum, sollten der neue amerikanische Botschafter oder Bischöfin Kämann unsere Einladung zum Gespräch ausschlagen.
Mehmet Kalin und sein Vater Osman haben das “Baumhaus an der Mauer” gebaut. Die Mauer ist weg, das Baumhaus ist noch da. Es ist das einzige Hause in einer namenlosen Strae, die aber, wenn für die Kalins alles so läuft wie in den letzten 20 Jahren, bald Osmanstrae heien könnte, benannt nach dem Erbauer des “Baumhauses an der Mauer”. DocPhil auf Hausbesuch.
Uli Schuster war schon mal im Küchenradio. Diesmal zeigt er uns Kunst am Spreeufer, lässt sich zum Mai Thai mit Gurke einladen und erzählt, wie er in Moskau zum Parabelflug in die Schwerelosigkeit startet.
Onkel Andi und Cindy spazieren durch Kreuzberg, trinken Brause und essen Milchreis. ber ihnen rattert die Hochbahn; unter ihnen glänzt der Asphalt regenna. Vor und hinter ihnen retten Jungmanager die Welt oder gehen einkaufen. Ein Fahrkarten-Dealer wei, wie man Schwarz-Gelb noch verhindern kann. Onkel Andi fällt was Schönes ein und Cindy erfährt endlich etwas über sein früheres Leben. Später wandert das Küchenradio mit Maik über die Lesedüne. Der Ausblick verschlägt ihnen die Sprache, aber dafür reden andere. Ein lyrischer Abend in der stillen Stadt, die niemals schläft.
Ein Herbstnachmittag mit Cindy und Onkel Andi im “Lass uns Freunde bleiben“, einem sympathischen Selbstbedienungsfrühstückscafé im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg. Es geht um Gott, die Welt, die Liebe, den Tod, Mallorca, Bach und die Beatles, Jennifer Anniston und um die Frage, ob es erlaubt ist, auch einmal nichts zu sagen: Küchenradio classic also.
Nick Page hat die Schule mit 15 abgebrochen und baut seit dem elektrische Gitarren. Küchenradio besucht Nick und seinen Kollegen Andre in ihrem Laden. Es geht um Sound und ferngesteuerte Autos, die 160 km/h fahren.
Diese Woche haben wir den Spie mal umgedreht: Küchenradio war zu Gast. Und zwar bei Herbstradio, einem Radioprojekt für den Herbst. Und für uns UKW-Premiere. Natürlich mussten wir uns den Gepflogenheiten unserer Gastgeber unterwerfen: Raucherquote war null und zunächst stand nur Mineralwasser auf dem Tisch. Dafür durften wir Musik spielen, die Gastgeberin brachte Cup-Cakes und wir hatten zwei Stunden Zeit uns alles von der Seele zu reden, was uns durch den Kopf rauscht. Sehr bereinigend war das, fanden wir. Und schön, dass mal jemand anders für die Inhalte der Sendung verantwortlich war ;)
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